Zwiebeln

Zwiebeln haben viele Vorteile für die Gesundheit. Rote Zwiebeln sind dabei noch gesünder als weisse oder gelbe Zwiebeln.

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Die Zwiebel – scharf und gesund

Veröffentlichung am 06.06.2012 / Aktualisierung am 03.04.2014  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

(Zentrum der Gesundheit) - Zwiebeln gehören weltweit zu einer der beliebtesten Gemüsesorten. Ihre Schärfe, ihr Aroma, ihre Vielseitigkeit, ihre einfache Kultivierung und ihre gute Lagerfähigkeit machen aus der Zwiebel ein wertvolles Lebensmittel. ROTE Zwiebeln bieten dabei weit mehr gesundheitliche Vorteile als gelbe oder weisse Sorten. Sie sind reich an Antioxidantien, unterstützen den Körper bei der Krebsprophylaxe, schützen vor Diabetes, verdünnen das Blut, fördern die Gewichtsreduktion und bekämpfen Entzündungen.

Zwiebeln – lecker und gesund © M.studio - Fotolia.com

Die Zwiebel: für Genuss und Gesundheit

Zwiebeln schmecken immer – ob gedünstet, gebraten, gegrillt, gebacken oder roh. Sie passen in fast alle Gerichte (wenn diese nicht gerade süss sind) und haben die genannten vielfältigen höchst positiven Auswirkungen auf den menschlichen Organismus – ganz besonders die roten Zwiebeln.

Falls Sie jetzt glauben, man müsse wöchentlich einen Sack Zwiebeln essen, um in den Genuss dieser fantastischen Wirkungen zu gelangen, dann seien Sie beruhigt: Schon ab drei roten Zwiebeln pro Woche, die auf vier bis sechs Portionen aufgeteilt werden, soll man deutliche Ergebnisse verspüren können – zumindest im Hinblick auf die Krebsvorsorge, wobei die Wirkung roher Zwiebeln besser ist als die von gekochten oder anderweitig erhitzten.

Rote Zwiebeln gegen Krebs und Entzündungen

Rote Zwiebeln enthalten zwei Mal so viele Antioxidantien als jede andere Art von Zwiebeln. Das macht sie zu einem hilfreichen Lebensmittel bei allen gesundheitlichen Problemen, die mit chronischen Entzündungen zusammen hängen. Zwei dieser Antioxidantien sind das Flavonoid Quercetin und das Polyphenol Anthocyanin.

Sie verhindern die Oxidation von Fettsäuren in der Nahrung und in den Zellen und blockieren auf diese Weise freie Radikale. Die Entstehung von Krebszellen wird infolgedessen gehemmt und chronische Entzündungsprozesse werden drastisch reduziert.

Die in Zwiebeln vorkommenden Schwefelverbindungen (Sulfide) hemmen ausserdem das Bakterienwachstum. Dieser Sachverhalt zeigte sich besonders in Bezug auf die Vorbeugung von Magenkrebs als hilfreich. Im Magen können Bakterien zur Umwandlung von Nitrat in Nitrit führen. Nitrit kann wiederum zu krebserregenden Nitrosaminen werden. Wenn nun die Sulfide der Zwiebel die beteiligten Bakterien töten, dann kann das Risiko für Magenkrebs reduziert werden.

Rote Zwiebeln besser als Nahrungsergänzungsmittel

Dabei empfiehlt sich, diese Antioxidantien MIT der Zwiebel zu essen und nicht etwa auf Nahrungsergänzungsmittel aus Quercetin auszuweichen. Das natürliche Quercetin aus roten Zwiebeln – so heisst es – sei viel wirksamer als die Einnahme von Quercetin-Extrakten. Der Körper kann den Nährstoff viel besser erkennen, wenn er in seiner naturbelassenen Form und in Verbindung mit all den anderen Stoffen verzehrt wird, die in der roten Zwiebel vorhanden sind und sich gegenseitig in ihren antioxidativen Wirkungen unterstützen und verstärken.

Zwiebeln sind Fatburner

Rote Zwiebeln verfügen – wie alle Zwiebeln – über einen gewissen Schärfegrad. Das liegt an ihrem hohen Gehalt an Isoalliin, einer Schwefelverbindung. Erst beim zerschneiden der Zwiebel entwickelt sich daraus der scharfe Geschmack, nämlich wenn das – ebenfalls in der Zwiebel enthaltene – Enzym Alliinase mit dem Isoalliin reagiert und daraus der scharfe und tränenreizende Stoff Propanthial-S-Oxid entsteht.

Die zwiebeleigenen Schwefelverbindungen nun haben sehr viele enorm positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. So sind sie beispielsweise am Aufbau der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein beteiligt. Aus Cystein wiederum kann der Körper gemeinsam mit Methionin (einer essentiellen Aminosäure) die Aminosäure Taurin aufbauen.

Taurin nun aktiviert die Hirnanhangsdrüse dazu, bestimmte Hormone auszuschütten, die für den Fettabbau zuständig sind. Auf diese Weise sind Zwiebeln wichtige Helfer, wenn es darum geht, Fettpölsterchen schneller dahin schmelzen und eine anvisierte Gewichtsreduktion besser gelingen zu lassen.

Zwiebeln entgiften

Das aus den oben genannten Schwefelverbindungen entstehende Cystein wird ausserdem für den Aufbau des körpereigenen Super-Entgifters namens Glutathion benötigt. Glutathion ist ein starkes Antioxidans, das Zellmembranen und körpereigene Proteine vor Angriffen durch freie Radikale schützt.

Es kann ferner Reparaturprozesse nach DNA-Schäden in die Wege leiten und soll ausserdem die Ausleitung von Schwermetallen und anderen Problemstoffen fördern. Der regelmässige Verzehr von Zwiebeln unterstützt also massgeblich die körpereigene Entgiftung.

Zwiebeln sind Blutverdünner

Weitere Forschungen haben gezeigt, dass die schwefelhaltigen Substanzen der Zwiebel offenbar die Zellmembran der roten Blutkörperchen pflegen und hegen, so dass die Sauerstoffversorgung des Organismus optimiert werden kann. Gleichzeitig hemmen die Schwefelverbindungen die Blutgerinnung, so dass Zwiebeln den gesunden Blutfluss fördern können. Beides zusammen sorgt für eine einwandfreie Gesundheit der Blutgefässe und beugt Herz-Kreislauf-Problemen vor.

Zwiebeln senken den Cholesterinspiegel

Die Schwefel-Gruppen in der Zwiebel senken ausserdem den LDL-Cholesterinspiegel (also das "böse" Cholesterin) sowie die Blutfettwerte, während sie den Gehalt des "guten" Cholesterins erhöhen, so dass Zwiebeln sehr gut in eine Anti-Arteriosklerose-Ernährung passen. Ausserdem hemmen die Sulfide die Produktion des körpereigenen Cholesterins in der Leber, wodurch die Gesamtcholesterinwerte enorm verbessert werden.

Zwiebeln schützen Diabetiker

Zwiebeln sind auch eine fantastische Quelle für Chrom, das den Blutzuckergehalt senkt und die Sensitivität der Zellen für Insulin stärkt. Inzwischen weiss man, dass die Bevölkerung nur grenzwertig mit Chrom versorgt ist und ein Chrommangel weiter verbreitet ist, als man bisher annahm.

Allein in den USA schätzt man, dass 50 Prozent der Bevölkerung unter einem chronischen Chrommangel leidet. Die Ursachen sind die Überstrapazierung der landwirtschaftlich genutzten Flächen, die nur noch wenig Chrom enthalten sowie der Konsum von verarbeiteten Nahrungsmitteln (Vollkornprodukte enthalten z. B. mehr Chrom als Weissmehlprodukte). Ein Mangel an Chrom aber ist an der Entstehung von Diabetes und Herzkrankheiten mitbeteiligt.

Abgesehen davon können Zwiebeln direkt den Blutzuckerspiegel regulieren. Der Mechanismus ist noch nicht ganz geklärt, man vermutet jedoch, dass die Inhaltsstoffe der Zwiebel zu einer verstärkten Insulinausschüttung der Bauchspeicheldrüse führen könnten.

So verwenden Sie rote Zwiebeln

Die antioxidativen Flavonoide sind besonders in den äusseren Schichten der roten Zwiebel enthalten. Viele Menschen schälen die ersten paar Schichten und verlieren so viele dieser lebenswichtigen Vitalstoffe. Verwenden Sie auf jeden Fall so viel wie möglich der äusseren, fleischigen, essbaren Teile.

Durch zu starkes Schälen, bei dem die beiden äusseren fleischigen Schichten abgenommen werden, gehen ungefähr 20 Prozent des Quercetin und über 75 Prozent der enthaltenen Anthocyane verloren.

Das Kochen von Zwiebeln in einer Suppe schädigt einige der Anthocyane, jedoch nicht das Quercetin. Das Quercetin geht in die Suppe oder die Brühe über. Je geringer die Hitze ist, desto mehr Nährstoffe bleiben in der Suppe oder der Brühe erhalten.

Zwiebeln richtig lagern

Zwiebeln sollten an einem kühlen, trockenen Ort mit guter Belüftung aufbewahrt werden, etwa in einem Leinensäckchen oder einem speziellen Tontopf für Zwiebeln. Bis sie verwendet werden, sollten Zwiebeln nicht im Kühlschrank oder in einer Plastiktüte gelagert werden.

Dadurch verderben die Zwiebeln schneller. Wenn die Zwiebeln einmal angeschnitten sind, werden sie am besten im Kühlschrank aufbewahrt. Dazu legt man sie mit der Schnittfläche nach unten in ein Porzellangefäss. Verwenden Sie keine Zwiebeln mehr, die feucht, weich oder verletzt sind oder die dunkle oder womöglich schimmelbefallene Stellen zeigen.

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