Tipps gegen Blähungen
Bei Blähungen gibt es enorm viele Möglichkeiten und Tipps zur Selbsthilfe. Bei nur wenigen Blähungen stellt sich die Frage, ob man überhaupt etwas dagegen tun sollte. Denn dass Blähungen auch ein gutes Zeichen darstellen können, lesen Sie in unserem Artikel: Warum Blähungen auch ein gutes Zeichen sein können.
Wenn Sie sich jedoch von Blähungen belästigt fühlen, lesen Sie unsere nachfolgenden Tipps!
Stellen Sie Ihre Ernährung um, achten Sie auf Unverträglichkeiten
Meiden Sie Fertigprodukte mit ihrer Vielzahl an Lebensmittelzusatzstoffen und ihren minderwertigen Zutaten. Auch frittierte Produkte und Gezuckertes sind für ein ohnehin sensibles Verdauungssystem eine Zumutung. Beobachten Sie, ob Sie beispielsweise auf manche Getreide- und/oder Milchprodukte oder auch auf Früchte mit verstärkten Blähungen reagieren, was auf eine Nahrungsmittelunverträglichkeit schließen lassen könnte.
Lassen Sie in diesem Fall beim Arzt überprüfen, ob Sie u. U. eine Laktoseintoleranz, eine Fructoseintoleranz, eine Glutenintoleranz oder auch eine Histamintoleranz haben könnten. Auch ein Reizdarm ist denkbar, der vielleicht in Wirklichkeit ein Mastzellaktivierungssyndrom sein könnte.
Bevorzugen Sie am besten eine pflanzenbasierte, also vitalstoffreiche und vollwertige basenüberschüssige Ernährung. Die passenden (über 2000) Rezepte finden Sie in unserer Rubrik "Gesunde Rezepte".
Auch haben wir verschiedene * Ernährungspläne entwickelt - alle aus der basenüberschüssigen, rein pflanzlichen Ernährung.
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Achten Sie auf die richtige Kombination von Lebensmitteln
Bei der richtigen Kombination geht es weniger darum, die angeblich gasbildenden, aber im Grunde gesunden Lebensmittel wie z. B. Bohnen, Kohlarten, Zwiebeln, Lauch, Äpfel, Pflaumen, Kirschen etc. zu meiden.
Viel wichtiger ist es - zumindest bei einem zu Blähungen neigenden Verdauungssystem - bestimmte Kombinationsregeln zu berücksichtigen. Dann nämlich können auch die genannten Lebensmittel verzehrt werden, ohne Blähungen zu verursachen.
Problematisch sind also häufig nicht die Lebensmittel an sich, sondern die Art, wie sie zubereitet und in welcher Kombination und Reihenfolge sie gegessen werden. Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Gesunde Verdauung durch gezielte Essensabfolge.
So isst man z. B. wasserreiche Lebensmittel (Obst, Blattsalate, Fruchtgemüse) immer vor anderen Lebensmitteln. Würde man z. B. einen Apfel nach dem Brot essen, würde dies eher zu Blähungen führen als bei umgekehrter Reihenfolge.
Beachten Sie die richtige Zubereitung
Verwenden Sie bei der Zubereitung "kritischer" Lebensmittel blähungswidrige Gewürze. Zu Linsen passt Kreuzkümmel und in den Brotteig gibt man die typischen Brotgewürze (Fenchel, Anis, Koriander etc.).
Werden getrocknete Hülsenfrüchte zubereitet, so weicht man sie vor dem Kochen mindestens über Nacht, besser jedoch 24 bis 48 Stunden lang ein. Das Einweichwasser wird weggeschüttet - und die Hülsenfrüchte werden in frischem Wasser gekocht. Wenn Sie z. B. Kichererbsen für Hummus kochen, können Sie auch das Kochwasser weggießen. Im Einweich- und Kochwasser befinden sich besonders viele blähende Wirkstoffe.
Essen Sie Brot - besonders Vollkornbrot - nicht frisch, sondern erst frühestens am nächsten Tag. Toasten Sie Brot und Brötchen außerdem, bevor Sie sie essen, ganz besonders, wenn Sie doch einmal frisches Brot essen.
Trinken Sie bei Blähungen Fencheltee
Trinken Sie Fencheltee. Fencheltee aus frisch zerstoßenen Fenchelsamen (im Mörser) wirkt dabei besser als jener aus dem Filterbeutel. Sie können - wenn Sie mögen - auch auf den Fenchelsamen kauen.
Die Inhaltsstoffe von Fenchelsamen (und auch von Anis- und Dillsamen) entspannen die Muskulatur Ihres Verdauungstraktes und lassen das angesammelte Gas unauffällig entweichen. Als Bonus gelangen Sie auf diese Weise zu einem frischen Atem.
Essen Sie Ingwer
Zwei hervorragende Möglichkeiten, um Blähungen zu verhindern, sind das Trinken von Ingwertee oder auch der Verzehr von frischer Ingwerwurzel. Ingwertee ist besonders wirksam, wenn Sie einfach ein Stück frischen Ingwer mit heißem Wasser in einen leistungsfähigen Mixer geben und gründlich mixen. Sie können das Ergebnis gesiebt oder ungesiebt trinken.
Natürlich können Sie den Ingwer (frisch oder getrocknet) auch an Ihre Speisen geben. Er schmeckt - frisch gerieben - vorzüglich im Obstsalat oder in Obstshakes, z. B. in diesem köstlichen Ananas-Ingwer-Shake.
Aber auch in Suppen, Saucen, Dressings oder Gemüsegerichte passt der Ingwer wunderbar. Sie finden in unserer Rezepte-Rubrik eine große Auswahl rein pflanzlicher und vollwertig-gesunder Rezepte mit Ingwer.
Sie können aber auch vor den Mahlzeiten einen Teelöffel frisch geriebenen Ingwer pur zu sich nehmen - wenn er Ihnen nicht zu scharf ist.
Würzen Sie mit Kümmel und Kreuzkümmel
Kümmelsamen und Kreuzkümmel verhindern Blähungen, Verdauungsstörungen und Krämpfe. Außerdem regen Sie eine gesunde Verdauung an. Die Samen können - wie im Falle des Fenchels - einfach so gekaut werden, in Speisen gegeben oder in Form von Tee getrunken werden. Auch Kümmeltee kann so hergestellt werden wie Ingwertee (im Mixer).
Verwenden Sie häufig Petersilie
Auch die Petersilie ist ein gutes Mittel gegen Gasbildung. Geben Sie Petersilie - entweder frisch gehackt oder getrocknet - in Salate, Suppen, Gemüse- und Kartoffelgerichte oder in andere Speisen Ihrer Wahl. Frische Petersilie kann wunderbar auch in grünen Smoothies verarbeitet werden.
Nehmen Sie Mineralerde vor einer Mahlzeit
Mineralerde absorbiert überflüssige Luft im Verdauungstrakt und adsorbiert Gifte, die die Gasbildung begünstigen könnten. Nehmen Sie 30 bis 60 Minuten vor den Mahlzeiten ein bis zwei Teelöffel Mineralerde ein, um so Gasbildung und Blähungen zu verhindern, bevor sie überhaupt erst beginnen können. Sie können dazu z. B. Zeolith oder Bentonit verwenden.
* Hier finden Sie Zeolith in Kapseln - und wenn Sie lieber Pulver nehmen, hier Bentonit in Pulverform.
Führen Sie eine Darmsanierung durch
Regelmäßige Darmsanierungen nützen der allgemeinen Darmgesundheit, entfernen gärende Nahrungsrückstände, harmonisieren die Darmflora und sorgen auf diese Weise für die Linderung von Blähungen.
Die im vorigen Abschnitt genannte Mineralerde ist ein wichtiger Bestandteil der Darmreinigung.
Unterstützen Sie Ihren Darm mit Probiotika
Probiotika sind Zubereitungen aus lebenden Mikroorganismen wie z. B. Milchsäurebakterien (Laktobakterien) und/oder Bifidobakterien, die eine gesundheitsfördernde Wirkung auf den menschlichen Organismus haben. Hochwertige probiotische Präparate (z. B. Combi Flora) können die gesunde Darmflora wieder herstellen und pathogene (krankheitserregende) Keime verdrängen.
Blähungen können auf ein Ungleichgewicht in der Zusammensetzung der Darmflora hinweisen. Probiotika können daher direkt am Ort des Geschehens wirken, blähungsauslösende Fäulnisbakterien verdrängen und dadurch Blähungen eindämmen.
Trinken Sie Löwenzahn-Tee
Das weit verbreitete Wildkraut Löwenzahn hat zahlreiche gesundheitliche Vorteile, zu denen auch die Linderung von Blähungen zählt. Trinken Sie Löwenzahn-Tee oder mischen Sie frischen Löwenzahn in Ihren Salat oder Smoothie.
Trinken Sie heißes Wasser
Trinken Sie Wasser - so heiß wie möglich! Eine halbe Tasse genügt bei manchen Menschen bereits, um eine anti-blähende Wirkung zu erzielen.
Trinken Sie Wasser mit Pfefferminzöl
Mischen Sie zwei Tropfen ätherisches Pfefferminzöl in eine halbe Tasse kaltes Wasser und trinken Sie dies ein bis zweimal am Tag.
Machen Sie gezielte Übungen
Wenn Sie alleine sein sollten, versuchen Sie angestautes Gas entweichen zu lassen, indem Sie sich auf den Rücken legen, Ihre Beine in die Luft strecken und dann "Rad fahren".
Sorgen Sie außerdem insgesamt für mehr Bewegung. Das Verdauungssystem hasst permanente Bewegungslosigkeit. Je aktiver Sie sind, um so besser funktioniert die Verdauung und um so seltener sind Blähungen.
Sie können jedweden Sport machen, der Ihnen gefällt. Für den Darm ist es aber auch schon hilfreich, wenn Sie spazierengehen oder eine leichte Gymnastik und Dehnübungen machen.
Für zu Hause gibt es viele Fitnessgeräte. Besonders positiv wirkt sich das Trampolintraining auf die Verdauung aus. Die Verdauungsorgane werden dabei gelockert und bewegt, die Magen-Darm-Peristaltik wird angeregt. Ablagerungen können sich von den Darmwänden lösen. Der Lymphfluss und der Kreislauf kommen in Schwung und können jetzt natürlich auch den Darm aufmuntern.
Mit Trampolin ist ein kleines Zimmertrampolin gemeint, das in fast jede Wohnung passt. * Hier finden Sie ein hochwertiges Trampolin.
Achten Sie in jedem Fall auf Seile statt Federn! Letztere sind zu hart und wirken sich negativ auf die Gelenke aus.
Essen Sie langsam und kauen Sie sorgfältig
Essen Sie langsam und kauen Sie gründlich, und zwar besonders bei Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten, aber auch bei Nüssen, Saaten und Rohkostsalaten. Je gründlicher Sie kauen, desto mehr entlasten Sie Ihr Verdauungssystem und umso weniger wahrscheinlich ist es, dass Sie Blähungen entwickeln.
Denken Sie an eine Bauchspeicheldrüsenschwäche
Liegt eine Bauchspeicheldrüsenschwäche vor, dann kann auch diese zu Blähungen führen. Sie ist weiter verbreitet, als man glaubt. Wenn Sie an rätselhaften Blähungen nach dem letzten Essen leiden, dann könnten Sie von einer Bauchspeicheldrüsenschwäche betroffen sein. Lesen Sie die Details in unserem Artikel Die Bauchspeicheldrüsenschwäche - Immer wieder Blähungen.
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Unsere Tipps gegen Blähungen noch einmal zusammengefasst
Fassen wir noch einmal alle Tipps gegen Blähungen zusammen:
1. Beim Arzt Nahrungsmittelunverträglichkeiten, das Reizdarm- bzw. Mastzellaktivierungssyndrom und eine mögliche Bauchspeicheldrüsenschwäche abklären lassen.
2. Die Ernährung umstellen, langsam essen und gründlich kauen.
3. Lebensmittel richtig kombinieren und richtig zubereiten
4. Fencheltee und Löwenzahntee trinken
5. Ingwer verwenden
6. Mit Kümmel und Kreuzkümmel würzen
7. Mineralerde einnehmen
8. Probiotika einnehmen
9. Warmes Wasser trinken, evtl. Pfefferminzöl ins Trinkwasser geben
10. Für viel Bewegung sorgen
Weitere Tipps finden Sie in unserem Artikel Wie Sie Blähungen nach den Mahlzeiten vermeiden.