Ashwagandha, die schlafbringende Pflanze

Ashwagandha (Withania somnifera) ist eine Pflanze aus der Familie der Nachtschattengewächse. Sie wird in Deutschland auch Schlafbeere, Winterkirsche oder „Indischer Ginseng“ genannt. Der Name Ashwagandha kommt aus dem Sanskrit und bedeutet soviel wie: Geruch des Pferdes, da die Wurzeln stark nach Pferd duften.

Interessanter jedoch ist aus naturheilkundlicher Sicht der botanische Name. Während Withania die Pflanzengattung beschreibt, zu der noch einige andere Withania-Arten gehören, stammt der Begriff „somnifera“ aus dem Lateinischen und bedeutet so viel wie „schlafbringend“ (somnus = Schlaf, ferre = bringen) und weist damit auf eines der Haupteinsatzgebiete der Ashwagandha hin – nämlich Schlafstörungen.

Auch der Schlafmohn trägt in seiner botanischen Bezeichnung diesen Begriff: Papaver somniferum.

Man nutzt Wurzeln und Blätter, nicht die Beeren

Als wichtige Heilpflanze aus dem Ayurveda stamm Ashwagandha natürlich aus Asien, ist aber mittlerweile in vielen tropischen und subtropischen Gebieten zu finden, z. B. in Afrika, Spanien, Griechenland, auf den Kanaren und der arabischen Halbinsel.

Obwohl Ashwagandha im Deutschen Schlafbeere heisst, sind es nicht die Früchte, die verwendet werden, sondern die Wurzeln und die Blätter der Ashwagandha. Diese Pflanzenteile enthalten die sog. Withanolide, die bisher am besten erforschten Wirkstoffe in Ashwagandha.

* Ashwagandha finden Sie hier unter diesem Link.

Verwechslungsgefahr: Ashwagandha und Physalis

Die Beeren der Ashwagandha ähneln stark den Früchten der Physalis peruviana (Andenbeere, Kapstachelbeere), die ebenfalls zu den Nachtschattengewächsen gehört. Die Beeren beider Pflanzen können daher gelegentlich verwechselt werden. Sie werden beide von einer papiernen Hülle umgeben (die getrockneten Blütenblätter, die die Beeren umschliessen). Ja, manchmal wird Ashwagandha sogar Physalis somnifera genannt, was noch deutlicher auf die nahe Verwandtschaft hinweist.

Allerdings sind die Beeren der Ashwaganda nicht geniessbar. Während die Physalis im reifen Zustand erfrischend süss schmeckt, sind die Ashwagandha-Beeren sehr bitter und in grösseren Mengen aufgrund ihres Alkaloidgehaltes giftig. Gegessen werden sie daher schon allein des unangenehmen Geschmackes wegen nicht. Doch kann man sie dank ihres hohen Saponingehaltes zur Seifenherstellung nutzen.

Die Wirkungen von Ashwagandha

In einer Übersichtsarbeit des Los Angeles College of Chiropractic aus dem Jahr 2000 (6) werden zahlreiche therapeutische Wirkungen von Ashwagandha aufgelistet:

  • Schlaffördernd
  • Angstlösend
  • Anti-Stress-Wirkung
  • Anti-Demenz-Wirkung (7)
  • Immunmodulierend
  • Antioxidativ
  • Förderung der Blutbildung
  • Entzündungshemmend
  • Anti-Tumor-Wirkung (7)
  • Anti-Aging-Wirkung (erhöht den DHEA-Spiegel, ein Anti-Aging-Hormon)
  • Positive Wirkung auf den Hormonhaushalt, das Herz-Lungen-System und das Zentrale Nervensystem.

Gleichzeitig heisst es in der genannten Arbeit (6), Toxizitätsstudien hätten gezeigt, dass Ashwagandha ein sicheres Mittel mit nur wenigen oder gar keinen Nebenwirkungen sei. Zu möglichen Nebenwirkungen lesen Sie bitte weiter unten nach.

Ashwagandha wirkt als Adaptogen gegen Stress

Im Ayurveda wird Ashwagandha seit etlichen tausend Jahren bei zahlreichen Leiden eingesetzt, etwa bei Schlaflosigkeit, Angstzuständen, Gelenkschmerzen, Fruchtbarkeitsproblemen und Impotenz, aber auch zur Verbesserung der Hirnleistung und zur Stimmungsaufhellung (7).

Wegen seiner Fähigkeit, die Stressresistenz zu erhöhen, zählt Ashwagandha zu den sog. Adaptogenen. Der Begriff steht für Heilpflanzen, die stressresistenter machen, was bedeutet, dass unter ihrer Einwirkung Stress die Gesundheit nicht mehr so stark angreifen kann. Weitere Adaptogene sind z. B. Rhodiola rosea oder auch der Ginseng.

Wir stellen in unserem Artikel zur natürlichen Senkung eines überhöhten Cortisolspiegels den Einsatz von Ashwagandha anhand einer Studie aus dem Jahr 2012 vor: Wie Sie einen zu hohen Cortisolspiegel senken können

Cortisol ist ein wichtiges Stresshormon, dessen Spiegel bei anhaltenden Stressbelastungen chronisch erhöht bleiben und so der Gesundheit schaden kann. Folgen eines zu hohen Cortisolspiegels können Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Reizdarmsymptome, depressive Verstimmungen bis hin zu Angststörungen, erhöhte Schmerzempfindlichkeit und vieles mehr sein. Sogar ein Diabetes kann sich entwickeln, wenn der Stress einfach nicht mehr nachlässt.

In genannter Untersuchung erhielten 64 Teilnehmer zweimal täglich je 300 mg eines Ashwagandha-Wurzelextraktes oder ein Placebopräparat. Nach zwei Monaten war der Cortisolspiegel in der Ashwagandha-Gruppe signifikant gesunken (um 30 Prozent). In der Placebogruppe nicht.

Auch das subjektive Stressempfinden sank in der Ashwagandha-Gruppe um 64 Prozent. Genauso nahmen Angstzustände und Schlaflosigkeit um fast 70 Prozent ab (26).

Ashwagandha wirkt angstlösend bei Angstzuständen

In Versuchen mit Ratten (21) zeigte sich schon im Jahr 2000, dass Ashwagandha-Wurzelextrakte nach bereits 5 Tagen bei den kleinen Nagern eine vergleichbare angstlösende Wirkung zeigte wie die üblichen Medikamente (z. B. Lorazepam (ein Benzodiazepin)).

Im selben Jahr bestätigte sich die beruhigende Wirkung der Schlafbeere auch am Menschen. In einer sechswöchigen placebokontrollierten Doppelblindstudie (22) erhielten 39 Teilnehmer mit Angststörungen zweimal täglich entweder Ashwagandha-Extrakt (250 mg pro Gabe) oder ein Placebo.

88 Prozent der Teilnehmer in der Ashwagandha-Gruppe berichteten von einer signifikanten Verbesserung ihrer Symptome gegenüber nur 50 Prozent in der Placebogruppe. Nebenwirkungen gab es keine.

In einer weiteren placebokontrollierten Doppelblindstudie von 2008 (23) überprüfte man die Wirkung des Ashwagandha-Wurzelextraktes bei chronisch gestressten Personen. Man teilte die 130 Patienten in vier Gruppen auf:

  • Gruppe1 erhielt 1-mal täglich 125 mg Ashwagandha-Extrakt
  • Gruppe 2 erhielt 2-mal täglich 125 mg
  • Gruppe 3 erhielt 2-mal täglich 250 mg
  • Gruppe 4 erhielt ein Placebo

Die Einnahmedauer betrug 60 Tage. Die Stresswerte der Probanden wurden vor Beginn der Studie, in der Mitte der Studie (Tag 30) und zum Ende der Studie gemessen.

Cortisolspiegel sinkt, Anti-Stress-Hormon DHEA steigt

Bereits die kleine einmal täglich eingenommene Ashwagandha-Dosis konnte in Gruppe 1 im Vergleich zum Placebo die typischen Stressparameter wie Blutdruck, Pulsgeschwindigkeit und Cortisollevel signifikant senken.

Der Cortisollevel fiel in Gruppe 1 um 14 Prozent, in Gruppe 2 um 24 Prozent und in Gruppe 3 um 30 Prozent. In der Placebogruppe stieg er um 4,4 Prozent.

Gleichzeitig stieg der DHEA-Spiegel um 32 Prozent in den Gruppen 2 und 3 und um 13 Prozent in Gruppe 1 (in der Placebogruppe fiel er um 10 Prozent).

DHEA gilt als Anti-Stress- und Anti-Aging-Hormon. DHEA ist der Gegenspieler von Cortisol. Steigt der Cortisolspiegel, sinkt der DHEA-Spiegel und umgekehrt. Verfügt man über einen gesunden DHEA-Spiegel, ist man stresstoleranter bzw. stressresistenter. Da im Laufe des Lebens der Cortisolspiegel altersbedingt steigt und der DHEA-Spiegel sinkt, sind Massnahmen zur Steigerung des DHEA-Spiegels ein wichtiger Punkt in jedem Stressmanagement.

Auch der CRP-Wert, der bei Stress erhöht sein kann und ein Hinweis für chronische Entzündungen im Körper ist, sank in den Aswhagandha-Gruppen. Genauso die VLDL- und LDL-Cholesterinwerte sowie die Triglyceride (Blutfette), während das HDL-Cholesterin leicht stieg. In der Placebogruppe verschlechterten sich diese Werte sogar noch.

Je höher die Ashwagandha-Dosis, umso besser die Wirkung

Je höher die Ashwagandha-Dosis war, die von den Teilnehmern eingenommen wurde, umso deutlicher waren die positiven Veränderungen zu erkennen – und zwar nicht nur in Bezug auf die genannten Werte, sondern auch in Bezug auf die typischen Stresssymptome (Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Kopf- und Muskelschmerzen, Vergesslichkeit, Konzentrationsstörungen, Zittern, Schwitzen, Mundtrockenheit, Schlaflosigkeit). Sie alle verbesserten sich dosisabhängig in den Gruppen 1 bis 3, während sie in der Placebogruppe grösstenteils unverändert blieben.

Das bedeutet natürlich nicht, dass man Ashwagandha in übermässig hohen Dosen einnehmen sollte. Es zeigt jedoch, dass man die Pflanze sehr gut individuell - je nach erwünschtem Ziel und vorhandener Beschwerdeintensität - dosieren kann und auch, dass sich zu geringe Dosen oft nicht lohnen.

Studie zu Angstzuständen: Ernährung, Vitamine und Ashwagandha wirken besser als Psychotherapie

Ein Jahr später (2009) erschien eine 12-wöchige kanadische Studie (24) vom Canadian College of Naturopathic Medicine in Toronto, die mit 75 Probanden durchgeführt wurde. Sie alle litten an Angststörungen. Die Hälfte der Teilnehmer (Gruppe 1) erhielt eine ganzheitliche Therapie aus

  • Ernährungsberatung,
  • Atementspannungsübungen,
  • Multivitaminpräparaten und
  • zweimal täglich jeweils 300 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt (mit einem Withanolidgehalt von 1,5 Prozent, entspricht 9 mg Withanoliden pro Tag).

Die andere Hälfte der Teilnehmer (Gruppe 2) erhielt

  • Psychotherapie,
  • Atementspannungsübungen sowie ein
  • Placeboprodukt (statt Ashwagandha).

In Gruppe 1 gingen die Beschwerden um 56,5 Prozent zurück, in Gruppe 2 immerhin um 30,5 Prozent. Zu den Beschwerden zählten u. a. Hitzegefühle, Kribbeln, Benommenheit, Zittern, Angst vor dem Tod, Angst vor Kontrollverlust, Angst, dass jeden Augenblick etwas Schreckliches passieren könnte, Probleme beim Atmen, Ruhelosigkeit, Nervosität, Unsicherheit, Unfähigkeit zu entspannen etc.

Ausserdem verbesserten sich in Gruppe 1 auch andere Merkmale, etwa die Konzentrationsfähigkeit, Tagesmüdigkeit und der Energielevel etc.

*Ashwagandha-Extrakt mit knapp 9 mg Withanoliden pro Tagesdosis (2 Kapseln) finden Sie z. B. hier: Ashwagandha-Extrakt in Kapseln

Ashwagandha bei Schlaflosigkeit

Stress, Angstzustände und Schlafstörungen sind aus dem modernen Leben gar nicht mehr wegzudenken, gehören jedoch gleichzeitig zu den wichtigen Mitverursachern der unterschiedlichsten Erkrankungen. Entsprechende Medikamente (Angstlöser, Schlafmittel) bleiben selten ohne Nebenwirkung, so dass sich viele Menschen auf die Suche nach pflanzlichen Mitteln begeben. Ashwagandha ist eines dieser Mittel.

Die erste placebokontrollierte Doppelblindstudie, in der ein hochkonzentrierter Ashwagandha-Wurzelextrakt gegen u. a. Schlaflosigkeit eingesetzt wurde, stammt aus dem Jahr 2019 (53).

60 gestresste Frauen und Männer nahmen teil (die auf der PSS-Stressskala mehr als 20 Punkte erreichten (PSS, Perceived Stress Scale)) und erhielten über 8 Wochen hinweg zweimal täglich je 125 mg oder 300 mg eines Ashwagandha-Extraktes oder ein Placebo.

In den beiden Ashwagandha-Gruppen sanken die Werte auf der PSS-Skala seutlich, die Cortisolspiegel sanken und – im Vergleich zur Placebogruppe – berichteten die Ashwagandha-Probanden von einer merklichen Verbesserung ihrer Schlafqualität.

Ebenfalls aus 2019 stammt eine Untersuchung (54), in der die Auswirkungen von zweimal täglich 300 mg Ashwagandha-Wurzelextrakt (oder Placebo) auf die Schlafqualität der Probanden überprüft wurde. In der Ashwandha-Gruppe konnten die Teilnehmer nach 10 Wochen viel schneller einschlafen, sie hatten insgesamt einen erholsameren Schlaf und wachten zwischendurch auch viel seltener auf.

Eine ebenfalls placebokontrollierte Doppelblind-Studie aus 2020 beginnt mit einem Lob in den höchsten Tönen: Ashwagandha sei ein exzellentes Adaptogen, das seit uralten Zeiten im Ayurveda zur allgemeinen Verbesserung des Wohlbefindens, aber auch bei konkreten Krankheiten eingesetzt werde, u. a. auch in der Geriatrie (bei älteren Menschen).

12 Wochen lang gab man älteren Menschen zwischen 65 und 80 Jahern einen Ashwagandha-Extrakt (600 mg pro Tag) oder ein Placebo. In der Ashwagandha-Gruppe verbesserte sich die Schlafqualität deutlich, so dass die gesamte Lebensqualität eine Steigerung erfuhr (55).

Ashwagandha verbessert die Gehirnleistung und das Gedächtnis

Verschiedene Studien weisen darauf hin, dass Ashwagandha auch die Gehirnleistung und das Gedächtnis verbessern kann, was in Zeiten der zunehmenden Demenzerkrankungen von grosser Bedeutung sein könnte.

Versuche an Ratten zeigten bereits im Jahr 2013, dass Ashwagandha Gedächtnisstörungen verbessern und auch – unter Stress – die Gehirnleistungen steigern kann (43, 44).

In einer placebokontrollierten Doppelblindstudie (45) von 2014 nahmen 20 Männer 14 Tage lang zweimal täglich je 250 mg Ashwagandha-Wurzelektrakt ein. Im Vergleich zur Placebogruppe verbesserten sich die kognitiven Fähigkeiten der Probanden in verschiedenen Tests signifikant, z. B. ihre Reaktionszeit.

Drei Jahre später zeigte sich, dass Ashwagandha bei bereits leichter Einschränkung der kognitiven Fähigkeiten das Gedächtnis, die Reaktionszeit, die Geschwindigkeit der Informationsverabeitung und die Aufmerksamkeit signifikant verbessern konnte. Die Probanden hatten in dieser Studie 8 Wochen lang zweimal täglich 300 mg eines Ashwaganda-Extraktes eingenommen (36).

Ashwaganda bei Schizophrenie

Auch Schizophreniepatienten könnten von Ashwagandha profitieren, wie eine randomisierte, placebokontrollierte Doppelblindstudie mit 64 Schizophreniepatienten an der Universität in Pittsburgh ergab (30). Die Patienten nahmen 12 Wochen lang täglich 1000 mg Ashwagandha-Extrakt oder ein Placebo.

In der Ashwagandha-Gruppe sanken die Entzündungsmarker, während sie in der Placebogruppe stiegen. Signifikant waren die Veränderungen jedoch nicht. Bedeutsam hingegen war die Verbesserung der Schizophreniesymptome und des Stresslevels der Patienten, was beides in der Placebogruppe nicht beobachtet werden konnte.

In der Ashwagandha-Gruppe kam es gelegentlich zu Nebenwirkungen wie Schläfrigkeit und dünnem Stuhl.

Ashwagandha bei Schilddrüsenunterfunktion

Häufig wird Ashwagandha in der Naturheilkunde bei einer Schilddrüsenunterfunktion empfohlen. Wir haben darüber in unserem Artikel Schilddrüsenunterfunktion natürlich behandeln geschrieben.

Bei einer Schilddrüsenunterfunktion leidet man häufig an Erschöpfung und Müdigkeit, so dass man möglicherweise skeptisch ist, ausgerechnet die Schlafbeere einzunehmen. Diese jedoch sorgt eher für einen guten Schlaf, nicht aber zu Tagesmüdigkeit.

Da die Schilddrüsenunterfunktion auch die Folge u. a. einer stressbedingten Überlastung sein kann, ist Ashwagandha als Adaptogen hier ein Versuch wert, da die Pflanze gerade die stressbedingte Erschöpfung lindern kann. Gleichzeitig soll Ashwagandha die Schilddrüsenhormonproduktion ankurbeln, was jedoch – wie so häufig – wissenschaftlich noch nicht hundertprozentig abgesegnet ist.

Ashwagandha fördert Schilddrüsenhormonproduktion

Mäusestudien Ende der 1990er Jahre zeigten, dass Ashwagandha die Schilddrüsenhormonwerte (T3 und T4) der Tiere erhöhte. Allerdings hatten die armen Mäuse hohe Dosen per Magensonde erhalten (52).

1. Klinische Studie

In einer klinischen Studie aus den USA aus dem Jahr 2014 wollte man eigentlich die Wirkung von Ashwagandha bei bipolarer Störung testen. Lediglich am Rande überprüfte man auch die Schilddrüsenwerte der 60 Teilnehmer (47).

Zu Beginn der Studie hatte man bei 10 der Teilnehmer abnormale Schilddrüsenwerte festgestellt, drei davon in der Ashwagandha-Gruppe, sieben aus der Placebogruppe.

Nach der Ashwagandha-Kur war bei allen drei Probanden aus der Ashwagandha-Gruppe der T4-Spiegel gestiegen. Einer davon hatte zuvor an einer Unterfunktion gelitten, die sich nun normalisiert hatte. Bei sechs der sieben Probanden aus der Placebogruppe hingegen nahm der T4-Wert sogar ab, beim siebten entwickelte sich sogar eine Unterfunktion.

2. Klinische Studie

In einer indischen Pilotstudie aus 2018 (48) ergab sich dagegen ein eindeutigeres Bild: Die 50 Teilnehmer im Alter von 18 bis 50 Jahren, litten alle an einer Schilddrüsenunterfunktion und erhielten über 8 Wochen hinweg entweder 600 mg eines Ashwagandha-Extraktes oder ein Placeboprodukt.

Die Schilddrüsenhormone T3 und T4 erhöhten sich in der Ashwagandha-Gruppe um 41,5 Prozent (T3) und um 19,6 Prozent (T4). Der TSH-Wert - der bei einer Unterfunktion meist erhöht ist - konnte um 17,5 Prozent gesenkt werden.

Informationen zur Anwendung und Dosierung von Ashwagandha bei Schilddrüsenunterfunktion lesen Sie bitte im oben angegebenen Schilddrüsenartikel.

Bei Schilddrüsenüberfunktion Ashwagandha besser meiden

Sollten Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden, nehmen Sie Ashwagandha besser nicht ein, da nicht geklärt ist, ob Ashwagandha die Schilddrüsenfunktion regulieren kann. Derzeit sieht es eher so aus, als fördere sie die Schilddrüsenhormonproduktion.

Ashwagandha verbessert Fruchtbarkeit bei Männern

Ashwagandha ist bei männlicher Unfruchtbarkeit offenbar eine empfehlenswerte Nahrungsergänzung, da die Pflanze - wie schon oben gezeigt wurde - den Hormonhaushalt positiv beeinflusst, und zwar nicht nur in Sachen DHEA und Cortisol, sondern auch den Testosteronspiegel. Ausserdem kann Ashwagandha die Spermienzahl und auch die Spermienbeweglichkeit verbessern – so eine Studie aus dem Jahr 2010 mit 150 Männern, wovon die Hälfte unfruchtbar war (31).

In der Untersuchung erhöhten sich im Sperma der unfruchtbaren Männer dank Ashwagandha sogar die antioxidativen Enzyme und die Spiegel der Vitamine A, C und E, so dass die Samenzellen nun besser vor oxidativen Schäden geschützt waren.

Die Ashwagandha-Behandlung erhöhte ferner den LH-Spiegel. Das LH (Luteinisierende Hormon) regt wiederum die Testosteronbildung an, so dass mit steigendem LH-Spiegel auch der Testosteronspiegel stieg. Gleichzeitig sank der Prolaktinspiegel – ein gutes Zeichen, da ein erhöhter Prolaktinspiegel die Bildung von LH und Testosteron hemmen kann. Die Ashwagandha-Dosierung und Einnahmedauer wurden leider nicht angegeben.

Es eignen sich jedoch offenbar sowohl das Ashwagandha-Pulver als auch ein Extrakt, wie die drei folgenden Studien zeigen:

In einer Studie zur Unfruchtbarkeit bei Männern erhielten die Teilnehmer drei Monate lang täglich 5 g eines Ashwagandha-Pulvers. Auch hier besserten sich die Spermienqualität und die Hormonwerte (32).

Gab man unfruchtbaren Männern täglich knapp 700 mg Ashwagandha-Extrakt (ebenfalls drei Monate lang, auf drei Dosen pro Tag verteilt), erhöhte sich die Spermienanzahl um 167 Prozent, das Samenvolumen stieg um 53 Prozent und die Spermienmotilität um 57 Prozent (33).

In einer weiteren Studie (25) litten 60 männliche Probanden an Unfruchtbarkeit, darunter waren 20 Raucher, bei 20 vermutete man eine stressbedingte Unfruchtbarkeit und bei weiteren 20 kannte man die Ursache nicht. Allerdings konnte Ashwagandha (5 g Pulver pro Tag) nach 3 Monaten den Hormonhaushalt in allen drei Gruppen sehr gut beeinflussen. Der Testosteronspiegel stieg, ebenso der LH-Spiegel, während der Cortisolspiegel sank. Bei immerhin 14 Prozent der Männer stellte sich in diesem Zeitraum eine Schwangerschaft bei der Partnerin ein.

Ashwagandha erhöht den Testosteronspiegel

Schon oben hatte sich gezeigt, dass Ashwagandha den Testosteronspiegel erhöhen kann und u. a .so die männliche Fruchtbarkeit erhöht. Eine australische Studie von 2019, randomisiert, doppelblind und placebokontrolliert, widmete sich erneut dem Testosteronspiegel.

Es ergab sich, dass Ashwagandha den DHEA- und Testosteronspiegel erhöhen kann – und zwar auch bei Probanden, die übergewichtig oder gar fettleibig waren und über Erschöpfungszustände und einen geringen Energielevel klagten.

Nach 8 Wochen mit der täglichen Einnahme eines Ashwagandha-Extraktes, der in dieser Tagesdosis 21 mg Withanolide enthielt, war der DHEA-Spiegel um 18 Prozent im Vergleich zur Placebogruppe gestiegen, der Testosteronspiegel um 17,7 Prozent (34).

Ashwagandha bei Arthritis und Gelenkschmerzen

Im Ayurveda wird Ashwagandha traditionell u. a. bei rheumatoider Arthritis (Rheuma) angewandt, da sich damit Gelenkschmerzen, Schwellungen und auch die Beweglichkeit verbessern lassen. 

Aus dem Jahr 2016 stammt eine diesbezügliche Untersuchung (doppelblind und placebokontrolliert) mit 60 Teilnehmern, die alle an Kniegelenkschmerzen litten. Sie wurden in drei Gruppen aufgeteilt und erhielten 12 Wochen lang täglich entweder 250 mg oder 125 mg Ashwagandha-Extrakt (mind. 10 % Withanolide) oder ein Placebo.

Verglichen mit der Placebogruppe erlebten die Ashwagandha-Patienten eine merkliche Besserung ihrer Beschwerden, wobei die höhere Dosierung auch eine bessere Wirkung hatte (42).

Weitere naturheilkundliche Massnahmen bei Arthritis/Rheuma finden Sie hier: Natürliche Massnahmen bei Rheuma und hier: Die Rheuma-Diät

Ashwagandha zur Senkung der Blutfett- und Blutzuckerwerte

An der Sardar Patel University in Indien hat man im Jahr 2007 an Ratten eine cholesterinsenkende und antioxidative Wirkung nach Gabe eines Ashwagandha-Wurzelpulver festgestellt (8). Die Gabe von entweder 0,75 g oder 1,5 g des Extraktes pro Tag führte zu einer signifikanten Verbesserung der Blutfettwerte (Gesamtcholesterin sank, Triglyceride ebenfalls, während das HDL-Cholesterin stieg).

Eine indische Studie von 2012 bestätigte diese Wirkung an 18 menschlichen Probanden, denen man nach einer anfänglichen 20-tägigen Phase der langsamen Dosissteigerung (jeweils 10 Tage lang 750 mg, dann 1000 mg) schliesslich 10 Tage lang jeweils 1250 mg eines Ashwagandha-Extraktes gab (9). Nebenwirkungen gab es so gut wie keine.

In einer weiteren Untersuchung (10) ein Jahr später zeigte sich an 30 Patienten, die vier Wochen lang dreimal täglich jeweils 400 mg Ashwagandha-Extrakt oder ein Placebo erhielten, dass Ashwagandha den Triglyceridspiegel und auch den Nüchternblutglucose-Wert merklich senken konnte.

Ashwagandha bei Diabetes

Bei den obigen Studien wurden jeweils gesunde Probanden eingesetzt, während man in einer Studie (11) aus dem Jahr 2000 bei tatsächlichen Diabetes-Typ2-Patienten nach 30-tägiger Gabe eines Ashwagandha-Pulvers (3 g pro Tag) eine Senkung des Blutzuckers um 12 % feststellte (durchschnittlich von 206 vor der Studie auf 182 mg/dl nach 30 Tagen).

In der Kontrollgruppe hatten die Patienten ein antidiabetisches Medikament erhalten, das denselben Effekt hatte.

Ashwagandha und eine mögliche Wirkung gegen Krebs

Zu einer möglichen krebshemmenden Wirkung von Ashwagandha gibt es hier bisher nur Tierversuche oder In-vitro-Studien. Dabei hat sich gezeigt, dass Ashwagandha die Apoptose einleiten kann (Selbstmord der Krebszellen) und das Krebszellwachstum hemmt (14, 15, 17 - 20).

In einem Mäuseversuch zeigten die isolierten Wirkstoffe aus Ashwagandha bei Mäusen mit Eierstocktumoren eine bis zu 80-prozentige Reduktion des Tumorwachstums (16). Auch konnte eine Streuung in andere Organe vermindert werden.

Worauf Sie beim Kauf von Ashwagandha achten sollten

Wenn Sie Ashwagandha probieren möchten und auf der Suche nach einem hochwertigen Produkt sind, achten Sie beim Kauf in jedem Fall auf Bio-Qualität, um eine mögliche Pestizidbelastung – sowohl von sich selbst als auch der Umwelt – zu vermeiden.

Ashwagandha ist in Form der gemahlenen Wurzel erhältlich. Diese gibt es als loses Pulver oder abgefüllt in Kapseln oder gepresst zu Tabletten. Zusätzlich gibt es Wurzelextrakte. Sie enthalten die Ashwagandha-typischen Wirkstoffe in hoher Konzentration und sind daher häufig auch wirksamer als das Pulver.

Zumindest bei den Extrakten sollte der Withanolidgehalt in Prozent angegeben sein – idealerweise mit mindestens 5 Prozent. Manchmal wird auch die konkrete Withanolidmenge angegeben, die bei Extrakten pro Tagesdosis um die 8 mg liegen sollte. Ist der Gehalt nicht angegeben, fragen Sie vor dem Kauf beim Hersteller/Händler nach.

Beim Pulver werden die konkreten Wirkstoffgehalte im Allgemeinen nicht angegeben, da diese - im Vergleich zu Extrakten - nicht standardisiert sind und die Wirkstoffmengen von Charge zu Charge schwanken können.

Ashwagandha richtig dosieren

Vom Ashwagandha-Pulver nimmt man zweimal täglich jeweils 2 bis 4 g ein und kann diese Dosis nach Bedarf steigern.

Von Extrakten nimmt man – wie oben geschrieben – täglich so viel ein, dass man eine Tagesdosis von 8 mg Withanoliden erreichen kann. Ist diese Wirkung für Sie zu stark, reduzieren Sie diese natürlich und nehmen erst einmal nur die Hälfte ein.

Wenn Sie nur schwache Beschwerden haben, genügt u. U. das reine Pflanzenpulver. Liegen stärkere Beschwerden vor, kann es sein, dass Extrakte sinnvoller sind, die aber auch schneller zu einer zu starken Wirkung führen können, was bedeutet, dass man sorgfältig – in Absprache mit einem naturheilkundlich versierten Arzt – dosieren sollte, besser mit kleineren Dosen startet und die Reaktionen des Körpers genau beobachtet.

Bei der Anwendung von Ashwagandha ist Geduld erforderlich, da etliche Wochen bis Monate vergehen können, bis sich eine Wirkung einstellt. Manchmal tritt die Wirkung aber auch schon nach wenigen Tagen ein.

So nimmt man Ashwagandha ein

Ashwagandha-Extraktkapseln nimmt man mit viel Flüssigkeit ein. Das Ashwagandha-Pulver rührt man am besten in Wasser oder Fruchtsäfte. Es kann aber auch in Smoothies oder Müslis gegeben werden.

Nimmt man Ashwagandha zu einer Mahlzeit, könnte die Wirkung geringer ausfallen bzw. länger auf sich warten lassen. Daher wird meist empfohlen, es eine Stunde vor den Mahlzeiten oder zwei Stunden danach einzunehmen.

Die Tageszeit spielt weniger eine Rolle. Gerade bei chronischen Beschwerden ist es wichtig, für eine regelmässige Einnahme zu sorgen, etwa zweimal täglich morgens und abends. Auf diese Weise kann man tagsüber auf die adaptogene (vor Stress schützende) Wirkung zählen und nachts auf die schlaffördernde Wirkung.

Oft ist es ferner das Beste, auf die Reaktionen des eigenen Körpers zu achten. Sollten Sie nach der Einnahme von Ashwagandha am Morgen müde werden, nehmen Sie es nur noch am Abend ein. Wenn eine abendliche Einnahme kurz vor dem Schlafengehen für einen erholsamen Schlaf nicht genügt, dann nehmen Sie das Präparat etwas früher, evtl. schon am Nachmittag.

Eine äusserst genussvolle Möglichkeit, Ashwagandha einzunehmen, ist der Ashwagandha-Schlaftrunk:

Der Ashwagandha-Schlaftrunk: Köstlich und wirksam

Für den Ashwagandha-Drink - der auch als ayurvedischer Schlaftrunk gilt - benötigen Sie das Ashwagandha-Pulver, ein paar Gewürze (Kurkuma, Kardamom, Zimt u. a.), eine Packung Haferdrink und ein Süssungsmittel, z. B. Yacon. Das Rezept dazu finden Sie hier: Der Ashwagandha-Drink - Ayurvedischer Schlaftrunk

Natürlich eignet sich der Ashwagandha-Drink nicht nur zum besseren Einschlafen. Er wirkt insgesamt entspannend und beruhigend und hilft, nach einem anstrengenden Tag schnell wieder abschalten zu können.

* Ashwagandha-Pulver für das Rezept erhalten Sie z. B. hier: Ashwagandha-Pulver

* Yaconsirup erhalten Sie hier: Yaconsirup

Mögliche Nebenwirkungen von Ashwagandha

Ashwagandha gilt in den empfohlenen Mengen als sicher und sehr nebenwirkungsarm. Gelegentlich können Verdauungsbeschwerden in Form von z. B. Durchfall auftreten. Ist das der Fall, reduziert man die Dosis oder legt eine Einnahmepause ein.

Dosierungen von bis zu 2000 mg Ashwagandha-Extrakt pro Kilogramm Körpergewicht sollen laut Untersuchungen (an Ratten) ohne Nebenwirkung bleiben (2) – so eine Veröffentlichung aus 2016 im Journal of Ayurveda and Integrative Medicine. Allerdings wurde der Extrakt lediglich vier Wochen lang verabreicht. Zu Langzeitwirkungen existieren bisher keine eindeutigen Untersuchungen.

Laut eines Kapitels in LiverTox: Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury (aktualisiert am 2. Mai 2019) soll es in der Vergangenheit vereinzelt zu (reversiblen) Leberschäden bei Personen gekommen sein, die Ashwagandha eingenommen hatten (2 bis 12 Wochen nach der Einnahme) (3). Allerdings wird betont, dass man in vielen dieser Fälle nicht genau wisse, ob die Problematik von Ashwagandha herrührte oder einem anderen Inhaltsstoff, da einige der Betroffenen Mischpräparate eingenommen hatten.

Ashwagandha in der Schwangerschaft und Stillzeit

Da es (noch) keine Studien zur Anwendung von Ashwagandha in der Schwangerschaft und Stillzeit gibt, wird empfohlen, Ashwagandha in diesen Lebensphasen besser nicht einzunehmen (4, 5).

Wer die Einnahme von Ashwagandha mit dem Arzt besprechen sollte

Manche Personengruppen sollten die Einnahme vorab mit ihrem Arzt besprechen. Dazu gehören u. a. Patienten mit Diabetes, Bluthochdruck, Schilddrüsenfunktionsstörungen, psychischen Störungen und Autoimmunerkrankungen.

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Quellen

  1. Singh N et al, An Overview on Ashwagandha: A Rasayana (Rejuvenator) of Ayurveda, African Journal of Traditional, Complementary and Alternative Medicines, 2011; 8(5 Suppl): 208–213.
  2. Patel SB et al, Safety assessment of Withania somnifera extract standardized for Withaferin A: Acute and sub-acute toxicity study, Journal of Ayurveda and Integrative Medicine, 2016 Mar; 7(1): 30–37.
  3. Ashwagandha, LiverTox: Clinical and Research Information on Drug-Induced Liver Injury, May 2, 2019
  4. Mensah A, Ashwagandha Dangers: This Herbal Remedy may have Repercussions, Mensah Medical, July 16, 2016
  5. Withania, Drugs and Lactation Database, December 3, 2018.
  6. Mishra LC et al, Scientific Basis for the Therapeutic Use of Withania Somnifera (Ashwagandha): A Review, Alternative Medicine Review, 5 (4), 334-46 Aug 2000
  7. Mirjalili MH et al, Steroidal lactones from Withania somnifera, an ancient plant for novel medicine., Molecules, 2009 Jul 3;14(7):2373-93
  8. Visavadiya NP et al, Hypocholesteremic and Antioxidant Effects of Withania Somnifera (Dunal) in Hypercholesteremic Rats, Phytomedicine, 14 (2-3), 136-42 Feb 2007
  9. Raut AA et al, Exploratory study to evaluate tolerability, safety, and activity of Ashwagandha (Withania somnifera) in healthy volunteers., Journal of Ayurveda and Integrative Medicine, 2012 Jul;3(3):111-4.
  10. Agnihotri AP et al, Effects of Withania somnifera in patients of schizophrenia: A randomized, double blind, placebo controlled pilot trial study, Indian Journal of Pharmacology, 2013 Jul-Aug; 45(4): 417–418.,
  11. Andallu B und Radhika B., Hypoglycemic, diuretic and hypocholesterolemic effect of winter cherry (Withania somnifera, Dunal) root., Indian Journal of Experimental Biology, 2000 Jun;38(6):607-9.
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