Vitamin D und das Herz-Kreislauf-System
Vitamin D hat viele positive Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System. Diese Erkenntnis ist besonders wichtig, da mittlerweile jeder dritte an den Folgen einer Herz-Kreislauf-Erkrankung stirbt. Oft heißt es, ein erhöhter Cholesterinspiegel sei hierfür mitverantwortlich.
Einige Fachärzte für Kardiologie sind hingegen der Auffassung, dass nicht das Cholesterin, sondern arterielle Entzündungen die Ursache für kardiovaskuläre Probleme und Herzerkrankungen darstellen.
Vitamin-D-Mangel - Mitursache für Entzündungen in den Arterien
Ein Großteil dieser entzündlichen Reaktionen ist auf eine falsche Ernährungsweise zurückzuführen und die entsprechenden Folgen einer solchen (Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes). Für den übrigen Teil machen die Kardiologen einen Vitamin-D-Mangel verantwortlich.
In einer achtjährigen Studie (Ludwigshafener Risikostudie) an etwa 1800 TeilnehmerInnen (alle mit metabolischem Syndrom) ergab sich, dass ein Mangel an Vitamin D das Risiko, an einer Herzerkrankung zu sterben, signifikant erhöht (3).
Man geht davon aus, dass dies u. a. daran liegen könnte, dass das Vitamin entzündungshemmend, aber auch insgesamt verjüngend (senolytisch) wirkt (2).
Vitamin-D-Mangel erhöht Sterberisiko nach Herzinfarkt
Eine weitere Studie (Brasilien, 2013) wurde mit 206 Patienten durchgeführt, die wegen eines akuten Herzproblems (z. B. Herzinfarkt, instabile Angina pectoris) in die Klinik eingeliefert wurden.
Es zeigte sich, dass von jenen, die einen schweren Vitamin-D-Mangel aufwiesen (Gruppe 1), ein deutlich höherer Prozentsatz noch während der Behandlung im Krankenhaus starb, als von jenen Patienten (Gruppe 2), deren Vitamin-D-Blutwert etwas höher (aber immer noch mangelhaft) war (4).
Gruppe 1 hatte einen Vitamin-D-Spiegel von 10 ng/ml. Gruppe 2 wies einen Vitamin-D-Spiegel von 20 +/- 8 ng/ml auf. Als gesund gilt ein Spiegel zwischen 40 und 50 ng/ml.
Die Wahrscheinlichkeit, nach einem Herzinfarkt zu versterben scheint somit größer zu sein, wenn der Vitamin-D-Spiegel niedrig ist.
Vitamin-D-Mangel erhöht Infarktrisiko um 64 %
Im September 2012 hieß es in einer dänischen Studie, dass niedrige Vitamin-D-Blutwerte im Vergleich zu einem optimalen Vitamin-D-Spiegel das Risiko, eine Herzerkrankung zu entwickeln, erhöhen (5). Auch stieg mit sinkendem Vitamin-D-Status das Risiko, dass sich bestehende Herz-Kreislauf-Erkrankungen verschlechtern.
Konkret: Das Risiko, eine ischämische Herzerkrankung zu entwickeln, stieg bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel um 40 %. Diese Erkrankung beschreibt eine Verengung der Herzkranzgefäße, die zu starken Durchblutungsstörungen des Herzmuskels führt, Schmerzen im Brustbereich verursacht und schließlich einen lebensbedrohenden Herzinfarkt auslösen kann.
Das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, stieg in der Studie um 64 %, das Risiko eines vorzeitigen Todes um 57 % und das Risiko, generell an einer Herzerkrankungen zu sterben, stieg um 81 % .
Vitamin-D-Mangel erhöht Risiko für koronare Herzerkrankung
An einer weiteren Herz-Studie nahmen fast 28.000 Patienten im Alter von über 50 Jahren teil, die bis zu diesem Zeitpunkt noch keine Herzerkrankung aufwiesen.
Bei allen Teilnehmern wurde zunächst der Vitamin-D-Wert im Blut ermittelt. Anschließend wurden sie anhand der Messergebnisse in drei Gruppen eingeteilt (sehr niedriger Wert, niedriger Wert, Normalwert). Der als normal geltende Richtwert lag bei dieser Studie bei 30 ng/ml.
Die Studie ergab, dass jene Patienten, die einen sehr geringen Vitamin-D-Wert aufwiesen, dem doppelten Risiko ausgesetzt waren, einem Herzversagen zu erliegen, als jene Teilnehmer, die normale Vitamin-D-Werte im Körper aufwiesen.
Darüber hinaus seien die Studienteilnehmer der Gruppe mit den geringsten Vitamin-D-Werten um 78 % anfälliger für Schlaganfälle und um 45 % anfälliger für eine koronare Herzerkrankung.
Insgesamt konnte festgestellt werden, dass sehr niedrige Vitamin-D-Spiegeln doppelt so häufig einen Herzfehler auslösen, als das bei Menschen mit normalen Werten der Fall ist (6).
Einnahme von Vitamin D nur bei Mangel sinnvoll!
In vielen Vitamin-D-Herz-Studien zeigte die Gabe von Vitamin D keinen Schutzeffekt in Sachen Herzinfarkt. Erklärt wird dies damit, dass die jeweiligen TeilnehmerInnen gar keinen Vitamin-D-Mangel hatten und daher eine Supplementierung auch keinen Sinn machte (2).
Vitamin D richtig einnehmen - nicht nur fürs Herz
Ein gesunder Vitamin-D-Spiegel ist nicht nur fürs Herz entscheidend. Der gesamte Körper und auch die Psyche profitieren davon. Ob Demenz, Depressionen, Autoimmunerkrankungen, Dysbiosen (Darmflorastörungen), Diabetes oder Krebs - das jeweilige Risiko sinkt mit einem gesunden Vitamin-D-Spiegel zusehends.
Bevor Sie ein Vitamin-D-Präparat einnehmen, lassen Sie Ihren aktuellen Vitamin-D-Status bestimmen. Erst dann sehen Sie, ob Sie das Vitamin überhaupt benötigen und wenn ja, wie viel davon.
Um optimal von der Wirkung einer Vitamin-D-Supplementierung profitieren zu können, sollte Vitamin D3 am besten gemeinsam mit Vitamin K2 (als MK-7) eingenommen werden.
Beide Vitamine zeigen eine synergetische Wirkung, die im Inneren der Arterien sowie in den Herzklappen Calcium-Ablagerungen hemmen. Calcium wird daraufhin verstärkt in die Knochen eingelagert und nicht an Stellen, wo es gar nicht hingehört.
* Hier erhalten Sie individuell dosierbare Vitamin-D3-Tropfen. Diese können optimal mit Vitamin-K2-Tropfen kombiniert werden.
Worauf Sie sonst noch bei der richtigen Einnahme von Vitamin D achten sollten (z. B. auf eine gute Magnesium- und Vitamin-A-Versorgung), lesen Sie in unserem Artikel: Vitamin D - Die richtige Einnahme
Weitere naturheilkundliche Maßnahmen für ein gesundes Herz finden Sie in unserem Artikel Herzinfarkt - Was tun?