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Sport reduziert Brustkrebs-Risiko

Sport reduziert Brustkrebs-Risiko

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(Zentrum der Gesundheit) – Übergewicht ist gerade bei häufigen Krebsarten wie Brustkrebs ein nicht zu unterschätzender Risikofaktor. Nur wer sich ausgewogen ernährt und bewegt, kann seinen Energiehaushalt im Gleichgewicht halten und Übergewicht vorbeugen. Ganz nebenbei wird auf diese Weise auch das Brustkrebs-Risiko gesenkt. Doch wie viel sportliche Aktivität ist hierbei eigentlich notwendig? Kanadische Forscher haben diese Frage nun anhand einer einjährigen Studie beantwortet.

Brustkrebs-Risiko ist beeinflussbar

Drei Viertel der Brusttumoren sind gutartig und können in der Regel geheilt werden, bei einem Viertel handelt es jedoch um bösartige Brusttumoren (Mammakarzinome).

Das Mammakarzinom macht bei Frauen 32 Prozent aller Krebserkrankungen aus und ist somit der häufigste Tumor der Frau. Die meisten Patientinnen erkranken allerdings erst nach den Wechseljahren an Brustkrebs – das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 64 Jahren.

Doch hängt das Erkrankungsrisiko nicht ausschliesslich vom Alter, sondern von vielen ganz unterschiedlichen Faktoren ab: Die Ernährung und der Lebensstil gehören in jedem Fall dazu und haben einen überaus grossen Einfluss darauf, ob eine Frau nach der Menopause an Brustkrebs erkrankt oder nicht.

Das Positive daran ist, dass jede Frau aktiv dazu beitragen kann, ihr persönliches Brustkrebs-Risiko zu reduzieren, beispielsweise indem gegen das Übergewicht vorgegangen wird.

Übergewicht erhöht das Brustkrebs-Risiko

Inzwischen haben mehr als 100 Untersuchungen gezeigt, dass sich das Übergewicht nach den Wechseljahren in Bezug auf Brustkrebs risikosteigernd auswirkt. Die Östrogene spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Obgleich nach der Menopause die Östrogen- und Gestagenproduktion versiegt, werden in den Eierstöcken und in der Nebennierenrinde noch für viele Jahre Androgene (männliche Hormone) gebildet. Je mehr Fettgewebe nun vorhanden ist, desto mehr Androgene werden in Östrogene umgewandelt, welche das Brustkrebs-Risiko erhöhen. Dies liegt mitunter daran, dass die Gestagene, die vor den Wechseljahren die Östrogene in Schach gehalten haben, nach der Menopause nicht mehr vorhanden sind.

Laut einer in der Fachzeitschrift Cancer Epidemiology veröffentlichten Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) sind rund 30 Prozent aller postmenopausalen Mammakarzinome auf Hormonersatztherapien und mangelnde körperliche Aktivität bzw. Übergewicht zurückzuführen und könnten somit verhindert werden.

Bislang war allerdings noch unklar, welcher Trainingslevel eigentlich erreicht werden muss, um Einfluss auf das Brustkrebs-Risiko zu nehmen – ein kanadisches Forscherteam ist dieser Frage nun auf den Grund gegangen.

300 Minuten Sport pro Woche senken Brustkrebs-Risiko

Dr. Christine Friedenreich und ihre Kollegen vom Alberta Health Services (AHS) in Edmonton haben 400 gesunde, aber inaktive und übergewichtige Frauen (Body-Mass-Index zwischen 22 und 40), welche die Wechseljahre schon hinter sich hatten, ein Jahr lang wissenschaftlich begleitet.

Die Studienteilnehmerinnen verpflichteten sich im Rahmen der Studie regelmässig Sport zu treiben, ohne ihre Essgewohnheiten zu verändern. 200 Frauen gingen fünf Mal pro Woche für eine halbe Stunde ins Fitnessstudio, was der Empfehlung vieler Gesundheitsorganisationen (z. B. der Deutschen Herzstiftung) entspricht (150 Minuten wöchentlich). Die andere Hälfte trainierte doppelt so lange, also an fünf Tagen pro Woche jeweils eine Stunde lang (300 Minuten wöchentlich).

Die Untersuchungen ergaben, dass die Frauen der 300-Minuten-Gruppe mehr Gewicht verloren haben als die Frauen der 150-Minuten-Gruppe, aber auch mehr vom gefährlichen Bauchfett abbauen konnten, welches das Risiko für Brustkrebs, Diabetes, Schlaganfall, Herzinfarkt und weitere Erkrankungen erhöht.

Dr. Christine Friedenreich sieht in den Studienergebnissen eine tolle Möglichkeit, um Frauen nach den Wechseljahren zu ermutigen, ihr Leben aktiver zu gestalten. Dabei sollte aber nicht ausser Acht gelassen werden, dass Menschen aller Altersgruppen von mehr Bewegung profitieren können.

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Übergewichtige Frauen hören vom Arzt oder auch vom Partner immer wieder: "Die Pfunde müssen runter!" Es sei doch so einfach, es müsse ja nur die Ernährung umgestellt und mehr Sport getrieben werden.

Dies ist aber meist leichter gesagt, als getan!

Das Problem liegt zuweilen darin begründet, dass schon der Gedanke ans Abnehmen als Überforderung empfunden wird. Es fällt nämlich gar nicht leicht, die alten Gewohnheiten über Bord zu werfen und einen neuen Weg zu finden.

Doch man muss nicht sofort ins nächste Fitnessstudio rennen und sich das Fett von den Rippen quälen – auch kleine Schritte führen zum erwünschten Ziel. Es kann sehr hilfreich sein, zunächst einmal die alltägliche Bewegung zu steigern: Spaziergänge an der frischen Luft, etwa zum Gemüsegeschäft, steigern das Wohlbefinden und das Körpergefühl ebenso wie der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad statt mit dem Auto.

Nachdem die Alltagsaktivitäten einen Aufschwung erfahren haben, erwacht meist auch die Lust nach mehr Bewegung und man ist bereit für eine etwas grössere Herausforderung. Wichtig ist, dass man sich für eine Sportart entscheidet, die mit den individuellen Bedürfnissen und Fähigkeiten harmoniert.

So sind beispielsweise beim Schwimmen Übergewichtige jeder Altersgruppe genau in ihrem Element. Da sich im Wasser die Schwerkraft des Körpers um rund 90 Prozent reduziert, gilt Schwimmen als das schonendste Training überhaupt. Die Gelenke werden geschont, die Muskulatur wird gekräftigt und das Gewebe gestrafft. Ob Aquarobic oder Aquapilates: Bewegung im Wasser macht Spass und ist ein prima Fatburner.

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