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Birnen bei Diabetes und Bluthochdruck

Birnen bei Diabetes und Bluthochdruck

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(Zentrum der Gesundheit) – Birnen können Ihnen dabei helfen, Ihren Diabetes Typ 2 besser in den Griff zu bekommen. Zwar enthalten Birnen Zucker und kohlenhydrathaltig sind sie auch. Das ändert jedoch nichts daran, dass sich Birnen in aktuellen Studien als äusserst hilfreiche Komponenten einer gesunden Diabetes-Kost erwiesen haben. Birnen konnten dabei sowohl Diabetes als auch den häufig bei Diabetes vorhandenen Bluthochdruck bessern. Allerdings waren es nicht irgendwelche Birnen, sondern zwei ganz bestimmte Birnensorten.

Birnen gegen die Diabetes-Epidemie

Statistiken der WHO (World Health Organization) zeigen, dass Diabetes weltweit etwa 387 Millionen Erwachsene betrifft, wobei man bis zum Jahr 2035 mit einem Anstieg dieser Zahl auf 592 Millionen rechnet.

Bei Kindern gilt Typ-2-Diabetes inzwischen als regelrechte Epidemie, die sich aufgrund ungesunder Ernährungsgewohnheiten immer rasanter ausbreitet.

Die Studienergebnisse, die im Fachmagazin Food Research International veröffentlicht wurden, zeigen nun jedoch, dass schon sehr einfache Änderungen in der Ernährung den Diabetes sehr gut beeinflussen können.

Birnen und ihr Einfluss auf Diabetes, Bluthochdruck und Magenprobleme

Forscher der North Dakota State University, Fargo, und der University of Massachusetts untersuchten, ob die Schale, das Fruchtfleisch und der Saft von Birnen zur Prävention oder Therapie von Diabetes und Bluthochdruck eingesetzt werden können.

Auch wie Birnen das Magenbakterium Helicobacter pylori beeinflussen, wurde überprüft. H. pylori ist für die meisten Magengeschwüre und auch für etliche Magenschleimhautentzündungen verantwortlich.

Zwei bestimmte Birnensorten sind besonders wirksam

Vermutlich sind es wieder einmal die Polyphenole (sekundäre Pflanzenstoffe) der Frucht, die zu zahlreichen positiven Auswirkungen führen können – wie die Studie zeigte.

Signifikant höhere Polyphenolgehalte finden sich in der Schale der Birne, weniger im Fruchtfleisch.

Die höchsten Polyphenolgehalte weist offenbar die Haut der sog. Starkrimson Birnen auf (eine Birne mit roter Schale).

Der Fruchtfleischextrakt der Bartlett Birnen hatte jedoch wiederum höhere Polyphenolgehalte als jener der Starkrimson Birnen. Bartlett Birnen heissen auch Rote Williams Christ Birnen.

"Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Verzehr von Bartlett und Starkrimson Birnen (als ganze Früchte mit Haut und Fruchtfleisch) – im Rahmen einer gesunden Ernährung – dazu beiträgt, dass Diabetes im frühen Stadium sehr viel einfacher kontrolliert werden kann",

erklärte Dr. Kalidas Shetty, einer der beteiligten Wissenschaftler.

"Eine Ernährung mit Früchten und hier insbesondere Birnen wird nicht nur dabei helfen, die Blutzuckerspiegel besser kontrollieren zu können, sondern auch dabei, die Dosis von Diabetesmedikamenten wieder zu reduzieren",

ist sich Dr. Shetty sicher.

Daneben sollen Birnen auch erhöhten Blutdruck positiv beeinflussen können.

Birnen bei Bluthochdruck

Die Forscher überprüften auch, wie günstig sich Birnen bei Bluthochdruck auswirken.

Gegen Bluthochdruck werden häufig Medikament aus der Gruppe der sog. ACE Hemmer verordnet.

Vorliegende Studie zeigte nun, dass ein wässriger Extrakt des Fruchtfleisches aus Bartlett Birnen ebenfalls den Blutdruck senken und zwar über einen ähnlichen Wirkmechanismus wie ACE Hemmer – nur nebenwirkungsfrei.

"Das Fruchtmark der Bartlett Birnen kann als potentieller ACE Hemmer gegen Bluthochdruck eingesetzt werden”,

so die Meinung der Studienautoren.

Und wer Probleme mit dem Magen hat, kann bei Birnen ebenfalls kräftig zugreifen.

Birnen verbessern die Magen-Darm-Gesundheit

Fermentierter Birnensaft hemmt offenbar das Wachstum des berüchtigten Magenbakteriums Helicobacter pylori. Die Fermentation des Saftes sollte dazu mindestens 48 bis 72 Stunden lang durchgeführt werden.

Praktischerweise beeinträchtigt der Birnensaft die Darmflora nicht. Im Gegenteil, aufgrund der Fermentation und seinem Gehalt an Milchsäurebakterien hat er das Potential, die Funktionen der nützlichen Darmbakterien zu fördern und zu unterstützen.

Wie Sie Obstsaft fermentieren

Um einen Obstsaft zu fermentieren, geht man folgendermassen vor:

Man nimmt einen selbst gepressten Saft oder zumindest einen Bio-Direkt-Saft, gibt pro Liter als Starterkultur ein kleines Glas Sauerkrautsaft, Brottrunk oder auch EM (Effektive Mikroorganismen) hinzu.

Den Saft stellt man nun an einen warmen Ort, ohne ihn fest zu verschliessen, damit die Gärgase entweichen können, der Saft aber auch vor Fruchtfliegen geschützt bleibt.

Die Fermentation ist normalerweise erst in einigen Wochen abgeschlossen. Im obigen Fall hatte aber bereits eine Fermentation von 48 bis 72 Stunden ausgereicht.

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Quellen:



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