Bitterschokolade ist gesund
Ernährung

Dunkle Schokolade ist gesund

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 12.03.2018
  • 2 Kommentare
Dunkle Schokolade ist gesund
© Justyna Kaminska - Fotolia.com

Ein Leitartikel der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet, weist darauf hin, dass der Genuss eines normalen Schokoladenriegels der Herzgesundheit keineswegs förderlich ist. Die meisten Schokoriegel enthalten nämlich nur sehr geringe Mengen der Nährstoffe, die die Schokolade gesundheitlich wertvoll macht.

Dunkle Schokolade für das Herz

Viele neue Studien weisen darauf hin, dass die Flavanole in dunkler Schokolade der Herzgesundheit gut tun. Ein Artikel, der in der Zeitschrift Circulation veröffentlicht wurde besagt, dass eine bestimmte Menge an dunkler Schokolade bei Herztransplantations-Patienten eine deutliche Verbesserung der Fliessgeschwindigkeit des Blutes, der Blutgerinnung sowie des gesamten Kreislaufsystems zeigte - und zwar innerhalb von nur 2 Stunden. Patienten, die lediglich ein Placebo erhalten hatten, zeigten keine Verbesserung.

Kokosöl

Flavanole für die Gesundheit

Flavanole sind natürlich vorkommende Pflanzenwirkstoffe und gehören zur Familie der Flavonoide. Es sind starke Antioxidantien, die bekanntermassen auch eine positive Auswirkung auf die Herzgesundheit haben. Flavonoide finden sich auch im Tee, Rotwein und in vielen Früchten und Gemüse.

Allerdings machen die Flavanole, die für den gesundheitlichen Nutzen der dunklen Schokolade verantwortlich sind, die Schokolade auch bitter. Deshalb werden sie von den meisten kommerziellen Schokoladenherstellern entfernt. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, diese Entfernung der Flavanole zu kennzeichnen.

Helle Schokolade enthält wenige Flavanole

Um in den gesundheitlichen Nutzen der dunklen Schokolade zu kommen, sollten durchschnittlich 53,5mg Flavonoide pro Riegel enthalten sein. In einem Riegel aus Vollmilchschokolade sind weniger als 14mg enthalten und weisse Schokolade enthält überhaupt keine Flavonoide mehr.

Grundsätzlich sollten in diesem Zusammenhang jedoch auch die gesundheitlichen Risiken von Zucker und Fett in der Schokolade berücksichtigt werden. Kakao und seine Antioxidantien sind also sehr gesund. Doch kann das bisschen Kakao in herkömmlicher Schokolade die negativen Folgen all der ungesunden übrigen Schokoladen-Zutaten natürlich nicht kompensieren. Herkömmliche Schokolade eignet sich daher nicht als Antioxidantienquelle. Um nun in den Genuss der wertvollen Inhaltsstoffe von Kakao zu gelangen, sind hingegen die folgenden drei Möglichkeiten empfehlenswert:

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1. Raw Cocoa Smoothie

Ein Raw Cocoa Smoothie ist ein Schokoladen-Smoothie in Pulverform. Ihm fehlen einerseits die ungünstigen Inhaltsstoffe der herkömmlichen Schokolade. Andererseits enthält er neben Kakao in bester Rohkostqualität noch weitere Zutaten, die ausserordentlich antioxidantienreich sind, wie z. B. Lucuma, Maca und die Acaibeere. Gesüsst wird der Schokoladen-Smoothie mit Stevia. Seine Cremigkeit erhält er durch Kokosmilch, und sein authentisches Aroma schenkt ihm die Vanille.

Der Raw Cocoa Smoothie ist schnell zubereitet, wird einfach mit Wasser zu einem köstlichen Getränk gemixt und eignet sich daher für alle Menschen mit wenig Zeit. Auch fürs Büro ist der Schokoladen-Smoothie ideal. Sollte dort kein Mixer sein, genügt auch ein Schüttelbecher oder der praktische Twister (ein batteriebetriebener Kleinmixer).

2. Selbst gemachte Trinkschokolade

Selbst gemachte Trinkschokolade aus Kakao und Mandelmilch ist eine wundervolle Möglichkeit, Antioxidantien aus Kakao sowie gleichzeitig all die positiven Eigenschaften der Mandel zu geniessen. Die Trinkschokolade aus Kakao und Mandelmilch kann kalt oder heiss zubereitet werden und eignet sich sowohl als Zwischenmahlzeit wie auch als Dessert und natürlich zum nachmittäglichen basischen Kuchen. Rezepte finden Sie hier: Heisse Schokolade

3. Dunkle Schokolade: Bio oder selbst gemacht

Auch für die Fans der traditionellen Tafel Schokolade gibt es köstliche, aber gleichzeitig gesunde Alternativen. Eine solche kann man man im Bio-Handel kaufen oder - noch besser - selber machen. Die Schokolade sollte hohe Kakaogehalte aufweisen (60 - 70 %), mit geringen Mengen eines akzeptablen Süssungsmittels gesüsst sein (Xylit, Kokosblütenzucker, Honig, Reissirup o. ä.) und mit besten Fetten zubereitet sein (z. B. Bio-Kokosöl, Bio-Kakaobutter und evtl. ein wenig weisses Mandelmus (macht die Rezeptur schmelzend zart)). Stellt man die Schokolade selbst her, kann man als Süssungsmittel idealerweise auch selbst gemachten Dattelsirup verwenden. Dazu presst man etwas Orangensaft aus und mixt diesen im Mixer mit entsteinten Datteln, bis eine sirupähnliche Konsistenz erreicht ist und verwendet diesen Dattelsirup jetzt genau wie Reissirup oder Honig. Ein einfaches Grundrezept für selbst gemachte gesunde Schokolade finden Sie hier: Schokolade ist eine Versuchung wert

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Zuletzt kommentiert

Anonym schrieb am 21.10.2017

Hallo, in ihrem Artikel schreiben sie das Schokolade sehr gesund ist, Jedoch besteht hier glaube ich auch das Problem das in jeder Schokolade auch in bioschokolade Mineralöl Bestandteile nachgewiesen wurden,und ausserdem ist Schokolade ja auch sehr fett und Kalorien reich,würden sie trotz dieser gefahren Schokolade empfehlen? Und noch eine frage:wenn auf einem Produkt die Zutat (Pflanzenöl oder fett zbs:Raps,kokos,Palm,Sonnenblumen)steht kann ich dann davon ausgehen das dieses ungehärtet ist?oder muss das nicht deklariert werden? Stecken da dann trotzdem transfette drin? Und wenn ja kann man das irgendwie kompensieren mit gesunden Lebensmitteln? Und würden sie Produkte mit Citronensäure konsequent meiden? Weil diese steckt selbst in bio Produkten... Oder ist diese nur schlecht wenn man zu viele Produkte isst die diese enthalten? Kann man ab und an 1 Produkt damit essen? Da seit dem ich ihren Artikel gelesen habe konsequent auf Produkte mit Citronensäure verzichten tue... Vielen dank für ihre Antwort

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Unsere Antworten finden Sie unten in kursiv.

in ihrem Artikel schreiben sie das Schokolade sehr gesund ist,

Jedoch besteht hier glaube ich auch das Problem das in jeder Schokolade auch in bioschokolade Mineralöl Bestandteile nachgewiesen wurden,und ausserdem ist Schokolade ja auch sehr fett und Kalorien reich,würden sie trotz dieser gefahren Schokolade empfehlen?

In unserem Artikel schreiben wir sehr genau, welche Schokolade gesund ist. Es geht dabei auch weniger um die Schokolade als um den Kakao. Wenn Sie also Kalorien fürchten, empfehlen wir Ihnen keine Schokolade, sondern ausschliesslich Kakaopulver - ungesüsst, entölt. Mineralölrückstände können sich in allen verpackten Produkten befinden, ob Schokolade, Reis, Müsli, Wurst oder was auch immer. Wenn Sie Mineralölrückstände fürchten, gehen Sie bitte so vor, wie in unserer ersten Mail an Sie empfohlen.

Und noch eine frage:wenn auf einem Produkt die Zutat (Pflanzenöl oder fett zbs:Raps,kokos,Palm,Sonnenblumen)steht kann ich dann davon ausgehen das dieses ungehärtet ist?oder muss das nicht deklariert werden?

Gehärtete Fette müssen deklariert werden. Ob sich jeder daran hält, ist eine andere Frage...

Stecken da dann trotzdem transfette drin?

Es könnte sein. Fragen Sie beim Hersteller nach.

Und wenn ja kann man das irgendwie kompensieren mit gesunden Lebensmitteln?

Man kann versuchen zu kompensieren, ob es klappt, hängt von der persönlichen Konstitution ab.

Und würden sie Produkte mit Citronensäure konsequent meiden?

Wer keine Fertigprodukte isst, meidet automatisch Zitronensäure.

Weil diese steckt selbst in bio Produkten...

Oder ist diese nur schlecht wenn man zu viele Produkte isst die diese enthalten?

Ja.

Kann man ab und an 1 Produkt damit essen?

Das muss jeder für sich selbst entscheiden.

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit
 

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