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Erbsenprotein – Mit starken Aminosäuren

Erbsenprotein – Mit starken Aminosäuren

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(Zentrum der Gesundheit) - Erbsenprotein ist eine allergenarme rein pflanzliche und dazu noch eisenreiche Aminosäurenquelle – und zwar nicht nur für Sportler und Vegetarier, sondern auch für ältere Menschen, die Muskelabbau verhindern möchten. Die Aminosäuren des Erbsenproteins können andere pflanzliche Proteine so ergänzen, dass ein Eiweiss mit der biologischen Wertigkeit tierischer Proteine entsteht. Für Kraftsportler ist das Erbsenprotein eine wertvolle Ergänzung zum adäquaten Training, und Menschen, die abnehmen wollen, nutzen das Erbsenprotein zur Beschleunigung der Gewichtsabnahme.

Erbsenprotein für starke Muskeln und Potenz

Das Erbsenprotein besteht aus einer sehr hochwertigen Kombination aus essentiellen und nicht essentiellen Aminosäuren. Aminosäuren wiederum sind die Grundbausteine unseres körpereigenen Eiweisses und damit unseres Körpergewebes inkl. der Muskulatur.

Doch werden aus Aminosäuren nicht nur wohlgeformte Muskeln aufgebaut, sondern genauso eine gesunde glatte Haut, schönes Haar sowie ein perfekt funktionierendes Immunsystem.

Eine stimmige Aminosäureversorgung wird ferner mit einer ausdauernden Potenz in Verbindung gebracht – besonders wenn auf hohe Anteile der Aminosäure Arginin geachtet wird.

Und gerade Arginin findet sich im Erbsenprotein in ungewöhnlich hohen Anteilen – nämlich fast 7 Gramm Arginin pro 100 Gramm Erbsenproteinpulver. Im häufig so gelobten Molkeprotein ist dagegen gerade einmal ein Viertel dieser Argininmenge enthalten.

Besonders reich ist das Erbsenprotein überdies an Lysin, jener Aminosäure, die – gemeinsam mit Arginin – gerade für aktive Menschen sehr nützlich sein kann.

Aminosäuren für mehr Leistung und mehr Gesundheit

Die Aminosäure Lysin gehört zu den essentiellen Aminosäuren. Dabei handelt es sich um Aminosäuren, die der Körper nicht selbst herstellen kann und die deshalb mit der Nahrung aufgenommen werden müssen.

Lysin hat zahlreiche Aufgaben im Körper. So ist es beispielsweise an der Resorption von Calcium beteiligt und damit für die Knochengesundheit ausschlaggebend.

Genauso spielt Lysin bei der Bildung von Kollagen eine bedeutende Rolle. Kollagen wiederum ist ein wichtiger Baustein unseres Bindegewebes (Knochen, Knorpel, Haut, Sehnen), so dass der Bewegungsapparat massiv leiden würde, käme es zu einem Lysinmangel.

Lysin ist überdies der Vorläuferstoff von Carnitin, einer Substanz, die aus zwei Aminosäuren hergestellt wird: Aus Lysin und Methionin.

Carnitin ist massgeblich an der Fettverbrennung beteiligt und transportiert Fettsäuren direkt in die Kraftwerke der Zelle – in die Mitochondrien. Dort werden die Fettsäuren verbrannt und in Energie umgewandelt.

Ein Carnitinmangel führt daher dazu, dass Fett nicht abgebaut werden kann. Aus diesem Grunde wird Carnitin gelegentlich als Nahrungsergänzung begleitend zu Diäten empfohlen, um die Fettverbrennung anzukurbeln.

Genauso positiv wirkt sich eine optimale Carnitinversorgung auf die sportliche Leistung aus. Denn gerade im Ausdauersport ist der Organismus auf seine Fähigkeit angewiesen, zusätzliche Reserven aus der Fettsäurenverbrennung zu mobilisieren.

Auch auf den Cholesterin- und Blutfettspiegel kann sich Carnitin sehr vorteilhaft auswirken – wie eine Studie mit Diabetikern zeigte. Bei Diabetes scheint der Carnitinspiegel regelmässig sehr niedrig zu sein (wie auch bei Menschen die unter sehr viel Stress leiden). Gleichzeitig liegt bei Diabetikern unverhältnismässig häufig ein zu hoher Cholesterinspiegel vor.

Wissenschaftler der süditalienischen Universität in Catania stellten in ihrer 2009 im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlichten Studie fest, dass eine Nahrungsergänzung mit Carnitin nicht nur den Cholesterin- sondern auch den Triglyceridspiegel signifikant senken konnte.

Eine passende Carnitin- bzw. Lysinversorgung ist also ein nicht zu unterschätzender Aspekt in Bezug auf die Gesamtgesundheit, und ein Lysinmangel sollte unbedingt vermieden werden.

Erbsenprotein verhindert Lysinmangel

Lysinmangel kann besonders dann auftreten, wenn Getreide zur Hauptproteinquelle gehört, da im Getreideprotein Lysin in verhältnismässig geringen Mengen vorhanden ist.

Eine Mangelsituation könnte also bei einer rein pflanzlichen Ernährung möglich sein, wenn gleichzeitig wenige Hülsenfrüchte und auch keine Sojaprodukte verzehrt werden.

Symptome eines Lysinmangels sind leider nicht eindeutig und können auf viele andere Ursachen ebenso hinweisen. Erschöpfung gehört beispielsweise dazu. Aber auch Übelkeit, Benommenheit, Appetitlosigkeit, allgemeine körperliche Unruhe, blutunterlaufene Augen, sogar Anämie (Blutarmut) und bei Kindern Wachstumsstörungen.

Auch wenn die zuständigen Behörden bislang keine offiziellen Richtwerte für den Bedarf einzelner Aminosäuren festgelegt haben, geht man von einem geschätzten durchschnittlichen Lysin-Tagesbedarf von 800 bis 3000 mg für eine Person mit 70 Kilogramm Körpergewicht aus.

Eine Portion eines hochwertigen Erbsenproteins (20 g bei über 80 Prozent Proteingehalt) versorgt bereits mit ca. 5000 mg Lysin.

Die hohen Lysin- und Argininmengen im Erbsenprotein haben also bereits grossartige Wirkungen auf die Steigerung der Leistungsfähigkeit und Ausdauer.

Doch fördert das Erbsenprotein Muskelaufbau und Muskelregeneration noch auf andere Weise – was übrigens nicht nur für Sportler interessant ist, sondern genauso für ältere Menschen, die über eine gesunde Eiweissversorgung auch einer ernährungsbedingten Muskelschwäche vorbeugen und somit nicht zuletzt ihr Sturzrisiko mit all den damit in Verbindung stehenden Folgen vermindern können.

Erbsenprotein fördert Muskelaufbau und Muskelregeneration

Intensives Krafttraining – aber letztlich auch jede Alltagsaktivität – verursacht Abnutzungserscheinungen am Muskelgewebe. Unser Organismus ist daher ständig darum bemüht, aus den über die Nahrung aufgenommenen Proteinen Aminosäuren zu gewinnen und diese für die Reparatur und Regeneration der Muskulatur einzusetzen.

Erbsenprotein liefert für diesen Zweck sehr hohe Mengen jener Aminosäuren, die besonders wichtig für den Muskelaufbau sind.

Besagte Aminosäuren nennen sich BCAA, was die englischsprachige Abkürzung für verzweigtkettige Aminosäuren darstellt (Branched-Chain Amino Acids). Dazu gehören die Aminosäuren Leucin, Isoleucin und Valin.

40 Prozent unseres täglichen Bedarfs an essentiellen Aminosäuren sollten über BCAA aufgenommen werden.

Dies bedeutet, dass sie in deutlich grösseren Mengen verzehrt werden müssen als die verbleibenden essentiellen Aminosäuren. Das Erbsenprotein kann hierbei eine sehr gute Unterstützung darstellen. Es liefert nämlich fast genauso hohe BCAA-Werte wie das Molkeprotein.

Ist man mit BCAA gut versorgt, so sollen sich Muskelabbau und auch frühzeitig einsetzende Ermüdung im Ausdauersport verhindern lassen.

Einer Ermüdung im NICHTsportlichen Alltag kann das Erbsenprotein ebenfalls zuvorkommen, nämlich mit Hilfe seines hohen Eisengehaltes

Erbsenprotein – 1 Portion deckt 30 Prozent des täglichen Eisenbedarfs

Schon eine Portion (20 – 25 g) Erbsenprotein pro Tag deckt 30 Prozent des Eisenbedarfs einer Frau, der etwa bei 15 mg Eisen liegt (bei Männern liegt er bei ca. 10 mg).

Eisen ist bekanntlich ein wichtiger Bestandteil der menschlichen Physiologie und wird u. a. für den Sauerstofftransport im Blut benötigt.

Auch ist das Eisen eine bedeutende Komponente vieler Enzyme und damit an zahlreichen Reaktionen im Organismus beteiligt.

Eines dieser eisenhaltigen Enzyme ist die Katalase, die das Stoffwechselgift Wasserstoffperoxid abbaut und somit die Zelle vor Schäden bewahrt.

Wie bei pflanzlichem Eisen üblich, handelt es sich auch beim Eisen aus Erbsenprotein um das sog. nicht-hämische, also dreiwertige Eisen, dessen Resorption man erhöhen kann, wenn man die tägliche Portion Erbsenprotein mit einem frisch gepressten Orangensaft oder etwas frisch gepresstem Zitronensaft kombiniert.

Kaffee, Schwarztee oder calciumreiche Lebensmittel sollten dagegen nicht zeitgleich mit der Erbsenproteineinnahme getrunken bzw. verzehrt werden, da sie die Eisenresorption hemmen können.

Erbsenprotein optimiert die Wirkung Ihrer Diät

Proteine und somit auch das Erbsenprotein weisen einen so genannten "thermischen” Effekt auf.

Das bedeutet, dass bei ihrer Verdauung im Körper Wärme entsteht und überdies die Verdauung von Proteinen im Verhältnis mehr Energie benötigt als die Verdauung von Kohlenhydraten oder Fett.

Offenbar sollen bis zu 30 Prozent der Proteinkalorien bereits bei der Verdauung der Proteine verbrannt werden.

In einer Studie, die 2011 im Nutrition Journal veröffentlicht wurde, hatte sich ausserdem gezeigt, dass ein Erbsenproteinshake, der 30 Minuten vor einer Mahlzeit getrunken wird, so sättigen kann, dass von der Hauptmahlzeit viel weniger verzehrt wird.

Nahmen die Probanden dagegen Molke- oder Eiprotein als Vorspeise zu sich, dann zeigte sich dieser Effekt nicht und sie assen normalgrosse Portionen.

Das Erbsenprotein unterstützt das Abnehmen aber noch auf eine andere Weise:

Erbsenprotein senkt den Blutzuckerspiegel

Wenn Sie kohlenhydratreiche Lebensmittel zu sich nehmen, steigt der Blutzuckerspiegel natürlich an, was die Bauchspeicheldrüse dazu veranlasst, grössere Mengen des Hormons Insulin auszuschütten.

Insulin sorgt dafür, dass die Kohlenhydrate (in Form von Glucose) auch in die Zellen gelangen, dort verbrannt werden oder (in Form von Glykogen und/oder Fett) gespeichert werden.

Besonders Lebensmittel aus isolierten Kohlenhydraten (polierter Reis, Weissbrot, Süssigkeiten) erhöhen langfristig den Blutzuckerspiegel, fördern die Speicherung von Fetten und können zudem auf lange Sicht zur Entstehung einer Insulinresistenz (Vorstufe von Diabetes Typ 2) führen.

Tauscht man jedoch isolierte Kohlenhydrate gegen vollwertige Lebensmittel aus und ergänzt die Ernährung mit hochwertigen Proteinen, dann führt dies zu einer optimalen Regulation des Blutzucker- und Insulinspiegels. Die Folge ist, dass eine übermässige Fetteinlagerung verhindert wird.

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Erbsenprotein wirkt antioxidativ und entzündungshemmend

Eine im Jahr 2012 veröffentlichte Studie zeigte, dass Erbsenprotein sogar antioxidativ und entzündungshemmend wirken kann.

Erbsenprotein hemmte in dieser Studie ganz signifikant das beim Zellstoffwechsel entstehende Stickoxid, das in zu grossen Mengen zu Zellschäden führen kann.

Ebenfalls signifikant war die Hemmung entzündungsfördernder Botenstoffe durch das Erbsenprotein, so dass das Erbsenprotein sehr gut im Rahmen einer vitalstoffreichen Ernährung zur Prävention chronischer Krankheiten, die ja sehr häufig mit latenten (unbemerkt verlaufenden) Entzündungsprozessen einhergehen, berücksichtigt werden kann.

Das Erbsenprotein ist jedoch nicht nur deshalb so vorteilhaft, weil es zahlreiche positive Stoffe enthält, sondern auch, weil es viele Dinge NICHT enthält und daher sehr leicht verträglich ist.

Erbsenprotein – Optimal für Allergiker

Erbsenprotein ist hypoallergen und somit für jene Menschen ideal, die aufgrund von Allergien und Lebensmittelunverträglichkeiten Eier, Milchprodukte oder Sojaprodukte nicht vertragen.

Erbsenprotein ist naturgemäss vollkommen sojafrei, glutenfrei, eifrei, lactosefrei und milcheiweissfrei. Allerdings müssen Allergiker oder Menschen mit Unverträglichkeiten beim Kauf von Proteinpulvern stets auf die Zutatenliste schauen.

Denn häufig findet man dort Füllstoffe, Farbstoffe, Süssstoffe, Zuckeraustauschstoffe oder sonstige Zusätze, die bei ohnehin empfindlichen Menschen zu Unverträglichkeiten führen können.

Sollten Sie also ein Proteinpulver kaufen, achten Sie darauf, dass keine kritischen Zutaten enthalten sind und das Protein am besten in hundertprozentiger Reinheit und biologischer Qualität vorliegt.

Erbsenprotein: Eine Purinquelle?

Bei Hülsenfrüchten kommt häufig die Frage auf, wie hoch denn deren Puringehalt sei. Purine sind Bestandteile der Erbsubstanz und finden sich daher in allen Zellkernen. Je konzentrierter und zellreicher somit ein Nahrungsmittel ist, umso höher ist im Allgemeinen dessen Puringehalt.

Im Körper werden Purine zu Harnsäure abgebaut. Harnsäure jedoch kann – wenn der Harnsäurespiegel im Blut über Gebühr steigt – zu Gesundheitsproblemen führen, wie z. B. zu Gicht oder Nierensteinen.

Lebensmittel, die besonders viele Purine enthalten, sind beispielsweise Sardinen, Makrelen, Heringe, Fleischbrühe, Innereien und Kaviar.

Zu den mittelmässigen Purinquellen gehören Fleisch, Geflügel, Fisch und bestimmte Gemüse, wie z. B. Spargel, getrocknete Bohnen, Linsen, Pilze und auch getrocknete Erbsen.

Interessanterweise hat sich jedoch in Studien gezeigt, dass purinreiche pflanzliche Lebensmittel vom Organismus offenbar nicht als derart belastend eingestuft werden wie purinreiche tierische Lebensmittel – auch dann nicht, wenn ihr Puringehalt identisch ist.

Und so zeigte sich ein deutliches Gichtrisiko durch den Verzehr von Meeresfrüchten und Fleisch, durch den Verzehr pflanzlicher Purinquellen hingegen nicht.

Die Dosierung

Um nach dem täglichen Workout die optimale Regeneration der Muskeln zu erzielen, empfiehlt der bekannte amerikanische Fitnesstrainer und Gewichtscoach Tom Venuto (Autor von "Burn the Fat, feed the muscle") Kraftsportlern die Einnahme von 30 bis 50 g konzentriertes Protein – was zwei täglichen Portionen à 20 bis 25 Gramm Protein entspricht.

Menschen, die lediglich die Ernährung mit hochwertigem Protein ergänzen möchten und keinen gezielten Kraftsport betreiben, nehmen ihrem Bedarf und ihrer Ernährung entsprechend ein bis zwei Portionen Proteinpulver zu sich.

Erbsenprotein: Perfekter Aminosäuren-Mix

Die biologische Wertigkeit des Erbsenproteins kann so weit gesteigert werden, dass es die biologische Wertigkeit von Molkeprotein erreicht. Dies gelingt sehr einfach, indem man das Erbsenprotein mit Reisprotein kombiniert – und zwar im Verhältnis 30 : 70 (30 % Erbsenprotein, 70 % Reisprotein).

Während nämlich dem Reisprotein die grossen Lysinmengen des Erbsenproteins fehlen, liefert das Reisprotein die Aminosäure Methionin, die wiederum im Erbsenprotein nicht so zahlreich enthalten ist, aber für die Herstellung des oben vorgestellten Carnitins erforderlich ist.

Auf diese Weise stehen dem Organismus alle Aminosäuren in der erforderlichen Menge zur Verfügung und er kann für den Aufbau körpereigener Proteine aus einem vollen "Baukasten" schöpfen.

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Quellen und weitere Infos:



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