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  • Frau isst einen Burger und ist süchtig
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Fastfood als Droge: Die schockierende Wahrheit

Kann eine Tüte Chips ein Suchtverhalten wie Kokain auslösen? Wissenschaftliche Studien der letzten Jahre untersuchten die Sucht nach Fast Food im Vergleich zur Drogenabhängigkeit und brachten dabei erschreckende Ergebnisse zum Vorschein. Die Sucht nach Fast Food verläuft in unserem Gehirn nach denselben Mechanismen, wie beispielsweise eine Kokainsucht.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 30 Mai 2026
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Fastfood wirkt wie Kokain: Was die Studien beweisen

Erschreckenderweise gibt es zahlreiche Daten, die eine Sucht nach Fast Food als genauso ernst zu nehmend erscheinen lassen, wie eine Drogensucht. Diesen Daten zufolge haben hochkonzentrierter Fruktosesirup, Mononatriumglutamat, hydrierte Öle, raffiniertes Salz und verschiedene andere chemische Zusatzstoffe, die sich in industriell verarbeitetem Junk Food auffinden lassen, dieselben Auswirkungen auf das Gehirn wie Kokain (6).

Eine Untersuchung aus dem Jahr 2010, die von Wissenschaftlern des Scripps Research Institute (SRI) in Florida durchgeführt wurde, brachte zum Vorschein, dass Ratten, die freien Zugang zu verschiedenen Fast Food Produkten hatten, einen erheblichen Wandel ihrer Hirnaktivität und -funktion aufwiesen, und dass diese Veränderungen jenen stark ähnelten, die auch bei den Gehirnen von Drogensüchtigen zu beobachten sind (3).

So verändert Fastfood dein Gehirn – Dopamin-Sucht

Eine weitere Studie – dieses Mal von Forschern der Universität in Austin, Texas, und des Oregon Research Institute– fand heraus, dass anhaltender Konsum von Junk Food zu einer Reduzierung der Aktivität im Striatum (einem Bereich des Grosshirns, der für Emotionen, und das Gefühl von Belohnung zuständig ist) führt. Mit anderen Worten: Wie auch im Fall illegaler Drogen nimmt die Menge an Junk Food kontinuierlich zu, die der Abhängige benötigt, um ein „High“, also eine Art Belohnung für sein Tun, zu verspüren.

"Die Daten sind so beeindruckend, dass sie von diesem Forschungszweig endlich akzeptiert werden müssen",

erklärte Nora Vokow, die Direktorin des National Institute on Drug Abuse (NIDA) angesichts der Forschungsergebnisse.

"Es stellt sich heraus, dass es enorme Schnittmengen in der Wirkungsweise von Drogen und Nahrungsmitteln auf das Gehirn gibt."

Drogen bewirken im Gehirn die Ausschüttung von Dopamin - dem so genannten Glückshormon. In einer vergleichenden Studie entdeckten die Wissenschaftler eine Ähnlichkeit von der Dopamin-Produktion bei Drogensüchtigen und bei Menschen, die nach Fast Food süchtig sind (4).

Die Sucht nach Drogen führt im Grunde dazu, dass die Rezeptoren im Gehirn, die auf Dopamin ansprechen und dem Körper ein Glücksgefühl vermitteln, ihre Empfindlichkeit verlieren. Daraus folgt, dass Süchtige immer höhere Dosen der Suchtsubstanz benötigen um dasselbe Mass an Befriedigung zu erzielen. Im Gehirn eines nach Fast Food abhängigen Menschen laufen genau dieselben Mechanismen ab.

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Chemische Zusatzstoffe: Warum Junkfood zur Droge wird

Da industriell verarbeitete Nahrungsmittel voller synthetischer chemischer Zusatzstoffe sind, können sie generell auch als Drogen im weiteren Sinne angesehen werden. Daher ist es auch kein Wunder, dass weltweit Millionen Menschen süchtig nach diesen Produkten sind.

Fastfood Sucht und Übergewicht: Der gefährliche Teufelskreis

Die beschriebene Sucht steht offenbar auch mit dem heutzutage weit verbreiteten Übergewicht in Verbindung (2). Die Forscher konnten zeigen, dass fettleibige Menschen eher weniger empfindliche Dopamin-Rezeptoren haben als normalgewichtige.

Übergewichtige müssen demnach auch mehr essen, um ihre Sucht nach Fast Food zu stillen (1). Diese Mechanismen im Gehirn können in einem Teufelskreis enden, der schwere gesundheitliche Probleme mit sich bringen kann.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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