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  • Schwarzwurzeln mit Kartoffeln
17 min

Schwarzwurzeln: Das präbiotische Wurzelgemüse

Die Schwarzwurzel hat sich von einer traditionellen Heilpflanze zu einem geschätzten Gemüse in der modernen Küche entwickelt. Das Wurzelgemüse schmeckt fein nussig und kann vielseitig zubereitet werden. Das besondere Extra der Schwarzwurzel ist ihre präbiotische Wirkung. Lesen Sie bei uns alles über den Winterspargel, seine gesundheitlichen Wirkungen, Nährwerte und Zubereitungsmöglichkeiten.

Aktualisiert: 14 Juni 2024

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Schwarzwurzel: Köstlicher Winterspargel

Die Schwarzwurzel, botanisch als Scorzonera hispanica bekannt, ist eine vielseitige Wurzelpflanze, die für ihre kulinarische Verwendung und gesundheitlichen Vorteile geschätzt wird. Sie gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eng mit dem Löwenzahn verwandt. Die Schwarzwurzel wird auch oft als „Schwarzwurz“ oder „Winterspargel“ bezeichnet.

Auch in diesem Artikel verwenden wir häufig den Begriff Winterspargel statt Schwarzwurzel. In der botanischen Fachsprache heißt die Pflanze Garten-Schwarzwurzel, Spanische Schwarzwurzel oder auch Echte Schwarzwurzel.

Schwarzwurzel: So sieht der Winterspargel aus

Der Winterspargel ist eine mehrjährige Pflanze mit einer charakteristischen Erscheinung:

  1. Wurzel: Das auffälligste Merkmal der Schwarzwurzel (wenn man sie ausgräbt) sind ihre langen, schmalen Wurzeln, die etwa 20 bis 30 Zentimeter lang werden können. Die Wurzeln haben eine dunkle, schwarzbraune bis schwarze Rinde, die vor dem Verzehr bzw. vor der weiteren Zubereitung entfernt werden muss.
  2. Blätter: Die Blätter sind schmal und können sehr lang werden (30 bis über 60 cm).
  3. Blüten: Wenn die Schwarzwurzelpflanze blüht, bildet sie kleine, gelbe Blüten, die an Löwenzahnblütchen erinnern, aber in Dolden angeordnet sind.

Rezepte mit der Schwarzwurzel

In unserem ZDG-Kochstudio haben wir eine kleine, aber feine Auswahl an ganz delikaten Schwarzwurzel-Rezepten für Sie vorbereitet, etwa eine Schwarzwurzel-Cremesuppe oder auch unsere Spinat-Spätzle an Schwarzwurzel-Champignon-Ragout.

Geschichte und Herkunft

Die Schwarzwurzel hat eine faszinierende Geschichte, die bis in das antike Griechenland zurückreicht. Ursprünglich stammt sie aus dem Mittelmeerraum und wurde von den alten Griechen und Römern als Heilpflanze geschätzt. Ihre Verwendung als Nahrungsmittel begann jedoch erst im Mittelalter.

Im 16. Jahrhundert verbreitete sich der Winterspargel in Europa und wurde insbesondere in Frankreich, Deutschland und England angebaut. Während des 18. und 19. Jahrhunderts erlebte sie eine Blütezeit in der europäischen Küche und wurde oft als Delikatesse betrachtet.

Heutzutage wird die Pflanze in vielen Teilen der Welt angebaut, insbesondere in Europa und Nordamerika. Sie ist ein beliebtes Wintergemüse, da sie auch bei kaltem Wetter geerntet werden kann und somit frische Zutaten in der kalten Jahreszeit bietet.

Woher kommt der Name Schwarzwurzel?

Der Name „Schwarzwurzel“ rührt von der dunklen, schwarzbraunen Haut der Wurzel her, die vor dem Verzehr geschält wird, um das weiße, zarte Fleisch freizulegen.

Wann hat der Winterspargel in Deutschland Saison?

In Deutschland hat der Winterspargel in der Regel Saison von Oktober bis März. Während dieser Monate ist er am besten in Qualität und Geschmack.

Wie schmeckt die Schwarzwurzel?

Die Schwarzwurzel hat einen einzigartigen und delikaten Geschmack, der oft als leicht nussig, süßlich und leicht erdig beschrieben wird und manche an Artischockenherzen erinnert.

Die Textur (Konsistenz) des gekochten Winterspargels ähnelt der von gekochtem Spargel. Sie ist zart und saftig. Das Schälen der Stangen vor dem Kochen ist wichtig, da die äußere Haut leicht bitter sein kann.

Der Winterspargel wird oft als „Spargel der Armen“ bezeichnet, da er aufgrund seines feinen Geschmacks und seiner vielseitigen Verwendungsmöglichkeiten eine kostengünstige Alternative zu Spargel darstellt. Allerdings ist er zu einer ganz anderen Jahreszeit erhältlich (Herbst/Winter) als der Spargel, der ja erst ab Mitte April bis Ende Juni zur Verfügung steht.

Worauf sollte man beim Kauf achten?

Beim Kauf von Schwarzwurzeln sollten Sie auf einige wichtige Faktoren achten, um sicherzustellen, dass Sie frische und qualitativ hochwertige Wurzeln erhalten. Hier sind einige Tipps:

Optik

Achten Sie auf Stangen, die frisch, fest und frei von äußeren Schäden oder Flecken sind. Die Wurzeln sollten eine glatte, dunkle, schwarzbraune bis schwarze Rinde haben.

Größe

Die schwarzen Wurzelstangen variieren in der Größe, aber sie sollten in etwa gleichmäßig dick sein. Wählen Sie Wurzeln von mittlerer Größe, da sie oft zarter und einfacher zu schälen sind als sehr dicke Wurzeln.

Frische der Blätter

Wenn die Stangen noch Blätter haben, sollten diese frisch und grün sein. Vermeiden Sie Wurzeln, deren Blätter welk, gelb oder braun sind, da dies auf ältere oder minderwertige Wurzeln hinweisen kann.

Herkunft und Saison

Versuchen Sie, Schwarzwurzeln aus lokalem Anbau zu kaufen, da dann die Wahrscheinlichkeit auch höher sein kann, dass sie frisch sind. Beachten Sie auch die Saison; die Wurzeln sind normalerweise im Spätherbst und Winter verfügbar.

Bioqualität

Wenn möglich, wählen Sie Bio-Winterspargel, um sicherzustellen, dass die Stangen ohne den Einsatz von Pestiziden oder Herbiziden angebaut wurden.

Rechtzeitig einkaufen

Frischer Winterspargel sollte am besten so bald wie möglich nach dem Kauf verarbeitet werden, da er schnell an Geschmack und Textur verliert. Kaufen Sie die Wurzeln also nicht zu früh ein, sondern kurz bevor Sie sie benötigen.

Welche Zubereitungsarten sind ideal für den Winterspargel?

Die Schwarzwurzel ist ein vielseitiges Gemüse, das auf verschiedene Arten zubereitet werden kann, natürlich auch abhängig von Ihren persönlichen kulinarischen Vorlieben. Hier sind einige ideale Zubereitungsarten:

Kochen

Das Kochen ist eine der gängigsten Zubereitungsmethoden. Schälen Sie die Wurzeln zuerst gründlich und schneiden Sie sie dann in Stücke. Kochen Sie sie in gesalzenem Wasser, bis sie zart sind (ca. 15-20 Minuten). Dies macht die Schwarzwurzeln zart und mild im Geschmack.

Für Salsifis à la Crème - ein klassisches französisches Gericht – werden die geschälten Winterspargel in einer cremigen Sauce, oft mit Butter und Sahne, gekocht. Es ist eine köstliche Beilage zu vielen Gerichten.

Braten

Sie können Winterspargel auch in Butter oder Olivenöl braten und mit Knoblauch, Zitronensaft und frischen Kräutern würzen. Die Wurzeln erhalten dann eine leicht knusprige Textur und einen nussigen Geschmack.

Schneiden Sie die geschälten Wurzeln in dünne Scheiben oder Stifte und braten Sie sie in einer Pfanne, bis sie goldbraun sind – gerne auch mit anderen Gemüsearten, wie Karotten, Zucchini und Paprika. Dies ergibt eine aromatische Beilage oder ein vegetarisches Hauptgericht.

Für Winterspargel-Rösti – einer Variation des klassischen Schweizer Rösti – können Sie geriebene Schwarzwurzeln mit Kartoffeln kombiniert in der Pfanne braten.

Backen

Backen Sie die Wurzelstückchen im Ofen, um eine intensivere Geschmacksentwicklung zu erzielen. Mischen Sie sie mit Gewürzen wie Knoblauch, Thymian und Olivenöl, und rösten Sie sie bei etwa 200 Grad Celsius, bis sie knusprig und leicht gebräunt sind.

Pürieren

Püree aus dem Winterspargel ist eine köstliche Beilage. Kochen Sie die geschälten Wurzeln, pürieren Sie sie und mischen Sie sie mit Margarine, Hafersahne, Salz und Pfeffer für ein cremiges Püree.

Suppen und Eintöpfe

Schwarzwurzeln können zu Suppen und Eintöpfen hinzugefügt werden, um zu einer samtigen Textur und einem milden Geschmack beizutragen. Schneiden Sie die Wurzeln in kleine Stücke und kochen Sie sie zusammen mit anderen Gemüsesorten in Gemüsebrühe. Servieren Sie die Suppe mit Croûtons oder geröstetem Brot.

Einlegen

Winterspargel kann auch mit Gewürzen, wie Lorbeerblättern und Senfkörnern, in Essig eingelegt werden. Diese können als Beilage oder Snack serviert werden.

Grillen

Die geschälten Winterspargel können auf dem Grill gegrillt werden. Sie schmecken dann knusprig und erhalten ein rauchiges Aroma.

Saucen

Winterspargel kann auch zu Saucen püriert und als Basis für Gerichte wie Nudelsaucen oder Bratensaucen verwendet werden.

Frittieren

In dünne Streifen geschnittene und panierte Winterspargel können frittiert und als knusprige Vorspeise serviert werden.

Einfaches Rezept für Anfänger

Ein einfaches Rezept, das sich gut für Anfänger in Sachen Winterspargel eignet, ist das folgende. Es ist eine gute Möglichkeit, das Wurzelgemüse kennenzulernen, bevor Sie sich an komplexere Zubereitungsmethoden wagen.

Gekochte Schwarzwurzeln mit Butter und Petersilie

Das Rezept eignet sich gut als Beilage zu vielen Gerichten, z. B. zu gebratenem Tofu.

Zutaten

  1. 500 g frische Schwarzwurzeln, geschält und in Zitronenwasser gelegt, um Oxidation zu verhindern
  2. 2-3 Esslöffel Butter/Margarine
  3. 2 Esslöffel frische Petersilie, gehackt
  4. Salz und Pfeffer nach Geschmack

Anleitung

Bringen Sie einen großen Topf Wasser zum Kochen, fügen Sie eine Prise Salz hinzu, schneiden Sie die Winterspargel in 5-cm-Stücke und geben Sie diese ins kochende Wasser. Lassen Sie sie etwa 15-20 Minuten lang kochen oder bis sie zart sind. Sie können mit einer Gabel prüfen, ob sie gar sind. Wenn die Gabel leicht durch die Wurzeln geht, sind sie fertig.

Gießen Sie die gekochten Wurzeln in ein Sieb und lassen Sie sie gut abtropfen.

Für die Sauce lassen Sie in einer Pfanne die Margarine bei mittlerer Hitze schmelzen. Fügen Sie die gekochten Wurzeln hinzu und braten Sie sie einige Minuten lang in der Butter an, bis sie leicht goldbraun sind. Dabei gelegentlich umrühren.

Nehmen Sie die Pfanne vom Herd und rühren Sie die gehackte Petersilie in die Schwarzwurzeln ein. Mit Salz und Pfeffer nach Geschmack würzen. Die gekochten Winterspargel mit Butter/Margarine und Petersilie sofort servieren.

Wie viele Schwarzwurzeln benötigt man pro Person/Portion?

Natürlich hängt die Portionsgröße von der Art des Rezepts ab und auch vom individuellen Appetit.

Als grobe Richtlinie können Sie jedoch 150 bis 200 Gramm der Wurzelstangen pro Person für eine Beilage oder als Teil eines Gerichts einplanen.

Wenn Sie Schwarzwurzeln als Hauptbestandteil eines Gerichts verwenden oder wenn sie das Hauptgemüse auf dem Teller sind, können es auch 200 bis 250 Gramm pro Person werden.

Kann man die Schale essen?

Nein, die Schale der Schwarzwurzel ist nicht essbar und sollte vor dem Verzehr gründlich entfernt werden. Sie schmeckt bitter und würde, wenn Sie das Gemüse ungeschält verwenden, dem Gericht nicht nur einen unangenehmen Geschmack verleihen, sondern auch eine unangenehme Konsistenz.

Wie schält man Winterspargel am besten?

Waschen Sie den Winterspargel zunächst gründlich. Dann schälen Sie die Wurzeln mit einem Gemüseschäler. Tragen Sie dazu am besten Handschuhe, da der klebrige Saft der Schwarzwurzel Hautreizungen verursachen kann.

Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser mit etwas Zitronensaft bereit. Legen Sie die geschälten Stangen bis zur weiteren Verarbeitung ins Zitronenwasser. Auf diese Weise wird die Oxidation und Verfärbung der Wurzeln vermieden.

Warum klebt die Schwarzwurzel?

In der Wurzel des Winterspargels befindet sich eine klebrige Substanz, die oft als „Milchsaft“ oder „Latex“ bezeichnet wird. Sie tritt aus den Schnittstellen oder verletzten Stellen der Wurzel aus. Der Milchsaft enthält Inulin, ein löslicher Ballaststoff, der für den Menschen nicht verdaulich ist, aber dazu neigt, klebrig zu sein.

Bei der Verarbeitung der Wurzeln bleibt der klebrige Saft nicht nur an den Händen, sondern auch am Messer, Schneidebrettchen etc. haften. Um das Kleben der Schwarzwurzeln zu vermeiden oder zu minimieren, können Sie folgende Tipps umsetzen:

  1. Handschuhe beim Schälen tragen: Dies verhindert, dass der klebrige Saft an Ihren Händen haftet.
  2. Schnelles Arbeiten: Schälen und schneiden Sie den Winterspargel zügig, um den Kontakt mit dem Milchsaft zu minimieren.
  3. Wasserbad: Tauchen Sie die geschälten Wurzeln nach dem Schälen und Schneiden sofort in ein Wasserbad mit etwas Essig oder Zitronensaft. Dies hilft, den Milchsaft abzuwaschen und verhindert, dass er weiterhin klebt.
  4. Kochen oder Blanchieren: Das Kochen oder Blanchieren der Wurzeln hilft ebenfalls, die klebrige Konsistenz des Milchsafts zu entfernen.
  5. Topf mit Öl reinigen: Wenn Sie Schwarzwurzeln in Wasser kochen, kann anschließend ein klebriger Film auf dem Topfboden haften. Diesen können Sie mit etwas Öl und einem Küchenpapier entfernen. Sie können auch bereits ins Kochwasser etwas Öl geben, dann bildet sich der Film gar nicht erst.

Kann man Winterspargel roh essen?

Winterspargelstangen werden aufgrund ihres klebrigen Milchsaftes normalerweise nicht roh gegessen, sondern auf irgendeine Weise erhitzt, zumindest blanchiert, was die Wurzel auch zarter macht.

Giftig sind die rohen Stangen zwar nicht, aber der Milchsaft kann Hautirritationen verursachen.

Wenn Sie aus dem Winterspargel einen Salat zubereiten möchten, schälen Sie die Stangen und hobeln diese fein oder schneiden Sie sie in dünne Streifen. Verwenden Sie sie dann als Zutat in einem Salat, entweder allein oder zusammen mit anderen Gemüsesorten. Sie passen gut zu Rucola, Cherrytomaten und einem Dressing mit Zitrone.

Wie lange muss man Winterspargel kochen?

Die Kochzeit hängt von ihrer Dicke der Stangen ab und davon, wie weich man sie möchte. Im Allgemeinen kocht man sie 15 bis 20 Minuten lang. Testen Sie mit einer Gabel, ob die Stückchen zart genug sind.

Nach dem Kochen sollten Sie die Schwarzwurzeln sofort in kaltem Wasser abschrecken oder unter kaltem fließendem Wasser abspülen. Dies stoppt den Garprozess und bewahrt die Farbe und Konsistenz des Gemüses.

Wie kann man die Schwarzwurzel im eigenen Garten anbauen?

Die Pflege von Schwarzwurzeln im eigenen Garten erfordert etwas Geduld, da die Pflanzen bzw. ihre Wurzeln einige Monate benötigen, um heranzuwachsen:

Wählen Sie einen sonnigen Standort für den Anbau. Die Pflanze benötigt mindestens 6 Stunden Sonnenlicht pro Tag.

Der Boden sollte gut durchlässig und locker und frei von Steinen sein, damit die langen Wurzeln leicht in die Tiefe wachsen und sich entwickeln können.

Verbessern Sie den Boden mit organischem Material wie Kompost oder gut verrottetem Mist, um die Nährstoffversorgung zu fördern und nicht auf Dünger aus dem Handel angewiesen zu sein.

Ziehen Sie Ihre Pflanzen entweder aus Samen oder aus Wurzelstückchen. Die letztere Methode ist häufiger. Setzen Sie die Wurzelstücke etwa 10 bis 15 cm tief in den Boden und achten Sie darauf, dass der Abstand zwischen den Reihen etwa 30 cm beträgt.

Halten Sie den Boden feucht, aber nicht übermäßig nass. Schwarzwurzeln benötigen gleichmäßige Feuchtigkeit. Achten Sie darauf, dass Unkräuter nicht überhandnehmen. Am besten mulchen Sie den Boden, um Feuchtigkeit zu speichern und das Unkrautwachstum zu reduzieren.

Die Wurzeln können normalerweise ab dem Spätherbst oder sogar während des Winters geerntet werden, da sie winterhart sind. Graben Sie die Wurzeln vorsichtig aus (Grabegabel), ohne sie zu beschädigen. Schneiden Sie die Blätter ab, lassen Sie jedoch etwa 2,5 cm der Blattstiele stehen.

Kann man Winterspargel noch nach der Blüte ernten und essen?

Normalerweise sollte der Winterspargel vor der Blüte geerntet werden, da sie dann am besten schmeckt. Wenn Winterspargel blüht, dann beginnen die Wurzeln härter, also holziger zu werden.

Wie lagert man Schwarzwurzeln?

Die geernteten oder frisch gekauften Schwarzwurzeln sollten sorgfältig aufbewahrt werden:

  1. Kühlschrank: Am besten lagern Sie die Wurzelstangen im Kühlschrank. Wickeln Sie sie in ein leicht feuchtes Papiertuch und legen Sie sie in ein Gemüsefach. So verhindern Sie, dass die Wurzeln austrocknen.
  2. Ungeschält lassen: Lassen Sie die Wurzeln ungeschält, bis Sie sie verwenden. Das Schälen sollte erst kurz vor der Zubereitung erfolgen, da sie in geschälter Form schnell an der Luft oxidieren.
  3. Temperatur: Die Lagertemperatur sollte nahe dem Gefrierpunkt sein, idealerweise bei etwa 0 bis 2°C.
  4. Verzehr innerhalb weniger Tage: Schwarzwurzeln sollten innerhalb von 3-5 Tagen nach dem Kauf oder der Ernte verzehrt werden, um die besten Geschmackseigenschaften zu gewährleisten. Je länger sie gelagert werden, desto mehr verlieren sie an Geschmack und Frische.
  5. Kontrolle auf Schäden: Überprüfen Sie die Stangen regelmäßig auf Anzeichen von Verderb, Schimmel oder Fäulnis. Entfernen Sie beschädigte oder verdorbene Stellen, um zu verhindern, dass sich Schimmel oder faulige Stellen weiter ausbreiten.

Kann man die Schwarzwurzel einfrieren?

Ja, Schwarzwurzeln können eingefroren werden und zwar folgendermaßen:

  1. Schälen und vorbereiten
  2. Blanchieren
  3. Abkühlen
  4. Abtrocknen
  5. Verpacken
  6. Beschriften
  7. Einfrieren

Etwas ausführlicher beschrieben gehen Sie so vor:

Schälen Sie die Wurzeln und schneiden sie in Stücke (2,5 – 5 cm lang). Bringen Sie einen großen Topf mit Wasser zum Kochen und geben Sie die Wurzelstücke hinein. Blanchieren Sie sie für etwa 2-3 Minuten.

Nach dem Blanchieren tauchen Sie die Wurzelstücke sofort in Eiswasser, um den Garprozess zu stoppen. Lassen Sie sie dort für etwa 2-3 Minuten, bis sie abgekühlt sind. Nehmen Sie die Stückchen aus dem Eiswasser und lassen Sie sie gut abtropfen.

Legen Sie die Wurzelstücke in luftdichte Gefrierbeutel oder -behälter. Entfernen Sie so viel Luft wie möglich, bevor Sie sie verschließen, um die Bildung von Gefrierbrand zu minimieren.

Vergessen Sie nicht, die Verpackung mit dem Datum zu beschriften, damit Sie später wissen, wie lange die Schwarzwurzeln schon im Gefrierschrank lagern. Platzieren Sie die verpackten Wurzelstücke im Gefrierschrank bei einer Temperatur von -18°C oder niedriger.

Wie verwendet man eingefrorenen Winterspargel?

Gefrorene Schwarzwurzeln können mehrere Monate bis zu einem Jahr im Gefrierschrank aufbewahrt werden. Wenn Sie sie verwenden möchten, können Sie sie direkt aus dem Gefrierschrank in kochendes Wasser geben oder in Rezepten verwenden, ohne sie vorher aufzutauen.

Wie ist der Nährwert?

Pro 100 g gekochter Schwarzwurzel sind die folgenden Nährwerte enthalten:

  1. Energie: 52 kcal und 217 kJ
  2. Protein: 1,3 g
  3. Fett: 0,4 g
  4. Kohlenhydrate: 2 g
  5. Ballaststoffe: 18,05 g
  6. Wasser: 74,43 g

Tabelle: Vitamine und Mineralstoffe

Der Winterspargel enthält (in gekochter Form) ( 1 ) die Vitamine und Mineralstoffe. die wir in unserer Tabelle (als PDF) aufgeführt haben. Vitalstoffe, die nicht aufgeführt sind, sind nicht enthalten oder es sind keine Werte bekannt. In Klammern finden Sie den offiziellen Tagesbedarf eines Erwachsenen.

Kann man Winterspargel in der Low-Carb-Ernährung essen?

Ja, der Winterspargel kann in eine Low-Carb-Ernährung integriert werden. Er enthält weniger verwertbare Kohlenhydrate (nur 2 g pro 100 g) als manch andere Wurzelgemüse wie Kartoffeln oder Karotten und ist daher eine gute Option für Menschen, die ihre Kohlenhydrataufnahme reduzieren möchten.

Sind Schwarzwurzeln aus dem Glas empfehlenswert?

Schwarzwurzeln gibt es bereits fix und fertig geschält und geschnitten aus dem Glas. Sie können dann sofort in Suppen, Eintöpfe, Aufläufe etc. gegeben werden, müssen also nur noch aufgewärmt werden.

Abgesehen aber davon, dass sie dann meist zusätzlich gesalzen sind und Zusatzstoffe zugesetzt sein können (z. B. Säureregulatoren oder Konservierungsmittel), schmecken sie in der Regel anders als frisch zubereiteter Winterspargel.

Auch geht die Verarbeitung zu Konserven und die Lagerung dann im Glas im Supermarkt häufig mit Vitalstoffverlusten einher. Bei fast allen Vitaminen kommt es zu einer Reduktion des Gehalts um mehr als die Hälfte. Bei den Mineralstoffen kommt es zu einer Reduktion des Gehalts um mindestens ein Drittel. Der Gehalt an Natrium und Chlorid hingegen steigt um das 50-Fache – wegen des zugesetzten Kochsalzes (Natriumchlorid) ( 2 ).

Auch wenn es verführerisch ist, den Winterspargel im Glas zu kaufen, da man sich das Schälen, Schneiden und Kochen ersparen könnte, tun Sie es aufgrund der Vitalstoffverluste besser nicht.

Wie gesund ist die Schwarzwurzel?

Die schwarzen Wurzelstangen haben etliche gesundheitliche Vorteile und Wirkungen:

Verdauungsförderung

Schwarzwurzeln enthalten reichlich lösliche Ballaststoffe, die die Verdauung unterstützen können. Sie können dazu beitragen, Verstopfung zu lindern und die Darmgesundheit zu fördern – siehe auch nächster Abschnitt über das Präbiotikum Inulin.

Blutzucker- und Blutfettkontrolle

Ebenfalls aufgrund des Ballaststoffgehalts kann Winterspargel einen positiven Einfluss auf den Blutzucker- und Blutfettspiegel ausüben, so dass das Gemüse auch für Diabetiker und für Menschen mit erhöhten Blutfettwerten interessant ist.

Immunsystem

Die im Winterspargel enthaltenen Antioxidantien stärken das Immunsystem und schützen vor oxidativem Stress (vor schädlichen freien Radikalen).

Knochengesundheit

Das enthaltene Inulin kann die Aufnahme von Calcium fördern und so die Knochengesundheit stärken.

Krebsschutz

Auch vor Darmkrebs kann der regelmäßige Verzehr inulinreicher Gemüse schützen.

Schleimlöser bei Erkältungen

In der europäischen Volksmedizin wurde die Schwarzwurzel als schleimlösendes Heilmittel bei Lungenerkrankungen verwendet und auch zur Abwehr von Erkältungen ( 3 ).

Die Schwarzwurzel ist reich an Inulin

Der Winterspargel ist gemeinsam mit Topinambur, der Löwenzahnwurzel und der Yaconwurzel eine der besten Inulinquellen. Inulin ist ein Ballaststoff mit präbiotischer Wirkung, was bedeutet, dass er sich positiv auf die Darmgesundheit und Darmflora auswirkt, aber noch viele weitere gesundheitliche Vorteile hat.

Viele Informationen rund um Inulin, seine Eigenschaften und Wirkungen sowie eine Tabelle mit dem Inulingehalt verschiedener Lebensmittel finden Sie in unserem Artikel über Inulin.

Bekommt man von Winterspargel Blähungen?

Die schwarzen Wurzelstangen enthalten Inulin, einen löslichen Ballaststoff, der als Präbiotikum wirken kann. Präbiotika dienen den nützlichen Darmbakterien als Nahrung, werden von diesen also verstoffwechselt und dabei fermentiert. Dabei kann es zu Blähungen kommen, was jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich ist.

Wenn Sie jedoch z. B. Topinambur nicht gut vertragen und darauf mit Blähungen reagieren, sollten Sie auch beim Verzehr von Schwarzwurzeln etwas vorsichtiger sein. Allerdings enthalten diese deutlich weniger Inulin als Topinambur und sind daher entsprechend verträglicher. Topinambur kann bis zu fünfmal mehr Inulin enthalten als der Winterspargel.

Bei Fructoseintoleranz

Der Winterspargel enthält sehr wenig freie Fructose (0,02 g pro 100 g) und 0,08 g Glucose, weshalb er oft als ideales Gemüse bei Fructoseintoleranz bezeichnet wird.

Allerdings gelten die Wurzeln als sehr inulinreich – und Inulin besteht aus langen Fructoseketten. Diese sind im Allgemeinen nicht verdaulich, was bedeutet, dass die Fructose bei der Verdauung nicht frei wird, sondern das Inulin unverändert ausgeschieden wird.

Dennoch vertragen Menschen mit Fructoseintoleranz inulinreiche Lebensmittel bzw. generell ballaststoffreiche Lebensmittel oft nicht gut. Testen Sie daher den Winterspargel – wenn Sie ihn probieren möchten – erst in kleinen Mengen.

Bei Histaminintoleranz

Schwarzwurzeln gelten normalerweise als Lebensmittel mit einem niedrigen Histamingehalt und sollten daher in der Regel gut für Menschen mit Histaminintoleranz verträglich sein.

Da die individuelle Toleranz gegenüber histaminhaltigen Lebensmitteln variieren kann, testen Sie den Winterspargel erst vorsichtig mit kleinen Mengen.

Bei Sorbitintoleranz

Schwarzwurzeln enthalten zwar laut Nährwerttabellen kein Sorbit, aber etwas Mannit, ein anderer Zuckeralkohol, der bei Sorbitintoleranz u. U. zu Unverträglichkeiten führen könnte.

Genau wie bei der Fructoseintoleranz könnte außerdem der hohe Inulin- und Ballaststoffgehalt das bei Sorbitintoleranz häufig ohnehin angeschlagene Verdauungssystem überlasten. Testen Sie daher den Winterspargel erst in kleinen Mengen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.