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Vorteile und Wirkung von Selleriesaft

Selleriesaft ist als täglicher grüner Powerdrink sehr beliebt. Er ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen und soll den Körper unterstützen und für mehr Vitalität sorgen. Am besten frisch gepresst und pur getrunken, entfaltet er seine volle Wirkung. Ob morgens auf nüchternen Magen oder als erfrischender Saft zwischendurch – er ist einfach zuzubereiten und eine echte Bereicherung für eine bewusste Ernährung.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 16 August 2026
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Die unglaublichen Erfahrungsberichte rund um Selleriesaft

Selleriesaft kann aus Knollen- oder aus Stangensellerie gepresst werden. In der Gesundheitsszene geht es meist aber um den Saft aus Stangensellerie (auch Stauden- oder Bleichsellerie genannt).

Seit einigen Jahren kursieren dazu zahlreiche Erfahrungsberichte. Viele klingen fast schon unglaublich.

Man fühle sich wie Super(wo)man, wenn man den Saft am Morgen trinke, heißt es da, Energie ströme in jede Faser des Körpers, man brauche keinen Kaffee mehr – und falls es am Vorabend ein Glas Wein zu viel gab, merke man davon dank Selleriesaft kaum noch etwas.

Wie schmeckt Selleriesaft?

Der Geschmack von Selleriesaft ist gewöhnungsbedürftig, etwas salzig, leicht bitter. Das Trinken an sich empfinden nur wenige als Genuss. Die Wirkung aber spreche dann doch für sich, erzählen viele: Man fühle sich tatsächlich wacher, fit und gestärkt für den Tag.

Was passiert, wenn man den Saft täglich trinkt?

Nach spätestens einer Woche mache sich eine gewisse Zufriedenheit breit, was sich in weniger Gelüsten nach Süßem oder anderem Ungesunden äußere. Gleichzeitig steige die Konzentrationsfähigkeit, was zu deutlich besseren Leistungen im beruflichen oder schulischen oder auch im sportlichen Alltag führe.

Allerdings könnte es sein, dass diese sagenhaften Wirkungen insbesondere bei jenen Menschen besonders stark zutage treten, die bisher nicht so sehr auf ihre Gesundheit achteten, die ohne Kaffee am Morgen die Augen kaum öffnen konnten und insgesamt wenig Obst und Gemüse essen, die also auf einen anderen Gemüsesaft u. U. mit genauso positiven Veränderungen reagiert hätten, z. B. auf Gurkensaft, Fenchelsaft, Kohlsaft oder was auch immer.

Denn wer schon zuvor frisch und ohne Kaffee in den Tag startete, wird vom Selleriesaft vielleicht nicht so viel spüren. Auf einen Selbstversuch kann man es aber natürlich ankommen lassen – besonders dann, wenn man gerade das Gefühl hat, etwas weniger fit zu sein.

Selleriesaft ist schon seit Jahrtausenden bekannt

Der Saft aus Stangensellerie wurde nicht neu erfunden. Schon in der jahrtausendealten TCM (Traditionellen Chinesischen Medizin) wird Selleriesaft beispielsweise gegen Bluthochdruck eingesetzt. Im Ayurveda gilt er als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und neurologische Erkrankungen wie Demenz und Parkinson.

Ist der Saft eine gute Kaliumquelle?

Selleriesaft wird häufig als Kaliumquelle beworben - mit harntreibender Wirkung. In Wirklichkeit ist er eine durchschnittliche Kaliumquelle. Andere Säfte, z. B. Orangensaft, Tomaten- und Karottensaft enthalten deutlich mehr Kalium.

Harntreibende Wirkung?

Auch wirkt der Selleriesaft nicht übermäßig harntreibend, wie es oft heißt. Brennnesseltee, Petersilientee oder einfach Zitronenwasser wären hier die besseren Optionen.

Viel Betacarotin

Eine gute Betacarotinquelle ist der Staudensellerie aber durchaus. Er enthält 2,9 mg pro 100 g, was weit mehr als 100 Prozent des täglichen Bedarfs von 2 mg entspricht.

Da Betacarotin vom Körper ganz nach Bedarf in Vitamin A umgewandelt werden kann, versorgen bereits 100 g Staudensellerie mit der Hälfte des Vitamin-A-Tagesbedarfs, was sich äußerst heilsam auf die Augen, Schleimhäute und die Knochen auswirken kann.

Selleriesaft hilft dem Herzen und der Verdauung – und bekämpft nebenbei Krebs

Vermutlich viel wirksamer als einzelne Vitamine und Mineralstoffe aber dürfte das besondere Zusammenspiel all der im Sellerie enthaltenen Pflanzenstoffe sein, zu denen Phenolsäuren gehören, außerdem Flavonoide (z. B. Apigenin), Phytosterine, Phthalid und viele mehr. Diese Stoffe sind vor allem für ihr großes antioxidatives Potenzial bekannt, was bedeutet, dass sie oxidative Schäden durch freie Radikale verhindern können.

Auf diese Weise – so verschiedene Studien – könnte man Entzündungsprozessen im Körper vorbeugen, was sich nun wiederum positiv auf sämtliche entzündlich bedingte Erkrankungen auswirken kann, etwa auf chronische Verdauungsbeschwerden.

Das enthaltene Phthalid soll gar entspannend auf die Blutgefäße wirken und so den Blutdruck senken – natürlich gemeinsam mit dem reichlich vorhandenen Kalium, das sich ebenfalls günstig auf das Herz-Kreislauf-System auswirkt. Apigenin wiederum ist als krebsfeindlicher Stoff bekannt, der in Tierstudien Tumore schrumpfen lassen konnte.

Details und die passenden Studien zu den genannten Wirkungen finden Sie in unserem Sellerie-Hauptartikel auf unserer Seite.

Wie sich Selleriesaft auf den Magen auswirkt

Die im Staudensellerie enthaltenen Polysaccharide sollen außerdem besonders den Magen schützen. Forscher der King Saud University in Saudi Arabien fanden schon im Jahr 2010 heraus, dass sich ein Extrakt aus Sellerie (bei Nagetieren) äußerst positiv auf die Magenschleimhaut und deren Regenerationsfähigkeit auswirke (2). Selbst Magengeschwüre könne man damit verhindern, da der Sellerie die Magensäurebildung reguliere.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Sellerie die Überproduktion von Magensäure unterdrückt. Gleichzeitig gilt der Sellerie dank seiner zahlreichen Mineralstoffe als sehr basisches Gemüse, so dass man davon ausgehen könnte, er neutralisiere kurzerhand die überschüssig vorhandene Magensäure. Anthony William hingegen hat zu diesem Thema eine ganz andere Theorie.

Die Wirkungen von Selleriesaft laut Anthony William

Auch wenn Sellerie also ein uraltes Lebensmittel ist und seit vielen Jahren längst wissenschaftlich untersucht wird, entstand der aktuelle Selleriesaft-Hype dank Autor Anthony William, der sich selbst als Medical Medium (medizinisches Medium) bezeichnet und in seinen Büchern das schreibt, was ihm ein Geist ("Spirit") diktiere.

William nun ist der Meinung, dass Selleriesaft deshalb so gut auf den Magen einwirke, weil er die Magensäureproduktion ankurble, was sich besonders vorteilhaft bei Sodbrennen und Reflux auswirke. Das ist in Wirklichkeit nichts Neues, denn in der Naturheilkunde erklärt man schon lange, dass Sobrennen und Reflux nicht immer auf einen Magensäureüberschuss hinweisen müssen, sondern durchaus auch auf einen Magensäuremangel, da dieser ganz ähnliche Beschwerden verursacht.

Wir schrieben schon auf unserer Seite mehr dazu: Sodbrennen: Ursachen und Lösungen

Im Grunde ist es außerdem einerlei, was nun die Ursache ist (ob zu viel oder zu wenig Magensäure), solange die eingesetzten Mittel entsprechend regulierend wirken, also beide Problematiken gleichermaßen beheben können.

William erklärt, dass das morgendliche Trinken von frischem Selleriesaft (470 ml) das Verdauungssystem so gut regeneriere und stärke, dass man den ganzen Tag lang über eine hervorragende Verdauungskraft verfüge.

* Hier entlang geht es zu unserer veganen online Kochschule.

Selleriesaft nur in Bio-Qualität trinken!

Wenn Sie Stangensellerie oder Selleriesaft kaufen, achten Sie unbedingt auf Bio-Qualität. Denn Sellerie wird gern mit Pestiziden behandelt. Konventionell erzeugter Sellerie zählt in den USA sogar zu jenen 12 Früchten und Gemüsen, bei denen am häufigsten Pestizidrückstände gefunden werden.

Auch in der EU ist Stangensellerie häufig mit Pestizidrückständen belastet (4). Kontrollen ergaben, dass auf dem Gemüse bis zu 69 verschiedene Pestizide vorhanden sein können – so PAN Germany (das Hamburger Pestizid-Aktions-Netzwerk).

Da der Organismus Pestizide erst wieder mühevoll entgiften und ausleiten muss, kaufen Sie Ihren Stangensellerie oder auch Selleriesaft daher am besten in Bio-Qualität!

* Hier erhalten Sie einen unfermentierten Selleriesaft in Bio-Qualität.

Dieser Saft wurde kalt gepresst und mit einem speziellen Verfahren (mit Druck) haltbar gemacht. Er musste daher nicht pasteurisiert werden. Er ist daher nach einem frisch gepressten Saft die beste Wahl. Es gibt auch milchsauer fermentierte Säfte, doch wurden die von uns geprüften nach der Fermentation pasteurisiert.

Selleriesaft nach der Anleitung von Anthony William trinken

Wenn Sie Selleriesaft nach Anthony William trinken möchten, dann sollte dieser frisch gepresst werden. Bereiten Sie sich den Selleriesaft dazu täglich frisch zu und trinken davon mindestens 1-mal täglich 470 ml – und zwar nüchtern am Morgen ca. 15 bis 30 Minuten vor der ersten Mahlzeit.

Wie viel Sellerie für wie viel Saft?

Staudensellerie besteht zu 90 Prozent aus Wasser, so dass die Ausbeute sehr hoch ist. Normalerweise erzielt man mit ca. 600 g geputztem Staudensellerie die erwünschten 470 ml Saft. Da der Staudensellerie jedoch sehr faserig ist, benötigt man für die Herstellung des Saftes einen leistungsfähigen Entsafter.

Langsam starten

Starten Sie in jedem Fall zunächst mit einer kleineren Menge, da nicht jeder so viel des ungewohnten Saftes noch dazu auf leeren Magen verträgt. Andernfalls könnten Verdauungsbeschwerden, wie Magenschmerzen, Durchfall o. Ä. die Folge sein. Trinken Sie den Saft langsam und schlückchenweise und testen Sie so seine Verträglichkeit.

Mit welchen Säften kann Selleriesaft kombiniert werden?

Laut William sollte der Saft nicht mit anderen Säften vermischt werden, da es seine Wirkung verändere und u. U. sogar schmälere. Wenn man den Saft gar nicht pur trinken kann, wäre die Kombination mit Gurkensaft eine Option, allenfalls auch mit etwas Apfelsaft. Dann aber solle man nach und nach die Menge des zugemischten Saftes reduzieren, bis man beim reinen Selleriesaft angelangt ist.

Mit welchem Entsafter Selleriesaft herstellen?

Für Selleriesaft ist ein hochwertiger Slow Juicer ideal, z. B. der * Solo Star 4. Damit lässt sich wunderbar ein frischer und vitalstoffreicher Selleriesaft herstellen. Der Solo Star 4 arbeitet mit nur 47 Umdrehungen. Das Obst und Gemüse wird extrem langsam zerkleinert und schonend gepresst. Der Saft bleibt vor Oxidationsprozessen geschützt und liefert - ohne Einbußen - alle Vitalstoffe, die man sich wünschen kann.

Wie kann man Selleriesaft ergänzen?

Selleriesaft hat bereits entschlackende und entgiftende Wirkung. Wenn Sie die entgiftende Wirkung noch unterstützen und verstärken möchten, dann kennen Sie vielleicht Anthony Williams Heavy Metal Smoothie. Er besteht insbesondere aus Wildheidelbeeren, Gerstengrassaft-Extrakt, Spirulina, der Dulse-Alge und Koriander.

Den * Heavy-Metal-Smoothie gibt es inzwischen auch in Pulverform! Damit er ohne großen Aufwand jeden Tag getrunken werden kann. Man mixt einen EL davon - laut Williams Rezeptur - mit 1-2 Bananen, dem Saft einer Orange und frischem Koriander und gibt je nach erwünschter Konsistenz Wasser oder Kokoswasser hinzu.

Das Entgiftungsprotokoll nach William sieht z. B. so aus:

  1. Nach dem Aufstehen 470 ml Zitronen- oder Limettenwasser.
  2. Mindestens 15–30 Minuten warten.
  3. dann 470 ml Selleriesaft auf nüchternen Magen.
  4. Wieder mindestens 15–30 Minuten warten.
  5. Dann den Heavy Metal Detox Smoothie trinken.
  6. Wenn vor dem Mittagessen Hunger aufkommt, können Äpfel gegessen werden.

Fazit: Selleriesaft - Gesund und schmackhaft

Frisch gepresster Selleriesaft ist somit ein sehr gesundes Getränk. Er liefert Vitamine und zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe und kann daher eine gesunde Ernährung oder auch ein Entgiftungsprotokoll in jedem Fall bereichern.

Ob er jedoch tatsächlich wacher und leistungsfähiger macht und bei bestimmten Beschwerden hilft, lässt sich aufgrund der bislang begrenzten Studienlage zu Selleriesaft nicht sicher sagen. Wer jedoch zuvor wenig Gemüse und nicht so wirklich gesund gegessen hat, wird durch den Saft deutliche Veränderungen bemerken.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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