Zentrum der Gesundheit
  • Dörrpflaumensaft
2 min

Dörrpflaumen (Trockenpflaumen) schützen vor Darmkrebs

Natürlich gibt es keine Anti-Krebs-Ernährung, so predigt man uns ständig. Interessanterweise aber werden immer mehr Studien veröffentlicht, die zeigen, dass dieses und jenes Lebensmittel vor Krebs schützen kann. Dörrpflaumen - auch Trockenpflaumen genannt - gehören ebenfalls zu den Lebensmitteln mit krebshemmender Wirkung.

Aktualisiert: 08 Juli 2024

Kostenlosen Newsletter abonnieren

Mit Ihrer Anmeldung erlauben Sie die regelmässige Zusendung des Newsletters und akzeptieren die Bestimmungen zum Datenschutz.

Dörrpflaumen in der Anti-Krebs-Ernährung

Wie wichtig ein gesunder Darm und eine gesunde Darmflora für die Gesundheit und die Abwehrkraft sind, weiss man längst. Doch nicht immer weiss man, welche Lebensmittel die Verdauungsorgane nun besonders positiv beeinflussen. Fermentierte Lebensmittel (Sauerkraut, Brottrunk) und Probiotika wie z. B. Combi Flora gehören zweifelsohne dazu. Auch Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an löslichen Ballaststoffen (Obst, Lein- und Flohsamen und inulinhaltige Lebensmittel) sowie Lebensmittel mit hohen Chlorophyllgehalten (grüne Blattgemüse). Dörrpflaumen (also getrocknete Pflaumen, auch Trockenpflaumen genannt) unterstützen die Darmgesundheit ebenfalls sehr gut und passen daher wunderbar in die Anti-Krebs-Ernährung.

Trockenpflaumen schützen Darm und Darmflora

Wissenschaftler der Texas A&M University und der University of North Carolina haben jetzt (September 2015) herausgefunden, dass sich Dörrpflaumen äusserst günstig auf die Darmflora auswirken können. Dörrpflaumen – so die Forscher – fördern die Gesundheit jener Darmbakterien, die ihrerseits wieder den Darm schützen und das Darmkrebsrisiko reduzieren ( 1 ).

Gemäss der American Cancer Society ist Darmkrebs die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache in den USA. Allein im Jahr 2015 erwartet man in den Vereinigten Staaten 49.700 Todesfälle durch Darmkrebs. In Europa sieht es im Verhältnis ganz ähnlich aus.

Lenkung der Darmflora: Wichtige Therapiekomponente bei Krankheiten

Viele wissenschaftliche Studien haben bereits ergeben, dass die persönliche Ernährung sowohl den Stoffwechsel als auch die Zusammensetzung der Darmflora massgeblich beeinflusst, sagt Dr. Nancy Turner, Professor für Ernährungswissenschaften an der Texas A&M University, weshalb die Lenkung der Darmflorazusammensetzung auch immer häufiger zur Vorbeugung und Therapie von Krankheiten eingesetzt wird.

Störung der Darmflora fördert Krebs

Viele Milliarden Bakterien besiedeln unser Verdauungssystem – von der Mundhöhle bis zum Enddarm – und mehr als 400 einzelne Bakterienstämme sind bereits identifiziert. Störungen der Darmflora (Dysbakterie), so ist bekannt, führen zu Entzündungsprozessen der Darmschleimhaut. Immer wiederkehrende oder gar dauerhaft bestehende Entzündungsprozesse aber fördern die Entstehung von krebsartigen Veränderungen.

Trockenpflaumen schützen vor Krebs

"Unsere Untersuchungen zeigten eindeutig die antikanzerogenen Eigenschaften von Trockenpflaumen", erklärt Professor Turner. "Trockenpflaumen enthalten phenolische Verbindungen, die vielfältige Auswirkungen auf unsere Gesundheit haben. Besonders hervorzuheben ist deren antioxidatives Potential. Auf diese Weise neutralisieren sie jene freien Radikale, die andernfalls die DNA der Zellen schädigen und so deren Umwandlung in Krebszellen fördern würden."

Zusätzlich zeigte sich, dass Trockenpflaumen zu einer höheren Zahl nützlicher Darmbakterien im gesamten Darm führen und auf diese Weise das Darmkrebsrisiko senken.

Dörrpflaumen fördern gesunde Darmbakterien

Im Vergleich zu den Probanden, die keine Dörrpflaumen erhielten, wies die Darmflora der Dörrpflaumenkonsumenten höhere Zahlen an Bacteroidetes (nützliche Bakterien) und reduzierte Mengen der sog. Firmicutes (eher ungünstige Bakterien, die auch zu Übergewicht beitragen können) auf.

Auch zeigte sich, dass die Darmschleimhaut der Dörrpflaumengruppe sehr viel gesünder war. Die Gruppe, die keine Trockenpflaumen ass, wies dagegen bereits abnormale Veränderungen an der Darmschleimhaut auf. Diese Veränderungen gelten als die ersten wahrnehmbaren Vorstufen für Darmkrebs, erklärte die Forschergruppe.

Regelmässig Trockenpflaumen essen!

Professor Turner schloss ihre Ausführungen mit den Worten, dass Dörrpflaumen ganz offensichtlich vor Darmkrebs schützen können und man mit dieser Information eine einfache Methode zur Darmkrebsprävention zur Verfügung hätte: Einfach regelmässig Trockenpflaumen essen!

Ganz nebenbei versorgen Trockenpflaumen auch mit Ballaststoffen (sie bestehen zu 10 Prozent aus Ballaststoffen), viel Eisen, Vitamin B1 und Betacarotin.

Wie Sie Ihre Darmflora mit hochwertigen Probiotika in die gesunde Richtung lenken können, lesen Sie hier: Darmflora aufbauen

🌟 Bewerten Sie unsere Arbeit 🌟

Auf unserem Portal Zentrum der Gesundheit haben wir mittlerweile mehr als 2700 Artikel zu zahlreichen Themen rund um Gesundheit, Ernährung und Naturheilkunde veröffentlicht. Wenn Sie Zeit und Lust haben, freuen wir uns über Ihre Bewertung unseres Portals bei Trustpilot.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.