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  • Schwarze, grüne und rote Weintrauben

Weintrauben: Gesunde Superfrüchte

Die Weintraube ist eine sehr vielseitige Frucht. Vom Traubensaft und Wein bis hin zum Traubenkernöl und Rosinen können daraus allerlei Köstlichkeiten hergestellt werden. Neben dem Traubenkernextrakt hat auch die frische Weintraube einen heilsamen Charakter.

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09 September 2021

Weintrauben haben viel mehr zu bieten als Wein

Ob in der Mythologie, in Liedern, in Gedichten, auf Bildern, in der Religion oder in Volksweisheiten: Es gibt kein anderes Getränk, das derart oft thematisiert wurde und wird wie der Wein. Während der griechische Tragödiendichter Euripides meinte, dass der Reiz des Lebens stirbt, wo der Wein fehlt, rief Johann Wolfgang von Goethe aus: Es lebe die Freiheit! Es lebe der Wein!

Doch die Weinrebe hat bei weitem mehr zu bieten als alkoholische Getränke wie Wein oder Grappa. Denken wir an saftige Weintrauben, leckeren Traubensaft, köstliche Rosinen oder fruchtiges Traubenkernöl. Abgesehen von den kulinarischen Genüssen ist die Weinrebe – von den Weinbeeren, den Traubenkernen, bis hin zu den Blättern und Blüten – eine uralte Heilpflanze.

Die Weinrebe stammt aus Eurasien

Die Weinrebe (Vitis vinifera) stammt ursprünglich aus Eurasien. Heute ist der kletternde Strauch vordergründig im Mittelmeerraum, in Mitteleuropa, Südwestasien und in Südafrika wild anzutreffen. Eine Unterart der Weinrebe ist die sogenannte Edle Weinrebe. Sie wird in fast allen Ländern mit gemässigtem und subtropischem Klima zu den unterschiedlichsten Zwecken angebaut und gehört weltweit zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen.

Die frischen Weintrauben, die als Obst gegessen werden, bezeichnet man als Tafeltrauben. Getränke wie Traubensaft und Wein sowie der Traubenkernextrakt werden aus sog. Keltertrauben gewonnen. Die einzelnen Beeren der Weintraube heissen Weinbeeren

Wie die Edle Weinrebe nach Europa kam

Die Vorfahrin der Edlen Weinrebe ist die Wilde Weinrebe (Vitis vinifera subsp. sylvestris), die es Fossilienfunden zufolge bereits vor Millionen Jahren gegeben hat. Aus ihr wurde die Edle Weinrebe vor ungefähr 7.000 Jahren im Nahen Osten gezüchtet. Zu den ältesten Weinanbauländern zählen das heutige Georgien sowie der Irak. Von dort gelangten die Weinreben um 3.000 vor Christus nach Ägypten und später nach Griechenland und ins Römische Reich.

Die römischen Legionäre sind es schliesslich gewesen, die auf ihren Eroberungsfeldzügen durch ganz Europa dafür gesorgt haben, dass ihnen der Wein niemals ausging. Überall dort, wo das Klima günstig war, wurde die Edle Weinrebe angebaut. Und so fand die begehrte Pflanze ihren Weg in all die heute noch bekannten Weinbaugebiete wie etwa in die Wachau in Österreich und ins deutsche Rheintal.

Der Nährwertgehalt der Weintraube

So wie quasi jedes andere Obst enthält auch die Weintraube kaum Fett, wenig Eiweiss und viel Wasser. Reich bestückt ist die Traube mit Kohlenhydraten, wobei der Zuckergehalt relativ hoch ausfällt. Je mehr Kerne die Weinbeeren enthalten, desto höher fällt der Ballaststoffgehalt aus. In unserer Nährstoff-Tabelle finden Sie die Nährwerte pro 100 g frischen Weintrauben (1):

  1. 81,3 g Wasser
  2. 0,3 g Fett
  3. 0,7 g Eiweiss
  4. 15,6 g Kohlenhydrate (davon 15,4 g Zucker: 7,3 g Glucose und 7,6 g Fructose)
  5. 0,8 bis 2 g Ballaststoffe

Die Kalorien in der Weintraube

Der Kaloriengehalt von 100 g frischen Weintrauben ist mit 71 kcal im Vergleich zu anderem Obst relativ hoch. So liegt dieser Wert z. B. bei derselben Menge Äpfeln bei 52 kcal und bei Erdbeeren sind es nur 32 kcal. Und doch eignen sich Weintrauben so wie jedes Obst wunderbar als Snack für zwischendurch oder Dessert. Ganz anders verhält es sich mit Kalorienbomben wie Kartoffelchips, in welchen sich pro 100 g etwa 535 kcal verbergen.

Verarbeitete Weintrauben sind jedoch ganz anders zu bewerten als die frische Variante. So schlagen 100 g Rosinen mit 66 g Zucker und 298 kcal zu Buche. Mit Mass und Ziel kann man die leckeren getrockneten Weinbeeren aber reuelos geniessen. Auch Traubenfruchtsaft ist nicht ohne. Zwar weist dieser gleich viele Kalorien auf wie die Frucht, aber 100 ml Saft erscheinen einem im Vergleich zu 100 g Weintrauben doch als ziemlich wenig. Da Traubensaft viel fruchteigenen Zucker enthält, sollte er nicht pur getrunken, sondern am besten mit Wasser verdünnt werden.

Die Glykämische Last von Weintrauben

Weintrauben weisen einen Glykämischen Index (GI) von 45 auf, Werte bis 55 gelten als niedrig. Die GI sagt aus, wie ein kohlenhydrathaltiges Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel wirkt. Je höher der GI, desto mehr steigt der Blutzuckerspiegel nach dem Essen an. Der GI bezieht sich immer auf 100 g Kohlenhydrate des jeweiligen Lebensmittels – ganz gleich, wie hoch der Kohlenhydratgehalt pro 100 g Lebensmittel auch ist. Daher sollte man besser auf die Werte der Glykämischen Last (GL) achten.

Die Glykämische Last (GL) bezieht sich auf die pro Portion enthaltene Menge an Kohlenhydraten. 100 Gramm frische Weinbeeren haben eine geringe GL von 7,2 (Werte bis 10 gelten als niedrig). (40) Lebensmittel mit einem niedrigen Wert versorgen langfristig mit Energie, ohne Heisshunger zu erzeugen.

Weintrauben bei Fructoseintoleranz

In 100 g Weintrauben sind 15,4 g Zucker enthalten, davon 7,3 g Glucose und 7,6 g Fructose. Das Verhältnis von Fructose zu Glucose liegt zwar bei 1, was Lebensmittel bei einer Fructoseintoleranz tendenziell verträglicher macht. Doch ist der Fructosegehalt letztendlich so hoch, dass Weintrauben für Betroffene leider meist keine gute Wahl sind. Die Früchte werden in der Regel weder in der Karenzphase noch im Rahmen der Dauerernährung vertragen. (8) Hier erfahren Sie mehr über die Fructoseintoleranz.

Weintrauben bei Histaminintoleranz

Rotwein ist bei Histaminintoleranz absolut nicht empfehlenswert, dies gilt aber nicht für frische Weintrauben. Denn das Histamin im Rotwein stammt nicht aus der Weintraube, sondern entsteht bei den Gärprozessen während der Weinherstellung. Der biologische Säureabbau ist es, der die Bildung von Histamin anregt. Rotweine enthalten aufgrund der Maischegärung und dem verstärkten Säureabbau mehr Histamin als Weissweine. Frische Weintrauben sind hingegen sehr arm an Histamin, was sowohl für rote als auch für weisse Weintrauben gilt.

Die Vitamine und Mineralstoffe der Weintraube

Unserer PDF-Tabelle können Sie alle Vitamine und Mineralstoffe pro 100 g frischen Weintrauben entnehmen (1): Die Vitamine und Mineralstoffe der Weintraube

Die wichtigsten sekundären Pflanzenstoffe der Weintraube

Die Weintraube enthält zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken können. Insgesamt wurden in Weintrauben bislang rund 1.600 Inhaltsstoffe identifiziert. Zu den wichtigsten sekundären Pflanzenstoffe der Traube gehören die folgenden:

  1. Oligomere Proanthocyanidine (OPC) stecken insbesondere in roten und blauen Weintrauben, kaum in weissen Sorten. Sie sind vordergründig in den Traubenkernen, aber auch in der Schale und im Weinlaub enthalten. OPC weisen antioxidative, antimikrobielle und antidiabetische Eigenschaften auf. Sie sollen die Augen und das Gehirn schützen sowie Erkrankungen wie Arthrose, Krebs und Herzleiden vorbeugen. (21, 31)
  2. Flavan-3-ole (z. B. Catechin) zählen zu den Gerbstoffen und zu den wichtigsten sekundären Pflanzenstoffen in weissen Traubensorten, die mit OPC nicht derart gut bestückt sind wie rote bzw. blaue Sorten. Flavan-3-ole stecken insbesondere in der Schale der Beeren. Sie haben einen antioxidativen Effekt und wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus. (19) Ausserdem senken sie den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck. (20)
  3. Flavonoide: Quercetin ist das wichtigste Flavonoid in roten und blauen Weintrauben. Dazu gesellen sich Syringetin, Myricetin und Kaempferol. Den Anthocyanen verdanken blaue und rote Weinbeeren ihre schöne Farbe. Die Flavonoide sind vordergründig in der Haut der Beeren enthalten. Insgesamt betrachtet, wirken sie gegen freie Radikale, Entzündungen, pathogene Bakterien und Viren. Sie stärken das Immunsystem und können vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Magen-Darm-Beschwerden und Krebs schützen. (5, 10, 22)
  4. Resveratrol findet sich hauptsächlich in den Schalen und auch in den Samen der Weinbeeren. Frische Traubenschalen enthalten etwa 50 bis 100 µg Resveratrol pro Gramm. Studien zufolge hat dieser Stoff antioxidative, antidiabetische und antientzündliche Eigenschaften und soll Leiden wie Arteriosklerose, Herzkrankheiten und Arthritis entgegenwirken. (24) Weiterführende Infos über Resveratrol finden Sie unter dem vorangegangenen Link.

Die Weinrebe ist eine uralte Heilpflanze

Schon in der Antike lobten Philosophen und Heilkundige die Heilkräfte von frischen Weintrauben. Die Anwendungen waren überaus vielfältig. So dienten unreife Weintrauben bei der Behandlung von Halsschmerzen. Rosinen wurden bei Tuberkulose, Verstopfung und Durst verabreicht. Reife Weintrauben kamen hingegen gegen Krebs, Cholera, Pocken, Übelkeit, Haut- und Augeninfektionen sowie Nieren- und Lebererkrankungen zum Einsatz.

Mit dem Saft von Weinreben wurde versucht, Haut- und Augenkrankheiten zu heilen. Die Blätter wurden verwendet, um Hämorrhoiden zu behandeln, und aus den Blüten wurde Tee hergestellt, um die Nerven zu stärken. In der traditionellen Medizin Indiens kamen Weintrauben bei Husten, Katarrhen der Atemwege, Leber- und Milzvergrösserung, Appetitlosigkeit sowie als Stärkungsmittel zur Anwendung.

Frische reife Weinbeeren gelten auch heute noch in der Volksheilkunde als blutbildend, stärkend und blutreinigend. Sie werden u. a. bei Arteriosklerose, Fettleibigkeit, Leberleiden, Verstopfung und in der Rekonvaleszenz eingesetzt. Unreife Weinbeeren werden hingegen bei Kopf- und Magenschmerzen verwendet.

Ihren guten Ruf als Heilpflanze hat die Weinrebe also bis heute nicht verloren und wird in der Volksheilkunde nach wie vor gern eingesetzt. Mittlerweile gibt es auch einige wissenschaftliche Studien, welche traditionelle Anwendungen untermauern.

Frische Weintrauben besser als einzelne Pflanzenstoffe

Seit im Laufe des 20. Jahrhunderts immer mehr Inhaltsstoffe der Weintraube wie z. B. Resveratrol identifiziert und im Rahmen von wissenschaftlichen Studien als gesundheitsförderlich eingestuft wurden, geriet die frische Weintraube als Heilmittel aber mehr und mehr in Vergessenheit, da man lieber zu den isolierten hochkonzentrierten Pflanzenstoffen in Kapselform greift. Inzwischen besinnen sich aber immer mehr Forscher wieder auf das Vollwertkonzept in der Medizin. Sie vertreten die Auffassung, dass das Ganze grösser sein kann als die einfache Summe seiner Teile.

So haben US-Forscher beispielsweise im Jahr 2015 untersucht, ob frische Weintrauben im Vergleich zu einzelnen Wirkstoffen Vorteile bieten. Sie stellten fest, dass das regelmässige Essen von Lebensmitteln, die reich an sekundären Pflanzenstoffen sind, Alterungsprozessen entgegenwirken, mit einem verringerten Risiko für chronische Erkrankungen wie Herzleiden, Krebs und Stoffwechselerkrankungen einhergehen und ein besserer Ansatz für die Krankheitsvorbeugung sind.

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Dies wird darauf zurückgeführt, dass sich Stoffe in Lebensmitteln gegenseitig beeinflussen, wodurch eine bessere präventive Wirkung erzielt werden kann als durch isolierte Wirkstoffe. So erhöht z. B. das Quercetin in Weintrauben die Bioverfügbarkeit von Resveratrol. (7)

Frische Weintrauben als Heilmittel

Inzwischen konnte vielfach aufgezeigt werden, dass in Weintrauben auch bei der Behandlung von Krankheiten ein grosses Potenzial steckt. Humanstudien haben u. a. gezeigt, dass die Früchte gegen freie Radikale wirken, Entzündungen lindern, das Herz stärken sowie den Cholesterinspiegel, den Blutzuckerspiegel und den Blutdruck senken. (7, 10, 20)

In Studien kommen in der Regel allerdings keine frischen Weintrauben zum Einsatz, sondern hochwertiges Traubenpulver. Hierbei handelt es sich nicht um einen Extrakt, der nur bestimmte Inhaltsstoffe enthält. Denn Traubenpulver wird gewonnen, indem frische Weintrauben gefriergetrocknet und gemahlen werden. Es enthält in Folge alle Inhaltsstoffe der frischen Traube. Die empfohlene Tagesdosis liegt zwischen 46 und maximal 115 g Traubenpulver. Dies entspricht zwischen 250 und 630 g frischen Beeren. (32)

Wissenschaftlern bietet der Einsatz von Traubenpulver den Vorteil einer exakten Dosierung aller Wirkstoffe. Dies ist bei frischen Weintrauben nicht gegeben, da der Gehalt der Inhaltsstoffe je nach Traubensorte und sogar einzelnen Weinbeeren sehr variieren kann und dadurch das Studienergebnis verfälscht werden würde. (14) Im Rahmen einer Traubenkur können aber sehr wohl die frischen Früchte genossen werden.

Traubenkur: Quacksalberei oder Regeneration?

Schon in der Antike wurden Traubenkuren durchgeführt. Im Laufe der Zeit wurden immer neue Varianten entwickelt. Richtig populär wurde diese Kur-Art durch Johanna Brandt, einer südafrikanischen Autorin von Gesundheitsbüchern, die angab, dadurch von Magenkrebs geheilt worden zu sein. Sie wurde als Quacksalberin abgetan, da es keinerlei Beweise dafür gab, dass durch eine Traubenkur Krebs oder andere Krankheiten geheilt werden können.

Dass allein durch eine Traubenkur der Krebs besiegt werden kann, ist nicht unwahrscheinlich, doch liegen dazu keine weiteren Belege vor. Sehr wohl kann eine solche Kur aber dazu beitragen, Erkrankungen vorzubeugen oder die Gesundwerdung zu unterstützen.

Die sogenannte Meraner Traubenkur wurde schon von Sissi, der Kaiserin von Österreich, sehr geschätzt. Regelmässig suchte sie die Kurstadt Meran auf, um neue Kraft zu tanken. Die tägliche Traubenzufuhr liegt bei dieser Kurvariante bei 300 g bis 1 kg Weintrauben. Diese werden auf zwei Mahlzeiten verteilt: eine morgens auf nüchternem Magen (es kann auch frischgepresster Traubensaft verwendet werden) und eine weitere vor einem leichten Abendessen. Nach dem Verzehr wird ein Spaziergang empfohlen. (33) Man isst bei einer Traubenkur also nicht nur Weintrauben, sondern auch noch andere Lebensmittel.

Der Wein und das Französische Paradox

Ende des 20. Jahrhunderts gewann das sogenannte Französische Paradox an Popularität. Es beruht auf der Feststellung, dass Franzosen trotz hohem Alkohol- und Fettkonsum im Schnitt länger lebten als Menschen anderer Nationen. Da Franzosen viel mehr Wein tranken als z. B. Amerikaner, wurde angenommen, dass dieser die Langlebigkeit fördert. Vordergründig wurden Resveratrol sowie OPC im Wein dafür verantwortlich gemacht.

Es folgten unzählige Weinstudien, die allesamt nachweisen sollten, dass Wein trotz des enthaltenen Alkohols gesundheitsförderlich sei. Inzwischen wurde diese These relativiert. Denn es wurde nachgewiesen, dass die Häufigkeit von Herzerkrankungen in Frankreich statistisch falsch erfasst wurde. Ein höherer Konsum von gesättigten Fetten und Cholesterin ist demnach auch in Frankreich mit einem höheren Risiko von Herzerkrankungen verbunden. (34)

Darüber hinaus ist der regelmässige Konsum von alkoholischen Getränken eher nicht zu empfehlen, worüber wir hier bereits für Sie berichtet haben. Laut einer US-Studie hat die Auswertung der Daten von fast 15 Millionen Patienten gezeigt, dass der Alkohol gerade Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt, Herzschwäche und Vorhofflimmern begünstigt. (35)

Wein vs. Traubensaft vs. Weinbeeren

Studien zufolge gibt es ein weitaus besseres Getränk als Wein, um die gesundheitsfördernden Inhaltsstoffe der Weintrauben aufzunehmen: den Traubensaft. (6) Denn dieser enthält ebenfalls all die wertvollen Inhaltsstoffe der Weinbeeren, aber nur sehr wenig Alkohol: In der EU liegt dessen Höchstgrenze bei 3 g pro l.

Analysen zufolge ist Traubensaft eine gleich gute Quelle für sekundäre Pflanzenstoffe und kann diesbezüglich hervorragend mit dem Wein mithalten. So wie die Weintrauben selbst birgt auch der Traubensaft gesundheitliche Vorteile. An einer Studie nahmen 12 ältere Probanden mit leichten kognitiven Beeinträchtigungen teil. 16 Wochen lang bekamen 7 von ihnen – abhängig von ihrem Körpergewicht – täglich zwischen 444 und 621 ml roten Traubensaft. 5 bekamen ein Placebo.

Die Forscher stellten fest, dass die Probanden in der Traubensaft-Gruppe Gedächtnisaufgaben nach Beendigung der Kur besser lösen konnten. Mittels Magnetresonanztomographie konnte sogar eine Gehirnaktivierung festgestellt werden. Diese Ergebnisse legen nahe, dass Traubensaft einen leichten Gedächtnisverlust verbessern kann. (39)

Laut einer placebokontrollierten Studie an der Northumbria University kann Traubensaft auch jungen Menschen helfen. Die Gabe von 230 ml rotem Traubensaft führte dazu, dass die Konzentration gesteigert und die Stimmung verbessert wurde. (11)

Allerdings ist es gesünder, Weintrauben zu essen, als den daraus gewonnenen Saft zu trinken. Denn bei der Herstellung bzw. Pasteurisierung wird der Traubensaft auf bis zu 85 Grad Celsius erhitzt, worunter empfindliche sekundäre Pflanzenstoffe wie die OPC leiden. (36) Resveratrol wird durch die Pasteurisierung sogar gänzlich zerstört. (38) Ein weiterer Vorteil der Weinbeeren ist, dass sie mehr Ballaststoffe enthalten als der Traubensaft.

Frische Weintrauben senken das Diabetes-Risiko

Laut Forschern von der Harvard School of Public Health passiert der Traubensaft das Verdauungssystem schneller als die frischen Früchte, da er kaum Ballaststoffe enthält und viel schneller getrunken ist, als man Weintrauben essen kann. Aus diesem Grund steigt der Blutzucker schneller an, wodurch das Risiko für Diabetes Typ 2 steigt. Bei der Studie wurden die Daten von mehr als 187.000 Probanden analysiert.

Jene Studienteilnehmer, die wöchentlich mindestens zwei Portionen Früchte – insbesondere Heidelbeeren, Weintrauben und Äpfel – assen, reduzierten ihr Diabetes-Risiko um 23 Prozent im Vergleich zu denjenigen, die weniger als eine Portion Obst pro Monat zu sich nahmen. Bei den Teilnehmern, die ein oder mehrere Gläser Fruchtsaft pro Tag tranken, stieg das Risiko hingegen um 21 Prozent an. (37) Erfahren Sie hier mehr darüber, warum Früchte vor Diabetes schützen.

Traubenkernöl: Lecker und gesund

Traubenkerne sind angefüllt mit sekundären Pflanzenstoffen wie OPC, Resveratrol und Catechin sowie mit Vitamin E. Doch um von den gesunden Inhaltsstoffen profitieren zu können, müssen die Traubenkerne gekaut werden. Denn werden sie im Ganzen hinuntergeschluckt, werden sie unverdaut wieder ausgeschieden. Doch können die Stoffe in den Kernen auch wunderbar mit Traubenkernöl aufgenommen werden.

Traubenkernöl wird durch Heiss- oder Kaltpressung aus den Kernen gewonnen. Rund 40 kg Kerne von 2 t Weintrauben sind vonnöten, um 1 l Traubenkernöl zu gewinnen. Das hellgelbe heissgepresste Traubenkernöl eignet sich gut zum Braten von Lebensmitteln, da es bis zu 200 °C erhitzt werden kann. Das hellgrün schillernde und nussig schmeckende kaltgepresste Traubenkernöl ist hingegen wertvoller für die Gesundheit, da die sekundären Pflanzenstoffe bei der schonenden Herstellung intakt bleiben. Es sollte deshalb nicht erhitzt werden und ist ideal, um kalte Speisen wie Salate zu verfeinern.

Das kaltgepresste Traubenkernöl bietet viele gesundheitliche Vorteile, wofür neben den sekundären Pflanzenstoffen die darin enthaltenen mehrfach ungesättigten Fette verantwortlich sind. Diese wirken sich positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, da sie das "schlechte" LDL-Cholesterin senken und das "gute" HDL-Cholesterin fördern. Eine 8-wöchige Studie hat gezeigt, dass Traubenkernöl bei übergewichtigen Frauen Entzündungen lindern und die Insulinresistenz verbessern kann. (28)

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Traubenkernöl gegen Wasseransammlungen

Auch äusserlich wird Traubenkernöl in der traditionellen Medizin gern angewandt. So etwa bei schwangerschaftsbedingten Wassereinlagerungen. Ausschlaggebend dafür ist das zunehmende Gewicht und dass vermehrt Flüssigkeit aus den Gefässen in das umliegende Gewebe übertritt. Im Jahr 2020 hat eine einjährige Studie mit insgesamt rund 200 Probandinnen untermauert, dass Fussmassagen mit Traubenkernöl die Wasseransammlungen deutlich lindern. Wenden Sie sich diesbezüglich am besten an Ihre Hebamme oder an eine erfahrene Masseurin. (29)

Traubenkernöl für die Haut

Auf die Haut hat das Traubenkernöl ebenfalls einen positiven Einfluss. Es wird nicht grundlos zahlreichen Hautpflegeprodukten zugefügt. Rund 75 Prozent der Fette im Traubenkernöl macht die entzündungshemmende Linolsäure aus. Sie wirkt Hautreizungen und einer chronischen Lichtschädigung der Haut entgegen und entschleunigt die Hautalterung.

Traubenkernöl bietet bei der äusserlichen Anwendung den Vorteil, dass es schnell einzieht, nicht nachfettet und die Poren nicht verstopft. Sowohl trockene als auch empfindliche und unreine Haut kann davon profitieren. Für die tägliche Pflege kann einfach etwas Traubenkernöl unter die Gesichtscreme gemischt werden.

Ein pflegendes Peeling kann hergestellt werden, indem 2 bis 3 Esslöffel Traubenkernöl in einem Mörser mit grobem Salz zu einer Paste verarbeitet werden. Das Peeling wird 2 bis 3 Minuten in kreisenden Bewegungen auf das Gesicht aufgetragen und dann mit lauwarmem Wasser abgewaschen.

Auch mit einer Gesichtsmaske können Sie Ihrer Haut Gutes tun. Vermischen Sie einfach 1 Esslöffel Traubenkernöl mit 1 Esslöffel Joghurt und 1 Esslöffel Honig. Tragen Sie die Maske auf und lassen Sie sie 15 Minuten einwirken. Anschliessend waschen Sie Ihr Gesicht mit lauwarmem Wasser ab.

Traubenkernextrakt gegen freie Radikale

Traubenkernextrakt wird durch Extraktion mit z. B. Wasser oder Ethanol aus Traubenkernen gewonnen. Er bietet den Vorteil, dass der Gehalt an OPC besonders hoch ist. Mit Traubenkernextrakt können Krankheiten laut Forschern von der University of Wisconsin gezielter behandelt werden als mit frischen Weintrauben. (7)

Traubenkernextrakt ist für seine starke antioxidative Wirkung bekannt. Studien haben gezeigt, dass die antioxidative Kraft von OPC 20-mal höher ist als die von Vitamin E und 50-mal höher als die von Vitamin C. Indem freie Radikale reduziert werden, wird der Körper vor Krankheiten und Verfall geschützt. (42)

Studien zufolge kann Traubenkernextrakt das Sehvermögen verbessern, die Flexibilität in Gelenken erhöhen, das Herz stärken und die Durchblutung fördern. Im Jahr 2016 haben Wissenschaftler 16 klinische Studien mit insgesamt 810 Probanden analysiert und stellten dabei fest, dass mit Traubenkernextrakt der Blutdruck gesenkt werden kann. (13, 30) Überdies wirkt Traubenkernextrakt der Hautalterung entgegen, indem die Elastizität und Flexibilität der Haut gefördert werden. (23)

Es kann nicht pauschal angegeben werden, wie viel Traubenkernextrakt eingenommen werden soll, da dies vom Extrakt und von den zu behandelnden Leiden abhängt. In Studien kommen täglich zwischen 100 und 300 mg Extrakt zur Anwendung. Wichtig ist jedoch nicht die Extraktmenge, sondern der OPC-Gehalt des Extrakts. Eine Dosis von 200 mg OPC pro Tag gilt als empfehlenswert. (41) Hier finden Sie detaillierte Infos zu Traubenkernextrakt und OPC.

Der Anbau von Weintrauben

Es gibt rund 16.000 Rebsorten. Die Weinbeeren können eine kugelige bis ovale Form haben und grün, gelb, rot, blau oder violett gefärbt sein. Der Durchmesser reicht von 6 bis 20 Millimetern. Nach den Orangen stellen Weintrauben die zweitwichtigste Obstsorte auf dem Weltmarkt dar.

Im Jahr 2019 wurden weltweit rund 77 Millionen Tonnen Weintrauben geerntet. Der grösste Produzent ist mit 14 Millionen Tonnen eindeutig China. Zu den wichtigsten Anbauländern Europas gehören Italien, Spanien und Frankreich. Deutschland rangierte mit über 1 Million Tonnen auf Rang 16. In Österreich werden jährlich rund 310.000 Tonnen und in der Schweiz 124.000 Tonnen Weintrauben geerntet.

Aber nur rund 10 Prozent von den weltweit angebauten Weintrauben werden als Tafeltrauben vermarktet. 5 Prozent werden zu Rosinen verarbeitet. Das bedeutet, dass es sich bei 85 Prozent um Keltertrauben handelt, woraus Getränke wie Traubensaft, Wein oder Sekt sowie Weinessig hergestellt werden.

Wann Weintrauben Saison haben

Der grösste Abnehmer von Tafeltrauben ist Deutschland. Aus den südeuropäischen Ländern beginnen die Lieferungen Mitte Juni und reichen bis in den Januar hinein. Die Hauptsaison findet im September und Oktober statt. Italien ist der Hauptlieferant. Damit das ganze Jahr über Weintrauben angeboten werden können, werden sie aus fernen Ländern importiert. Tafeltrauben aus Südafrika, Chile und anderen Drittstaaten decken den Bedarf von November bis Juli.

Was Tafeltrauben und Keltertrauben unterscheidet

Tafeltrauben werden im Unterschied zu den Keltertrauben nicht zur Herstellung von Getränken oder auch Essig verwendet, sondern roh als Obst gegessen. An Tafeltrauben und Keltertrauben werden unterschiedliche Anforderungen gestellt.

So sollen die Weinbeeren von Tafeltrauben locker angeordnet sein, sodass mehr Sonnenlicht zu den einzelnen Beeren gelangt. Dies wirkt sich positiv auf die Reifung aus und die Beeren trocknen nach einem Niederschlag schneller, was die Gefahr von Pilzkrankheiten reduziert. Ausserdem sollen die Beeren gross, saftreich, zartschalig sowie arm an Kernen oder gar ganz frei von Kernen sein.

Bei Keltertrauben kommt es hingegen darauf an, dass aus ihnen ein guter Wein oder auch Traubensaft hergestellt werden kann. Sie sind in der Regel dichtbeerig, kernreich, kleinbeerig, dickhäutig und weisen einen höheren Säuregehalt und einen geringeren Gerbstoffgehalt auf als Tafeltrauben. Es gibt Keltertrauben, die ausgezeichnet schmecken, oft ist der Säuregehalt aber zu hoch. Tafeltrauben eignen sich hingegen normalerweise überhaupt nicht zur Weinherstellung.

Im August 2000 fand eine Reform der EU-Weinmarktordnung statt. Seitdem gilt für Tafeltrauben nicht mehr das Weinrecht. Das bedeutet, dass Tafeltrauben wie jedes andere Obst von jedermann angebaut werden dürfen. Keltersorten dürfen hingegen nur auf einer Fläche von maximal 100 m² gepflanzt werden, wenn der Anbau ausserhalb von Weinbergen und ohne Pflanzrecht stattfindet.

Kernlose Weintrauben sind keine moderne Erfindung

Kernlose Weintrauben entstehen durch die sogenannte Jungfernfrüchtigkeit. Die Fruchtentwicklung erfolgt ohne vorherige Befruchtung und Samenbildung. Hierbei handelt es sich aber keineswegs um das Ergebnis moderner Zuchtverfahren. Denn es hat schon immer Reben gegeben, die samenlose Weintrauben hervorgebracht haben. Entstanden sind sie durch natürliche Mutationen in Erbanlagen, die für die Samenentwicklung verantwortlich sind.

Schon früh haben Menschen Reben mit samenlosen Weintrauben gezielt weitervermehrt. Die kernlosen Weintrauben wurden etwa verwendet, um Rosinen und Sultaninen zu gewinnen. Die Vermehrung von samenlosen Weinpflanzen erfolgt bis heute durch Stecklinge. Hierbei werden Pflanzenteile abgeschnitten, bewurzelt und dann gepflanzt. Dadurch können genetisch identische Klone einer Ursprungspflanze erzeugt werden.

Laut Forschern von der Geisenheim University sind Weintrauben ohne Samen aber eigentlich gar nicht kernlos. Denn in den Weintrauben befinden sich Kernanlagen, die allerdings derart winzig sind, dass man sie beim Essen gar nicht wahrnimmt. Auf normalem Wege können sich aus diesen Winzlingen keine Keimlinge entwickeln. Werden die Kernanlagen aber aus den Weintrauben genommen, können sie im Labor auf Nährmedium kultiviert werden. Bei diesen Pflänzchen handelt es sich nicht um Klone, sie enthalten die Eigenschaften beider Elternteile. (25)

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Tafeltrauben sind stark mit Pestiziden belastet

Weintrauben gehören in konventionellen Betrieben zu denjenigen Früchten, die mit am häufigsten gespritzt werden. Gleichzeitig nehmen sie im Vergleich zu manch anderem Obst deutlich grössere Mengen der Spritzgifte durch ihre Haut auf. Dies untermauern auch Analysen, die vom Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart alljährlich durchgeführt werden. (4)

Im Jahr 2019 wurden insgesamt 753 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau untersucht. 95 Prozent davon wiesen Rückstände von insgesamt 190 verschiedenen Pestizid-Wirkstoffen auf. Das Beerenobst, wozu die Tafeltraube gezählt wird, schnitt besonders schlecht ab. Untersucht wurden 82 Trauben-Proben, wovon 81 Rückstände enthielten, 80 davon Mehrfachrückstände.

Bei 3 Proben lagen die Pestizidrückstände sogar über dem gesetzlich zugelassenen Höchstgehalt. Hierbei handelte es sich um:

  1. Abamectin: Dieses Insektizid kontaminiert aquatische Ökosysteme (Teiche, Flüsse, Seen) und wirkt auf das Zooplankton selbst bei geringer Konzentration hochtoxisch. (15)
  2. Cetrimoniumchlorid: Diese chemische Verbindung ist oft Bestandteil von Shampoos, Haarspülungen sowie Haushaltsreinigern. Im EU-Raum ist der Stoff in Lebensmitteln und Pflanzenschutzmitteln verboten: Dennoch konnte der Stoff u. a. in Tafeltrauben und Avocados nachgewiesen werden. Neben der direkten Verwendung in Pestiziden (in Nicht-EU-Ländern) kann die Substanz bei Verwendung als Desinfektionsmittel durch kontaminierte Oberflächen oder Verpackungsmaterialien zur Ware wandern. Cetrimoniumchlorid in Pflegeprodukten kann zu Allergien sowie zu Schädigungen der Haut und Augen führen. Gelangt der Stoff in Gewässer, wird er sehr langsam abgebaut und wirkt auf Wasserorganismen extrem toxisch. Studien zufolge können bei Embryos von Säugetieren Fehlbildungen hervorrufen werden. (16, 17)
  3. Nikotin: Wurde früher oft als Insektizid eingesetzt, ist in der EU aber seit 2009 verboten. Man findet Nikotinpestizide allerdings noch immer in Lebensmitteln, die aus Ländern stammen, wo diese noch erlaubt sind. Nikotin schadet nicht nur Blattläusen, sondern auch nützlichen Insekten wie Honigbienen und Hummeln sowie anderen Wildtieren. (18)

Der Kauf von Weintrauben

Bei Weintrauben gilt wie bei jedem Lebensmittel: Je frischer, desto besser! Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Beeren unbeschädigt sind. Sie sollten knackig und nicht verschrumpelt aussehen. Die Stilansätze und der Strunk sollten noch grün und frisch sein. Bei einer längeren Lagerung werden die Stängel braun und holzig, am Stielansatz der Beeren bildet sich leicht Schimmel.

Befindet sich auf Weinbeeren ein weisser Schleier, ist dies ein Frische-Merkmal. Dieser sogenannte Duftfilm schützt die Früchte vor Austrocknung. Waschen Sie die Weintrauben erst kurz vor dem Genuss gründlich. Tun Sie dies vorher, wird der Duftfilm zerstört und es setzt sich schneller Schimmel an.

Weintrauben reifen nicht nach

Weintrauben zählen wie z. B. Erdbeeren und Himbeeren zu den nichtklimakterischen Früchten. Das bedeutet, dass sie nach der Ernte nicht nachreifen. Kaufen Sie also nur vollreife Weintrauben.

So lagern Sie Weintrauben richtig

Wenn Sie nach dem Einkauf feststellen, dass sich an den Stielansätzen einzelnen Weintrauben Schimmel befindet, sollten Sie diese gleich entfernen. Bei Zimmertemperatur im Obstkorb sind Weintrauben für 4 bis 5 Tage haltbar.

Wenn Sie mehr Weintrauben gekauft, geerntet oder geschenkt bekommen haben, als Sie in dieser Zeit verspeisen können, sollten Sie die Früchte ungewaschen in eine Frischhaltetüte oder eine Tupperdose füllen und ins Gemüsefach des Kühlschranks geben. Bei 4 bis 5 Grad Celsius können die Weintrauben für bis zu 2 Wochen aufbewahrt werden.

Bedenken Sie dabei aber, dass die Weintrauben durch die kühle Lagerung ihr Aroma einbüssen. Am besten ist es, wenn Sie die Früchte 20 Minuten vor dem Verzehr aus dem Kühlschrank nehmen, um sie zu waschen und auf Zimmertemperatur zu bringen. (26)

Weintrauben einfrieren

Wenn Sie Weintrauben einfrieren, können Sie die Haltbarkeit auf bis zu 6 Monate verlängern. Weintrauben bieten im Gegensatz zu vielen anderen Früchten den Vorteil, dass sie nach dem Auftauen nicht matschig werden. Dies gilt aber nur dann, wenn Sie kernlose grüne Weintrauben einfrieren.

Die Konsistenz von eingefrorenen Weinbeeren mit Kernen und allen blauen Sorten lässt hingegen zu wünschen übrig. Sie eignen sich dennoch wunderbar, um Kompotte, Marmeladen oder Sirupe herzustellen oder Kuchen zu belegen.

Gehen Sie beim Einfrieren einfach wie folgt vor:

  1. Legen Sie die Weintrauben in ein Sieb und reinigen Sie sie unter fliessendem, lauwarmem Wasser.
  2. Tupfen Sie die Weintrauben mit einem Tuch oder Küchenpapier trocken.
  3. Lösen Sie die Beeren vorsichtig von den Stielen, geben Sie sie in einen Gefrierbeutel oder in ein Gefriergefäss und frieren Sie sie ein. Vergessen Sie das Beschriften (Datum) nicht.

Tipp: Wenn Sie nicht möchten, dass die Beeren aneinander festfrieren, können Sie sie auf einen Teller oder ein Tablett geben und für 5 bis 6 Stunden im Gefrierfach vorfrosten. Anschliessend werden sie verpackt und eingefroren.

Sind Rosinen, Sultaninen und Korinthen dasselbe?

Rosine ist nicht gleich Rosine. Denn die getrockneten Weinbeeren können sich in puncto Aussehen und Geschmack je nach Rebsorte, Herkunft und Art der Trocknung sehr voneinander unterscheiden. Der Begriff Rosine wird sowohl für Trockenfrüchte einer bestimmten Sorte als auch als Oberbegriff für alle getrockneten Weinbeeren verwendet.

Zu den wichtigsten Rosinenarten zählen:

  1. Smyrna-Rosinen haben eine dunkle Farbe und weiche Kerne.
  2. Sultaninen sind relativ gross und fleischig, goldgelb bis rötlich-braun gefärbt und haben eine rundliche bis ovale Form. Sie werden aus der kernlosen Sultana-Traube hergestellt und zeichnen sich durch ihren honigsüssen, kräftigen Geschmack aus.
  3. Korinthen werden aus der Rebsorte Korinthiaki gewonnen. Sie sind klein, meist kernlos, rötlich-blau oder schwarz-violett und haben einen süss-säuerlichen Geschmack. Korinthen werden in der Regel nicht geschwefelt. Den Grund dafür konnten wir nicht herausfinden.

Rosinen sind – wie die Weintrauben auch – häufig mit Pestiziden belastet. (27) Darüber hinaus werden sie meist geschwefelt, um die Haltbarkeit zu verlängern (Höchstgehalt: 1.000 mg/kg). Schwefel ist aber nicht für jeden verträglich und kann Kopfschmerzen, Übelkeit sowie Asthmaanfälle auslösen. Aus diesem Grund sollten Sie auf ungeschwefelte Bio-Produkte setzen oder Bio-Weintrauben zuhause trocknen.

Rosinen aus dem Backofen

Es sind ungefähr 4 bis 5 kg Weintrauben vonnöten, um 1 kg Rosinen zu gewinnen. Wenn Sie kein Dörrgerät haben, können Sie die Weinbeeren auch im Backofen trocknen. Durch Wärme wird den Beeren das Wasser bis auf eine akzeptable Restfeuchte von 20 bis 30 Prozent entzogen.

Gehen Sie dabei wie folgt vor:

  1. Reinigen Sie die unbeschädigten reifen Weinbeeren unter fliessendem, lauwarmem Wasser.
  2. Wenn an den Beeren noch Fruchtstiele anhaften, pflücken Sie diese vorsichtig ab.
  3. Belegen Sie einen Backofenrost mit Backpapier und breiten Sie die Früchte darauf aus.
  4. Stellen Sie den Backofen auf 60 Grad Celsius Ober- und Unterhitze oder Umluft ein.
  5. Lassen Sie die Backofentür während des Trockenvorgangs leicht geöffnet.
  6. Wenden Sie die Weinbeeren regelmässig, am besten alle 2 Stunden.
  7. Die Dauer der Trocknung variiert je nach Grösse und Wassergehalt der Beeren zwischen 10 und 24 Stunden. Die fertigen Rosinen erkennt man daran, dass sie zäh und biegsam sind.
  8. Die ausgekühlten Rosinen werden in gut verschliessbare Gläser gefüllt.
  9. Kontrollieren Sie in den ersten Tagen, ob die Rosinen gut getrocknet sind, um Schimmel zu vermeiden.
  10. Bewahren Sie Rosinen stets an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf.
  11. Im Backofen getrocknete Rosinen halten etwa 6 Monate.

Weintrauben bereichern die Küche

Weintrauben schmecken am allerbesten roh. Man sollte sie nicht kochen, da sie sonst ihr tolles Aroma verlieren. Die dekorativen Früchte schmecken wunderbar im Müsli oder im Obstsalat. Man kann sie auch als Kuchenbelag verwenden, aber nicht mitbacken, genauso wie es bei Erdbeeren der Fall ist.

Rosinen werten Müslimischungen und Studentenfutter auf und verleihen Backwaren wie der Rosinenschnecke sowie Süssspeisen wie dem Apfelstrudel das gewisse Etwas. Rosinen punkten aber auch in pikanten Gerichten, sie sind aus der orientalischen Küche nicht wegzudenken. Man denke an leckere Rezepte wie Couscous oder Safranreis mit Rosinen. Gewürze wie Zimt, Chili, Kreuzkümmel und Kardamom passen dazu einfach fantastisch.

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Quellen
  1. (1) Weintraube frisch, Nährwertrechner
  2. (2) Minh Anh Thu Phan et al, Interactions between phytochemicals from fruits and vegetables: Effects on bioactivities and bioavailability, Crit Rev Food Sci Nutr, Mai 2018
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  4. (4) Ellen Scherbaum, Kathi Hacker, Rückstände und Kontaminanten in Frischobst aus konventionellem Anbau 2019 – Ein Bericht aus unserem Laboralltag, Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart
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