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Buchweizen ist kein Getreide – und das ist gut

Gekeimter Buchweizen ist außerdem ein gesundes Superfood für die schnelle und gesunde Küche. Die Keimlinge sind reich an lebendigen Enzymen, Vitalstoffen, hochwertigen Mineralien und leicht verdaulichen Proteinen. Streuen Sie die geschmackvollen Keimlinge in Salate und in Suppen oder servieren Sie sie zum Müsli, zu Gemüsegerichten oder auch pur als basischen Snack für zwischendurch.

Stand: 20 Mai 2026
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Buchweizen ist kein Getreide – sondern ein Pseudogetreide

Buchweizen (Fagopyrum esculentum; aufgrund seiner kantigen Form auch dreikantiger Weizen genannt) ist ein außergewöhnliches Lebensmittel. Sein Namen erinnert an Getreide, er ist aber keines und hat mit Weizen oder anderen Getreidearten nicht viel zu tun.

Er gehört nicht – wie die üblichen Getreidearten – zu den Süßgräsern, sondern ist ein Knöterichgewächs, wie etwa der Sauerampfer. Man zählt ihn daher zu den Pseudogetreiden, wozu auch Quinoa oder Amaranth gehören.

Frei von Gluten und Weizenlektinen

Buchweizen ist frei von Gluten und Weizenlektinen. Lektine sind Proteine, die man – im Falle des Weizens – auch Weizenagglutinine nennt. Sie können in die Blutbahn gelangen, sich mit roten Blutkörperchen verbinden und auf diese Weise das Blut dickflüssig machen.

Das wiederum kann die Gefahr für Durchblutungsstörungen, Thrombosen, Schlaganfälle und Herzinfarkte erhöhen. Weizenlektine können auch den Darm negativ beeinflussen, indem sie die Entstehung von chronischen Entzündungsprozessen fördern, die Darmflora irritieren und zu einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmschleimhaut führen können.

Letzteres (beschädigte Darmschleimhaut) wird als Mitursache für Autoimmunerkrankungen diskutiert und sollte in jedem Fall vermieden werden, z. B. durch die Maßnahmen, die wir auf unserer Seite beschreiben.

Buchweizen kann also ganz hervorragend den Speiseplan bereichern, wenn der Verzehr von Getreide reduziert werden soll – mit dem Ziel, die persönliche Gesundheit zu steigern und Krankheitsrisiken zu minimieren.

Hochwertiges pflanzliches Eiweiß

Buchweizen ist reicher an hochwertigen Nähr- und Vitalstoffen als unsere üblichen Getreidearten. So enthält der dreikantige Weizen zwar prozentual geringfügig weniger Protein als der echte Weizen, doch liefert ersterer alle acht essentiellen Aminosäuren in einem günstigeren Aminosäureprofil (1) als Getreide, so dass er sehr viel besser als dieses zur Deckung des Eiweißbedarfes dienen kann.

Diese gesundheitlichen Vorteile hat Buchweizen

Buchweizen ist ein traditionelles Nahrungsmittel, das sich durch eine Vielzahl gesundheitsfördernder Eigenschaften auszeichnet und bei verschiedenen Beschwerden unterstützend wirken kann.

Aufgrund seines hohen Gehalts an wertvollen Nährstoffen wie Vitaminen, Mineralstoffen, Antioxidantien und pflanzlichen Proteinen hat Buchweizen eine lange Tradition in der Naturheilkunde. Er enthält bioaktive Verbindungen, die für den Körper von Nutzen sein können.

Darüber hinaus ist Buchweizen glutenfrei und daher auch für Menschen mit Unverträglichkeiten geeignet. Im Folgenden werden die spezifischen Wirkungen näher erläutert, um aufzuzeigen, wie Buchweizen gezielt zur Unterstützung der Gesundheit beitragen kann.

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Gut für den Blutzuckerspiegel

Buchweizen gilt außerdem als ein sehr gutes Lebensmittel für Diabetiker und für Menschen, die sich um Ihre Blutzuckerwerte Sorgen machen, da er mindestens einen Stoff enthält (Chiro-Inositol), der den Blutzuckerspiegel regulieren kann.

In einer Studie mit Ratten sank der Blutzuckerspiegel bei einer Ernährung, die reich an Buchweizen war, um bis zu 19 Prozent. Studienleiterin Dr. Carla G. Taylor vom Department of Human Nutritional Sciences an der Universität von Manitoba/Kanada schlussfolgerte, das eine Ernährungsweise, die regelmäßig das Pseudogetreide enthalte, eine sichere, leichte und preiswerte Möglichkeit darstelle, den Blutzuckerspiegel zu senken (2) und das Risiko von Diabetes-Folgeerkrankungen wie z. B. Herz-, Nerven- und Nierenprobleme zu minimieren.

Gesunde Blutgefäße, sinkender Blutdruck

Im Buchweizen steckt außerdem Rutin, eine Substanz mit vielfältigen Wirkungen. So zeigte sich in einer Studie mit dem Extrakt aus den Keimlingen, dass diese ganz signifikant oxidative Schäden in den Blutgefäßwänden reduzierten und infolgedessen bestehender Bluthochdruck sank (3).

Gegen Krampfadern und Hämorrhoiden

Dasselbe Rutin ist ferner der Grund dafür, dass das Pseudogetreide fast schon als Superfood für Menschen gilt, die an Krampfadern oder verhärteten Arterien leiden. Rutin stärkt bekanntlich die Blutgefäßwände und so auch die Kapillarwände – Krampfadern und Hämorrhoiden wird vorgebeugt.

Wenn hingegen die Blutgefäße schwächer werden, sammeln sich Blut und Flüssigkeit an und gelangen in das angrenzende Gewebe, was schließlich zu Krampfadern oder Hämorrhoiden führen kann.

Gut für den Cholesterinspiegel

Buchweizen liefert darüber hinaus einerseits Ballaststoffe und andererseits große Mengen an Lezithin. Beides hilft bei der Regulierung des Cholesterinspiegels. Lezithin hemmt den Mechanismus, der für die Resorption des Cholesterins durch die Darmschleimhaut verantwortlich ist.

Auf diese Weise wird das Cholesterin einfach wieder ausgeschieden und belastet einen hohen Cholesterinspiegel nicht noch weiter.

Schützt die Leber

Lezithin ist auch ein wichtiger Nährstoff für Leberzellen. Fehlt Lezithin in der Nahrung, dann arbeiten Leberzellen nicht mehr mit voller Kraft und können ihrer Hauptaufgabe, der Entgiftung des Körpers, nicht mehr ordnungsgemäß nachkommen. Somit hilft der Buchweizen auch der Leber, gesund und leistungsfähig zu bleiben.

Gute Nahrung fürs Gehirn

Da unser Gehirn zu 20 bis 25 Prozent aus Phospholipiden besteht, wie sie auch im Lezithin enthalten sind, kann besonders gekeimter Buchweizen die Hirnaktivität steigern. Man vermutet, dass der regelmäßige Verzehr von lezithinhaltigen Nahrungsmitteln möglicherweise vorbeugend gegen Angstgefühle, Depressionen und mentale Erschöpfung helfen sowie die geistigen Fähigkeiten verbessern könne.

Buchweizenkeimlinge

Normalerweise wird der dreikantige Weizen vor dem Verzehr in irgendeiner Weise erhitzt, z. B. als Beilage gekocht, als Zutat in Bratlingen gebraten, als Brotbestandteil gebacken etc. Die Körnchen können aber auch sehr einfach und schnell zum Keimen gebracht werden.

Während der Keimung steigt der Vitalstoffgehalt. Die Mineralstoffe (Eisen, Magnesium, Zink etc.) erreichen außerdem eine höhere Bioverfügbarkeit und die Proteine werden leicht verdaulich. Keimlinge aus dem dreikantigen Weizen sind zudem besonders reich an Bioflavonoiden und Coenzym Q10.

Er enthält alle Vitamine des B-Komplexes (außer Vitamin B12), Magnesium, Mangan und Selen sowie viele andere gesundheitsfördernde Bestandteile.

Die Keimlinge sind basisch

Gekeimter Buchweizen ist deutlich stärkeärmer als ungekeimter, was ihn zu einem wunderbar basischen Lebensmittel macht, das jetzt die hochwertige basische Küche um eine weitere köstliche Zutat bereichert.

So können die Keimlinge verwendet werden

Die Keimlinge können noch vielseitiger eingesetzt werden als das trockene ungekeimte Korn. Sie können nach wie vor in Brote, Bratlinge und andere gekochte Speisen gemischt werden. Sie können jedoch auch – um ihre Lebendigkeit und ihren Vitalstoffgehalt vollumfänglich zu genießen – roh gegessen werden, z. B. in Salaten, Bowls und Müslis.

Es gibt auch getrocknete Keimlinge, die sehr gut in Salate, in Müslis und in Süßspeisen passen oder sie können einfach so geknabbert werden.

* Hier finden Sie BIO-Buchweizen

Buchweizen keimen – Schritt für Schritt

Zutaten & Utensilien, die Sie benötigen:
  1. ⅔ Tasse Bio-Buchweizen (ca. 150 g)
  2. Ein großes Glas, eine Schüssel oder ein Keimglas
  3. Feines Sieb oder Abtropfsieb
Anleitung (Dauer: ca. 2–3 Tage)

Schritt 1: Einweichen

Geben Sie den Buchweizen in eine Schüssel und übergießen ihn mit der 2- bis 3-fachen Menge lauwarmem Wasser (Zimmertemperatur). Rühren Sie ihn gut um, damit keine Körner oben schwimmen. Lassen Sie ihn ca. 60 Minuten einweichen.

Schritt 2: Abgießen

Gießen Sie das Einweichwasser ab. Spülen Sie die Körner einmal kurz mit frischem Wasser ab.

Schritt 3: Spülen & Keimen

Stellen Sie den Buchweizen an einen hellen, aber nicht direkt sonnigen Ort (Raumtemperatur 18–22 °C ist ideal).
Spülen Sie die Körner 2–3 Mal täglich gründlich mit kaltem Wasser ab und lassen sie danach gut abtropfen.

Wichtig: Die Körner dürfen nicht im Wasser stehen bleiben!

Schritt 4: Erntezeitpunkt

  1. Nach ca. 24 Stunden sehen Sie erste kleine braune Keimpunkte.
  2. Ab 0,5 cm Sprosslänge (meist nach 1,5–2 Tagen) sind die Keimlinge ideal zum Verzehr.
  3. Bei 1 cm Länge sollten Sie sie ernten – keimen sie länger, werden sie bitter und bilden leicht Schimmel.
Tipp: Die klebrige weiße Schicht, die sich bildet, ist Stärke – die sollten Sie einfach gründlich abspülen.

30 vegane Buchweizen-Rezepte zum Genießen

Da der Buchweizen recht unbekannt ist, schüttelt man passende Rezepte meist nicht aus dem Ärmel. Sie können das Pseudogetreide jedoch fast so variabel einsetzen und kombinieren wie Reis - etwa als Porridge, Beilage, Salat, Füllung, Suppe und vieles mehr. In unserem ZDG-Kochstudio haben wir für Sie 30 Rezepte mit Buchweizen entwickelt - alle sind vegan, gesund und äußerst köstlich!

Buchweizennudeln: Gesund und schmackhaft

Buchweizennudeln sind eine gesunde und schmackhafte Alternative zu herkömmlichen Nudeln.

Sie bestehen größtenteils aus Buchweizenmehl, das von Natur aus glutenfrei ist und reich an Nährstoffen wie Ballaststoffen, Eiweiß und Mineralien.

Diese Nudeln sind besonders bei gesundheitsbewussten Menschen beliebt, da sie einen niedrigen glykämischen Index haben und somit den Blutzuckerspiegel stabil halten.

Eine der bekanntesten Varianten sind Soba-Nudeln, die ihren Ursprung in Japan haben.

Soba wird oft aus einer Mischung von Buchweizen- und Weizenmehl hergestellt, was ihnen eine leicht nussige Note verleiht. Sie werden traditionell in warmen Brühen oder als kaltes Gericht mit einer würzigen Dipsauce serviert und sind ein fester Bestandteil der japanischen Küche.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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