Dunkle Schokolade für das Herz
Viele neue Studien weisen darauf hin, dass dunkle Schokolade bzw. die Flavanole darin der Herzgesundheit gut tun (3).
Ein Artikel, der in der Zeitschrift Circulation veröffentlicht wurde besagt, dass eine bestimmte Menge an dunkler Schokolade bei Herztransplantations-Patienten eine deutliche Verbesserung der Fließgeschwindigkeit des Blutes, der Blutgerinnung sowie des gesamten Kreislaufsystems zeigte (4) - und zwar innerhalb von nur 2 Stunden. Patienten, die lediglich ein Placebo erhalten hatten, zeigten keine Verbesserung.
Flavanole - Wirksame Pflanzenstoffe in dunkler Schokolade
Flavanole sind natürlich vorkommende Pflanzenwirkstoffe und gehören zur Familie der Flavonoide. Es sind starke Antioxidantien, die bekanntermaßen auch eine positive Auswirkung auf die Herzgesundheit haben. Flavonoide finden sich nicht nur in Schokolade, sondern auch (in kleineren Mengen) im Tee, Rotwein und in vielen Früchten und Gemüsearten.
Allerdings machen die Flavanole, die für den gesundheitlichen Nutzen der dunklen Schokolade verantwortlich sind, die Schokolade auch bitter. Deshalb werden sie von den meisten kommerziellen Schokoladenherstellern entfernt. Die Hersteller sind nicht verpflichtet, diese Entfernung der Flavanole zu kennzeichnen.
Selbst wenn jedoch nichts entfernt wird, kann die Zugabe von viel Zucker oder Milchpulver den förderlichen Effekt der Pflanzenstoffe wieder zunichte machen, wenigstens teilweise.
Dunkle Schokolade steigert kognitive Leistung
Der regelmäßige Konsum von dunkler Schokolade kann die kognitive Leistung fördern (1). In einer Studie mit jungen Erwachsenen zeigte sich, dass der 30-tägige Verzehr von DC die Plasmaspiegel von Theobromin und Nervenwachstumsfaktoren (NGF) signifikant erhöhte. Die Teilnehmer erzielten verbesserte Ergebnisse bei kognitiven Tests – sogar noch drei Wochen nach dem Verzehr. Weiße Schokolade hatte keinen vergleichbaren Effekt. DC scheint somit über neurofördernde Eigenschaften zu verfügen.
Dunkle Schokolade kann den Blutzucker- und Cholesterinspiegel senken
In einer Meta-Analyse wurden die Auswirkungen des Konsums von Kakao- und Dunkelschokolade auf 433 Diabetespatienten aus acht randomisierten Studien untersucht. Die Ergebnisse zeigten eine signifikante Senkung des LDL-Cholesterins und des Nüchternblutzuckers (2).
Weiße Schokolade bringt nichts!
Um in den gesundheitlichen Nutzen der Schokolade zu kommen, sollten durchschnittlich 53,5 mg Flavonoide pro Riegel enthalten sein. In einem Riegel aus Vollmilchschokolade sind weniger als 14 mg enthalten und weiße Schokolade enthält überhaupt keine Flavonoide mehr - verständlich, denn sie enthält auch keinen Kakao mehr, allenfalls Kakaobutter, die aber relativ frei ist von Flavonoiden.
Grundsätzlich sollten in diesem Zusammenhang jedoch auch die gesundheitlichen Risiken von Zucker und Fett in der Schokolade berücksichtigt werden. Kakao und seine Antioxidantien sind also sehr gesund. Doch kann das bisschen Kakao in herkömmlicher Schokolade die negativen Folgen all der ungesunden übrigen Schokoladen-Zutaten natürlich nicht kompensieren.
Herkömmliche Schokolade eignet sich daher nicht als Antioxidantienquelle. Es muss eine Schokolade mit höchstmöglichem Kakaogehalt sein. Inzwischen gibt es Schokoladen mit Kakaogehalt bis zu 100 Prozent.
Sie können aber auch eine der folgenden drei Alternativen zu dunkler Schokolade aus dem Handel wählen, um in den Genuss der wertvollen Inhaltsstoffe von Kakao zu gelangen:
1. Rohkakao-Shake
Mit einem Rohkakao-Shake kann man das reine Kakaopulver in Rohkostqualität auf geschmackvolle Weise zu sich nehmen. Ihm fehlen einerseits die ungünstigen Inhaltsstoffe der herkömmlichen Schokolade.
Andererseits kann man ihn wunderbar mit weiteren Superfoods aufpeppen und geschmacklich abmildern, z. B. mit Lucuma, Maca, Vanille, Datteln oder etwas Steviapulver. Man kann etwas Kokosmilch dazu mixen oder eine pflanzliche Milch (Hafer-, Mandel- oder Reisdrink). Gerade die pflanzlichen Milchsorten schmecken meist schon süß genug, so dass man keine weiteren Süßungsmittel braucht.
2. Selbst gemachte Trinkschokolade
Selbst gemachte Trinkschokolade aus Kakao und Mandelmilch ist eine sehr feine Möglichkeit, Antioxidantien aus Kakao sowie gleichzeitig all die positiven Eigenschaften der Mandel zu geniessen. Die Trinkschokolade aus Kakao und Mandelmilch kann kalt oder heiss zubereitet werden und eignet sich sowohl als Zwischenmahlzeit wie auch als Dessert und natürlich zum nachmittäglichen basischen Kuchen.
3. Dunkle Schokolade: Bio oder selbst gemacht
Auch für die Fans der traditionellen Tafel Schokolade gibt es köstliche, aber gleichzeitig gesunde Alternativen. Denn dunkle Schokolade kann man selbst herstellen.
Die Schokolade sollte hohe Kakaogehalte aufweisen (mindestens 60 - 70 %, gerne auch mehr), mit geringen Mengen eines akzeptablen Süssungsmittels gesüsst sein (Xylit, Reissirup o. ä.) und mit besten Fetten zubereitet sein (z. B. Bio-Kokosöl, Bio-Kakaobutter und evtl. ein wenig weisses Mandelmus (macht die Rezeptur schmelzend zart)).
Stellt man die Schokolade selbst her, kann man als Süssungsmittel idealerweise auch selbst gemachten Dattelsirup verwenden. Dazu presst man etwas Orangensaft aus und mixt diesen im Mixer mit entsteinten Datteln, bis eine sirupähnliche Konsistenz erreicht ist und verwendet diesen Dattelsirup jetzt genau wie Reissirup oder Honig. Ein einfaches Grundrezept für selbst gemachte gesunde Schokolade finden Sie hier: Schokolade ist eine Versuchung wert
Auch unsere rohen Haferflockenriegel mit Cashew-Kakao-Füllung sind eine gesunde und sättigende Alternative zu dunkler Schokolade, um Kakao-Flavanole zu sich zu nehmen.