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  • Frau liegt mit Migräne im Bett
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Migräne durch Aspartam

Kaugummis können offenbar zu Migräne führen. Doch warum? Kaugummis beanspruchen das Kiefergelenk, was schon allein zu Kopfschmerzen führen kann. Doch enthalten Kaugummis ausserdem oft den Süssstoff Aspartam. Aspartam ist bekannt dafür, Nervenzellen nachhaltig zu schädigen. Wer unter Migräne leidet und bislang häufig zuckerfreie Kaugummis kaute, sollte daher einmal die Probe aufs Exempel wagen und auf Kaugummis konsequent verzichten.

Stand: 13 Mai 2026
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Bei Migräne bloss nicht Kaugummi kauen

Migräne könnte bei manchen Menschen eine ganz einfache Ursache haben, wie Dr. Nathan Watemberg von der Universität Tel Aviv feststellte.

Ihm fiel auf, dass die meisten seiner minderjährigen Patienten mit chronischer Migräne exzessiv Kaugummi kauten, nämlich bis zu sechs Stunden am Tag. Daraufhin bat er sie, dies einen Monat lang zu unterlassen: Die Beschwerden verschwanden.

Infolgedessen führte Dr. Watemberg mit seinen Kollegen eine wissenschaftliche Studie mit dreissig freiwilligen Teilnehmern im Alter von sechs bis neunzehn Jahren durch.

Sie alle litten unter Migräne oder chronischen Kopfschmerzen vom Spannungstyp und kauten täglich Kaugummi – und zwar mindestens eine bis hin zu sechs Stunden lang.

Kaugummi weg – Beschwerden weg

Nach einem Monat ohne Kaugummi berichteten neunzehn der Studienteilnehmer, dass ihre Beschwerden vollständig verschwunden seien (1), sieben weitere vermeldeten erhebliche Besserungen in Häufigkeit und Schmerzintensität.

Sechsundzwanzig der Kinder und Jugendlichen erklärten sich nach Ablauf des Monats bereit, zu Testzwecken kurzfristig wieder mit dem Kaugummikauen anzufangen. Ihre Beschwerden kehrten innerhalb weniger Tage zurück.

Dr. Watemberg nennt zwei mögliche Erklärungen für diese Resultate: eine Überbeanspruchung des Kiefergelenks sowie den Süssstoff Aspartam.

Überlasteter Kiefer als Ursache

Das Gelenk, das Ober- und Unterkiefer miteinander verbindet, wird temporomandibuläres Gelenk genannt und ist das am häufigsten benutzte Gelenk des Körpers.

"Jeder Arzt weiss, dass eine Überbeanspruchung dieses Gelenks Kopfschmerzen auslöst", sagt Dr. Watemberg. Stellt sich also die Frage, weshalb dennoch kaum ein Arzt ein Kieferproblem bzw. den verursachenden Kaugummi als Grund in Betracht zieht.

Eine Behandlung dieser Störung wäre einfach und ungefährlich: Wärme- oder Kältetherapie, Muskelentspannung und/oder eine Beissschiene vom Zahnarzt schaffen in der Regel Abhilfe – ebenso natürlich der Verzicht aufs Kaugummikauen.

Aspartam: Ein möglicher Trigger?

Ein weiterer Faktor, der zur schädlichen Wirkung des Kaugummikauens beitragen könnte, ist der Süssstoff Aspartam, der häufig Kaugummis süsst, aber auch Softdrinks und viele Diät- bzw. Lightprodukte.

Aspartam kann neurotoxisch wirken, es handelt sich also – in den entsprechenden Mengen – um ein Nervengift.

Bereits im Jahr 1989 stellten US-Wissenschaftler in einer Studie mit knapp zweihundert Teilnehmern fest, dass Aspartam Migräne auslösen kann. Fast zehn Prozent der Testpersonen berichteten, dass der Konsum von Aspartam bei ihnen zu einer Attacke führe (2).

Eine solche Attacke dauert normalerweise ein bis drei Tage, in Einzelfällen kann sie jedoch mehr als zehn Tage lang anhalten.

In einer weiteren US-Studie von 1994 zeigte sich ebenfalls, dass Aspartam die Häufigkeit von Migräneattacken (3) um etwa zehn Prozent erhöhen könnte.

Aspartam greift Nervenzellen an

Kopfschmerzerkrankungen sind neurologische Erkrankungen, hängen also mit dem Nervensystem zusammen.

In einer wissenschaftlichen Arbeit der polnischen University of Life Sciences aus dem Jahr 2013 zeigten die beteiligten Forscher, wie konkret Aspartam das Zentrale Nervensystem schädigen kann (4).

Der Süssstoff wird im Organismus zu Phenylalanin, Asparaginsäure und Methanol verstoffwechselt.

Ein Überschuss an Phenylalanin blockiert nun jedoch den Transport wichtiger Aminosäuren ins Gehirn, was in Folge zu einem gestörten Dopamin- und Serotoninhaushalt führt – ein Zustand, der auch bei Migränepatienten beobachtet werden kann.

Asparaginsäure führt in hohen Dosen zu einer Übererregbarkeit der Nervenzellen und ist überdies die Vorstufe anderer Aminosäuren (wie Glutamat), die ebenfalls zu einer Übererregung der Nervenzellen beitragen.

Eine Überregung jedoch führt früher oder später zur Degeneration und schliesslich zum Tod der Nerven- und Gliazellen im Gehirn.

Folglich verwundert es nicht, wenn das Nervengift Aspartam auch in der Lage ist, Migräne auszulösen.

Wer unter chronischer Migräne leidet, sollte daher zunächst jeden Kaugummi weiträumig umgehen, ferner sein Kiefergelenk überprüfen lassen und beim Kauf von Fertigprodukten und Getränken auf einen möglichen Aspartam-Zusatz achten.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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