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  • Frau lässt einen Süssstoff in den Kaffee fallen
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Süßstoffe schaden den Blutgefäßen

Ob Zucker oder künstliche Süßstoffe – beides ist für den Organismus gleichermassen schädlich und kann sowohl übergewichtig machen als auch zur Entstehung von Diabetes beitragen.

Stand: 11 Mai 2026
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Süßstoffe oder Zucker: Beides macht krank!

Wer reichlich Zucker zu sich nimmt – oft unbeabsichtigt über Fertigprodukte – fördert Übergewicht, kann leichter Diabetiker werden und hat ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Also greifen viele Menschen zu künstlichen Stoffen wie Aspartam, Acesulfam-K, Saccharin & Co.

Auch werden viele Getränke, Fertigprodukte und Snacks von der Lebensmittelindustrie längst mit diesen Stoffen gesüsst angeboten und somit verlockend mit geringer Kalorienzahl beworben. Ja, die süssen Stoffe zählen gar zu den am meisten eingesetzten Lebensmittelzusatzstoffen und lassen Verbraucher Tag für Tag glauben, sie könnten auf diese Weise guten Gewissens Süsses geniessen.

Immer mehr Studien zeigen jedoch, dass sie keineswegs eine gesunde Alternative darstellen. Denn auch sie führen zu Übergewicht und Stoffwechselstörungen, wie etwa Diabetes. Selbst das Risiko für eine Demenz steigt, wenn man regelmässig mit ihnen süsst.

Übergewicht und Diabetes

Beim jährlichen Experimental Biology 2018 in San Diego (einer Konferenz, bei der sich die Mitglieder verschiedener wissenschaftlicher Gesellschaften treffen) stellte Dr. Brian Hoffmann, Assistenzprofessor für biomedizinisches Ingenieurswesen an der Marquette University und dem Medical College of Wisconsin in Milwaukee neue Erkenntnisse in Sachen Süßstoff vor.

Hoffmann erklärte zunächst, warum dieses Thema sein Interesse geweckt hatte:

„Obwohl so viele Menschen diese kalorienfreien künstlichen Süßstoffe statt Zucker verwenden, haben wir heute extrem viele Übergewichtige und Diabetiker (2).“

Sie scheinen daher keine Lösung zu bieten, wenn man schlank und gesund bleiben will.

Beide schaden den Blutgefässen

Hoffmanns Studie ist bislang die erste Untersuchung, die sich in dieser Intensität den biochemischen Einflüssen von künstlichen Süßstoffen auf den Körper widmete. Das Ziel war herauszufinden, wie genau sich einerseits Zucker (Glucose und Fructose) und andererseits Süßstoffe (Aspartam und Acesulfam-K) auf die Blutgefässwände auswirkten.

Es zeigte sich, dass alle Süssungsmittel gleichermassen die Funktionsfähigkeit der Blutgefässe beeinträchtigten (1). Allerdings geschah dies auf ganz unterschiedliche Weise. Hoffmann sagte:

„In unseren Untersuchungen hatten sowohl Zucker als auch Süßstoffe negative Auswirkungen, die langfristig zu Übergewicht und Diabetes führen können, jedoch über ganz verschiedene Mechanismen.“

Süßstoff kann sich im Körper ablagern

Im Blut kam es durch beide Süssungsmittelgruppen zu Änderungen unter anderem im Fettspiegel und auch im Aminosäurespiegel. Besonders Süßstoffe änderten die Art der Fettverstoffwechslung genauso wie die Art der Energiegewinnung. Acesulfam-K schien sich gar über kurz oder lang im Körper abzulagern und führte zu stärkeren Schäden an den Blutgefässwänden als die übrigen Süssungsmittel.

„Der Organismus verfügt zwar über Mechanismen, wie er kleine Zuckermengen verarbeiten kann. Wird jedoch über einen längeren Zeitraum zu viel davon verzehrt, dann brechen diese Mechanismen zusammen”, so Hoffmann. „Ersetzt man ihn nun aber mit künstlichen Süßstoffen, dann ergeben sich negative Änderungen im Fett- und Energiestoffwechsel.“

Verzicht auf Süßstoffe und Zucker schützt noch nicht vor Krankheiten

Leider sinkt das Risiko für Übergewicht und Diabetes nun aber nicht allein dadurch, indem man sofort künstliche Süssungsmittel oder Zucker vom Speiseplan streicht. Denn die beiden Problematiken entstehen meist durch eine Kombination mehrere Risikofaktoren, zu denen u. a. auch Bewegungsmangel, Stress und eine insgesamt ungesunde Ernährung gehören.

Hoffmann warnt:

„Wer jedoch zu den üblichen Risikofaktoren zusätzlich künstliche Süßstoffe oder Zucker konsumiert, erhöht sein Risiko für Übergewicht und Diabetes noch weiter.“

Verschiedene Süssungsmittel bieten sich als Alternativen an, doch sollten auch sie im Rahmen einer gesunden basenüberschüssigen Ernährung nur in gemässigten Mengen und am besten nicht täglich verwendet werden. Interessante natürliche Stoffe sind Stevia und Luo Han Guo.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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