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13 min

Organisches Germanium - das grosse Missverständnis

Überall liest man, Germanium sei giftig. Das stimmt nur teilweise. Denn leider unterscheiden nur die wenigsten zwischen anorganischem und organischem Germanium. Letzteres könnte bei vielerlei Krankheiten zum Einsatz kommen. Stattdessen ist organisches Germanium, das in Japan als Heilmittel gilt, in Europa verboten.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 10 Dezember 2023

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Germanium – natürlicher Wirkstoff in Nahrungsergänzungsmitteln ­

Germanium ist ein nicht essenzielles Spurenelement, das im Boden, im Gestein, in Gewässern und in einigen Pflanzen vorkommt. Es wirkt antioxidativ, antiviral, entzündungshemmend, entgiftend, belebend und soll bei einigen Krankheiten, wie zum Beispiel Arthritis und Arteriosklerose helfen. Ab den Siebzigerjahren war es ein beliebtes Nahrungsergänzungsmittel, vor allem in Japan und in Grossbritannien. Aber auch in Deutschland gab es Germanium eine Zeit lang zu kaufen ( 1 ) ( 2).

Im Periodensystem und in vielen wissenschaftlichen Artikeln wird Germanium mit Ge abgekürzt, was wir in diesem Artikel stellenweise ebenfalls tun.

Organisches Germanium – zu Unrecht verurteilt ­

Als bei der langfristigen Einnahme von Germanium starke Nebenwirkungen wie Nierenversagen auftraten, machte sich Verunsicherung breit. Studien zeigten sogar, dass das Spurenelement in hohen Dosen giftig sein kann. Dies führte dazu, dass es seinen guten Ruf verlor.

Was jedoch viele Leute bis heute nicht wissen: Diese Nebenwirkungen traten nach der Einnahme von anorganischem Ge auf. Damals war man sich der Gefahr von anorganischen Mineralien noch nicht bewusst, weshalb anorganisches Ge überhaupt erst seinen Weg zum Nahrungsergänzungsmittel fand. Die Einnahme von organischem Ge gilt hingegen als weitgehend sicher. Überall wurde und wird jedoch über das Element berichtet, als gäbe es den Stoff nur in einer einzigen Form ( 3 ) ( 4 ).

Dies führte dazu, dass die Substanz generell als Inhaltsstoff von Nahrungsergänzungen in vielen europäischen Ländern – inklusive Deutschland, Österreich und der Schweiz – verboten wurde. Im Internet findet man bis heute nur die immergleichen Wiederholungen der Sicherheitsbedenken von damals, die sich aber auf die anorganische Form beziehen.

Organisches und anorganisches Germanium

Organische und anorganische Germaniumverbindungen kommen beide in der Natur vor. In seiner organischen Form ist das Element für den Körper besser verwertbar als in seiner anorganischen. Der Unterschied besteht darin, dass organisches Ge in Verbindung mit Kohlenstoff vorliegt und anorganisches nicht. (Anorganische Verbindungen sind z. B. Germaniumdioxid, -tetrachlorid, -iodid oder -hydrid.) Während sich die anorganischen Formen im Körper anreichern, ist die organische Variante wasserlöslich und wird über den Urin wieder ausgeschieden.

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Die Entdeckung eines neuen Elements

Um diese Unterschiede besser zu verstehen, lohnt es sich, einen Blick in die Geschichte des Germaniums zu werfen. Sie beginnt mit der Erfindung des Periodensystems. Denn damals wurde die Existenz des Elements nur vermutet. Der Beweis kam erst später:

  1. 1871: Als der russische Chemiker Dmitri Mendelejew das Periodensystem entwirft, vermutet er, dass es ein Element mit den Eigenschaften von Germanium gibt – denn von dessen Existenz wusste man damals noch nicht.
  2. 1886: Der deutsche Chemiker Clemens Winkler weist dieses Element erstmals an der Bergakademie Freiberg nach. So kam der Stoff zu seinem Namen (lat. Germania = Deutschland).
  3. 1945: Dr. Kazuhiko Asai gründet eine Stiftung für Kohleforschung in Japan.
  4. Ab 1952: Dr. Asai entdeckt Germanium in Kohle und in einigen Heilpflanzen, weshalb er eine gesundheitliche Wirkung vermutet.
  5. 1966: Der russische Chemiker Dr. V. F. Mironov entdeckt erstmals die organische Form.
  6. 1967: Dr. Asai und seinen Mitarbeitern gelingt die Synthese der organischen Verbindung Carboxyethylgermanium-Sesquioxid aus anorganischem Ge. Damit legte er den Grundstein für seine Klinik in Japan und das angeschlossene Forschungsinstitut (beide 1968 gegründet), wo bis heute an organischem Ge geforscht wird. Die Klinik wurde hingegen geschlossen, nachdem Dr. Asai verstarb.

Diese Verbindung ist am besten erforscht

Es gibt tausende organische Germaniumverbindungen. Zu behaupten, dass die Einnahme all dieser Verbindungen sicher ist, wäre aber nicht richtig. Denn nicht alle davon wurden bisher erforscht. Die wohl bekannteste und am besten erforschte organische Verbindung ist Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd (abgekürzt: Germanium-Sesquioxid).

Die Sicherheit dieser zungenbrecherischen Verbindung wurde unzählige Male bestätigt. Dies ist auch die Verbindung, die Dr. Asai damals synthetisierte. Deshalb wird sie in Japan auch Asaigermanium genannt. Weiter ist sie unter folgenden Namen bekannt:

  1. β -Bis-Carboxyethylgermanium sesquioxide (chemische Bezeichnung)
  2. 2-carboxyethylgermanium sesquioxide (chemische Bezeichnung)
  3. poly-trans-[(2-carboxyethyl) germasesquioxane] (chemische Bezeichnung)
  4. Ge-132 (Entwicklungsnummer im Forschungsinstitut von Dr. Asai)
  5. Repagermanium (international verwendeter Name)

Anorganisches Ge ist für den Körper hingegen schädlich. Es kann bei der Einnahme zu schwerwiegenden Nebenwirkungen führen. Heute wird es als Bestandteil von Leuchtstofflampen und Infrarotdetektoren sowie für die Herstellung elektronischer Geräte verwendet ( 6 ).

Falls Sie in einem Artikel oder auf manchen Internetseiten lesen sollten, dass Germaniumzitratlaktat eine organische Verbindung ist, so möchten wir hier darauf hinweisen, dass es sich dabei um einen Fehler handelt. Die Verbindung enthält zwar Kohlenstoff – im molekularen Aufbau ist das Germaniumatom aber nicht direkt mit dem Kohlenstoffatom verbunden, sondern mit Sauerstoff. Deshalb handelt es sich dabei um eine anorganische Verbindung.

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Wo kommt das Element vor?

Germanium (organisch und anorganisch) kommt in Zink-Erzen, Kohle, Germanit und anderen Mineralien vor. Es wird hauptsächlich als Nebenprodukt in der Kohle-, Zink-, und Aluminiumindustrie gewonnen. Das Element ist weltweit zu finden, abgebaut wird es aber vor allem in China, Russland und in den USA.

Das Element kommt auch in fast allen Lebensmitteln vor, aber meistens nur in Spuren. Pflanzen besitzen die Fähigkeit, es aus dem Boden zu ziehen und in sich anzureichern, entsprechend enthalten natürlich auch tierische Lebensmittel das Element, wenn die Tiere germaniumhaltige Pflanzen zu sich nehmen konnten.

Einige Pflanzen sind bekannt dafür, vergleichsweise hohe Mengen des Stoffes aufzunehmen. Dazu gehören z. B. Goji-Beeren, Ginseng, Shiitake-Pilze, Aloe Vera und Knoblauch. Gerade diese Pflanzen werden gern in der Naturheilkunde, u. a. in der chinesischen Medizin verwendet – möglicherweise auch wegen ihres Germaniumgehaltes. Daraufhin untersuchte Dr. Asai das Element genauer.

Der Gehalt von Pflanzen schwankt natürlich, je nachdem wie hoch der Gehalt im Boden enthalten ist. Daher lässt sich kein fixer Wert bestimmen ( 7 ):

  1. Ginseng aus Korea enthielt zum Beispiel 0.3 Mikrogramm pro Gramm
  2. Knoblauch (Messort unbekannt) enthielt 2.8 Mikrogramm pro Gramm
  3. Gerste aus Deutschland enthielt 0.22 Mikrogramm pro Gramm

Für Ginseng wurde aber auch schon ein Wert von 250 Mikrogramm pro Gramm gemessen, für Knoblauch 754 Mikrogramm pro Gramm. Man ist sich jedoch nicht sicher, ob diese hohen Werte auf falsche Messmethoden zurückzuführen sind.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung geht davon aus, dass der Mensch über die Nahrung täglich rund 1.5 mg Germanium aufnimmt ( 8 ) ( 9 ).

Offiziell kein essenzielles Spurenelement

Als die Verwendung von Germanium als Nahrungsergänzung ab den 1970er Jahren in Europa bekannter wurde, fragte man sich, ob es sich dabei womöglich um ein essenzielles Spurenelement handeln könnte. Spurenelemente kommen in der menschlichen Ernährung, wie der Name bereits sagt, nur in Spuren vor und werden vom Menschen auch nur in Spuren benötigt.

Ob ein Spurenelement für den Körper essenziell, das heisst lebensnotwendig, ist, lässt sich daran festmachen, ob ein Mangel davon zu Beschwerden führt. Das heisst, wenn organisches Ge eine unverzichtbare Funktion im Körper hätte, würde es zu den essenziellen Spurenelementen gezählt werden.

Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) zählt das Element jedoch nicht zu den essenziellen Spurenelementen, denn es sei bisher keine physiologische Funktion beim Menschen nachgewiesen worden. Anders gesagt – man weiss es (noch) nicht, denn an anderer Stelle schreibt das Bundesinstitut, es gäbe zu wenige Daten, um den Stoff zu bewerten ( 10 ).

Die Wirkungen von organischem Germanium

Organisches Ge wirkt antioxidativ, entgiftend, antiviral, schmerzlindernd, immunsystemanregend und entzündungshemmend. Aus diesem Grund soll das Spurenelement angeblich gegen vielerlei Krankheiten helfen.

* Erfahren Sie mehr im Buch von Dr. Asai: Eine Hoffnung für viele Kranke

Sauerstoffversorgung des Körpers wird erhöht

Organisches Ge wirkt ausserdem belebend und durchblutungsfördernd, es hält das Blut dünnflüssig und sorgt für warme Hände und Füsse. Laut Dr. Asai ist diese Wirkung auf eine erhöhte Sauerstoffversorgung zurückzuführen. Asai nahm an, dass ein Sauerstoffdefizit im Körper die Ursache aller Krankheiten ist:

Wasserstoff wird beim Abbau von Kohlenhydraten und Fetten freigesetzt und verbindet sich im Körper mit anderen Atomen, wie etwa eingeatmetem Sauerstoff. Sind Sauerstoffmoleküle mit Wasserstoff gebunden, werden sie über den Urin wieder ausgeschieden.

Da organisches Ge, das selbst auch zu einem Teil aus Sauerstoff-Atomen besteht, nun aber den Wasserstoff bindet, kann der im Körper vorhandene Sauerstoff jetzt seinen eigentlichen Aufgaben, z. B. der Energiegewinnung nachkommen. Dadurch, dass der eingeatmete Sauerstoff nun vermehrt durch die Zellen genutzt werden kann, wird die Zellalterung gehemmt und auch krankes Gewebe soll sich besser erholen können ( 11 ).

Entgiftung wird gefördert

Auf dieselbe Weise wie die Sauerstoffatome des organischen Ge die Wasserstoffionen binden, sind sie auch in der Lage Schwermetalle wie Cadmium und Quecksilber an sich zu binden und auszuleiten. Auf diese Weise soll das Blut von Schadstoffen befreit werden.

Immunsystem wird angeregt

Neben der Sauerstoffanreicherung und der Entgiftung von Schwermetallen regt organisches Ge das Immunsystem an ( 12 ):

In klinischen Studien wurde festgestellt, dass es die T-Zellen, Makrophagen, Neutrophile, Lymphokine und Interferone aktiviert. Bei den genannten Zellarten handelt es sich allesamt um Zellen des Immunsystems, die u. a. dafür zuständig sind, abnormale Zellen, wie Tumorzellen oder mit Viren infizierte Zellen unschädlich zu machen.

Dies bestätigte Ende 2020 gerade wieder eine klinische Studie aus Südkorea: 65 Personen bekamen täglich über 8 Wochen Kapseln mit 1.2 mg organischem Ge. Die andere Hälfte der insgesamt 130 Teilnehmer erhielt ein Placebo. Neben den oben bereits erwähnten Wirkungen zeigte sich darüber hinaus, dass das Element in organischer Form die zelltoxische Wirkung der T-Zellen verstärkt..

T-Zellen wandern durch den Körper auf der Suche nach krankhaften Veränderungen von Zellen, die zum Beispiel durch eine Virusinfektion oder durch Zellmutationen entstehen. Die T-Zellen rufen dann weitere Immunzellen herbei und machen die krankhafte Zelle unschädlich.

Die immunstimulierende Wirkung von organischem Ge ist wiederum die Basis für seine entzündungshemmende, antivirale und potenziell krebshemmende Wirkung.

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Die Wirkung bei Krebs

Seit den 1980er Jahren wurde intensiv erforscht, ob Germanium gegen Krebs wirksam sein könnte – und die Ergebnisse waren vielversprechend. Forscher wiesen immer wieder nach, dass die organische Form des Elements das Tumorwachstum und die Metastasenbildung verringern kann.

Ausgiebig erforscht wurde zum Beispiel Spirogermanium, das als Antikrebsmedikament entwickelt und patentiert werden sollte. Zum Einsatz kamen beispielsweise drei bis fünf Mal wöchentlich intravenöse Dosen von 80 bis 160 mg pro m2 täglich. Die Verbindung zeigte Wirkung bei Gebärmutter-, Prostata- und Brustkrebs. Jedoch kam es in einigen Fällen zu neurotoxischen Wirkungen, die sich in Schwindel und Übelkeit äusserten. Daraufhin ging das Interesse an gross angelegten Studien offenbar verloren ( 14 ) ( 15).

Aber auch Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd versprach positive Effekte, z. B. bei Lungenkrebs: Mäuse bekamen 16 Tage lang sieben Mal täglich 100 mg pro kg Körpergewicht injiziert. Dies hemmte die Metastasenbildung um 63 Prozent. Nach Absetzen des Mittels schritt die Metastasenbildung wieder ungehindert voran. Solche Forschungsergebnisse sind zuhauf zu finden. Aber eben leider keine gross angelegten Studien am Menschen ( 13 ).

Heute wird kritisiert, dass Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd nicht weiter untersucht wurde, obwohl es im Gegensatz zu Spirogermanium nicht zu Nebenwirkungen führt.

Weshalb wurde die krebshemmende Wirkung der Verbindung nicht mehr weiterverfolgt? Führten die Meldungen rund um die Nebenwirkungen von anorganischem Ge dazu, dass die Forschung weitgehend eingestellt wurde? Noch heute versuchen etliche Forscher weltweit, den Ruf von organischem Ge wieder zurechtzurücken und die Missverständnisse von damals endgültig aus dem Weg zu räumen.

Weitere mögliche Wirkungen von organischem Germanium

Organischem Ge werden noch viele weitere Wirkungen zugesprochen. Diese gehen zum Beispiel aus Erfahrungsberichten von Patienten hervor, die sich in der Klinik von Dr. Asai behandeln liessen. Diese Wirkungen sind jedoch nicht oder nur ungenügend erforscht, weshalb an dieser Stelle, lediglich einige zur Übersicht herausgegriffen werden. So soll die organische Form bei den folgenden Beschwerden und Erkrankungen hilfreich sein können ( 16 ):

  1. Osteoporose
  2. Rheumatoide Arthritis
  3. Arteriosklerose und damit verbundene Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  4. Schlaganfall
  5. Augenkrankheiten (Glaukom, grauer Star, Netzhautablösung etc.)
  6. Asthma
  7. Depression
  8. usw.

Die Aufnahme in den Körper

Organisches Ge wird vom Dünndarm ins Blut aufgenommen. Bereits nach einer halben Stunde ist es zur Hälfte im Blut und nur noch zur Hälfte im Verdauungstrakt zu finden. Nach 12 Stunden finden sich schliesslich nur noch etwa fünf Prozent des Stoffes im Verdauungstrakt.

Vom Blut aus wird er in alle Organe verteilt, lagert sich aber nirgends ab. Nach ungefähr 24 Stunden haben ihn die Nieren soweit verarbeitet, dass er über den Urin wieder ausgeschieden wird. Und nach etwa drei Tagen ist auch der letzte Rest des organischen Ge komplett aus dem Körper ausgeschieden.

Nebenwirkungen

In Europa sind vier Fälle bekannt, bei denen die Einnahme von Germanium zu Nierenversagen und zum Tod führte. Die Dosen variierten dabei von 25 bis 47 g täglich über eine Laufzeit von 2 bis 30 Monaten. Die Personen hatten allerdings Germaniumzitratlaktat genommen, das als organisch gekennzeichnet wurde, in Wirklichkeit aber anorganisch war ( 17 ).

In einer 2020 erschienenen Studie, veröffentlicht im Journal of Toxicology, untersuchten Forscher, ob es bei der Einnahme von Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd zu Nebenwirkungen kommt. Sie gaben Ratten während drei Monaten täglich Dosen von 500, 1000 oder 2000 mg der Verbindung pro Kilogramm Körpergewicht. Es kam zu keinen schädlichen Wirkungen und die Forscher schlussfolgerten, dass Dosen bis 2000 mg pro kg Körpergewicht als sicher gelten. Beim Menschen wurden bisher keine gross angelegten Studien zur Einnahme von Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd durchgeführt.

Laut Dr. Asai kann es bei der Einnahme dieser Verbindung lediglich zu Durchfall kommen. Dies ist ihm zufolge auf die entgiftende Wirkung zurückzuführen und geht in der Regel nach 3 bis 14 Tagen vorüber. Es ist nicht bekannt, ab welcher Dosis es zu Durchfall kommt. Entscheidend sei, wie viele Schadstoffe sich im Körper bereits angesammelt haben.

Die Dosierung

Zur Einnahme als Nahrungsergänzung werden generell Dosen zwischen 15 und 1000 mg Carboxyethylgermanium-Sesquioxyd täglich empfohlen. Dosierungen in diesem Bereich werden zur Unterstützung des Immunsystems, zur Sauerstoffanreicherung und zur Entgiftung eingenommen ( 18 ).

Bei bestehenden Erkrankungen kommen teilweise weitaus höhere Dosen von bis über 5000 mg pro Tag zum Einsatz. Die Dosen unterscheiden sich je nach Krankheit. Dr. Asai beschreibt in seinem Buch Organisches Germanium – Eine Hoffnung für viele Kranke lediglich Einzelfälle und welche Dosis im jeweiligen Fall geholfen hat.

In Deutschland, Österreich und in der Schweiz verboten

Die Herstellung und der Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln oder Arzneimitteln mit Germanium (auch in organischer Form) ist in Deutschland, in Österreich, in der Schweiz sowie in vielen weiteren europäischen Ländern verboten. Auch wer sich den Stoff aus dem Ausland bestellt, riskiert am Zoll ein Bussgeld und muss den Rückversand übernehmen ( 19, 20, 21).

Zudem ist es schwierig, im Internet sichere und verlässliche Quellen zu finden. Denn für verbotene Substanzen gibt es logischerweise keine staatlich festgelegten Regelungen bezüglich der Zusammensetzung und keine Instanz, die die Produkte überprüft – sie sind eben verboten.

Es besteht also das Risiko, dass illegal erworbenes Germanium nicht das ist, was draufsteht: Dass es sich zum Beispiel um eine anorganische Verbindung handelt oder, dass das Produkt zu gewissen Teilen mit anorganischen Formen verunreinigt ist.

Erlaubt ist das Element in homöopathischen Verdünnungen ab der Potenz D4. Homöopathische Mittel, die Ge enthalten, erkennen Sie am Wirkstoff „Germanium metallicum“. Erhältlich sind sie beispielsweise in flüssiger Form, als Globuli oder in Tablettenform. Es gibt sie häufig in den Potenzen D6 und D12 zu kaufen. Die homöopathischen Mittel gelten als unbedenklich und haben keine Nebenwirkungen.

* Ein homöopathisches Präparat mit der Potenz D12 finden Sie hier: G. metallicum D12 Streukügelchen

* Ein homöopathisches Präparat mit der Potenz D6 finden Sie hier: G. metallicum D6 Tabletten

Die Zukunft von organischem Germanium

Statt zu untersuchen, welche organischen Verbindungen in welchen Dosen einen gesundheitlichen Vorteil bringen, wurde das Element in Europa verboten. Personen, die auf die Wirkungen von organischem Germanium schwören, müssen entweder darauf verzichten, oder auf den Schwarzmarkt ausweichen, wo die Qualität der angebotenen Produkte nicht kontrolliert werden kann.

Zum Glück wird in anderen Teilen der Welt, insbesondere in Japan, weiterhin an sicheren Verbindungen geforscht. Vielleicht trägt dies dazu bei, den Ruf von organischem Ge irgendwann auch in Europa wiederherzustellen.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.