Zentrum der Gesundheit
  • Shatavari
20 Mai 2022
11 min

Shatavari: Die ayurvedische Wurzel für die Frau

Shatavari ist eine Wurzel, die im Ayurveda bei Frauen sehr beliebt ist, da sie sich auf vielfältige Weise auf das Fortpflanzungssystem auswirkt: Wechseljahresbeschwerden, Menstruationsschmerzen und das prämenstruelle Syndrom sind nur einige Anwendungsgebiete. Erfahren Sie hier alles zur Einnahme des Aphrodisiakums.

Shatavari zur Steigerung der Fruchtbarkeit

Shatavari ist eine der beliebtesten ayurvedischen Heilpflanzen. Sie wird vor allem von Frauen zur Steigerung der Fruchtbarkeit, bei unregelmässigem Zyklus sowie bei Wechseljahres- und Menstruationsbeschwerden eingenommen.

Shatavari ( Asparagus racemosus ) ist eine Pflanze aus der Familie der Spargelgewächse, die auch als Wilder Spargel oder Indischer Spargel bekannt ist. Mit dem herkömmlichen Spargel, der auf unseren Tellern landet, hat Shatavari allerdings wenig zu tun.

Die Kletterpflanze mit ihren weichen, nadelförmigen Blättern wächst vor allem in Indien, Nepal, Sri Lanka und in Gebieten Australiens. Sie bevorzugt steinigen Boden in Höhen von bis zu 1500 Metern, weshalb sie zum Beispiel am Fuss des Himalaya zu finden ist ( 1 ).

Interessant ist jedoch nicht, was oberhalb des Bodens wächst – denn die begehrten Inhaltsstoffe befinden sich vor allem in den zahlreichen dicken Wurzeln der Pflanze. Die Wurzeln werden getrocknet und zu einem feinen Pulver zermahlen (im Ayurveda „Churna“ genannt), oder es wird ein Extrakt daraus gewonnen.

Shatavari: Die Königin der Kräuter

Shatavari-Pulver wird im Ayurveda – dem traditionellen indischen Gesundheitssystem – seit Jahrhunderten eingesetzt. Shatavari ist Sanskrit und bedeutet übersetzt so viel wie „die Frau, die hundert Ehemänner hat“.

Die Übersetzung deutet bereits auf die Wirkungen hin, die der Wurzel nachgesagt werden: Sie soll die Fruchtbarkeit erhöhen, indem sie etwa die Libido anregt und den Hormonhaushalt sanft wieder ins Gleichgewicht bringt. Zudem soll der Indische Spargel Entzündungen der Gebärmutter und der Eierstöcke vorbeugen können. Die Pflanze wird auch als Königin der Kräuter bezeichnet und steht symbolisch für Liebe und Zuwendung.

Shatavari hat aber auch eine beruhigende und schmerzlindernde Wirkung und kann bei Schlafstörungen und Verdauungsbeschwerden helfen. Deshalb können auch Männer davon profitieren.

Bei den Aborigines ist die Pflanze ebenfalls bekannt: Einige indigene Stämme Australiens verwenden die Flüssigkeit aus den gekochten Wurzeln äusserlich zum Reinigen des Körpers bei Erkältungen und zur Wundbehandlung.

Die Wirkungen von Shatavari

In Studien wurden bisher die folgenden Eigenschaften von Shatavari identifiziert. Die Pflanze wirkt unter anderem ( 2 ) ( 3 ) ( 4 ):

  1. antioxidativ
  2. antidepressiv
  3. nervenstärkend
  4. krampflösend
  5. schmerzstillend
  6. entzündungshemmend
  7. angstlösend
  8. aphrodisierend (steigert die Libido)
  9. milchfördernd (regt die Bildung von Muttermilch an)

Obwohl grosse klinische Studien noch fehlen, deuten die Erfahrungen aus dem Ayurveda, Studien an Tiermodellen und kleinere klinische Studien darauf hin, dass Shatavari grosses Potential hat.

Die Inhaltsstoffe von Shatavari

Bisher wurden in Shatavari mehr als 50 Inhaltsstoffe identifiziert, darunter Saponine (z. B. Shatavarin), Flavonoide (z. B. Isoflavone und Kaempferol), Glykoside, Alkaloide (z. B. Asparagamin), Polysaccharide und Schleimstoffe.

Isoflavone sind Phytoöstrogene, also Pflanzenstoffe, die dem menschlichen Östrogen ähnlich sind und an die Östrogenrezeptoren im Körper andocken können. Zwar wirken sie deutlich schwächer als das Östrogen im menschlichen Körper und sind deshalb kein vollwertiger Östrogen-Ersatz. Doch haben Phytoöstrogene den Vorteil, dass sie regulierend wirken, also sowohl bei Östrogenüberschuss als auch bei Östrogenmangel helfen können ( 5 ).

Bei einem Überschuss blockieren sie die Östrogenrezeptoren, so dass das stärker wirkende „echte“ Östrogen nicht mehr so häufig zum Zug kommt. Die Östrogenwirkung wird dadurch abgeschwächt. Bei einem Östrogenmangel kommt die Betreffende wenigstens in den Genuss der leichten Östrogenwirkung der Phytoöstrogene.

Hier lesen Sie weitere Informationen zur Wirkung von Phytoöstrogenen auf den Hormonhaushalt: Soja und sein Schutz vor Krankheiten .

Shatavari bei hormonellem Ungleichgewicht

Eine Forschungsarbeit (Review) indischer Wissenschaftler, die 2018 erschienen ist, befasste sich mit den Auswirkungen von Shatavari auf hormonelle Unregelmässigkeiten bei Frauen:

Die Forscher identifizierten Tierstudien und einige klinische Studien mit geringer Teilnehmerzahl, die zeigen konnten, dass die Pflanze bei Regelschmerzen, beim prämenstruellen Syndrom (PMS) und bei einem unregelmässigen Zyklus helfen kann.

Shatavari erwies sich ausserdem als wirksam beim polyzystischen Ovarialsyndrom ( PCOS ), indem die Pflanze das Follikelwachstum und den Eisprung förderte. (Die Follikel umgeben die Eizellen und schützen sie während des Heranwachsens.)

Aufgrund der antioxidativen Eigenschaften von Shatavari vermuteten die Forscher, dass die Pflanze die weiblichen Fortpflanzungshormone wieder ausbalancieren kann, die durch psychischen und physischen Stress in ein Ungleichgewicht geraten sind.

Langfristiger Stress kann das Fortpflanzungssystem komplett aus der Bahn werfen und beispielsweise zum Ausbleiben der Regelblutung und des Eisprungs oder einem unregelmässigen Menstruationszyklus führen. Besonders bei einem bestehenden Kinderwunsch kann dies zu einer grossen Belastung werden und den Stresslevel zusätzlich erhöhen, wie Sie unter vorigem Link nachlesen können.

Shatavari in den Wechseljahren

Beschwerden wie Hitzewallungen, plötzliche Schweissausbrüche, Konzentrationsschwierigkeiten und Schlafprobleme treten in den Wechseljahren in unterschiedlichem Ausmass auf. Manche Frauen bemerken die Menopause kaum – andere leiden über Monate oder Jahre hinweg daran.

Australische Forscher haben untersucht, wie Shatavari in den Wechseljahren helfen kann: Rund 120 Frauen nahmen während 12 Wochen zwei Mal täglich eine Kapsel eines ayurvedischen Pflanzenpräparates zum Frühstück und zum Abendessen. Das Präparat enthielt neben 100 mg Shatavari-Extrakt noch weitere ayurvedische Heilpflanzen: Ashwagandha, Guduchi und Guggul. Die Kontrollgruppe erhielt ein Placebo ( 6 ).

Es zeigte sich, dass die Gruppe, die das Präparat einnahm, signifikant weniger Hitzewallungen und Schweissausbrüche hatte als die Kontrollgruppe – obwohl sich die Hormonspiegel der beiden Gruppen nicht unterschieden.

Zwar kann aufgrund dieser Studie nicht allein auf die Wirkung von Shatavari geschlossen werden. Jedoch ist davon auszugehen, dass die Pflanze wegen ihrer Wirkungen auf das Fortpflanzungssystem zu einem grossen Teil auch für die Wirkungen in den Wechseljahren verantwortlich ist.

Falls Sie an Konzentrationsschwäche leiden, könnten Sie dagegen Brahmi ausprobieren. Brahmi ist ebenfalls ein ayurvedisches Heilkraut. Es wirkt sich positiv auf das Gedächtnis und die Konzentration aus. Alle Informationen zu Brahmi finden Sie unter vorigem Link.

Shatavari in der Stillzeit

Indische Forscher untersuchten in einer klinischen Studie den Einfluss des Wilden Spargels auf die Produktion von Brustmilch: 30 Frauen nahmen in der Stillzeit täglich 60 mg Shatavari-Pulver pro kg Körpergewicht während 30 Tagen ein. Das Pulver wurde hierfür auf Kapseln aufgeteilt und drei Mal täglich mit einem Glas Milch eingenommen. Die Kontrollgruppe erhielt Kapseln mit Reispulver gefüllt ( 7 ).

Der Erfolg wurde unter anderem am Prolaktingehalt im Blut gemessen. Prolaktin ist ein Hormon, das dafür sorgt, dass die Brustdrüse nach der Geburt Milch produziert. Die Gruppe, die Shatavari eingenommen hatte, zeigte einen Prolaktin-Anstieg von 33 Prozent – die Gruppe, die Reispulver genommen hatte, nur einen Anstieg von 10 Prozent. Und die Frauen in der Shatavari-Gruppe waren grundsätzlich zufriedener mit ihrer Stillzeit als die Gruppe, die nicht das Heilkraut eingenommen hatte.

Bio-Trockenshatavar

Bio-Trockenshatavari 
gettyimages.de/ziprashantzi

Shatavari bei Männern

Tatsächlich soll Shatavari aber auch bei Männern wirken. Die Pflanze kommt im Ayurveda bei Männern zum Einsatz, um ihre Libido zu steigern und die Spermienzahl zu erhöhen. Die Wirkung ist dabei ähnlich wie bei Ashwagandha. Unter vorigem Link haben wir darüber berichtet, wie Ashwagandha die Spermienzahl, die Spermienbeweglichkeit und auch den Testosteronspiegel erhöht.

Die Wirkung von Shatavari soll gemeinsam mit Ashwagandha besonders gross sein. Die beiden Pflanzen können beispielsweise in der Moon Milk kombiniert werden. Wie Sie die Moon Milk zubereiten, lesen Sie weiter unten unter „Rezept für Moon Milk“).

Shatavari bei Verdauungsbeschwerden

Männer sollen jedoch auch von der beruhigenden und schmerzstillenden Wirkung der Pflanze profitieren können, etwa bei Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen oder Durchfall. Kochen Sie hierfür 1 TL Shatavari in 200 ml Milch (pflanzlich oder tierisch) oder Wasser auf und trinken Sie die Mischung langsam, solange sie noch warm ist.

Shatavari kaufen: Pulver oder Kapseln

Shatavari ist in Kapseln oder in Pulverform erhältlich. Beim Pulver handelt es sich um die getrockneten und gemahlenen Wurzeln der Pflanze. Die Kapseln bestehen entweder aus dem Pulver oder aus dem Extrakt. Letzterer enthält die konzentrierten Inhaltsstoffe der Wurzel und gilt deshalb als wirksamer als die getrockneten und pulverisierten Wurzeln.

Die Extrakt-Kapseln von Ayumeda beinhalten beispielsweise rund 880 mg Extrakt pro Tagesdosis (2 Kapseln), während Pulver-Kapseln mehrere Gramm der gemahlenen Wurzel enthalten können. Die Einnahme von Kapseln ist einfacher und der Wirkstoff kann besser dosiert werden. Denn beim Pulver wissen Sie nicht, wieviel Wirkstoff tatsächlich enthalten ist. Pulver kann im Vergleich zu Kapseln dafür auf vielfältigere Weise eingenommen werden (z. B. in der genannten Moon Milk).

*Hier finden Sie hochwertige Shatavari-Extrakt-Kapseln in Bio-Qualität: Bio-Shatavari-Extrakt

Shatavari in Bio-Qualität

Achten Sie beim Kauf von Shatavari darauf, dass Sie das Produkt in Bio-Qualität kaufen. Denn bisher stammte Shatavari hauptsächlich aus Wildwuchs. Und da die Nachfrage nach der Pflanze sehr hoch ist, gilt sie heute in den Gebieten, in denen sie wild wächst, als bedroht. Entscheiden Sie sich daher für Bio-Shatavari! Auf diese Weise fördern Sie die Nachfrage nach biologisch angebautem Shatavari und tragen zum Schutz der wilden Shatavari-Bestände bei ( 8 ).

Die Einnahme und Dosierung von Shatavari

Bei Shatavari ist die Bandbreite möglicher Dosierungen sehr hoch. Grund dafür ist einerseits, dass bisher nur wenige klinische Studien durchgeführt wurden, die eine Ableitung der idealen Dosis erlauben würden. Deshalb beruhen die Dosierempfehlungen hauptsächlich auf Erfahrungen aus Tiermodellen, die auf den Menschen umgerechnet wurden oder aus der Erfahrungsheilkunde des Ayurveda.

Andererseits hängt die Dosierung auch von den Beschwerden ab. Unten haben wir Ihnen einige Dosierungsbeispiele aufgeführt. Wir würden empfehlen mit einer niedrigen Dosierung von beispielsweise 1 TL pro Tag zu starten, da diese Dosis im Ayurveda bei vielerlei Beschwerden zum Einsatz kommt. Beim Extrakt halten Sie sich am besten an die Angaben des Herstellers. Sie können sich aber jederzeit auch Rat von einem Heilpraktiker einholen, der in der ayurvedischen Medizin bewandert ist.

Überdosierung ist kaum möglich

Auch hohe Dosen von 6 Gramm Shatavari gelten als verträglich. Es ist also kaum möglich, die Pflanze versehentlich zu überdosieren.

Die Tagesdosis an Shatavari

Die empfohlene Tagesdosis reicht für Shatavari-Pulver und Pulver-Kapseln von wenigen Milligramm bis zu 6 Gramm. Die Tagesdosis wird über den Tag verteilt eingenommen – in der Regel zu oder nach den Mahlzeiten. Traditionell wird das Pulver in einem Glas Milch (pflanzlich oder tierisch) aufgekocht und dann warm getrunken. Auch zu den Kapseln können Sie ein Glas warme Milch trinken.

Dosis für stillende Mütter

Um die Menge der produzierten Brustmilch zu erhöhen, können stillende Mütter nach der Entbindung mit der Shatavari-Einnahme beginnen. Traditionell sollen sie morgens ein bis zwei frische oder getrocknete Wurzeln während fünf bis zehn Minuten in einem Glas Milch aufkochen und anschliessend filtern. An der Angabe von ein bis zwei frischen oder getrockneten Wurzeln sieht man bereits, dass die Dosierung nicht besonders genau erfolgt, zumal die Wurzeln sehr dick werden können.

In der weiter oben im Absatz „Shatavari in der Stillzeit“ genannten Studie nahmen die Probandinnen 60 mg Shatavari-Pulver pro Kilogramm Körpergewicht ein. Bei einem Gewicht von 60 kg entspräche dies 3.6 g pro Tag – bei einem Gewicht von 80 kg 4.8 g täglich ( 7 ).

Dosis bei Menstruationsbeschwerden

Beim prämenstruellen Syndrom (PMS), bei Menstruationsschmerzen und bei starker Menstruationsblutung wird im Ayurveda ein Viertel bis zu einem halben TL Pulver nach dem Mittagessen und nach dem Abendessen eingenommen.

Wie lange wird Shatavari eingenommen?

Wie lange Sie Shatavari einnehmen sollten, hängt von Ihren Beschwerden ab. Bei akuten Verdauungsproblemen oder um kurzfristig von der schmerzstillenden Wirkung zu profitieren, reicht es unter Umständen bereits, wenn Sie die Wurzel ein bis zwei Mal einnehmen.

Leiden Sie jedoch bei jeder Periode unter starken Schmerzen, möchten Ihren Zyklus ausgleichen oder gegen Wechseljahresbeschwerden vorgehen, sollten Sie Shatavari mehrere Wochen bis Monate lang täglich einnehmen, damit die Wurzel ihre Wirkung entfalten kann.

Die Langzeiteinnahme von Shatavari gilt als sicher, jedoch empfehlen ayurvedische Ärzte, sich beraten zu lassen, wenn die Pflanze länger als drei Monate eingenommen wird – besonders bei Beschwerden wie PCOS oder Endometriose .

Die Verwendung von Shatavari-Pulver

Ob Sie Shatavari nun in Kapselform zu sich nehmen oder als Pulver, bleibt Ihnen überlassen. Falls Sie sich für das Pulver entscheiden, können Sie es morgens in Ihr Müsli, in Ihren Smoothie oder in einen Saft geben. Der Geschmack der Wurzel ist süsslich mit einer leichten Bitternote. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit ist die Moon Milk, wie wir nachfolgend erklären.

*Shatavari-Pulver in Bio-Qualität finden Sie hier: Shatavari-Pulver Bio

Rezept für Moon Milk

Vielleicht haben Sie im Zusammenhang mit Ashwagandha bereits von der Moon Milk gehört. Dabei handelt es sich um einen Schlummertrunk, der traditionell mit warmer Kuhmilch zubereitet wurde, den Sie aber auch mit pflanzlicher Milch (z. B. Reis-, Hafer- oder Sojamilch) servieren können. Dazu kommen Gewürze und ayurvedische Heilpflanzen (häufig Ashwagandha). Das Getränk wird, wie der Name „Mondmilch“ bereits andeutet, vor dem Schlafengehen getrunken und soll beruhigend und schlaffördernd wirken.

Shatavari kann ebenfalls in der Moon Milk zum Einsatz kommen – gerne auch gemeinsam mit Ashwagandha, da sich die beiden Heilpflanzen sehr gut ergänzen. Unser Rezept für den ayurvedischen Schlaftrunk finden Sie unter vorigem Link. Geben Sie einfach zusätzlich 1 TL Shatavari-Pulver hinzu.

Nebenwirkungen von Shatavari

Nebenwirkungen treten bei der Einnahme von Shatavari in der Regel nicht auf, die Wurzel kann jedoch harntreibend wirken, weshalb Personen mit Nieren- und Harnwegserkrankungen die Einnahme vorsichtshalber mit einem Apotheker, Arzt oder Heilpraktiker absprechen sollten. Dasselbe gilt für Personen mit Herzproblemen.

Reagieren Sie auf den gewöhnlichen Speisespargel allergisch, dann sollten Sie vorsichtshalber auf die Einnahme von Shatavari verzichten, da die beiden aus derselben Pflanzenfamilie stammen.

Shatavari in Schwangerschaft und Stillzeit

Auch Studien zur Ermittlung der Sicherheit während der Schwangerschaft und Stillzeit wurden bisher nicht durchgeführt. Im Ayurveda gilt die Einnahme während der Schwangerschaft und Stillzeit grundsätzlich als sicher, wobei empfohlen wird, sich bei der Einnahme während der Schwangerschaft von einem ayurvedischen Arzt oder Heilpraktiker begleiten zu lassen.

Wechselwirkungen von Shatavari

Da es bisher nur wenige Studien zu der Wurzel gibt, fehlen zudem Erkenntnisse zu Wechselwirkungen mit Medikamenten. Es wäre etwa denkbar, dass zwischen der Pille und Shatavari Wechselwirkungen auftreten könnten, da die Pille stark in den Hormonhaushalt und den Zyklus eingreift. Haben Sie die Pille hingegen gerade abgesetzt, kann die Wurzel dabei helfen den Zyklus wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Shatavari: Die ayurvedische Wurzel für die Frau

Shatavari kommt im Ayurveda seit Jahrhunderten zum Einsatz. Die Wurzel wirkt sich insbesondere positiv auf das weibliche Fortpflanzungssystem aus und kann deshalb bei vielfältigen Beschwerden wie PMS, Menstruationsschmerzen und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden. Doch auch bei Männern gilt die Pflanze als Aphrodisiakum.

Falls Sie mehr über Ayurveda erfahren möchten, finden Sie unter folgendem Link einen Artikel über die Ayurvedakur.

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Quellen
  1. (1) Singh R. Asparagus racemosus: a review on its phytochemical and therapeutic potential. Nat Prod Res. 2016 Sep;30(17):1896-908.
  2. (2) Alok S, Jain SK, Verma A, Kumar M, Mahor A, Sabharwal M. Plant profile, phytochemistry and pharmacology of Asparagus racemosus (Shatavari): A review. Asian Pac J Trop Dis. 2013;3(3):242-251.
  3. (3) Pandey AK, et al. Impact of stress on female reproductive health disorders: Possible beneficial effects of shatavari (Asparagus racemosus). Biomed Pharmacother. 2018 Jul;103:46-49.
  4. (4) Van Wyk B.E., Wink C., Wink M. (2004): Handbuch der Arzneipflanzen. 2. Auflage, Wissenschaftliche Verlagsgesellschaft, Stuttgart.
  5. (5) O'Leary MF, et al. Shatavari Supplementation in Postmenopausal Women Improves Handgrip Strength and Increases Vastus lateralis Myosin Regulatory Light Chain Phosphorylation but Does Not Alter Markers of Bone Turnover. Nutrients. 2021 Nov 27;13(12):4282.
  6. (6) E. Steels, et al. A double-blind, randomized, placebo-controlled trial evaluating safety and efficacy of an ayurvedic botanical formulation in reducing menopausal symptoms in otherwise healthy women, Journal of Herbal Medicine, Volume 11, 2018.
  7. (7) Gupta M, Shaw B. A Double-Blind Randomized Clinical Trial for Evaluation of Galactogogue Activity of Asparagus racemosus Willd. Iran J Pharm Res. 2011;10(1):167-172.
  8. (8) Bopana N, Saxena S. Asparagus racemosus--ethnopharmacological evaluation and conservation needs. J Ethnopharmacol. 2007 Mar 1;110(1):1-15.