Salbeiextrakt unterstützt die Therapie beim PCOS
Salbei (Salvia officinalis) ist eine traditionelle Heilpflanze, die vor allem für ihre Anwendung als Arzneitee bei Erkältungen und anderen Infekten bekannt ist.
Der Extrakt aus dem Salbei hat jedoch noch weitere Anwendungsgebiete. So soll er etwa eine leicht blutdrucksenkende Wirkung haben sowie bei Wechseljahresbeschwerden helfen.
Durch Inhaltsstoffe wie Rosmarinsäure, Carnosolsäure sowie weitere sekundäre Pflanzenstoffe zeigte Salbeiextrakt in Studien u. a. antidiabetische, antioxidative und entzündungshemmende Wirkungen.
Weitere Informationen rund um die Heilpflanze finden Sie in unserem Artikel Salbei – Wirkungen und Nebenwirkungen.
Eine Studie iranischer Forscher von 2025 deutet nun darauf hin, dass Salbeiextrakt beim PCOS helfen könnte (1).
Der Teufelskreis beim PCOS
Das polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS) ist eine Hormonstörung, die junge Frauen im gebärfähigen Alter betrifft. Typisch sind unregelmässige Zyklen, erhöhte männliche Hormone – was zu vermehrter Körperbehaarung und Akne führen kann – sowie Veränderungen an den Eierstöcken.
Häufig treten bei dieser Störung auch ein erhöhter Pegel an oxidativem Stress sowie Stoffwechselprobleme auf, z. B. ungünstige Blutfette oder eine Insulinresistenz.
Erhöhter oxidativer Stress kann die Insulinresistenz sowie Entzündungen verschlimmern. Zudem können Stoffwechselstörungen wie eine Insulinresistenz wiederum oxidativen Stress erhöhen.
Dadurch entstehe ein Teufelskreis, so die Autoren der Studie, der sowohl Stoffwechselstörungen als auch oxidativen Stress beim polyzystischen Ovarialsyndrom verstärke.
Studie: Salbeiextrakt senkt Blutfette und oxidativen Stress
Die Forscher prüften, ob ein Extrakt aus dem Salbei diesen Teufelskreis unterbrechen könnte.
Insgesamt 70 Frauen mit neu diagnostiziertem polyzystischem Ovarialsyndrom nahmen 8 Wochen lang entweder einmal täglich 330 mg Salbeiextrakt in Kapselform oder ein Placebo ein. Die Frauen waren zwischen 15 und 40 Jahre alt.
Zu Beginn hatte die Salbei-Gruppe einen durchschnittlichen Triglyzerid-Wert (Blutfette) von rund 108 mg/dl. Nach den 8 Wochen lag der Wert nur noch bei 94 md/dl, während es in der Placebo-Gruppe kaum eine Veränderung gab.
Triglyzerid-Werte zwischen 75 und 150 gelten als normal – idealerweise liegen sie aber unter 100 mg/dl.
Auch ein Marker für oxidativen Stress war signifikant niedriger als in der Placebo-Gruppe.
Andere Blutfette (Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und HDL-Cholesterin) hatten sich am Ende der Studie nicht klar verändert.
Jedoch zeigte eine zusätzliche Auswertung, die den zeitlichen Verlauf berücksichtigt, dass das HDL-Cholesterin in der Salbei-Gruppe leicht gestiegen war und dass die Probandinnen in dieser Gruppe ein günstigeres Verhältnis von Triglyzeriden und HDL-Cholesterin hatten.
Die Studie spricht für einen möglichen Zusatznutzen des Extrakts bei Stoffwechselproblemen durch PCOS. Es gab keine schwerwiegenden Nebenwirkungen.
Höhere Dosis bei Diabetes
Die Forscher untersuchten auch, welche Dosen in anderen Studien zum Einsatz kamen.
Sie schreiben, dass bei Personen mit Diabetes oder Prädiabetes (ohne polyzystischem Ovarialsyndrom) höhere Dosen zwischen 450 und 1500 mg Salbeiextrakt täglich während 3 Monaten nötig sein könnten. Die 1500 mg wurden dabei auf drei Dosen von jeweils 500 mg täglich aufgeteilt.
Fazit: Salbeiextrakt beim PCOS hilfreich
Die Studie deutet darauf hin, dass die Einnahme des Extrakts den Stoffwechsel von Frauen mit PCOS positiv beeinflussen kann und in die Therapie integriert werden könnte.
* Hier finden Sie ein Salbeiextrakt-Präparat mit 500 mg Extrakt pro Kapsel.
In inserem Artikel PCOS – Das polyzystische Ovarialsyndrom stellen wir Ihnen weitere naturheilkundliche Massnahmen vor, die Sie ausprobieren können.