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Vitamin C - Wirkung und Nebenwirkungen

Vitamin C ist lebensnotwendig – das ist unbestritten. Darüber aber, wieviel Vitamin C man täglich zu sich nehmen sollte, wird viel diskutiert. Der Bedarf an Vitamin C (Ascorbinsäure) soll offiziell bei nur 100 mg liegen. Orthomolekularmediziner sind der Meinung, dass dies bei weitem nicht ausreicht.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 18 April 2026
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Vitamin C - Wie ist seine Wirkung?

Vitamin C (auch als Ascorbinsäure bezeichnet) hat unschlagbare Wirkungen. Es kann vor Krankheiten schützen, auch vor Krebs – davon zumindest war der amerikanische Chemiker und Nobelpreisträger Linus Pauling überzeugt.

Er selbst nahm pro Tag 18 g Vitamin C ein, also weitaus mehr als die offiziell empfohlenen 100 mg pro Tag. Dass er ausgerechnet an Prostatakrebs starb, wird immer wieder als Beweis dafür angesehen, dass die hohen Vitamindosen unwirksam oder vielleicht sogar eine Mitursache seiner Krebserkrankung waren.

Dabei wird übersehen, dass Linus Pauling erst im hohen Alter von 93 Jahren verstarb. Fakt ist, dass niemand weiß, ob er ohne die hohen Vitamindosen womöglich bereits früher oder an einer anderen Erkrankung verstorben wäre.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen etwa zählen zu den häufigsten Todesursachen. Vitamin C jedoch gilt bei diesen Erkrankungen als besonders präventiv. Wie aber kam Linus Pauling überhaupt auf die Idee, dass derart hohe Vitaminmengen gut sein könnten?

Unsere Ahnen mussten kein Vitamin C aufnehmen

Unsere Ahnen verfügten über die Fähigkeit, selbst Vitamin C herzustellen. Die meisten Säugetiere können dies bis heute. Allerdings waren es keine menschlichen Ahnen, sondern vielmehr baumbewohnende Primaten. Denn die Fähigkeit zur Eigensynthese von Vitamin C soll bereits vor über 60 Millionen Jahren verloren gegangen sein.

Interessant ist jedoch, dass Tiere, die das Vitamin bis heute selbst bilden können, dies in einer Menge von mehreren Gramm pro Tag tun, wobei die Produktion in Stresssituationen sogar noch gesteigert werden kann.

Daraus hat auch Linus Pauling geschlussfolgert, dass der menschliche Vitamin-C-Bedarf viel höher sein muss, als wir denken und vor allem viel höher, als wir mit den üblichen Obst- und Gemüsemengen zu uns nehmen.

Die Aufgaben und Wirkungen

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein sehr wichtiges Vitamin - mit vielen Aufgaben und Wirkungen im Organismus. Die meisten Menschen bringen es mit einem gewissen Erkältungsschutz in Verbindung. Das Vitamin hat aber noch viele andere Aufgaben im Körper:

Stärkende Wirkung auf das Immunsystem

Das Vitamin ist an der Stärkung des Immunsystems beteiligt, damit dieses den Körper gegen Krankheitserreger, Zellentartung, Strahlung etc. schützen kann.

Antioxidative Wirkung - Stark gegen freie Radikale

Die Radikalfänger-Wirkung ist eine der wichtigsten Wirkungen von Vitamin C. Es fängt als eines der bedeutendsten Antioxidantien freie Radikale im Blut, im Gehirn, in den Körperzellen und direkt im Zellkern ab und macht sie unschädlich. Andernfalls würden die freien Radikale Zellen und Gewebe schädigen.

Kräftigende Wirkung auf das Bindegewebe

Vitamin C verschweißt Eiweiß und andere Substanzen zu Kollagenfasern und kräftigt so das Bindegewebe (z. B. auch Faszien). Kollagen sorgt für die Elastizität von Haut, Bändern, Sehnen und Blutgefäßwänden sowie für die Festigkeit von Zähnen und Knochen.

Narbengewebe besteht ebenfalls aus Kollagen, weshalb Ascorbinsäure auch für die Wundheilung so bedeutend ist.

Schützende Wirkung auf die Gefäße

Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil der Gefäßwände, so dass Vitamin C maßgeblich zu gesunden und elastischen Gefäßen beiträgt. Auch die antioxidativen Eigenschaften des Vitamins schützen die Gefäße und verhindern, dass sich Risse in den Blutgefäßwänden bilden

Derartige Risse würden andernfalls dazu führen, dass sich dort schädliche Verdickungen und Ablagerungen bilden würden.

Das Vitamin hat sogar eine blutverdünnende Wirkung und trägt daher zur Prävention aller mit Arteriosklerose verbundenen Krankheiten bei (Bluthochdruck, Angina Pectoris, Herzinfarkt, Schlaganfall).

Verbesserung der Eisenaufnahme

Eisen (aus pflanzlichen Lebensmitteln) wird in Verbindung mit Vitamin C besser aufgenommen. Denn das Vitamin wandelt das Eisen im Darm in eine besser verfügbare Form um und sorgt so dafür, dass es leichter in die Blutbahn gelangen kann.

Aktivierende Wirkung auf manche Hormone

Der Hypothalamus im Gehirn ist die Steuerzentrale für die Hormonbildung. Vitamin C ist an einem Prozess im Hypothalamus beteiligt, der Voraussetzung dafür ist, dass einige Hormone überhaupt wirksam sind. So ist das Vitamin z. B. wichtig für die Schilddrüsenhormone Trijodthyronin und Thyroxin sowie für die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin.

Entgiftende Wirkung

Vitamin C hat auch entgiftende Wirkung. Es aktiviert die Leberenzyme, die für den Abbau von Giftstoffen verantwortlich sind. Dadurch kann es Gifte wie Cyanide, Formaldehyd und Acetaldehyd sowie Nitrosamine und Nikotin unschädlich machen.

Vitamin C und Ascorbinsäure

Vitamin C wird häufig als Ascorbinsäure bezeichnet, obwohl dies nicht ganz korrekt ist. Das Vitamin ist chemisch gesehen L-Ascorbinsäure.

Es handelt sich also um eine ganz bestimmte Form der Ascorbinsäure. Daneben gibt es noch Ascorbinsäuren, die im Körper zu L-Ascorbinsäure umgewandelt werden können, wie die Dehydroascorbinsäure.

Bei der Dehydroascorbinsäure handelt es sich um L-Ascorbinsäure in Verbindung mit Sauerstoff. Sowohl die L-Ascorbinsäure als auch die Dehydroascorbinsäure kommen natürlicherweise in Lebensmitteln vor.

D-Ascorbinsäure ist eine andere chemische Form (das Spiegelbild von L-Ascorbinsäure), die aber weder in der Natur vorkommt noch in der Lebensmittelindustrie eingesetzt wird und auch keine Vitamin-C-typische Wirkung hat.

Lesen Sie weiter unten auch den Abschnitt Debatte: Natürliches Vitamin C ist besser als reine Ascorbinsäure.

Ascorbinsäure ist E300

Wenn Ascorbinsäure in der Lebensmittelindustrie als Konservierungsstoff eingesetzt wird, handelt es sich um L-Ascorbinsäure. Sie hat eine E-Nummer, nämlich E300, und wird synthetisch (also im Labor) hergestellt.

Der Bedarf

Der offiziell empfohlene Tagesbedarf wird für gesunde Erwachsene mit 95 mg für Frauen und 110 mg für Männer angegeben. (1).

Diese unterschiedlichen Angaben werden damit begründet, dass das Körpergewicht für die Verstoffwechslung des Vitamins entscheidend sei.

Als Berechnungsgrundlage wurde für Männer ein Gewicht von 70.7 kg und für Frauen 60 kg verwendet. Personen, die mehr wiegen als das, haben einen höheren Bedarf - und zwar je nach Ursache des Mehrgewichts aus unterschiedlichen Gründen (siehe weiter unten unter Faktoren für einen erhöhten Bedarf).

* Hier finden Sie natürliches Vitamin C aus Acerola (täglich 180 mg).

Der Vitamin-C-Bedarf nach Altersgruppen

Der Bedarf ist je nach Altersgruppe unterschiedlich. Alle Angaben für die Altersgruppen können Sie bei uns als PDF kostenlos per Email anfordern.

Faktoren für erhöhten Bedarf

Für RaucherInnen, schwangere und stillende Frauen wird auch offiziell ein höherer Bedarf angegeben.

Für Personen, die krank sind, liegen zurzeit keine offiziellen Empfehlungen vor. Ihr Vitamin-C-Bedarf dürfte aber deutlich höher sein als bei gesunden Personen. Denn Personen mit Krankheiten haben häufig einen Vitamin-C-Mangel (2).

Dieser Mangel ist einerseits mit der verminderten Aufnahme von Nahrung durch die Krankheit zu erklären und andererseits durch höheren oxidativen Stress.

Lesen Sie auch unseren Artikel Vitamin C verkürzt Zeit auf Intensivstationen. Die Forscher, die dies untersucht haben, sind der Meinung, dass im Krankheitsfalle täglich (oral) 1000 bis 4000 mg des Vitamins zum Einsatz kommen sollten.

Bei Übergewichtigen verhält es sich so, dass der Vitamin-C-Bedarf von Fettgewebe zwar niedrig ist. Dennoch steigt der Bedarf auf bis zu 2 mg pro kg Körpergewicht - nicht nur, da sie sich oft ungesund ernähren, sondern auch da sie aufgrund des Übergewichts mehr oxidativen Stress haben.

Wer aufgrund großer Muskelmasse ein hohes Gewicht hat, benötigt für die größere stoffwechselaktive Masse mehr Vitamin C. Auch hier geht man offiziell von bis zu 2 mg pro kg Körpergewicht aus.

Früher wurde mehr Vitamin C mit der Nahrung aufgenommen

Die Ernährungsweise des Menschen hat sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert: Die Fortschritte in der Nahrungsmittelindustrie haben dazu geführt, dass der Mensch heute vermutlich viel weniger Vitamin C zu sich nimmt als früher.

Denn durch den Transport und die Lagerung von Nahrungsmitteln, sowie durch deren Verarbeitung und Zubereitung, gehen hohe Mengen des Vitamins in unserer Nahrung verloren.

Vor diesen Errungenschaften der modernen Nahrungsmittelindustrie enthielt die menschliche Ernährung dagegen viel mehr frisch gepflücktes Obst und rohes Gemüse. Dies könnte darauf hinweisen, dass der Bedarf in Wirklichkei viel höher ist, als man ihn momentan einschätzt.

Höherer Vitamin-C-Bedarf durch Umweltbelastungen

Zudem ist der Mensch heute hohen Umweltbelastungen ausgesetzt, die zu vermehrtem oxidativem Stress führen. Dadurch ist der Bedarf an Antioxidantien erhöht, also müsste man auch mehr Vitamin C einnehmen.

Welche Vitamin-C-Mengen empfiehlt die Orthomolekularmedizin?

Die Orthomolekularmedizin beschäftigt sich mit der Erforschung von Vitalstoffmängeln und Vitalstoffen zur Krankheitsvorsorge.

Die frühere Deutsche Gesellschaft für Orthomolekulare Medizin (DGOM), die heute nicht mehr existerit, empfahl die folgenden Tagesdosen:

Neugeborene: 50 mg, Im 1. Lebensjahr: 30 mg pro kg Körpergewicht, Steigerung auf 500 bis 1000 mg bis zum Ende des ersten Lebensjahrs, Ab dem 2. Lebensjahr bis zum Lebensende: 50 bis 100 mg pro kg Körpergewicht und stillende Mütter: Mindestens 2000 mg Vitamin C pro Tag.

Eine Person mit einem Gewicht von 60 kg müsste also laut DGOM 3000 bis 6000 mg pro Tag zu sich nehmen – bei einem Gewicht von 80 kg wären dies 4000 bis 8000 mg. Diese Werte sind natürlich sehr hoch verglichen mit dem offiziell empfohlenen Tagesbedarf.

Säugetiere, die das Vitamin selbst produzieren, sind jedoch in der Lage, 500 mg bis über 20 g davon pro Tag herzustellen. Da erscheint die offiziell empfohlene Tagesdosis von 100 mg für den Menschen tatsächlich etwas dürftig.

Vermutlich ist ein Mittelweg zwischen dem offiziellen Bedarf und den von der DGOM empfohlenen Mengen die beste Lösung, z. B. 500 bis 1000 mg Vitamin C für einen gesunden Erwachsenen.

Wer dennoch höhere Mengen anstreben möchte, tastet sich am besten langsam heran. Auch in Zeiten höherer Infektionsgefahr, in der Reha und im Leistungssport kann es sicherlich Sinn machen, vorübergehend höhere Mengen des Vitamins einzunehmen.

Bedarf von Babys

Der offizielle Tagesbedarf von Neugeborenen liegt bei 20 mg Vitamin C – Orthomolekularmediziner raten zu 50 mg pro Tag. Was stimmt?

Aus verschiedenen Studien geht hervor, dass in der Muttermilch von Frauen mit ausreichender Vitamin-C-Zufuhr – dort definiert als 120 mg – Werte zwischen 50 und 90 mg pro Liter nachgewiesen wurden.

Der Tagesbedarf an Muttermilch eines eine Woche alten Babys wird zur Orientierungshilfe mit 200 bis 250 ml Muttermilch angegeben.

Geht man von 250 ml aus, erhielte ein Baby zwischen 12 und 22 mg pro Tag. Das bedeutet, dass man als stillende Frau mit einer Vitamin-C-Zufuhr von 120 mg pro Tag womöglich nicht einmal die offiziell empfohlenen 20 mg für sein Baby erreicht – je nachdem wieviel Vitamin C die eigene Muttermilch enthält.

Dies ist vermutlich der Grund, dass die Orthomolekularmediziner stillenden Müttern mindestens 2000 mg pro Tag raten. Wobei man natürlich auch hier mit z. B. 500 bis 1000 mg pro Tag einen Mittelweg wählen könnte.

* Hier finden Sie ein hochdosiertes Vitamin C mit 1000 mg pro Tag.

Lebensmittel mit Vitamin C

Da der menschliche Organismus das Vitamin nicht wie Pflanzen und die meisten Tiere (außer die höheren Primaten, früchtefressende Fledermäuse und Meerschweinchen) selbst herstellen kann, muss es mit der Ernährung zugeführt werden.

Vitamin-C-Gehalt in Obst

Eine Auswahl an Früchten und ihr Gehalt an Vitamin C können Sie bei uns kostenlos per Email als PDF anfordern.

Verluste beim Kochen

Da sowohl bei der Lagerung als auch beim Kochen erhebliche Mengen an Vitamin C verloren gehen, ist es ideal, die jeweiligen Lebensmittel roh und frisch zu essen.

Beim Kochen beispielsweise können um die 50 % des Vitamins verloren gehen. Beim Dämpfen sind es 30 %, beim Dünsten 25 % und erneutes Aufwärmen kann Verluste von weiteren 50 % mit sich bringen.

Wenn man das Kochwasser nach dem Kochen weggießt, dann verliert man sogar 65 % des Vitamins. Selbst wenn man das Kochwasser daher nicht mitverwenden möchte, kann man es z. B. für Saucen oder Suppen weiterverwenden.

Viele Tipps und Informationen rund um Nährstoffverluste bei unterschiedlichen Zubereitungsmethoden finden Sie in unserem Artikel Nährstoffverluste beim Kochen.

Die Verdauung und Resorption

Nach der Magenpassage wird das Vitamin über die Dünndarmschleimhaut mit Hilfe von Transportproteinen in die Blutbahn aufgenommen und im Körper verteilt.

Womöglich spielt auch die passive Diffusion eine kleine Rolle bei der Vitamin-C-Aufnahme aus dem Darm, jedoch muss dies erst genauer untersucht werden.

Wie viel Vitamin C kann aufgenommen werden?

Die Vitamin-C-Aufnahme ins Blut sinkt mit steigender Dosis deutlich. Während man bei der Einnahme von 100 mg noch bis zu 90 %, von 200 mg bis zu 70 % und bei 500 mg immerhin noch 50-60 % aufnehmen kann, sind es bei Mengen von 1000 mg nur noch 30-40 % und bei 2000 mg sind es noch etwa 20 %.

Allerdings sind 20 % von 2000 mg dennoch deutlich mehr (400 mg) als 70 % von 200 mg (= 140 mg).

Es kommt also darauf an, wie viel Vitamin C man in welchem Zeitraum zu sich nehmen möchte. Sinnvoll ist es, die Tagesdosis auf 2 bis 3 Einnahmen aufzuteilen, z. B. 3-mal täglich je 500 mg (Gesamtaufnahme ca. 825 mg) oder 2-mal täglich je 1000 mg (Gesamtaufnahme ca. 700 mg) - abhängig davon, wie man die Einnahme in den Alltag integrieren kann.

Mehrere kleine Dosen halten den Blutspiegel in jedem Fall stabiler, als 1–2 höhere Dosen.

Wo und wie lange wird Vitamin C im Körper gespeichert?

Im Gehirn, in der Augenlinse, der Milz und der Nebenniere wird das Vitamin gespeichert.

Wenn ein Mangel besteht, ist das Gehirn in der Lage, Vitamin C außergewöhnlich gut zu speichern, um die Gehirnfunktionen aufrecht zu erhalten – allerdings auf Kosten der anderen Organe.

Man geht davon aus, dass wasserlösliche Vitamine nur Tage bis Wochen im Körper gespeichert werden, fettlösliche dagegen mehrere Monate. Überschüssiges Vitamin C wird als wasserlösliches Vitamin daher von den Nieren aussortiert und über den Urin ausgeschieden.

Die Menge des aufgenommenen Vitamin C hängt aber auch davon ab, wie hoch der Bedarf gerade ist. So brauchen zum Beispiel kranke Personen, ähnlich den RaucherInnen, mehr davon, um den Spiegel im Blut aufrechtzuerhalten. Folglich haben sie einen höheren Bedarf als gesunde Personen.

Der Körper kann maximal ca. 1500–2000 mg Vitamin C im ganzen Körper speichern.

Vitamin-C-Mangel – Ursachen und Symptome

Ein über mehrere Monate anhaltender, schwerer Vitamin-C-Mangel ist bekannt als Skorbut. Der Begriff Ascorbinsäure ist abgeleitet von „Anti-Skorbut-Säure“. Diese Vitaminmangelkrankheit kennt man vor allem aus alten Seefahrergeschichten.

Durch die mangelhafte Ernährung und das vollständige Fehlen von Vitamin-C-haltigen Lebensmitteln auf längeren Schiffsfahrten galt Skorbut vom 15. bis zum 18. Jahrhundert als eine der Haupttodesursachen von Seefahrern.

Heute ist solch ein schwerer Mangel selten geworden. Man geht davon aus, dass Skorbut bereits mit 10 mg Vitamin C pro Tag vermieden werden kann. Latenter Vitamin-C-Mangel tritt jedoch nach wie vor auf (4) – und dies wahrscheinlich weitaus öfter als man denkt.

Ursachen für Vitamin-C-Mangel

Neben einer Ernährungsweise, die arm an Vitamin C ist, begünstigen folgende Faktoren einen Vitamin-C-Mangel (6) (7) (8):

Rauchen, regelmäßiges Passivrauchen, Alkohol- und Drogenmissbrauch: Diese Faktoren führen zu erhöhtem oxidativem Stress, wodurch der Körper mehr Vitamin C benötigt

Medikamenteneinnahme: Manche Medikamente können einen Mangel verursachen oder verstärken, dazu gehören Antibabypille, Antibiotika, Diuretika (harntreibende Mittel) und Medikamente mit Acetylsalicylsäure (abgekürzt ASS), z. B. Aspirin.

Schwere Krankheiten, wie z. B. Krebs, chronische Nierenerkrankungen im Endstadium, Kachexie (krankhafte, sehr starke Abmagerung) etc. gehen meist auch mit einem Vitaminmangel einher.

Magen-Darm-Erkrankungen (z. B. Morbus Crohn) können die Schleimhaut des Dünndarms schädigen, wodurch die Nährstoffe aus der Nahrung nicht mehr ausreichend aufgenommen werden.

Ein über Jahre und Jahrzehnte bestehender latenter Vitamin-C-Mangel - wenn man nicht genügend über die Nahrung zu sich nimmt - begünstigt wiederum die Entstehung chronischer Krankheiten wie Arthrose und Autoimmunerkrankungen. Forscher vermuten aber auch einen Zusammenhang mit Alzheimer und Depressionen (9).

Zudem könnte ein latenter Vitamin-C-Mangel womöglich die Ursache von Arteriosklerose und damit verbundenen Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein (29).

Symptome eines Vitamin-C-Mangels

Ein Mangel an Vitamin C wirkt sich auf den gesamten Körper negativ aus. Symptome eines latenten Vitamin-C-Mangels können sein:

Schwäche und Müdigkeit, Muskelschmerzen, Leistungsminderung und erhöhte Infektanfälligkeit.

Weil sich ein latenter Vitamin-C-Mangel in solch unauffälligen Symptomen äußert, dürfte die Zahl der Personen mit Vitamin-C-Mangel vermutlich höher sein als man annimmt. Denn niemand geht wegen dieser Symptome zum Arzt (24) – und wenn, dann wird kaum überprüft, wie viel Vitamine der Patient zu sich nimmt.

Skorbut entwickelt sich, wenn man über etwa ein bis drei Monate weniger als 10 mg Vitamin C pro Tag zu sich nimmt. In diesem Fall zeigen sich die folgenden Symptome:

Blutungen von Haut und Schleimhäuten, Zahnfleischbluten, raue, braune, schuppige und trockene Haut, schlechte Wundheilung, lockere Zähne und Gelenkschmerzen.

Vitamin-C-Mangel feststellen

Ein Vitamin-C-Mangel kann im Blut überprüft werden. Dazu wird die Konzentration des Vitamins im Blutplasma bestimmt. Die Referenzwerte lauten wie folgt (11):

  1. -Gute Vitamin-C-Versorgung: 3 bis 14 mg Vitamin C pro Liter Blut
  2. -Niedrige Vitamin-C-Versorgung: 1.7 bis 3 mg/l
  3. -Vitamin-C-Mangel: Werte unterhalb 1.7 mg/l
  4. -Skorbut-Gefahr: Werte unterhalb 1 mg/l

Die Referenzwerte sind jedoch mit Vorsicht zu genießen, denn sie sind nicht klar festgelegt – sie können also von Labor zu Labor variieren.

Die genannten Werte richten sich zudem nach dem offiziell empfohlenen Tagesbedarf. Beachtet man die von Orthomolekularmedizinern empfohlenen Mengen, hätte praktisch jeder Mensch einen Vitamin-C-Mangel.

Vitamin-C-Mangel vorbeugen und beheben

Der offizielle Tagesbedarf von rund 100 mg Vitamin C ist schnell erreicht: Zwei Orangen würden bereits ausreichen. Da der Bedarf und die Häufigkeit von latentem Mangel heute aber sehr wahrscheinlich unterschätzt werden, lohnt es sich, höhere Dosen des Vitamins zu sich zu nehmen als offiziell empfohlen.

Wenn man viel Obst und Gemüse isst, kommt man gut auf 300 bis 400 mg pro Tag. Isst man wenig Frischkost und/oder will man mehr Vitamin C zu sich nehmen, kann man zu Nahrungsergänzungsmitteln greifen.

Vitamin C mit Nahrungsergänzungen aufnehmen

Es gibt ganz unterschiedliche Nahrungsergänzungsmittel:

Präparate mit natürlichem Vitamin C (z. B. Pulver aus der Acerolakirsche oder Camu-Camu), Präparate mit reiner Ascorbinsäure (kann ebenfalls natürlichen Ursprungs sein), Präparate mit gepuffertem Vitamin C, Vitamin Ester-C®, Ascorbylpalmitat und Liposomales Vitamin C.

Präparate mit natürlichem Vitamin C

Besonders hohe Mengen natürliches Vitamin C sind in Acerola-Kirschen und Hagebutten enthalten. Frische Acerola-Kirschen gibt es in Europa leider kaum zu kaufen, denn die Früchte verderben bereits wenige Tage nach der Ernte.

Acerola-Pulver – ins Müsli oder in den Smoothie gemischt – ist eine gute Alternative. Auch die tropische Camu-Camu-Frucht ist für ihren natürlicherweise sehr hohen Vitamin-C -Gehalt bekannt, wird aber ebenfalls nicht frisch, sondern in Pulverform gehandelt.

Hagebutten sind nur frisch sinnvoll, denn das Pulver enthält nur noch wenig Vitamin C.

Präparate mit Ascorbinsäure

Nahrungsergänzungen aus reiner Ascorbinsäure sollten am besten mit einer Mahlzeit eingenommen werden, da sie auf leeren Magen eingenommen bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden hervorrufen können.

Selbst wenn Sie dauerhaft niedrigere Tagesmengen einnehmen möchten als von Orthomolekularmedizinern empfohlen (z. B. mit Acerola-Präparaten und einer vitaminreichen Ernährung), können Sie kurweise das Vitamin hochdosiert zur Unterstützung in stressigen Lebenssituationen, bei erhöhter Infektionsgefahr oder bei chronischen Erkrankungen einnehmen, z. B. Präparate mit 1000 mg pro Kapsel.

Die Ascorbinsäure kann dabei synthetisch aus Glucose oder biotechnologisch mit Hilfe von gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt sein. Sie kann aber auch natürlichen Ursprungs sein, z. B. aus fermentiertem Mais.

Präparate mit gepuffertem Vitamin C

Beim sogenannten gepufferten Vitamin C liegt die Ascorbinsäure in einem Verbund mit einem Mineralstoff vor (z. B. Natriumascorbat, Kalziumascorbat, Zinkascorbat, Magnesiumascorbat). Mineralascorbate sind besser verträglich als Ascorbinsäure und eignen sich besonders gut für empfindliche Personen.

Wenn über einen längeren Zeitraum hohe Dosen von beispielsweise 1000 mg in gepufferter Form täglich eingenommen werden, sollte der auf der Verpackung angegebene Mineralstoffgehalt vor der Einnahme überprüft und mit der empfohlenen Tagesdosis verglichen werden. Denn der Körper nimmt auch den Mineralstoff aus den Mineralascorbaten gut auf.

Kalziumascorbat

Kalziumascorbat ist ein in Nahrungsergänzungsmitteln häufig eingesetztes gepuffertes Vitamin C. Kalziumascorbat wird mit einem erhöhten Risiko für Nierensteine in Verbindung gebracht, da die meisten Nierensteine aus Kalziumoxalat bestehen.

Personen mit erhöhtem Risiko für Nierensteine wird darum meist geraten, neben dem Kalzium, das über die Nahrung aufgenommen wird, nicht noch zusätzlich Kalzium zuzuführen.

Ob Kalziumascorbat und Vitamin C generell zu Nierensteinen führen, ist jedoch nicht abschließend geklärt (siehe Absatz „Risiko für Nierensteine").

Wenn in einer Kapsel z. B. 640 mg Kalziumascorbat enthalten sind, dann besteht diese aus 500 mg Ascorbinsäure und 140 mg Kalzium.

Nehmen Sie davon z. B. in Zeiten grassierender Infekte täglich 4 Kapseln (2 g Ascorbinsäure) ein, dann nehmen Sie damit auch 560 mg Kalzium auf, was gut der Hälfte des Kalziumtagesbedarfs entspricht (1000 bis 1200 mg) und daher eine recht hohe Kalziummenge ist.

Andererseits brauchen Sie bei diesem Präparat und mit diesen Einnahmemengen dann auch kein Kalziumpräparat mehr (z. B. bei kalziumarmer Ernährung).

* Hier erhalten Sie gepuffertes Vitamin C mit 500 mg pro Kapsel (in Form von Kalziumascorbat).

Natriumascorbat

Natriumascorbat ist eine Alternative zu Kalziumascorbat, da es kein Kalzium enthält, ist also für alle geeignet, die gut mit Kalzium versorgt sind. Es ist ebenfalls magenfreundlich und die Präparate sind meistens günstiger als Präparate mit Kalziumascorbat.

Vitamin Ester-C®

Kalziumascorbat wird auch als Vitamin Ester-C® verkauft, wobei dieses auch L-Threonat (bzw. Kalziumthreonat) enthält.

Die Hersteller geben an, dass durch dieses die Bioverfügbarkeit des Vitamin C erhöht wird, es wird also besser in den Körper aufgenommen und soll auch länger in den Zellen, insbesondere in den Abwehrzellen verweilen und so das Immunsystem besser stärken können. Der Herstellungsprozess von Vitamin Ester-C® ist patentiert, daher das Markenzeichen im Namen.

* Hier erhalten Sie eines der unserer Ansicht nach besten Vitamin Ester-C® (die meisten anderen enthalten überflüssige Zusatzstoffe).

Ascorbylpalmitat

Nicht zu verwechseln ist Vitamin Ester-C® mit Ascorbylpalmitat, das als „ Vitamin-C -Ester“ verkauft wird. Ascorbylpalmitat ist eine Verbindung aus Ascorbinsäure und Palmitinsäure. Dabei ist eine Seite des Moleküls fettlöslich und die andere wasserlöslich, weshalb es in die Zellmembranen eingebaut werden kann.

Man vermutet jedoch, dass sich Ascorbylpalmitat bei oraler Einnahme kaum in die Zellmembranen einbaut, da es im Dünndarm größtenteils wieder in Ascorbinsäure und Palmitat (Salz der Palmitinsäure) aufgespalten wird, bevor es ins Blut gelangen kann. Die Wirkung ist mit der von reiner Ascorbinsäure identisch.

Ascorbylpalmitat wird bevorzugt in Kosmetikprodukten eingesetzt. Wie zu Beginn des Artikels erwähnt, spielt Vitamin C eine Rolle bei der Kollagensynthese, wodurch es unter anderem das Bindegewebe der Haut kräftigt.

Wird das Vitamin nun auf die Haut aufgetragen, so gelangt es auf diese Weise direkt in die Hautschichten. Aufgrund seiner Fettlöslichkeit ist Ascorbylpalmitat in Kosmetikprodukten stabiler als wasserlösliche Vitaminformen. Außerdem dient es aufgrund seiner antioxidativen Wirkungen als Konservierungsmittel in Kosmetikprodukten und Nahrungsmitteln (E304).

Liposomales Vitamin C

Bei Nahrungsergänzungen mit liposomalem Vitamin C wird das Vitamin (z. B. in Form von Natriumascorbat oder Ascorbinsäure) von sogenannten Phospholipiden ummantelt. Diese bilden eine fettähnliche Substanz und werden von der Dünndarmschleimhaut bevorzugt aufgenommen, so dass das Vitamin schneller ins Blut gelangt. Außerdem ist es auf diese Weise verträglicher für das Verdauungssystem.

Die Bioverfügbarkeit von 1000 mg liposomalem Vitamin C aufgelöst in einem Glas Wasser ist laut einer kleinen Studie von 2020 rund 1.8-mal höher (37) als die von 1000 mg nicht-liposomaler Ascorbinsäure (ebenfalls aufgelöst in einem Glas Wasser).

In einer kleinen Studie von 2016 wurden außerdem die Vitamin-C-Konzentrationen im Blutplasma von Probanden verglichen, die entweder 4 g liposomales, 4 g intravenöses (siehe übernächster Absatz), 4 g nicht-liposomales Vitamin C oder ein Placebo erhielten.

Die Vitamin-C-Konzentration der Probanden war bei der intravenösen Verabreichung am höchsten (38), gefolgt von der Einnahme des liposomalen Vitamins. An dritter Stelle landete das nicht-liposomale Vitamin und an vierter das Placebo.

Beide Studien wurden jedoch mit sehr wenigen Probanden (11 und 24) durchgeführt, weshalb die Ergebnisse bisher nur begrenzt verallgemeinerbar sind.

Liposomale Vitamine gibt es in flüssiger Form oder als Kapseln zu kaufen – die Tagesdosis liefert beim Vitamin C meist 1000 mg, jedoch sind auch Präparate mit bis zu 2000 mg erhältlich. In der Regel liefert eine Kapsel bereits die Tagesdosis. Von den flüssigen Präparaten werden je nach Dosierung einmal täglich 5 bis 15 ml eingenommen.

Liposomales Vitamin C selbst herstellen?

Im Internet finden sich zahlreiche Anweisungen, wie Sie selbst liposomales Vitamin C herstellen können. Sie brauchen dafür je nach Rezept z. B. 50 g Ascorbinsäure in Pulverform (ca. 3 Euro), 100 g Sonnenblumenlecithin (ca. 6 Euro), Wasser und einen Ultraschallreiniger (ab 30 Euro erhältlich). Das selbstgemachte liposomale Vitamin hält sich im Kühlschrank dann 7 Tage.

Die Zubereitung ist denkbar einfach:

Die Zutaten werden im Mixer vermischt und dann anschließend für 30 Minuten in den Ultraschallreiniger gegeben, der die Partikel verkleinern soll. Denn die Partikel im liposomalen Vitamin sollten lediglich 250 Nanometer groß sein, damit sie von der Darmschleimhaut optimal aufgenommen werden.

Ob ein Ultraschallreiniger diese Leistung überhaupt erbringen kann, ist uns nicht bekannt, denn diese Geräte werden eigentlich zur Reinigung von Brillen und Schmuck verwendet. Vermutlich müssten Sie in ein sehr leistungsstarkes Gerät investieren, was dann weitaus mehr kostet als 30 Euro.

Zum Vergleich: Fertige Präparate gibt es ab 20 Euro zu kaufen – sie reichen je nach Inhalt (in der Regel 250 ml oder 180 Kapseln) für ein bis drei Monate. Sie sollten also gut abwägen, ob es sich lohnt, liposomales Vitamin C selbst herzustellen – zumal sie es bei einer Haltbarkeit von 7 Tagen jede Woche neu herstellen müssten.

* Hier erhalten Sie liposomales Vitamin C mit 1000 mg pro Tag. Hier liposomales Vitamin C mit 500 mg.

Die ideale Einnahme von Vitamin C

Vitamin-C-Präparate (mit Ausnahme von liposomalem Vitamin C) werden vom Körper am besten aufgenommen, wenn die Tagesdosis auf drei bis sechs Einzeldosen verteilt wird. Lässt der Alltag dies nicht zu, sind eine Dosis morgens und eine Dosis abends noch immer besser geeignet als eine Einzeldosis.

Präparate gibt es zum Beispiel in Form von Tabletten, Brausetabletten, Pulver oder Lutschtabletten. In Form von Pulver lässt sich Vitamin C am besten auf Einzeldosen aufteilen.

Zudem kann die gewünschte Dosis so individuell festgelegt werden. Das Pulver wird mit Wasser gemischt getrunken – ebenso die Brausetablette. Tabletten und Lutschtabletten eignen sich hingegen besser für die Einnahme zwischendurch, wenn zum Beispiel gerade kein Wasser zur Hand ist.

Brausetabletten und Lutschtabletten enthalten jedoch häufig Süßstoffe, Säuerungsmittel, künstliche Aromen und manchmal sogar Zucker. Wählen Sie daher besser das reine Pulver oder Kapseln.

Das Verdauungssystem verträgt Präparate aus reiner Ascorbinsäure besser, wenn sie nach dem Essen eingenommen werden. Ansonsten könnte es je nach individueller Toleranz zu Magen-Darm-Beschwerden kommen.

Vitamin-C-Infusionen beim Arzt

Bei schweren Krankheiten kann das Vitamin intravenös verabreicht werden. Bei Magen-Darm-Erkrankungen beispielsweise, wie etwa Morbus Crohn kann es zu einer Schädigung der Dünndarmschleimhäute kommen, wodurch viele Vitamine und Mineralstoffe aus der Nahrung nicht mehr richtig aufgenommen werden können.

Durch die Infusion gelangt die Ascorbinsäure direkt ins Blut – so wird der Verdauungstrakt umgangen.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Vitamin C hochdosiert - Ein Arzt berichtet.

Debatte: Natürliches Vitamin C ist besser als reine Ascorbinsäure

Seit die Ascorbinsäure in den 1930er Jahren zum ersten Mal synthetisiert wurde, wird darüber diskutiert, ob sie dieselbe Wirkung hat, wie das Vitamin C aus Früchten und Gemüse (32).

Die eine Seite argumentiert, dass das Vitamin in Früchten und Gemüse aus einem ganzen Komplex an Stoffen bestehe, u. a. aus Bioflavonoiden, dem Enzym Tyrosinase, Rutin und eben der Ascorbinsäure. Jeder dieser Stoffe erfülle dabei eine Rolle im Körper und nur in diesem natürlichen Komplex könne das Vitamin vom Körper optimal aufgenommen werden:

„Mit einem imposanten Aufwand an Intelligenz und Technik gelingt dem Menschen annähernd, was die Natur mühelos und für die Bedürfnisse des Lebens richtig dosiert hervorbringt.“

Gottlieb Duttweiler (Gründer einer schweizerischen Detailhandelskette) zum Unterschied zwischen der vitamin-C -reichen Hagebutte und der industriellen Herstellung von Vitamin C .

Nähme man dagegen isolierte Ascorbinsäure ein, müsse der Körper diese „Hilfsstoffe“ aus seinem eigenen Speicher bereitstellen, so dass diese dann anderswo fehlen würden. Die andere Seite plädiert dafür, dass die Ascorbinsäure genauso gut aufgenommen würde und genauso gut wirke, wie das Vitamin C aus Lebensmitteln. Schließlich sei in Studien zu den gesundheitlichen Wirkungen des Vitamins häufig isolierte Ascorbinsäure verwendet worden.

Natürliches Vitamin C und reine Ascorbinsäure im Vergleich

Heute scheint sich ein stillschweigender Konsens durchgesetzt zu haben, wonach Ascorbinsäure und Vitamin C aus Früchten und Gemüse als gleichwertig zu betrachten sind. Studien zeigten gemischte Ergebnisse:

Während die Bioverfügbarkeit von natürlichem Vitamin C in Tierstudien besser war, wurden in Humanstudien überwiegend geringe oder keine Unterschiede (35) zwischen dem natürlichen Vitamin und isolierter Ascorbinsäure gemessen. Dies geht aus einem Review neuseeländischer Forscher hervor.

Die Anzahl der Studienteilnehmer war aber jeweils sehr gering, so dass sich die Ergebnisse nur begrenzt verallgemeinern lassen. Die Autoren des Reviews empfehlen in erster Linie dennoch auf natürliche Vitamin-C -Quellen zu setzen, da die Bioflavonoide in Früchten und Gemüse viele weitere gesundheitsfördernde Wirkungen haben.

Vermutlich ist auch hier ein Mittelweg angebracht: Nehmen Sie so viel Vitamin C wie möglich aus Vitamin-C-reichen Lebensmitteln auf. Zusätzlich können Sie Nahrungsergänzungen aus natürlichen Vitamin-C-Quellen verwenden, z. B. Acerolakirschpulver in Ihre Shakes und Smoothies mischen.

Sollten Sie noch höhere Vitamin-C-Dosen benötigen, z. B. bei der Therapie oder Prävention bestimmter Erkrankungen, dann können Sie die noch fehlende Vitamin-C-Menge in Form von Ascorbinsäure-Präparaten zu sich nehmen.

Vitamin C in der Therapie und Prävention von Krankheiten

Da Vitamin C das Immunsystem stärkt und eine antioxidative Wirkung hat, kann es eine Rolle bei der Therapie und der Vorbeugung vieler Krankheiten spielen. Laut Orthomolekularmedizinern würden sich alle Krankheiten, an denen entzündliche Prozesse im Körper beteiligt sind, mit Hilfe von Ascorbinsäure vermeiden (12) oder zumindest positiv beeinflussen lassen.

Dazu gehören Allergien, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Tumorerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Hepatitis, rheumatische Erkrankungen und viele mehr.

In der evidenzbasierten Medizin wird dieser Ansatz eher abgelehnt.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen durch Vitamin-C-Mangel

Herz-Kreislauf-Erkrankungen gehören in Deutschland zu den häufigsten Todesursachen. Oft dafür verantwortlich sind verengte Arterien, die durch Ablagerungen in den Gefäßsen entstehen (Arteriosklerose). Ist ein Blutgefäß komplett verstopft, kommt es zum Herzinfarkt, Schlaganfall oder sonstigen Organinfarkten.

Es ist bereits bekannt, dass Vitamin C das Herz schützt. Dänische Forscher fanden zum Beispiel heraus, dass diejenigen Personen, die am meisten Obst und Gemüse aßen und entsprechend eine hohe Vitamin-C-Konzentration im Blut vorwiesen, ein um 15 % geringeres Risiko für Herzkrankheiten hatten (13) – verglichen mit den Personen, die weniger Obst und Gemüse zu sich nahmen.

Aber könnte ein Vitamin-C-Mangel vielleicht sogar die Ursache für Herz-Kreislauf-Erkrankungen sein? Denn bereits bei einem latenten Vitamin-C-Mangel wird die Kollagenproduktion beeinträchtigt, was die Gefäße schwächt. Anstelle des Kollagens produziert der Körper nun Cholesterin, mit dem die Schwachstellen in den Arterien ausgebessert werden. Je mehr Cholesterin in den Arterien angesammelt wird, desto enger werden die Arterien. Zudem steigt der Blutdruck, weil die Arterien nicht mehr so glatt sind.

Über Jahre entwickeln sich so Symptome, die man heute meistens dem Alter zuschreibt, wie ein hoher Cholesterinspiegel, hoher Blutdruck, ein schwaches Herz und so weiter. In Wirklichkeit könnte es sich dabei aber um einen latenten Vitamin-C-Mangel handeln (29).

Wahrscheinlich ist es nicht ein Vitamin-C-Mangel allein, der zur Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt, sondern ein Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Es schadet aber nicht, auf eine ausreichende Vitamin-C-Zufuhr zu achten, um so zumindest das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu reduzieren.

Wirkung gegen Viren

Daneben ist die wohl bekannteste Wirkung von Vitamin C, dass es vor Viren schützt. Studien deuten zum Beispiel darauf hin, dass Mengen ab 500 mg und mehr pro Tag präventiv gegen Virenerkrankungen wie Erkältungen und Grippe helfen. Auch sollen diese Mengen den Verlauf dieser Erkrankungen mildern können.

Lesen Sie mehr dazu in unserem Artikel Vitamin C - Stark gegen Viren.

Bei Histaminintoleranz und Allergien

Vitamin C kann auch die Symptome von Histaminintoleranz lindern, denn es wird für die Funktionsweise eines Enzyms namens Diaminoxidase benötigt. Dieses Enzym ist dafür zuständig, Histamin im Körper abzubauen. Denn Personen, die an Histaminintoleranz leiden, können Histamin nicht ausreichend abbauen. Deshalb reagieren sie auf histaminhaltige Lebensmittel mit Unverträglichkeitsreaktionen. Vitamin C verbessert aber den Abbau von Histamin durch Diaminoxidase.

Auch bei Allergien spielt Histamin eine Rolle: Bei einer Allergie schüttet der Körper höhere Mengen Histamin aus als normalerweise. Dies führt zu den typischen Symptomen wie einer laufenden Nase, Juckreiz und gereizten Schleimhäuten.

Forscher der Universität Erlangen fanden heraus, dass 7.5 g intravenös zugeführte Ascorbinsäure einen erhöhten Histaminspiegel um rund 30 Prozent senkt (14). Die Frage, wie das Vitamin am besten zugeführt werden müsste, um den Histaminspiegel von Allergikern und Personen mit Histaminintoleranz langfristig zu senken, ist jedoch noch nicht geklärt. Denn es ist nicht bekannt, wie schnell der Histaminspiegel nach der Infusion wieder ansteigt.

Vermutlich wäre eine orale Vitamin-C-Aufnahme, die man über den Tag verteilen kann, die beste Lösung, um den Histaminspiegel langfristig zu senken.

Bei Gicht

Aus einer Studie mit rund 47.000 männlichen Teilnehmern geht hervor, dass eine tägliche Vitamin-C-Aufnahme von bis zu 1500 mg das Risiko für Gichtanfälle um 45 % verringer (34).. Dosen unter 500 mg zeigten dagegen keinen Effekt. Ob die Teilnehmer das Vitamin C einzig über die Ernährung oder mit Hilfe von Nahrungsergänzungsmitteln einnahmen, machte keinen Unterschied.

Die Forscher schlussfolgerten, dass die Einnahme von Vitamin C über die Ernährung und über Nahrungsergänzungsmittel Gicht vorbeugen kann. Die Ergebnisse lassen allerdings keine Rückschlüsse auf das Gichtrisiko bei Frauen und bei Personen zu, die bereits an Gicht erkrankt sind.

Gicht ist eine rheumatische Erkrankung, bei der sich Kristalle aus Harnsäure bilden. Diese Kristalle führen zu schmerzhaften Ablagerungen in den Gelenken. Ascorbinsäure führt dazu, dass die Harnsäure vermehrt ausgeschieden wird und verringert somit den Harnsäuregehalt im Blut und die Kristallbildung.

Schutz vor grauem Star

Grauer Star ist eine Augenerkrankung, bei der sich die Sicht der Betroffenen durch Oxidationsprozesse im Auge trübt. Studien haben gezeigt, dass Vitamin C vor grauem Star schützt (15). Dies allerdings nur, wenn das Vitamin über Früchte und Gemüse aufgenommen wird (16). Nahrungsergänzungsmittel hatten dagegen keinen Effekt.

Dies deutet darauf hin, dass womöglich noch ein weiterer Stoff gemeinsam mit der Ascorbinsäure für die schützende Wirkung verantwortlich ist.

Bei Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung wird in vielen Fällen mit Antibiotika therapiert. Bei unkomplizierten Verläufen helfen jedoch oft auch natürliche Mittel, z. B. Vitamin C. Es gilt bei Blasenentzündungen als Geheimtipp und wird vor allem in der ganzheitlichen Medizin eingesetzt.

Die Säure soll das Wachstum von Bakterien im Urin hemmen. Täglich 100 mg Ascorbinsäure zusätzlich zum Tagesbedarf kann Studien zufolge das Risiko für Blasenentzündungen reduzieren (17).

Bei chronischer Blasenentzündung kann eine entsprechende Therapie beim Arzt durchgeführt werden. Hierfür werden dreimal wöchentlich über zwei Wochen 7.5 mg Ascorbinsäure intravenös zugeführt. Danach wird dies alle drei Monate wiederholt, wobei das Vitamin nur noch zweimal wöchentlich über die zwei Wochen zum Einsatz kommt.

In der Krebsbekämpfung

Die Rolle von Vitamin C im Kampf gegen Krebs wird seit vielen Jahren kontrovers diskutiert. In der ganzheitlichen Medizin ist die Behandlung von Tumoren mit hohen Dosen intravenös zugeführter Ascorbinsäure weit verbreitet ­(20) – in der klassischen Onkologie dagegen nicht.

Kleinere Studien berichten von Erfolgen der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie und Zelltests im Labor zeigen, dass hohe Dosen Vitamin C das Wachstum von Tumorzellen verlangsamen können oder sogar zur Rückbildung der Tumoren führen. Groß angelegte Studien nach heutigen Qualitätsstandards fehlen aber noch.

Ob Vitamin C bei Krebs helfen kann oder nicht, kommt offenbar auf die Dosis an. Bei der intravenösen Vitamin-C-Therapie gegen Krebs kommen hohe Dosen von 7.5 g und weitaus mehr zum Einsatz. Über die ideale Höhe der Dosis sind sich die Forscher nicht einig – man geht davon aus, dass sie sich je nach Krebsart, Stadium der Krankheit und Person unterscheidet.

Lesen Sie zu diesem Thema gerne unsere beiden Artikel Vitamin C im Kampf gegen Krebs und Vitamin C hochdosiert - Ein Arzt berichtet.

Bei neurodegenerativen und psychischen Erkrankungen

Ein Review aus 2017 hat sich mit den Forschungsergebnissen zum Zusammenhang zwischen Ascorbinsäure und neurodegenerativen sowie psychischen Erkrankungen befasst. Bisher sind zu dieser Thematik bloß Untersuchungen an Tiermodellen durchgeführt worden. Darum sind Rückschlüsse auf den Menschen nur eingeschränkt möglich.

Die Ergebnisse legen jedoch nahe, dass Vitamin C in Zukunft bei der Behandlung von neurodegenerativen Krankheiten (23) wie Alzheimer, Parkinson, Huntington und Multipler Sklerose helfen könnte. Ebenso könnte Ascorbinsäure bei der Therapie psychischer Erkrankungen wie der Depression, Angststörung und Schizophrenie einen positiven Einfluss haben.

Grund für diese Annahme ist unter anderem die antioxidative Wirkung von Ascorbinsäure. Denn bei den meisten dieser Krankheiten spielt oxidativer Stress im Gehirn zumindest eine Teilrolle.

Liegt nun noch ein Vitamin-C-Mangel vor, nimmt der oxidative Stress im Gehirn zu – und dieses reagiert darauf äußerst empfindlich. Wie eine Therapie mit dem Vitamin aber konkret aussehen könnte, muss noch weiter untersucht werden.

Überdosierung von Vitamin C

Kommen so hohe Dosen Vitamin C, wie in den vorhergehenden Absätzen beschrieben, zum Einsatz, stellt sich natürlich die Frage, ob es auch ein Zuviel gibt. Da das Vitamin wasserlöslich ist, und ein Überschuss über den Urin wieder ausgeschieden wird, sind Schäden infolge von Überdosierungen fast nicht möglich.

Bekommt der Körper zu viel Ascorbinsäure auf einmal, kann dies zu Magen-Darm-Beschwerden wie Durchfall führen. Ab welcher Dosis der Darm empfindlich reagiert, ist von Person zu Person unterschiedlich. Wie immer, sollte man auf den eigenen Körper hören. Vitamin C aus Früchten und Gemüse wäre besser verträglich, jedoch lassen sich dadurch kaum höhere Dosen aufnehmen.

Grundsätzlich gilt die Einnahme von hohen Dosen Ascorbinsäure – egal ob oral oder intravenös – als sicher. Vergleicht man die Symptome mancher Erkrankungen oder die Nebenwirkungen mancher Medikamente mit dem Risiko vorübergehend Durchfall zu bekommen, fällt die Entscheidung wohl manch einem leicht.

* Hier finden Sie gepuffertes Vitamin C (gut verträglich) mit 500 mg pro Kapsel.

In diesen Fällen sollten Sie mit der Einnahme vorsichtig sein

Bevor Sie hochdosiertes Vitamin C einnehmen, sollten Sie überprüfen, ob einer der nachfolgenden Punkte auf Sie zutrifft.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Werden Vitamin-C-Präparate eingenommen, sind Wechselwirkungen mit Medikamenten nicht ausgeschlossen. Ascorbinsäure ist eine Säure und kann andere Wirkstoffe chemisch verändern. Bei folgenden Medikamenten sind Wechselwirkungen bekannt:

Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin): Ascorbinsäure behindert die Ausscheidung. Blutverdünner (Antikoagulantien): Hochdosierte Ascorbinsäure mindert die Wirkung. Fluphenazin (Psychopharmakon): Ascorbinsäure vermindert die Konzentration von Fluphenazin im Blut

Müssen Sie Medikamente einnehmen, sollten Sie eine hochdosierte Vitamin-C-Einnahme also sicherheitshalber vorgängig mit Ihrem Arzt besprechen.

Vitamin C und die Eisenspeicherkrankheit

Bei der Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose) nimmt der Körper zu viel Eisen auf, wodurch es zu Organschäden kommen kann. Da Vitamin C die Eisenaufnahme fördert, sollten Personen, die an Hämochromatose leiden, keine Nahrungsergänzungsmittel mit Ascorbinsäure einnehmen – oder nur in Absprache mit ihrem Arzt.

Risiko für Nierensteine

Oft heißt es, dass die Einnahme von Vitamin C zu Nierensteinen führen kann, besonders dann, wenn man mehr als 1000 mg pro Tag davon einnimmt. Die Studienlage dazu ist nicht einheitlich.

Es liegen Studien vor, die kein erhöhtes Risiko zeigen und Studien, die ein erhöhtes Risiko zeigen. Viele Details zu diesem Thema lesen Sie in unserem Artikel Vitamin C ist keine Ursache für Nierensteine.

Das erhöhte Risiko bezieht sich in erster Linie auf Menschen, die eine Veranlagung zur erhöhten Oxalatbildung aufweisen (Hyperoxalurie). Hier kann ein mögliches Risiko mit Maßnahmen zur Prävention von Nierensteinen aber meist wieder kompensiert werden.

Verfälschte Laborergebnisse durch Vitamin C

Etwa 15 g Vitamin C und mehr pro Tag können die Ergebnisse von Urin-, Blut- und Stuhluntersuchungen beeinflussen. Weisen Sie daher vor Laboruntersuchungen auf Ihre Vitamin-C-Einnahme hin, damit diese berücksichtigt wird.

Fazit: Vitamin C ist für (fast) jeden wichtig

Wie Sie gesehen haben, ist man mit der Erforschung von Vitamin C noch lange nicht so weit, um gesicherte Aussagen treffen zu können – vor allem, was den Tagesbedarf betrifft. Forscher der University of Copenhagen bringen es auf den Punkt (2):

„Vieles, was man heute über Vitamin C zu wissen glaubt, basiert auf Konstruktionsfehlern in Studien, Missverständnissen, Fehlinterpretationen und irrtümlichen Schlussfolgerungen. Diese Probleme behindern unsere Fähigkeit, die Rolle des Vitamins für die Gesundheit und seine Bedeutung für die Prävention und Behandlung von Krankheiten richtig zu bewerten.“

Beugen Sie daher vor und versorgen Sie sich stets mit ausreichend Vitamin C - ob über eine obst- und gemüsereiche Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel oder beides.

Update 10.2.2021

Der Abschnitt "Gepuffertes Vitamin C" wurde überarbeitet und erweitert.

Update 26.8.2021

Die Abschnitte „Vitamin C und Ascorbinsäure“, „Debatte: Natürliches Vitamin C ist besser als reine Ascorbinsäure“ wurden ergänzt und der Abschnitt „Gepuffertes Vitamin“ erweitert.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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