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Kürbis - Das Vitalstoffwunder

Kürbis - Das Vitalstoffwunder

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An den Kürbis denken viele erst zu Halloween oder wenn es an die Herbstdekoration geht. Manch einer isst gelegentlich Kürbiskerne und vielleicht kommt auch einmal eine Kürbissuppe auf den Tisch (leider häufig aus der Tüte). Der Kürbis wird heute also meist vollkommen vernachlässigt. Dabei steckt der Kürbis voller Überraschungen. Sein Vitalstoff-, Nährstoff- und Ballaststoffreichtum machen aus dem Kürbis ein Superfood, das bei vielen Leiden – wie z. B. Entzündungen, Nierensteinen, Depressionen, Hautirritationen und parasitären Infektionen – verstärkt gegessen werden sollte.

Der Kürbis – Eine Schatztruhe voller Vitalstoffe

Der Kürbis lässt sich übrigens nicht nur in eine Suppe verwandeln. Man kann aus dem Kürbis auch Gemüse, Brot, Kuchen, Salat, Bratlinge, Soufflés, Brotaufstriche und vieles mehr zaubern. Bevor wir jedoch zu den Rezepten kommen, lassen Sie uns einen Blick auf den Vitalstoffreichtum des Kürbis und auf seine gesundheitlichen Vorteile werfen:

Vitamin A

Alpha- und Beta-Carotin sind antioxidativ wirksame sekundäre Pflanzenstoffe, die im Körper zu aktivem Vitamin A umgewandelt werden können. Beta-Carotin wirkt entzündungshemmend, schützt die Haut von innen vor UV-Strahlung und heilt von der Sonne verursachte Hautschäden.

Alpha-Carotin hemmt das Tumorwachstum, verlangsamt den Alterungsprozess und schützt vor Grauem Star. Zusätzlich reduzieren die Carotinoide das Risiko auf Herz-Kreislauferkrankungen und verbessern die Immunfunktion.

Vitamin C

Das Vitamin C gleicht den Cholesterinspiegel aus, bekämpft freie Radikale und regt die Produktion von Kollagen an, was sich in einer straffen und gesunden Haut bemerkbar macht. Ausserdem stärkt es den Körper im Kampf gegen den Krebs und unterstützt das Immunsystem.

Magnesium

Die Kerne des Kürbisses stecken voller Magnesium. Dieser Mineralstoff ist wichtig für gesunde Zähne und Knochen und notwendig für die optimale Funktion des Immunsystems und des Herzens.

Magnesium wirkt zudem entzündungshemmend, schützt vor Diabetes und hilft bei der Gewichtsabnahme. Magnesium sollte daher als einer der wichtigsten Nährstoffe überhaupt angesehen werden.

Vitamin E

Vitamin E ist ein bekannter antioxidativ wirksamer Stoff, der für gesunde Haut sorgt, beim Schutz vor Alzheimer mithilft und zudem – in seiner natürlichen Form – präventiv gegen einige Krebserkrankungen eingesetzt werden kann.

Kürbiskerne liefern Vitamin E in einer riesigen Bandbreite – als Alpha-Tocopherol, Gamma-Tocopherol, Delta-Tocopherol, Alpha-Tocomonoenol und als Gamma-Tocomonoenol.

Ballaststoffe

Der Kürbis ist eine exzellente Quelle für Ballaststoffe. Eine halbe Tasse Kürbisfleisch enthält etwa fünf Gramm davon. Wenn Sie also eine Gemüseplatte mit u. a. zwei Tassen Kürbis essen, dann decken Sie allein mit dem Kürbis schon zwei Drittel Ihrer täglich empfohlenen Ballaststoffzufuhr von 30 Gramm.

Eine adäquate Aufnahme von Ballaststoffen schützt vor Herzerkrankungen, hilft Ihnen beim Abnehmen, verbessert die Verdauung und gleicht die Blutzuckerwerte aus.

Pantothensäure

Auch als Vitamin B5 bekannt hilft Ihnen dieser Nährstoff dabei, besser mit Stress umzugehen – und sorgt obendrein für einen ausgeglichenen Hormonhaushalt.

Kalium und Zink

Das Fruchtfleisch des Kürbisses ist sehr reich an Kalium und stärkt daher die Herzgesundheit, indem es Bluthochdruck entgegenwirkt. Das Zink im Fruchtfleisch stärkt das Immun- und das Fortpflanzungssystem. Die Kürbiskerne liefern natürlich noch mehr Zink als das Kürbisfleisch.

Protein

Kürbiskerne sind sehr proteinreich. Sie enthalten ganze 24 Gramm Eiweiss pro 100 Gramm und können daher sehr gut zur Deckung des Proteinbedarfs beitragen.

L-Tryptophan

L-Tryptophan ist eine essentielle Aminosäure. Der Körper kann sie also nicht selbst herstellen. Da Kürbiskerne reich an L-Tryptophan sind, können die kleinen grünen Kerne bei Stimmungstiefs eingesetzt werden, denn der Körper produziert aus L-Tryptophan das Wohlfühlhormon Serotonin.

Kürbiskerne gegen Darmparasiten

Im Öl der Kürbiskerne sind zudem Stoffe enthalten, die dazu führen, dass sich Darmparasiten nicht mehr an der Darmwand festhalten können, so dass Kürbiskerne oder deren Öl bei Parasitenbefall hilfreich sein können.

Kürbiskerne bei Blasenproblemen

Kürbiskerne fungieren ausserdem als ein natürliches Diuretikum, wirken also harntreibend und können erfolgreich bei Reizblasenbeschwerden eingesetzt werden. Durch den täglichen Verzehr von fünf bis zehn Gramm Kürbiskernen soll ferner der Bildung von Nierensteinen entgegengewirkt werden können.

Kürbiskerne bei Prostatabeschwerden

Auch Prostatabeschwerden sind mit Kürbiskernen deutlich zu lindern. So nimmt man über mehrere Monate hinweg täglich morgens und abends jeweils zwei gehäufte Esslöffel Kürbissamen mit etwas Flüssigkeit gut zerkaut ein. Empfehlenswert ist hier jedoch die parallele Einnahme von Sägepalmenfrucht- und Brennnesselwurzelpräparaten.

Kürbis-Rezepte

Angesichts all dieser Vorteile macht das Kürbis-Schlemmen gleich doppelt Spass: Was lässt sich nun mit dem Kürbis und seinen Kürbiskernen am besten anstellen?

Rezepte mit Kürbis

Viele Kürbisrezepte finden Sie in unserer Rezepte-Datenbank, wenn Sie die folgenden Links aktivieren:

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Rezepte mit Kürbiskernen

Kürbiskerne können ganz einfach ins Müsli gemischt oder über Salate und Gemüseplatten gestreut werden. Wenn Sie Brot backen, dann können Sie auch ein Kürbiskernbrot backen, indem Sie die Kürbiskerne einfach in den Teig kneten.

Zwei eher unbekannte Rezepte aus der Vitalkostküche sind Kürbiskern-Käse und Kürbiskern-Cracker aus gekeimten Kürbiskernen.

Kürbiskern-Käse

100 Gramm Kürbiskerne höchstens zwei Tage lang keimen lassen. Mit etwas Wasser, Meersalz und einer frisch gepressten Knoblauchzehe kurz im Vitamix-Mixer mixen. Das Ergebnis sollte die Konsistenz einer Paste haben. Füllen Sie diese in ein Keramikschüsselchen und lassen Sie sie an einem warmen Platz über Nacht fermentieren. Formen Sie die Paste jetzt zu einem runden „Käse“ und essen Sie diesen zu Salat, Gemüse oder Brot oder füllen Sie die Creme in ausgehöhlte Cherrytomaten.

Kürbiskern-Cracker

Zutaten:

  • 200 Gramm klein geschnittene Tomaten
  • 200 Gramm klein geschnittene rote Paprika
  • 300 Gramm Leinsaat
  • 4 EL Bio Chia Samen gekeimt
  • 200 Gramm Kürbiskerne gekeimt
  • 300 ml Wasser
  • Etwas Oregano oder Majoran oder andere Kräuter nach Ihrer Vorliebe
  • Kräutersalz nach Geschmack
     

Zubereitung:
Mixen Sie das Wasser, die Tomaten, die Paprika und das Salz in einem Standmixer (z. B. dem Vitamix-Mixer). Giessen Sie die Mischung in eine Schüssel und rühren Sie alle übrigen Zutaten unter. Lassen Sie alles eine Stunde lang quellen. Der „Teig“ sollte sich gut verstreichen lassen, hat also eher noch flüssige Konsistenz. Ist er zu fest, geben Sie noch etwas Wasser hinzu. Dann streichen Sie den Teig dünn auf die Dörrfolie des Sedona-Dörrgerätes. Um anschliessend die Cracker leicht auseinander brechen zu können, markieren Sie mit einem Teigspatel die Brechlinien. Lassen Sie die Cracker jetzt etwa 8 Stunden im Sedona-Dörrgerät trocknen. Wenden Sie die Cracker und lassen Sie sie noch einmal etwa 6 Stunden trocknen.

Wir wünschen guten Kürbis-Appetit :-)

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Quellen:

  • Adepoju, G. K. A., Adebanjo A. A. "Effect of consumption of Cucurbita pepo seeds on haematological and biochemical parameters", African Journal of Pharmacy and Pharmacology Vol. 5(1), pp. 18 – 22, January 2011, DOI: 10.5897/AJPP10.186, (Auswirkungen des Verzehrs von Kürbiskernen auf hämatologische und biochemische Messwerte), (Studie als PDF)
  • Karpagam et al., "Effect of different doses of Curcubita pepo linn extract as an antiinflammatory and analgesic nutraceautical agent on inflamed rats", International Journal of Pharmaceutical Research and Development JPRD, 2011; Vol 3(3):22; May 2011 (184 - 192), (Auswirkungen verschiedener Dosen von Kürbisextrakt als entzündungshemmendes und schmerzlinderndes medizinisch wirksames Lebensmittel bei Ratten, die an Entzündungen leiden)
  • Dr. Manal K. Abdel-Rahman, "Effect of Pumpkin Seed (Cucurbita pepo L.) Diets on Benign Prostatic Hyperplasia (BPH)", World Journal of Chemistry 1 (1): 33-40, 2006, (Auswirkungen von Kürbiskernen in der Ernährung auf benigne Prostatahyperblasie (BPH)), (Studie als PDF)


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