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Heilkräuter A - Z (Glossar)
Kuzu

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 28.08.2017
  • 1 Kommentar
Kuzu

Kuzu ist eine wilde Weinart aus dem asiatischen Raum. In der traditionellen japanischen Medizin wird Kuzu von je her als Heilpflanzen bei verschiedenen gesundheitlichen Problemen eingesetzt.

Kuzu – eine Heilpflanze aus den Bergen Japans

Kuzu (Pueraria lobata, manchmal auch Kudzu geschrieben) ist eine mächtige Kletterpflanze mit bis zu zwölf Meter langen Ranken und schönen duftenden Blüten. Sie ist mit unseren europäischen Bohnengewächsen verwandt, stammt aber ursprünglich aus den Bergen Japans. Schon seit Jahrtausenden werden in Asien die Samen der Pflanze gegessen, die Blätter an das Vieh verfüttert und die Stärke der Wurzel als Bindemittel in der Küche verwendet. Mindestens genauso lange wird Kuzu in der traditionellen asiatischen Heilkunde bei vielen gesundheitlichen Problemen eingesetzt. Die ganze Pflanze – Wurzeln, Samen und Blätter – enthält heilkräftige Stoffe.

Mit Kuzu Nichtraucher werden

Bereits seit einigen Jahren wird Kuzu (in Form von Tabletten) für solche Raucher empfohlen, die eigentlich viel lieber Nicht-Raucher wären. Kuzu enthält unter anderem zwei Stoffe (die Isoflavonoide Daidzin und Daidzein), die das Verlangen nach Zigaretten so einschränken können, dass auch starke Raucher schon nach vier Wochen in der Lage sind, ohne Glimmstängel auszukommen. Gleichzeitig treten unter dem Einfluss von Kuzu kaum Entzugserscheinungen wie Unruhe oder Reizbarkeit auf.

Kuzu bei Stoffwechselerkrankungen

Diese wunderbare Wirkung von Kuzu verblasst jedoch regelrecht angesichts der Forschungsergebnisse von Professor Dr. Wyss (University of Alabama at Birmingham UAB) und seinem Wissenschaftlerteam.

So fanden die Forscher heraus, dass Kuzu bei drei der am weitesten verbreiteten Stoffwechselerkrankungen als begleitende Therapie höchst wirkungsvoll eingesetzt werden könne (veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse in der Zeitschrift für Landwirtschaft und Lebensmittelchemie (Journal of Agriculture and Food Chemistry).

Diese drei Stoffwechselerkrankungen sind: Bluthochdruck (Hypertonie), ein zu hoher Blutzuckerspiegel (Hyperglykämie) in Verbindung mit Übergewicht sowie viel zu hohe Cholesterinwerte (Hypercholesterinämie).

Ein Großteil der Weltbevölkerung in den Industrieländern hat mit mindestens einer dieser drei Stoffwechselstörungen zu kämpfen und gehört damit zur Risikogruppe für Diabetes, Schlaganfall und Herzinfarkt. In Deutschland leiden bereits fünf Millionen Menschen an Diabetes (Typ 2).

Die Hälfte der deutschen Männer und ein Drittel der Frauen ab 18 Jahren ist übergewichtig. Von Bluthochdruck soll gar schon ein Drittel aller erwachsenen Deutschen betroffen sein und ein zu hoher Cholesterinwert macht bereits jedem dritten Mann und jeder dritten Frau zu schaffen.

Kokosöl

Schädliche Nebenwirkungen herkömmlicher Therapien

Medikamente gegen all diese Leiden haben folglich Hochkonjunktur. Antidiabetika sollen den Blutzuckerspiegel regulieren, Hypertoniker schlucken Betablocker und von Cholesterinsenkern (Cholesterinsynthesehemmer) erhofft man sich annehmbare Cholesterinwerte. Leider bringen all diese Medikamente schädliche Nebenwirkungen mit sich.

Bei Antidiabetika sind es Wassereinlagerungen, Gewichtszunahme, Nieren- und Verdauungsprobleme. Mittel gegen Bluthochdruck können laut den Packungsbeilagen eine völlig unübersichtliche Anzahl der verschiedensten Erkrankungen und Symptome auslösen. Hier nur eine kleine Auswahl: Magen-Darm-Beschwerden, Hautausschläge, Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Schwindel, depressive Verstimmungen, Bindehautentzündung, Herzprobleme, Atemnot, Potenzstörungen und viele andere mehr.

Die üblicherweise verordneten Cholesterinsenker können Muskelschäden in Form von massiver Muskelzerstörung verursachen, die sich in Muskelschmerzen, Muskelkrämpfen und Muskelschwäche (bis hin zu Muskellähmungen) äußern. Die Patienten können teilweise nicht einmal mehr eine Kaffeetasse heben, geschweige denn ihre Einkaufstüte tragen.

Die wissenschaftliche Forschungsgruppe um Professor Dr. Wyss fand nun heraus, dass sich die sekundären Pflanzenstoffe (Isoflavone), die in der Wurzel von Kuzu enthalten sind, insbesondere der Stoff Puerarin, hervorragend für den Einsatz bei genau diesen Stoffwechselproblemen eignen. So soll Puerarin den Blutdruck normalisieren, den Cholesterinspiegel senken und den Glukosegehalt im Blut (Blutzucker) stabilisieren können. Wie ist das möglich?

Kuzu reguliert den Blutzuckerspiegel

Ein zu hoher Blutzuckerspiegel tritt meist in Verbindung mit Fettleibigkeit auf und kann bekanntlich zu Diabetes führen. Laut Dr. Wyss besitzt Puerarin die außergewöhnliche Fähigkeit, Glukose (der Zucker, der mit der Nahrung aufgenommen wurde) zu bestimmten Stellen im Körper zu transportieren.

Dabei handelt es sich um jene Stellen, an denen der Blutzucker auch benötigt und dort daher auch schnell abgebaut wird, wie z. B. in unseren Muskeln. Dieser Abtransport der Zuckermoleküle, weg von den Fettzellen und raus aus den Blutgefäßen, senkt und reguliert automatisch einen überhöhten Blutzuckerspiegel.

Kuzu senkt Cholesterin und Blutdruck

In einer Versuchsreihe hatte Professor Dr. Wyss seinen Laborratten eine geringe Konzentration Kuzu-Wurzelextrakt zur üblichen Nahrung gereicht. Nach einiger Zeit hatten diese Ratten nicht nur einen niedrigeren Blutzucker- und Insulinspiegel als ihre Kameraden, die ohne Kuzu-Wurzelextrakt auskommen mussten, sondern sie erfreuten sich auch eines deutlich niedrigeren Blutdruckes und eines ebenso erfreulich niedrigen Cholesterinwertes. Gleichzeitig konnten keinerlei Nebenwirkungen beobachtet werden.

Gesunde Alternative für nebenwirkungsreiche Medikamente?

Könnte Kuzu eine gesunde Alternative für herkömmliche Cholesterinsenker sein? Für Medikamente gegen Bluthochdruck und für solche, die bei Diabetes eingesetzt werden? Dr. Jeevan Prasain, Assistenzprofessor der UAB in der Abteilung für Pharmazie und Toxikologie und stellvertretender Leiter der Kuzu-Studie, ist genau dieser Meinung. In einem Interview sagte er:

„Die Ergebnisse unserer Kuzu-Forschungen haben deutlich gezeigt, dass Kuzu-Präparate eine nennenswerte Alternative zu den geläufigen Medikamenten, die z. B. der Insulin- oder Blutdruckregulation dienen, darstellen. Letztendlich wäre es Aufgabe der Ärzte, die Dosis dieser allgemein bekannten (aber nebenwirkungsreichen – Anm. K. Peter) Medikamente zu reduzieren und statt dessen natürliche und gleichzeitig wirksame Mittel zu verordnen.“

Kuzu erhalten Sie in Reformhäusern, manchen Naturkostläden und gut sortierten Online-Shops.

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Zuletzt kommentiert

ummuEsma schrieb am 10.05.2013

Ich hab heute in einem Reformhaus ein baby brei gekauft da drinne ist kuzu hmm jetzt wo ich lese das das eine heilpflanze ist schreck ich doch ab das meinem kind weiterhin zu geben ist denn der wircklich für babies geeignet? Gruss

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo ummuEsma,
vielen Dank für Ihre Mail.
Nahezu jedes Lebensmittel hat auch eine gewisse Wirkung auf unsere Gesundheit - und genauso verhält es sich mit Kuzu auch. Es handelt sich also nicht um eine Arzneipflanze, wie etwa der Baldrian oder die Pfefferminze, sondern um eine Pflanze, die schon seit Jahrtausenden als Bindemittel eingesetzt wird. Erst wenn Sie aus Kuzu den Extrakt, also einen Auszug, verwenden würden, dann könnte man diesen als Heilmittel bezeichnen. Die gemahlene Wurzel aber, die in winzigen Mengen einer Mahlzeit zugesetzt wird, hat keine heilmittelähnliche Wirkung.
Viele Grüsse
Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit