Lycopin in der Tomate – Der Anti-Aging-Stoff
Ernährung

Lycopin in der Tomate – Der Anti-Aging-Stoff

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 31.07.2018
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Lycopin in der Tomate – Der Anti-Aging-Stoff
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Die Tomate schmeckt nicht nur lecker, sie sieht auch besonders hübsch aus. Ihre leuchtende rote Farbe verdankt sie dem Carotinoid Lycopin, das sie vor schädlichen Umwelteinflüssen wie UV-Licht schützt. Doch auch wir Menschen können von Lycopin profitieren. Der sekundäre Pflanzenstoff ist ein hochwirksamer Radikalfänger und trägt zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten und Krebs bei. Ausserdem macht Lycopin in Kooperation mit vielen weiteren Inhaltsstoffen die Tomate zu einer hervorragenden Anti-Aging-Frucht.

Tomate: Lycopin schützt vor Krebs

Das Carotinoid Lycopin ist ein roter Farbstoff, der Früchten wie der Tomate oder der Wassermelone ihre charakteristische Farbe verleiht. Laut einer Studie portugiesischer Forscher aus dem Jahr 2018 ist Lycopin von allen Carotinoiden das stärkste Antioxidans. Es wirkt Alterungsprozessen entgegen und hilft Krankheiten vorzubeugen, die mit oxidativem Stress in Zusammenhang stehen.

So haben diverse Studien gezeigt, dass Tomaten zur Krebsprävention beitragen, woran Lycopin massgeblich beteiligt ist. Da das Carotinoid vor UV-Strahlung schützt, kann das Hautkrebsrisiko gemindert werden. Weiterführende Informationen dazu finden Sie unter: Tomaten schützen vor Hautkrankheiten. Zudem soll Lycopin in puncto Prostatakrebs eine vorbeugende Wirkung haben und die gutartige Prostatavergrösserung positiv beeinflussen. Details dazu lesen Sie hier unter „Tomaten bei gutartiger Prostatavergrösserung“.

Kokosöl

Tomate wirkt besser als Lycopin-Supplementation

Da in Tomaten neben Lycopin viele weitere gesundheitsfördernde Stoffe wie Vitamine, weitere Carotinoide und Flavonoide stecken, die alle gemeinschaftlich zu einem gesünderen Leben beitragen, ist die alleinige Einnahme von Lycopin nicht unbedingt eine gute Idee.

Dies bekräftigt auch eine umfassende US-Studie, wobei untersucht wurde, ob sich das Essen von Tomaten oder eine Lycopin-Supplementation besser zur Prävention von Herz-Kreislauf-Krankheiten eignet: Die Tomate hatte die Nase vorn.

Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen

Forscher von der University of Eastern Finland haben mehr als 1.000 Männer im Alter zwischen 46 und 65 Jahren über zwölf Jahre hinweg begleitet. Zu Beginn der Studie wurde bei allen Probanden die Lycopin-Konzentration im Blut bestimmt. Jene Probanden mit dem höchsten Verzehr von Lycopin-haltigen Nahrungsmitteln hatten ein um 55 Prozent niedrigeres Schlaganfallrisiko.

Die Wirkung von Lycopin wird mitunter so erklärt, dass es die Blutgerinnung hemmt, sodass weniger Verklumpungen der Blutkörperchen entstehen. Eine Studie mit 98 Probanden am Baruch-Padeh Poriya Medical Center in Israel hat zudem gezeigt, dass durch den Genuss von 300 Gramm Tomaten pro Tag der HDL-Cholesterinspiegel um über 15 Prozent erhöht werden konnte.

Dies könnte erklären, warum Herz-Kreislauf-Krankheiten in Ländern mit vorwiegend mediterraner Ernährung seltener zu beobachten sind.

Lycopin stärkt Knochen und Muskeln

Die Leistungsfähigkeit unserer Muskeln, Gelenke und Knochen verringert sich mit zunehmendem Alter. So hat ein 70 Jahre alter Mensch im Vergleich zu einem 20- bis 30-Jährigen rund 30 Prozent weniger Muskelmasse, die Kraft und Ausdauer der Muskelleistung nehmen ab. Zudem werden die Knochen anfälliger für Brüche und auch die Gelenke machen Schwierigkeiten.

Neueste Studien haben im Jahr 2018 gezeigt, dass Tomaten dem Verschleiss der Knochen sowie dem Muskelabbau und somit auch Erkrankungen des Bewegungsapparates wie Osteoporose entgegenwirken. So haben portugiesische Forscher festgestellt, dass sich Lycopin positiv auf den Knochenstoffwechsel auswirkt. Das Carotinoid unterstützt nämlich den Abbau defekter Knochenzellen sowie den Aufbau neuer Knochenmasse.

Eine dreijährige japanische Studie mit 259 Probanden zwischen 22 und 68 Jahren hat hingegen ergeben, dass Menschen, die regelmässig Tomaten essen, sich effektiv vor der mit dem Alter einhergehenden Abnahme der Muskelstärke schützen können. Die Tomate gilt also zu Recht als Anti-Aging-Frucht.

Kaufen Sie am besten Bio-Tomaten, denn der konventionelle Tomatenanbau ist nicht mehr mit einem guten Gewissen vereinbar. Und wenn Sie lieber Tomatensaft als Tomaten geniessen, so hat auch dieser fast alle Vorteile der ganzen Frucht. Tomatenrezepte finden Sie überdies in unserer Rezepte-Rubrik.

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