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Astaxanthin aktiviert Langlebigkeits-Gen

Astaxanthin aktiviert Langlebigkeits-Gen

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(Zentrum der Gesundheit) – Astaxanthin gehört zu den Carotinoiden und gilt als besonders starkes Antioxidans. Zu seinen Spezialitäten gehören die Entzündungshemmung und der Hautschutz gegen UV-Strahlung. Astaxanthin ist ferner für die Augen eine echte Wohltat und mindert Zellschäden durch freie Radikale. Eine Studie vom März 2017 zeigte, dass Astaxanthin ausserdem das sog. Langlebigkeits-Gen aktivieren kann. Da der Stoff gleichzeitig dem Gehirn gut tut und vor Demenz schützt, scheint einem langen und geistig aktiven Leben nun nichts mehr im Wege zu stehen.

Astaxanthin – Für Herz, Haut, Augen und Gehirn

Astaxanthin ist ein Carotinoid und gehört damit zur selben Familie wie z. B. das Beta-Carotin in Karotten. Meist wird Astaxanthin aus der Alge Haematococcus pluvialis gewonnen. Der rote Stoff ist eines der besten Antioxidantien, die man kennt. Seine gesundheitlichen Auswirkungen sind äusserst zahlreich und beeindruckend:
 

  • Astaxanthin schützt die Haut von innen vor UV-Strahlung.
  • Astaxanthin schützt die Augen.
  • Astaxanthin schützt die Herz-Kreislauf-Gesundheit.
  • Astaxanthin schützt vor Krebs.
  • Astaxanthin verbessert die sportliche Leistungsfähigkeit.
  • Astaxanthin macht stressresistenter.
  • Und vieles mehr.
     

Astaxanthin statt Sonnencreme

Dr. Gerald Cysewski, Chemieingenieur und Assistenzprofessor an der University of California Santa Barbara, ist der Gründer der ersten Produktionsstätte für Astaxanthin. Er erzählt:

Gleich, als wir mit der Produktion von Astaxanthin begonnen hatten, nahmen viele unserer Mitarbeiter sofort Astaxanthin ein. Die Surfer unter ihnen kamen nach einigen Wochen und erzählten begeistert: "Hey, wir bekommen gar keinen Sonnenbrand mehr!" Und das auf Hawaii, wo die Sonne wirklich sehr intensiv scheint."

Wir führten zur Sicherheit eine klinische Studie durch, bei der zwei Wochen lang täglich 4 mg Astaxanthin genommen wurden und entdeckten schon nach dieser kurzen Zeit einen eindeutigen UV-Schutz."

Wichtig ist, dass Astaxanthin – anders als Sonnenschutzmittel – nicht die UVB-Strahlung blockt. Die Vitamin-D-Bildung in der Haut wird durch das Astaxanthin daher nicht unterbunden. Astaxanthin schützt die Haut lediglich von innen vor Zellschäden durch UV-Strahlung. Das klappt deshalb so gut, weil Astaxanthin eine derart starke antioxidative Wirkung hat, mit der es freie Radikale neutralisieren kann, die andernfalls zu Hautschäden und Sonnenbrand führen würden.

Astaxanthin – Die besondere Wirkung

Astaxanthin hat im Vergleich zu anderen Carotinoiden eine besondere Struktur und wirkt daher auch einzigartig. Während nun andere Antioxidantien nach antioxidativer Aktivität (Abgabe freier Elektronen) erschöpft sind, ist dies bei Astaxanthin anders:

Es bleibt sehr viel länger aktiv als andere Antioxidantien und kann daher sehr viel mehr freie Radikale eliminieren. Auch kann es stets mehrere freie Radikale gleichzeitig ausschalten, während andere Antioxidantien immer nur mit einem freien Radikal fertig werden.

Astaxanthin agiert ferner gegen chronische Entzündungsprozesse und zwar über mindestens fünf verschiedene Wirkmechanismen.

Astaxanthin kann überdies die Blut-Retina-Schranke passieren, also ins Auge gelangen, sich dort anreichern und selbst vor schweren Augenkrankheiten, wie z. B. der Makuladegeneration schützen.

Dasselbe gilt für die Blut-Hirn-Schranke, die das Astaxanthin passieren lässt. Auf diese Weise kann Astaxanthin direkt vor Ort das Gehirn schützen:

Astaxanthin schützt das Gehirn

Ein lokaler Schutz für das Gehirn ist deshalb so wichtig, weil das Gehirn – im Vergleich zu anderen Körperregionen – viel empfindlicher auf oxidativen Stress reagiert. Gleichzeitig ist das Gehirn jener Ort, an dem besonders viele freie Radikale entstehen und zusätzlich die körpereigenen Schutzsysteme hier auch noch weniger effektiv sind.

Gerade aber die Nervenzellen im Gehirn können sich – einmal beschädigt – nur schlecht regenerieren, wenn überhaupt. Und so kann oxidativer Stress im Gehirn über viele Jahre hinweg zu einer langsamen Anhäufung von irreparablen Gewebeschäden führen, die sich schliesslich in Form von neurodegenerativen und entzündlichen Erkrankungen (Alzheimer, Parkinson u. a. ) zeigen.

Astaxanthin bewahrt vor Vergesslichkeit und Demenz

Im Verlauf der letzten Jahre wurden mindestens 17 Studien durchgeführt, die allesamt zeigen, wie gut Astaxanthin die Nervenzellen im Gehirn schützen kann und wie gut der rote Stoff den altersbedingten Abbau kognitiver Funktionen verlangsamt.

In einer doppelblinden und placebokontrollierten Studie vom September 2012 beispielsweise gab man 96 Personen, die allesamt über Vergesslichkeit klagten, 12 Wochen lang entweder täglich 6 oder 12 mg Astaxanthin oder ein Placeboprodukt. Die kognitiven Funktionen besserten sich in den Astaxanthingruppen sehr viel deutlicher als in der Placebogruppe.

In einer weiteren Studie zeigte sich, dass Personen, die 12 Wochen lang 6 bis 12 mg Astaxanthin nahmen, sehr viel weniger jener Giftstoffe im Gehirn anhäuften (PLOOH), die mit Demenz und Vergesslichkeit in Verbindung stehen. PLOOH (Phospholipidhydroperoxide) akkumulieren in abnormalen Mengen in den roten Blutkörperchen von Demenzpatienten. Xanthophylle – eine Carotinoiduntergruppe – wie z. B. das Astaxanthin beugen dieser Akkumulation vor.

Astaxanthin bessert den Blutfluss und die Sauerstoffversorgung

Da Astaxanthin ferner den Blutfluss verbessert, den Blutdruck senkt, Blutfettwerte reguliert und direkt die Mitochondrienmembrane der Herzzellen vor oxidativem Stress bewahrt, kann das Gehirn auch deutlich besser durchblutet und so besser mit Sauerstoff versorgt werden.

Denn gerade eine schlechte Sauerstoffversorgung erhöht den oxidativen Stresspegel im Gehirn enorm. Je schlechter das Gehirn nämlich mit Sauerstoff versorgt ist, umso schlechter kann der vorhandene Sauerstoff ordnungsgemäss abgebaut werden. Es entstehen verstärkt Superoxidanion-Radikale, was bei guter Sauerstoffversorgung nicht der Fall ist.

Astaxanthin für ein längeres Leben

Forscher der University of Hawaii Cancer Center stellten fest, dass Astaxanthin ausserdem das sog. Langlebigkeits-Gen aktivieren kann. Es nennt sich FOX03.

"Jeder von uns besitzt das FOX03-Gen. Es schützt uns im Normalfall vor Alterungsprozessen", erklärt Dr. Bradley Willcox, Professor und Leiter der geriatrischen Fakultät auf Hawaii. Ferner ist er leitender Wissenschaftler der von den National Institutes of Health finanzierten Kuakini Hawaii Lifespan and Healthspan Studien.

Bei einem von drei Menschen liegt das FOX03-Gen leider in einer inaktiven Version vor. In dieser Form hat es keine Anti-Aging-Wirkung. Könnte man dieses Gen nun aktivieren, dann würde es wie die Langlebigkeits-Variante wirken. Astaxanthin, so zeigten wir in unserer Studie, kann genau dies tun: Es aktiviert das inaktive FOX03-Gen."

Offenbar kann Astaxanthin die Aktivität dieses Gens sogar um annähernd 90 Prozent steigern. Weitere Studien sollen jetzt zeigen, inwieweit man Astaxanthin in die Anti-Aging-Therapie integrieren kann.

Astaxanthin – Dosierung und Einnahme

Natürlich kann Astaxanthin über Nacht keine Wunder vollbringen. Doch nach zwei bis vier Wochen spürt man bereits die ersten positiven Auswirkungen.

Man beginnt mit 2 mg pro Tag und steigert die Dosis langsam auf 4 mg pro Tag oder – je nach Indikation – auch bis zu 12 mg pro Tag (wer zum Beispiel an chronischen Entzündungen leidet oder als Sportler seine Leistungsfähigkeit verbessern möchte).

Falls Sie Krillöl als Nahrungsergänzung nehmen, berücksichtigen Sie, dass dieses ebenfalls schon einen kleinen Teil Astaxanthin enthält. Fragen Sie Ihren Krillöl-Händler nach dem genauen Astaxanthin-Gehalt des Krillöls, um sich dann für die richtige Astaxanthin-Dosis entscheiden zu können.

Da Astaxanthin ferner ein fettlöslicher Stoff ist, wird es am besten aufgenommen, wenn Sie es mit einer etwas fetthaltigen Mahlzeit zu sich nehmen. Man nimmt Astaxanthin also nicht auf leeren Magen ein, sondern immer mit dem Essen.

Sie finden hier weitere Informationen zur Wirkweise und den Erfolgen von Astaxanthin sowie genaue Angaben zur Dosierempfehlung bei verschiedenen Krankheiten und Beschwerden: Astaxanthin – Das Superantioxidans

Quellen:


Ausbildung zum Ernährungsberater an der Akademie der Naturheilkunde


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