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Olivenöl - Ein natürlicher Blutverdünner

Olivenöl gilt nach wie vor als wichtiger und gesunder Bestandteil der Mediterranen Ernährung. So soll das Olivenöl den Cholesterinspiegel reduzieren und das Risiko für Herzerkrankungen senken.

Stand: 11 Mai 2026
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Ist Olivenöl ein natürlicher Blutverdünner?

Olivenöl gilt trotz immer wieder aufkeimender Kritik nach wie vor als wichtiger und gesunder Bestandteil der Mediterranen Ernährung. So soll es etwa den Cholesterinspiegel reduzieren, (insbesondere das Gesamtcholesterin und das LDL-Cholesterin) und auf diese Weise das Risiko für Herzerkrankungen senken.

Auch soll das Öl vor Gallensteinen schützen, die Verdauung ankurbeln und entgiftend wirken – selbstverständlich stets in Kombination mit einer insgesamt gesunden, also pflanzenbasierten und fettarmen Ernährung aus weitgehend frischen Zutaten.

Doch kann es auch wie ein natürlicher Blutverdünner wirken? Genau darauf deuten zumindest erste Studien hin. Bei der diesjährigen (2019) Tagung der American Heart Association wurde eine Studie vorgestellt, bei der jene Probanden, die mindestens einmal pro Woche Olivenöl verzehrten, eine geringere Thrombozytenaktivität aufwiesen (1) (also eine geringere Blutgerinnungsneigung) als jene, die das Öl nur selten nutzten.

Eine geringere Blutgerinnungsneigung bedeutet, dass die Gefahr für Blutgerinnsel sinkt und das Blut stattdessen besser durch die Gefässe fliessen kann. Könnte Olivenöl daher ein natürlicher Blutverdünner sein?

Olivenöl als Blutverdünner: Häufiger Verzehr wirkt besser

Die 63 Probanden der Studie waren durchschnittlich 32,2 Jahre alt und hatten einen durchschnittlichen BMI von über 44. Schon ab einem BMI von 30 spricht man von einer Adipositas, also Fettleibigkeit. Ab einem BMI von 25 besteht ein Übergewicht.

Die Forscher stellten nicht nur fest, dass der einmal wöchentliche Verzehr des Öls zu einer niedrigeren Thrombozytenaktivität führte als bei Personen, die das Öl seltener verwendeten, sondern auch, dass jene Probanden die besten Blutgerinnungswerte aufwiesen (2), die es noch häufiger, also mehrmals wöchentlich konsumierten.

Schlechte Blutgerinnungswerte hingegen weisen darauf hin, dass Ablagerungen entlang der Blutgefässwände entstehen können. Jetzt wird eine Arteriosklerose diagnostiziert – eine der wichtigsten Voraussetzungen für Herzinfarkt und Schlaganfall.

Natürlicher Blutverdünner für Herz und Gefässe?

„Gerade fettleibige Menschen haben ein erhöhtes Risiko, einen Herzinfarkt, Schlaganfall oder ein anderes Herz-Kreislauf-Ereignis zu erleiden – selbst dann, wenn sie keine anderen Risikofaktoren, wie etwa einen Diabetes aufweisen“, erklärte Dr. Sean P. Heffron, Leiter der Studie und Assistenzprofessor an der NYU School of Medicine in New York. „Unsere Studie lässt vermuten, dass Olivenöl bei Übergewichtigen das Risiko für Schlaganfall und Herzinfarkt reduzieren könnte (3).

Der mögliche Blutverdünner-Effekt des Olivenöls könnte daher ein Grund sein, warum die Mediterrane Ernährung immer wieder mit einem geringeren Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung gebracht wird.

Allerdings wurde in der Untersuchung nur die Häufigkeit des Verzehrs überprüft und nicht die jeweils konsumierte Menge. Da es ferner eine reine Beobachtungsstudie war, lässt sich damit natürlich nicht beweisen, dass bei Adipösen allein der Verzehr von Olivenöl die Blutgerinnung hemmen könnte.

* Hier finden Sie unseren Kochkurs für mediterrane Ernährung

Olivenöl wirkt nicht nur als möglicher Blutverdünner

Olivenöl könnte nicht nur als natürlicher Blutverdünner wirken. Frühere Studien (aus 2011, 2014 und 2015) deuten auch darauf hin, dass es die Blutgefässe schützt, den Blutfluss fördert, entzündungshemmende Eigenschaften hat und somit das Risiko für Schlaganfälle reduzieren kann (4).

Zwar gibt es auch gegensätzliche Untersuchungen, doch wurden diese stets mit einer übermässig grossen Fettmenge durchgeführt, so dass die Ergebnisse kaum auf einen gemässigten Ölverzehr im Rahmen einer gesunden Ernährung übertragen werden können.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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