Zentrum der Gesundheit
  • Demenz, resveratrol
17 Juni 2022
2 min

Resveratrol kann das Demenz-Risiko von Frauen senken

Die Menopause ist bei Frauen eine riskante Lebensphase, da der sinkende Östrogenspiegel das Demenz-Risiko steigen lässt. Ein bestimmter Pflanzenstoff kann Studien zufolge genau dieses Risiko wieder senken.

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Warum Frauen in der Menopause von Resveratrol profitieren können

Eine US-Studie ( 4 ) hat bereits im Jahr 2001 gezeigt, dass Resveratrol die Gesundheit von Frauen fördern kann. Eine besondere Wirkung entfaltet dieser sekundäre Pflanzenstoff dabei in der Menopause. Resveratrol soll dann das bei Frauen erhöhte Demenzrisiko reduzieren können.

Kann Resveratrol Frauen in der Menopause vor Demenz schützen?

Resveratrol ist in zahlreichen Pflanzenarten enthalten, ein relativ hoher Gehalt findet sich jedoch in der Haut von roten Weintrauben. Um Resveratrol gezielt einsetzen zu können, muss der Stoff in Form hochdosierter Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden. Der Verzehr von Trauben genügt hier also nicht.

In einer doppelblinden und placebokontrolloerten Studie, die im Jahr 2016 an der University of Newcastle durchgeführt wurde, erhielten 80 postmenopausale Frauen 14 Wochen lang täglich entweder 75 Milligramm Resveratrol oder ein Placebo ( 1 ).

Die Wissenschaftler stellten fest, dass Resveratrol merklich die Gehirndurchblutung, die Wahrnehmung und die Stimmung verbessern konnte. Sie kamen zum Schluss, dass die regelmässige Einnahme von Resveratrol in der Post-Menopause zur Prävention von Demenzerkrankungen beitragen könnte. Diese Erkenntnis wurde von demselben Forscherteam im Jahr 2017 durch zwei weitere Studien bestätigt ( 3, 5 ).

* Natürliche Kapseln mit Resveratrol finden Sie hier unter diesem Link.

Warum ist das Demenz-Risiko bei Frauen höher?

Es gibt diverse Erklärungsversuche, warum Frauen häufiger an Demenz erkranken als Männer. Die weiblichen Hormone scheinen dabei laut der Alzheimerforscherin Dr. Natalie Rasgon von der Stanford University eine entscheidende Rolle zu spielen ( 7 ). Denn Östrogen ist im zentralen Nervensystem von Frauen einer der wichtigsten Botenstoffe.

Im Gehirn von Frauen fungiert Östrogen bis zur Menopause als ein Schutzschild für die Verbindungen zwischen den Nervenzellen. Weil der Östrogenspiegel in der Menopause sinkt, wird die Schutzwirkung verringert und das Risiko für Demenzerkrankungen steigt.

Warum schützt Resveratrol vor Demenz?

Resveratrol kann diesem Prozess laut einer im Jahr 2017 an der University of Bologna durchgeführten Studie entgegenwirken ( 2 ), da es zu den Phytoöstrogenen zählt. Diese sind zwar keine Östrogene im chemischen Sinne, weisen mit diesen jedoch strukturelle Ähnlichkeiten auf.

Aus diesem Grund können Phytoöstrogene wie Resveratrol an Östrogenrezeptoren binden und ähnliche Effekte wie körpereigene Östrogene auslösen. Dazu zählt, dass klimakterische Beschwerden gelindert, die kognitiven Fähigkeiten in der Menopause verbessert und die Risiken für Demenz gesenkt werden können.

Darüber hinaus hat Resveratrol eine antioxidative Wirkung und schützt das Gehirn somit vor freien Radikalen, die diversen Studien zufolge bei der Entstehung von Demenzerkrankungen eine Schlüsselrolle spielen ( 6 ).

Was Sie bei der Einnahme von Resveratrol beachten sollten

Es gilt inzwischen als gesichert, dass künstliche Hormone Beschwerden in der Menopause lindern können. Allerdings liegt auch der Verdacht nahe, dass dann gleichzeitig das Risiko für schwerwiegende Erkrankungen wie Schlaganfall, Herzinfarkt und Brustkrebs ansteigen könnte.

Phytoöstrogene wie Resveratrol werden im Gegensatz dazu als sicher eingestuft und können demnach eine gute Alternative darstellen. Liegen allerdings östrogenabhängige Erkrankungen vor, sind Risiken nicht auszuschliessen, so dass Sie die Anwendung am besten mit Ihrem ganzheitlich orientierten Arzt oder Heilpraktiker absprechen sollten.

Beim Kauf von Resveratrol-Präparaten sollten Sie darauf achten, dass nicht nur Resveratrol enthalten ist, sondern auch weitere Pflanzenstoffe aus der Traube.

Oft werden diese Produkte mit „Resveratrol mit Bioflavonoiden“ gekennzeichnet, wie z. B. dieses Resveratrol-Präparat.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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Quellen
  1. (1) Hamish Michael Evans et al, Clinical Evaluation of Effects of Chronic Resveratrol Supplementation on Cerebrovascular Function, Cognition, Mood, Physical Function and General Well-Being in Postmenopausal Women – Rationale and Study Design, Nutrients., März 2016 
  2. (2) Thaung Zaw JJ et al, Does phytoestrogen supplementation improve cognition in humans? A systematic review, Ann N Y Acad Sci, September 2017
  3. (3) Hamish M. Evans et al, Effects of Resveratrol on Cognitive Performance, Mood and Cerebrovascular Function in Post-Menopausal Women; A 14-Week Randomized Placebo-Controlled Intervention Trial, Nutrients. Januar 2017
  4. (4) Bagchi D et al, Benefits of resveratrol in women's health, Drugs Exp Clin Res, 2001 
  5. (5) Rachel H.X. Wong et al, Cerebrovascular Function, Cognition and overall Well-Being in Postmenopausal Woman are improved following regular Resveratrol Supplementation, Alzheimer's & Dementia, Juli 2017
  6. (6) Singh A et al, Oxidative Stress: A Key Modulator in Neurodegenerative Diseases, Molecules, April 2019
  7. (7) Alexandra Bröhm Warum Frauen häufiger an Alzheimer erkranken als Männer, Mai 2016