Naturheilkunde/Therapie

Granatapfelsaft senkt den Blutdruck

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 01.05.2019
Granatapfelsaft senkt den Blutdruck
© gettyimages.ch/iuliia_n

Eine wissenschaftliche Studie kam zu dem Ergebnis, dass Granatapfelsaft den Blutdruck senken kann. Das Trinken von Granatapfelsaft lohnt sich jedoch auch noch aus anderen Gründen. Denn der Granatapfelsaft steckt voller wertvoller Stoffe, die auch bei anderen Gesundheitsproblemen hilfreich sein können. Granatapfelsaft ist daher in jedem Fall ein empfehlenswertes natürliches Nahrungsergänzungsmittel, von dem jeden Tag ein bis zwei Gläschen getrunken werden können.

Inhaltsverzeichnis

Granatapfelsaft bei hohem Blutdruck

Bluthochdruck gehört gemeinsam mit Übergewicht, Diabetes und hohen Cholesterinwerten zu den vier Beschwerden des sog. metabolischen Syndroms. Fast jeder Mensch leidet heute ab einem bestimmten Alter an mindestens einem der vier genannten Probleme.

Oft kennt man die Ursachen nicht. So auch beim Bluthochdruck.

Irgendwann misst der Hausarzt einen hohen Blutdruck und verschreibt flugs ein passendes Medikament. Ursachenforschung wird erst gar nicht betrieben.

Medikamente gegen Bluthochdruck sind jedoch nicht ohne. Das heisst, ihre Nebenwirkungen führen nicht selten gleich zum nächsten Gesundheitsproblem.

Es ist daher eine gute Idee, zunächst einmal natürlichen Methoden zur Blutdrucksenkung eine Chance zu geben.

Der Granatapfelsaft gehört dazu und bereitet mit Sicherheit mehr Genuss als das Schlucken einer riskanten Pille.

Bluthochdruck: 330 Milliliter Granatapfelsaft täglich

Ein Forscherteam um Anthony Lynn wollte herausfinden, wie sich der Granatapfelsaft auf die Herzgesundheit auswirkt.

Zu diesem Zweck führten sie eine placebokontrollierte Studie mit 51 gesunden Männer und Frauen zwischen dreissig und fünfzig Jahren durch. Die Probanden bekamen vier Wochen lang entweder jeden Tag 330 Milliliter Granatapfelsaft oder ein flüssiges Placebo zu trinken.

Am Anfang und am Ende der Studie überprüften die Wissenschaftler Pulsgeschwindigkeit und Blutdruck der Teilnehmer. Darüber hinaus untersuchten sie das antioxidative Potential des Blutes, also wie gut das Blut gegen freie Radikale geschützt ist.

Auf die Pulsfrequenz und den Schutz vor freien Radikalen hatte der Granatapfelsaft im Rahmen der vorliegenden Studie überraschenderweise keinerlei Einfluss.

Den Blutdruck hingegen senkte er bei den Studienteilnehmern – und zwar signifikant. Zusätzlich hat der Granatapfelsaft aber noch viele weitere positive Wirkungen auf die Gesundheit:

Granatapfelsaft bei Sarkoidose und Diabetes

Granatapfelsaft kann beispielsweise die Aktivität des Enzyms ACE ( Angiotensin Converting Enzyme) hemmen. Ein hoher ACE-Spiegel im Blut wird unter anderem mit der Autoimmunerkrankung Sarkoidose in Verbindung gebracht.

Sarkoidose, auch als Morbus Boeck bekannt, kann Entzündungen mit knötchenförmigen Gewebeveränderungen im ganzen Körper auslösen. Am häufigsten ist die Lunge befallen. Sarkoidose kann jedoch auch die Leber, die Augen oder gar das Herz befallen und im letzteren Falle gefährliche Herzrhythmusstörungen auslösen.

Granatapfelsaft kann daher zur ganzheitlichen Begleittherapie der Sarkoidose gehören.

Die Ergebnisse einer weiteren Studie legen die Vermutung nahe, dass man mit Granatapfelsaft auch einer Diabeteserkrankung vorbeugen kann. Im Modell konnte Granatapfelsaft nämlich die Insulinresistenz, einen der Risikofaktoren für Diabetes, senken.

Granatapfelsaft gegen Krebs

Neben der Sarkoidose bekämpft der Granatapfelsaft noch weitere schwere Krankheiten, wie z. B. Krebs und Arthritis.

Bei Brustkrebs soll der Granatapfelsaft gar die Metastasenbildung aufhalten. Und aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativ wirksamen sekundären Pflanzenstoffe hilft er bei chronisch entzündliche Krankheiten nahezu aller Art.

Die sekundären Pflanzenstoffe des Granatapfels sollen im Vergleich zum Grüntee sogar über eine dreimal stärkere Anti-Krebs-Wirkung verfügen.

Details dazu lesen Sie hier: Granatapfel gegen Brustkrebs

Granatapfelsaft gegen Muskelkater

Auch Sportler können den Granatapfelsaft für sich nutzen, da er auch gegen so profane Zipperlein wie Muskelkater zu helfen scheint.

Nach intensivem Training nämlich sorgt der Granatapfelsaft dafür, dass sich Muskeln schneller wieder regenerieren können.

Eine Studie hatte gezeigt, dass Muskelkater und Schwächegefühl nach aussergewöhnlich intensivem Training schneller zurückgingen, wenn die Probanden Granatapfelsaft konsumierten.

Sollten Sie also eine der genannten Problematiken bekämpfen wollen, dann essen Sie in der Granatapfelsaison (Oktober bis Dezember) täglich ein bis zwei Granatäpfel oder trinken Sie (auf zwei Portionen verteilt) 330 ml Granatapfelsaft pro Tag.

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Quellen

  • Anthony Lynn et al., "Effects of pomegranate juice supplementation on pulse wave velocity and blood pressure in healthy young and middle-aged men and women", Plant Foods for Human Nutrition, September 2012, ("Auswirkungen von Nahrungsergänzung mit Granatapfelsaft auf Pulsgeschwindigkeit und Blutdruck bei gesunden Männern und Frauen jungen und mittleren Alters")
  • Caroline Bell Stowe et al., "The effects of pomegranate juice consumption on blood pressure and cardiovascular health", Complementary Therapies in Clinical Practice, Oktober 2010, ("Die Auswirkungen von Granatapfelsaftkonsum auf Blutdruck und Herzgesundheit")
  • Jr. Casler et al., "The effect of pomegranate juice supplementation on strength and soreness after eccentric exercise", Journal of Strength and Conditioning Research/National Strength and Conditioning Association, Juli 2011, ("Der Effekt von Nahrungsergänzung mit Granatapfelsaft auf Stärke und Muskelkater nach exzessivem Training")
  • Dr. C Tsang et al., „Intake of polyphenol-rich pomegranate pure juice influences urinary glucocorticoids, blood pressure and homeostasis model assessment of insulin resistance in human volunteers.", Journal of Nutritional Science, 2012, ("Die Einnahme von polyphenolreichem reinen Granatapfelsaft beeinflusst Harnglucocorticoide, Blutdruck und Homöostase-Modelleinstufung von Insulinresistenz bei menschlichen Freiwilligen")