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Im Herbst und Winter an Vitamin D denken!

Denken Sie im Herbst und Winter an Vitamin D! Reichen Ihre Vitamin-D-Speicher aus, um sicher über den Winter zu kommen? Bei vielen Menschen sind die Werte oft schon im Herbst viel zu niedrig. Wenn sich dann in der dunklen Jahreszeit ein deutlicher Mangel entwickelt, wächst die Anfälligkeit für Infekte.

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel
Stand: 14 Mai 2026
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Wichtig: Im Herbst und Winter Vitamin D einnehmen!

Denken Sie am besten schon im Herbst an Ihren Vitamin-D-Spiegel und nehmen Sie – wenn nötig – ein entsprechendes Präparat ein! Ihren Knochen und Zähnen zuliebe! Aber auch zur Unterstützung des Immunsystems. Denn Vitamin D gilt als wirksamer Grippe-Schutz!

Und wenn es bereits Winter ist und Sie haben das Vitamin bislang vergessen, dann ist es nie zu spät, mit der Einnahme zu beginnen!

Vitamin-D-Speicher reichen meist nicht über den Winter

Vitamin D wird im Optimalfall zu rund 80 Prozent mit Hilfe der Sonne (UVB-Strahlung) vom Körper selbst hergestellt – und ist daher gar kein echtes Vitamin, sondern vielmehr ein Hormon.

Meist jedoch können die Vitamin-D-Speicher im mitteleuropäischen Sommer nicht optimal aufgefüllt werden und reichen daher auch nicht über den Winter hinweg.

Denn viele Menschen halten sich in der warmen Jahreszeit viel zu selten im Freien auf, sodass ihnen oft schon im Herbst zu wenig Vitamin D zur Verfügung steht.

Im Winter dann (Oktober bis März) kann die Eigensynthese von Vitamin D in der Haut in allen Ländern nördlich des 40. Breitengrades – was einer gedachten Linie durch Rom entspricht – nur unzureichend stattfinden (wenn überhaupt). Ein winterlicher Vitamin-D-Mangel ist somit häufig vorprogrammiert.

Warum ist es so schwer, den Vitamin-D-Speicher zu füllen?

Wer sich in den warmen Monaten täglich für kurze Zeit (10 bis 15 Minuten) in der Sonne aufhält – etwa ein Viertel der Körperoberfläche sollte dabei unbedeckt sein – produziert laut Forschern genügend Vitamin D (3).

Damit im Körper aber nennenswerte Reserven für den Winter aufgebaut werden können, muss die Bildung von Vitamin D weit über den täglichen Bedarf hinaus erfolgen.

Das im Fett- und Muskelgewebe (7) gespeicherte Vitamin D wird dann, wenn es benötigt wird, langsam und in kleinen Mengen wieder abgegeben und schützt im Winter vor einem zu niedrigen Vitamin-D-Spiegel.

Das Auftanken von Vitamin D stellt aber für all jene Menschen ein Problem dar, die nicht in südlichen Gefilden beheimatet sind und/oder sich selten oder gar nie knapp bekleidet in der Sonne aufhalten, wie das z. B. bei Berufstätigen, Bettlägerigen oder Hautempfindlichen oft der Fall ist - oder nur mit Sonnenschutzmittel, die bei hohem Lichtschutzfaktor die Vitamin-D-Bildung in der Haut hemmen.

Vitamin-D-Spiegel ist oft schon im Herbst zu niedrig

Wie sehr äußere Faktoren wie der Breitengrad des Wohnortes und die Jahreszeit darauf Einfluss nehmen, wie viel Vitamin D gebildet bzw. gespeichert wird, haben Forscher von der University of Icelandim Jahr 2015 aufgezeigt. An der Studie nahmen 265 siebenjährige Kinder teil. Ihnen wurde zwischen September und November an drei verschiedenen Tagen Blut abgenommen, um den Vitamin-D-Status zu ermitteln.

Die Forscher stellten fest, dass nur bei etwas mehr als 20 Prozent der Kinder die empfohlene Vitamin-D-Aufnahme von 10 Mikrogramm (400 IE) pro Tag gewährleistet war (2). 65 Prozent hatten bereits im Herbst einen suboptimalen Vitamin-D-Status. Diese Ergebnisse zeigen, wie wichtig die Sonneneinstrahlung im Sommer ist, um im Herbst einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel zu verhindern.

Bei der vorgestellten Studie gilt es zu bedenken, dass die offiziell angegebenen noch als gesund geltenden Vitamin-D-Werte von vielen Experten als viel zu niedrig eingeschätzt werden, so dass es durchaus möglich sein könnte, dass selbst die 20 Prozent der angeblich gut versorgten Kinder in Wirklichkeit nur grenzwertig versorgt waren.

* Hier finden Sie einen Vitamin-D-Test für zu Hause.

Forscher empfehlen im Herbst Vitamin-D-Präparate

Ist das Vitamin-D-Depot nun schon im Herbst zu niedrig, dann kann es mittels Sonne erst wieder im Frühling aufgefüllt werden. Denn im Winter, wenn die Sonne tief am Himmel steht und der Einfallswinkel der Strahlung nur bei etwa 45 Grad liegt, findet so gut wie keine Vitamin-D-Produktion in der Haut mehr statt.

Auch laut einer im Jahr 2016 an der University of Copenhagen durchgeführten Studie mit 782 Kindern zwischen 8 und 11 Jahren hatten die meisten von ihnen bereits im Herbst einen niedrigen Vitamin-D-Spiegel, der in den Wintermonaten noch weiter sinken würde – und das, wo doch gerade Kinder jene Bevölkerungsgruppe darstellen, die noch am meisten Zeit im Freien verbringt. Die Wissenschaftler empfehlen demzufolge, spätestens im Herbst mit der Einnahme von Vitamin-D-Präparaten zu beginnen (1).

Vitamin D statt Grippe-Impfung?

Kann Vitamin D das Immunsystem stärken oder nicht? Im Jahr 2017 haben Wissenschaftler 25 doppelblinde, placebokontrollierte Studien (4) mit rund 11.000 Probanden aus 14 Ländern analysiert. Sie kamen zum Schluss, dass eine Vitamin-D-Supplementation in den kalten Monaten vor Erkältungen und Grippe schützt.

Das Sonnenvitamin soll Infektionen der Atemwege verhindern, da es den Gehalt an antimikrobiellen Peptiden – natürlichen antibiotikaähnlichen Substanzen – in der Lunge erhöht. Die Schutzwirkung war mit einer Grippe-Impfung vergleichbar. (5)

Eine internationale Studie aus dem Jahr 2019 bescheinigte überdies, dass tägliche und wöchentliche Gaben von Vitamin D effektiver sind als eine monatliche Stoßtherapie (6).

Welche Dosis ist die richtige?

Nähere Informationen zur richtigen Einnahme von Vitamin D finden Sie in unserem Artikel Vitamin D - Die richtige Einnahme.

Wichtig ist in jedem Fall, dass Sie zunächst Ihren aktuellen Vitamin-D-Status bestimmen lassen. Dies ist beim Arzt oder Heilpraktiker möglich. Heimtests können eine erste Orientierung geben, sind aber nicht immer fehlerfrei.

Das Testergebnis (Ihr persönlicher Vitamin-D-Spiegel) hilft sodann bei der Bestimmung der individuell benötigten Dosis.

Würden Sie einfach irgendeine Dosis einnehmen, könnte diese zu niedrig sein (wenn Sie einen Mangel haben) oder auch zu hoch.

Welches Präparat ist das richtige?

Vitamin-D-Tropfen sind ideal. Denn sie können leicht eingenommen werden, sind hochbioverfügbar und sehr einfach individuell dosierbar.

Die nachfolgend empfohlenen Tropfen versorgen beispielsweise pro Tropfen bereits mit 1000 IE Vitamin D. Das heißt, Sie können damit leicht sowohl niedrige als auch hohe Dosen zu sich nehmen.

* Hier finden Sie individuell dosierbare Vitamin-D-Tropfen.

Tropfenpräparate können auch auf die Haut aufgetragen werden, wozu Sie in unserem Artikel Kann Vitamin D über die Haut aufgenommen werden? weitere Informationen finden. Die orale Aufnahme dürfte jedoch sicherer sein.

Vitamin-D-Tropfen gibt es auch mit Vitamin K kombiniert. Dann aber lassen sich die Tropfen nicht mehr so gut individuell dosieren. Denn erhöht man die Tropfenmenge, weil man mehr Vitamin K2 einnehmen möchte, dann nimmt man automatisch auch mehr Vitamin D3 zu sich.

* Hier finden Sie Vitamin-D-Tropfen kombiniert mit Vitamin K.

Wir empfehlen, beide Vitamine getrennt zu nehmen, denn vom Vitamin K nimmt man 100 bis 200 µg. Kombipräparate enthalten aber z. B. 20 µg Vitamin K2 pro 1000 IE Vitamin D3, so dass man für 100 µg Vitamin K2 dann stets 5000 IE Vitamin D3 nehmen müsste, was ja nicht jeder braucht.

* Hier finden Sie Vitamin-K2-Tropfen.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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