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  • Kurkumapulver auf einem Holzlöffel mit frischer ganzer und in Scheiben geschnittener Kurkumawurzel
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Kurkuma - Wirkung und Anwendung

Kurkuma ist ein beliebtes Gewürz, das viele positive Wirkungen aufweist. Es wirkt entzündungshemmend und antioxidativ und kann bei vielen Beschwerden helfen. Hier erfahren Sie, wie Sie Kurkuma anwenden können.

Fachärztliche Prüfung: Dr. med. Jochen Handel
Stand: 03 April 2026
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Kurkuma: Die Gelbwurz aus der Familie der Ingwergewächse

Kurkuma (Curcuma longa) – auch Gelbwurz oder Gelbwurzel genannt – ist eine Pflanze aus der Familie der Ingwergewächse. Sie stammt ursprünglich aus Indien und Südostasien. Die Gelbwurzel benötigt ganzjährig Temperaturen zwischen 20 und 30 Grad sowie ausreichend Niederschlag. Genutzt wird das gelbliche Rhizom (Wurzelstock) der Pflanze.

Dieses Rhizom – so liest man immer wieder – ähnle optisch dem Ingwer, was aber eher nicht zutrifft. Denn der Wurzelstock des Ingwers ist nicht nur größer und dicker, sondern auch beige bis hellgelb, während die Kurkumawurzeln – zumindest in Bioqualität – deutlich kleiner und schmaler sowie orangefarben sind.

Kurkumapulver färbt Curry gelb

Vor einigen Jahren noch kannte kaum jemand diese Wurzel, ja, die meisten Menschen wussten nicht einmal, dass sie ein wichtiger Bestandteil des bekannten Currypulvers ist – und auch für dessen gelbliche Farbe verantwortlich ist.

Currypulver besteht neben der Gelbwurz aus Koriander, Bockshornklee, schwarzem Pfeffer, Kreuzkümmel und vielen weiteren Gewürzen.

Natürlich ist die Gelbwurz auch in vielen anderen Gewürzmischungen enthalten z. B. im feurigen Cajun Gewürz aus den amerikanischen Südstaaten oder in Reis-Gewürzmischungen. Inzwischen wird das pure Pulver aufgrund der großen Nachfrage auch für Privatleute schon in Kilopackungen angeboten.

Nährwerte, Vitamine und Mineralstoffe

Da man das Gewürz nur in kleinen Mengen verzehrt, spielen Nährwerte sowie Vitamin- und Mineralstoffgehalte im Allgemeinen keine große Rolle.

Falls Sie sich dennoch dafür interessieren, können Sie die entsprechende Nährwerttabelle mit allen Nährwerten, Vitaminen und Spurenelementen pro 5 g Kurkuma bei uns per E-Mail anfordern.

Welche Wirkstoffe sind enthalten?

Die Gelbwurzel ist sehr reich an sekundären Pflanzenstoffen, die für die Wirkungen der Wurzel verantwortlich sind.

Curcumin

Die Gelbwurz ist vor allem dafür bekannt, das Curcuminoid Curcumin zu enthalten. Curcumin macht allerdings nur ca. 3 % in der Gelbwurz aus (2). Es handelt sich um das Haupt-Curcuminoid, weitere enthaltene Curcuminoide sind Demethoxycurcumin, Bisdemethoxycurcumin und Cyclocurcumin.

Curcumin ist vermutlich der am besten untersuchte Pflanzenstoff. Curcumin wurde in unzähligen Studien untersucht. Bekannt ist er für seine entzündungshemmende und antioxidative Wirkung und kann folglich bei sehr vielen Beschwerden und Erkrankungen wie Arthrose, Diabetes Typ 2, schlechten Cholesterinwerten und Depressionen eingesetzt werden.

Über Curcumin und dessen Wirkung erfahren Sie mehr in unserem Beitrag Curcumin: Wirkung und Anwendung.

Viele weitere Wirkstoffe für eine ganzheitliche Wirkung

Oftmals wird die Wirkung der Gelbwurz auf Curcumin reduziert. Die Wurzel enthält aber noch viele weitere sekundäre Pflanzenstoffe wie Turmerin, Turmerone, Turmeronol, Acoran, Curion, Elemen, Bergamotan, Dehydrozingeron, Bisacuron, Germacron und Furanodien.

Diese Stoffe sind zwar wesentlich schlechter untersucht als Curcumin, haben aber ebenfalls viele positive Wirkungen. Außerdem scheinen sie die Wirkung von Curcumin zu verstärken und dessen Bioverfügbarkeit verbessern zu können.

Das Wirkpotenzial von Curcumin ist daher nicht mit dem der ganzen Wurzel identisch. Leider gibt es nicht viele Studien, die beide parallel untersucht und verglichen haben. In den wenigen, die es dazu gibt, schien die Gelbwurzel sogar besser zu wirken.

Darüber erfahren Sie mehr in unserem Beitrag Kurkuma wirkt besser als Curcumin.

Kurkuma in der Naturheilkunde

Die Gelbwurzel hat im Ayurveda und in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) eine lange Tradition als Heilmittel. Sie kommt dort vor allem bei Verdauungsbeschwerden sowie Leber- und Gallenproblemen zum Einsatz. Aufgrund der entzündungshemmenden Eigenschaften wird die Gelbwurz auch bei Arthrose verwendet.

Bei Hautverletzungen und -erkrankungen wie Ekzemen und Hautausschlägen wird sie auch als Bestandteil von Salben und Pasten auf die Haut aufgetragen.

Die Wirkung konnte teilweise in Studien bestätigt werden, isoliertes Curcumin ist bei den genannten Indikationen allerdings deutlich besser untersucht.

Wirkung von Kurkuma

Curcumin ist zwar deutlich besser untersucht als Kurkuma, aber auch mit dem natürlichen Kurkuma-Pulver gibt es einige Studien am Menschen. Wir stellen sie im Folgenden näher vor:

Krebshemmende Wirkung

Die krebshemmende Wirkung von Kurkuma ist an Mäusen und isolierten Krebszellen gut erforscht. Die Wurzel kann die Aktivität verschiedener Gene beeinflussen, die für die Tumorbildung und Krebsentstehung benötigt werden.

Eines dieser Gene ist Her2, das den Bauplan für einen Wachstumsfaktor-Rezeptor enthält. Manche Krebszellen tragen diesen Rezeptor an ihrer Zelloberfläche. Binden daran Wachstumsfaktoren, fördert dies das Zellwachstum und die Zellteilung. Die Gelbwurzel kann das Her2-Gen hemmen, wodurch weniger dieser Rezeptoren gebildet werden.

Überprüft hatte man dies auch an 10 Probanden, die an Her2-positivem Magenkrebs litten. Sie nahmen 2-mal täglich je 500 mg Kurkuma-Pulver ein. Nach 5 Tagen war bei 6 Probanden Curcumin im Blut nachweisbar. Bei diesen 6 Probanden waren die Her2-Werte im gleichen Zeitraum signifikant gesunken.

Je mehr Curcumin die Leute im Blut hatten, desto größer war die Her2-Reduktion. Bei zwei Probanden war Curcumin nicht nachweisbar. Bei ihnen änderten sich dann auch die Her2-Werte nicht signifikant (3).

Wirkung auf den Darm

Kritiker weisen häufig darauf hin, dass Kurkuma und die enthaltenen bioaktiven Stoffe (vor allem Curcumin) eine sehr schlechte Bioverfügbarkeit aufweisen. Curcumin werde kaum ins Blut aufgenommen und könne daher auch nicht wirken – heißt es oft.

Dabei wird nicht berücksichtigt, dass ein Stoff auch direkt über einen positiven Einfluss auf die Darmgesundheit eine systemische Wirkung haben kann. So weiß man beispielsweise, dass sich Kurkuma heilsam auf die Darmflora auswirkt und die Darmbarriere stärken kann.

Schon allein diese Eigenschaften wirken sich auf den gesamten Organismus äußerst günstig aus, so dass ein Stoff nicht zwangsläufig ins Blut gelangen muss, um Wirkung zu zeigen.

Verbesserung der Darmflora

In einer Studie mit 28 Patienten, die an chronischer Nierenerkrankung litten (hier liegt häufig auch eine Darmdysbiose vor) führte die Einnahme von Kurkuma zu positiven Veränderungen der Darmflora (4).

Die Probanden tranken lediglich 3 Monate lang täglich 100 ml Orangensaft mit 12 g geraspelter Karotte. Bei der Hälfte der Probanden wurden dem Saft 2,5 g Kurkuma-Pulver hinzugefügt.

Gerade bei Nierenerkrankungen ist eine Dysbiose problematisch. Denn schädliche Darmbakterien produzieren Toxine, die sich nun im Blut anreichern, da die bereits geschwächten Nieren die Toxine nicht ausleiten können.

In der Kurkuma-Gruppe sank die Konzentration eines Toxins (das von schädlichen Darmbakterien gebildet wird) signifikant. Dies zeigt, dass Kurkuma die schädlichen Bakterien reduzieren konnte.

Anregung des Gallenflusses und der Verdauung

Fast die bekannteste und traditionell am weitesten verbreitete Anwendung der Gelbwurz ist jene bei Verdauungsbeschwerden, besonders wenn diese nach dem Verzehr fettreicher Speisen auftreten, wie Völlegefühl, Blähungen und Übelkeit.

Denn die Gelbwurz gilt als verdauungsfördernd. Die Wurzel regt die Bildung der Verdauungssäfte und den Gallenfluss an und verbessert so die Verdauung, hauptsächlich die der Nahrungsfette.

Die Gelbwurzel ist somit auch ein natürliches Mittel zur Vorbeugung von Gallensteinen. Denn Gallensteine entstehen bevorzugt dann, wenn der Gallenfluss ins Stocken gerät.

Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) sieht die Gelbwurzel sogar als ein traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Linderung von Verdauungsbeschwerden an (5).

Linderung von Völlegefühl genauso gut wie mit Simethicon

In einer Studie mit 78 Probanden, die unter starkem Völlegefühl nach dem Essen litten, genügten 750-1500 mg Kurkuma (3-mal täglich je 250 – 500 mg nach den Mahlzeiten), um die Symptome innerhalb von 4 Wochen genauso gut zu lindern wie mit Simethicon – einem Medikament, das häufig gegen Blähungen und Völlegefühl verordnet wird.

Zwei Wochen nach Absetzen der Präparate traten die Beschwerden aber wieder auf, so dass die Gelbwurz hier am besten regelmäßig genommen werden sollte (6).

Heilung von Magengeschwüren

Die Gelbwurz kann aufgrund ihrer entzündungshemmenden und antioxidativen Eigenschaften die Magenschleimhaut schützen und regenerieren und so Magengeschwüren entgegenwirken (7).

Eine Studie umfasste 25 Probanden mit Magengeschwüren, die endoskopisch nachgewiesen wurden. Sie nahmen 5-mal täglich 600 mg Kurkuma-Pulver ein (insgesamt 3 g): jeweils eine halbe Stunde bis Stunde vor dem Essen, um 16 Uhr und vor dem Schlafengehen.

Nach 4 Wochen waren die Geschwüre in 48 % der Probanden nicht mehr nachweisbar. Nach 8 Wochen in 72 % und nach 12 Wochen in 76 % (8).

Besserung von Menstruationsbeschwerden

Kurkuma kann auch Menstruationsbeschwerden lindern. Das enthaltene Curcumin hemmt die Bildung von Prostaglandinen, die für die schmerzhaften Kontraktionen der Gebärmutter verantwortlich sind.

In einer Studie erhielten 128 Studentinnen mit Menstruationsschmerzen täglich entweder 500 mg Kurkuma-Pulver, 250 mg Mefenaminsäure (ein Schmerzmittel), beide Präparate in Kombination oder ein Placebo.

Die Probandinnen begannen 2 Tage vor Menstruationsbeginn mit der Einnahme und nahmen die Präparate bis zum 5. Menstruationstag ein.

Sowohl in der Kurkuma-Gruppe als auch in der Mefenamin-Gruppe ließen die Beschwerden signifikant nach. Mit der Kombination der beiden Präparate wurden die Schmerzen aber deutlich besser gelindert. In der Placebo-Gruppe gab es keine Veränderung (9).

Senkung von hohen Cholesterinwerten

Die Gelbwurz ist sehr gut für die Leber. Sie kann einer Fettleber entgegenwirken und vor Leberschäden schützen. Da die Leber das zentrale Organ des Cholesterin- und Fettstoffwechsels ist, kann die Wurzel die Blutfettwerte verbessern.

In einer Studie mit 80 Patienten mit Diabetes Typ 2 nahm die eine Hälfte 3-mal täglich jeweils nach dem Essen 700 mg Kurkuma-Pulver ein, die andere Hälfte ein Placebo.

In der Kurkuma-Gruppe sanken die Triglyceride (Blutfettwerte) und das LDL-Cholesterin innerhalb von 8 Wochen signifikant. Auch nahmen die Teilnehmer in dieser Gruppe im Schnitt 1,8 kg an Gewicht ab (10).

Heilsame Wirkung auf den Blutzucker

Aufgrund seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkung kann die Gelbwurz die Blutzuckerregulation verbessern. Denn chronische Entzündungen sorgen dafür, dass das blutzuckersenkende Hormon Insulin nicht gut wirkt. Und auch die Leber spielt bei der Blutzuckerregulation eine wichtige Rolle.

Nüchternblutzucker und HbA1c

Für eine Studie nahmen 60 Typ-2-Diabetiker Metformin. Die Hälfte erhielt zusätzlich 4 Wochen lang täglich 2 g Kurkuma-Pulver.

In der Kurkuma-Gruppe sank der Nüchternblutzucker um 21 mg/dl. In der Gruppe mit Metformin allein waren es nur 9 mg/dl. Auch auf den HbA1c (Langzeitblutzucker) hatte die Kombination einen größeren Effekt: Hier sank der Wert um 0,5 %, mit Metformin allein nur um 0,3 % (11).

Beim Blutzucker nach dem Essen und dem Nüchterninsulinspiegel gab es keinen Unterschied

Blutzucker nach dem Essen

Die Gelbwurz kann auch den Blutzuckeranstieg nach dem Essen verringern, wenn sie mit dem Essen eingenommen oder verzehrt wird.

In einer Studie nahmen 20 Probanden an 4 verschiedenen Tagen ein Frühstück zu sich, das 50 g Kohlenhydrate enthielt. Dem Frühstück wurde einmal 1 g Kurkuma hinzugefügt, einmal 1 g schwarzer Pfeffer und einmal beide Gewürze. Am 4. Tag gab es das Frühstück ohne Gewürze.

Am besten schnitten die Kombination und der Pfeffer ab. Hier stieg der Blutzucker nicht so stark an. Auch zeigte sich hier ein stärkerer Sättigungseffekt (12).

Bei Nierenerkrankungen

Die Gelbwurz kann auch bei Nierenerkrankungen nützlich sein.

In einer Studie mit 40 Probanden mit Nierenerkrankungen nahm die eine Hälfte 3-mal täglich mit dem Essen je 500 mg Kurkuma-Pulver ein, die andere Hälfte ein Placebo.

Nach 2 Monaten waren in der Kurkuma-Gruppe zwei Werte, die auf Nierenprobleme hinweisen, signifikant gesunken (TGF-beta und IL-8) und die Probanden schieden auch weniger Eiweiß über den Urin aus (13). Die Nierenfunktion hatte sich somit merklich verbessert.

Bei Schuppenflechte

Die Schuppenflechte (Psoriasis) wird zu den Autoimmunerkrankungen gezählt, eine große Gruppe chronisch entzündlicher Erkrankungen. Da Kurkuma entzündungshemmend wirkt, testet man die Wurzel immer wieder bei den unterschiedlichsten Autoimmunerkrankungen.

Bei 30 Patienten trug man auf die betroffene Hautstellen täglich eine Kurkuma-Reis-Paste auf. Zusätzlich absolvierten die Probanden ein Wellness-Programm mit Yoga, Massagen und gesundem Essen. Eine Kontrollgruppe (ebenfalls 30 Patienten) absolvierte nur das Wellness-Programm.

Die Kurkuma-Reis-Paste wurde wie folgt hergestellt: 1 Tasse Reis wurde mit zwei Tassen Wasser gekocht, bis der Reis gar und weich gekocht war. Dann wurde er püriert und es wurde eine halbe Tasse Kurkuma-Pulver hinzugegeben.

Diese Paste wurde über einen Zeitraum von 10 Tagen täglich aufgetragen und nach 40 Minuten wieder abgewaschen.

Nach 10 Tagen hatte sich die Gesamtfläche der betroffenen Stellen in der Kurkuma-Gruppe mehr als halbiert, in der Kontrollgruppe gab es keine Veränderung.

Eine Verbesserung aber wurde in beiden Gruppen beobachtet: Die Plaques waren mit der Zeit weniger rot und entzündet. In der Kurkuma-Gruppe war dieser Effekt stärker als in der Kontrollgruppe (14).

Wie wendet man Kurkuma an?

Die Wurzel kann sowohl innerlich als auch äußerlich eingesetzt werden. Meist wird sie als Gewürz konsumiert oder in Form eines Nahrungsergänzungsmittels eingenommen, bei Hautproblemen bietet sich eine äußerliche Anwendung an.

Als Gewürz

Besonders einfach ist die Verwendung der Wurzel als Gewürz. Das Essen wird auf diese Weise nicht nur gesünder, sondern gewinnt auch an Geschmack.

Wenn Sie das jeweilige Gericht (mit Kurkuma) kochen und noch mit schwarzem Pfeffer würzen, werden zudem das enthaltene Curcumin und andere Wirkstoffe besser aufgenommen.

Die Gelbwurzel passt zu fast allen Gerichten, sogar zu Fruchtsalaten. Besonders gut aber harmoniert sie mit Reis, Kartoffelgerichten und Gemüse aller Art. Sie passt in Suppen, Pfannkuchen, Brotaufstriche und Brot- oder Brötchenrezepte.

Rezepte mit Kurkuma

Eine große Auswahl an Rezepten mit der Gelbwurzel finden Sie in unserer Rezepte-Rubrik oder auch in unserem * 7-Tage-Kurkuma-Ernährungsplan. Der Plan stellt eine Anleitung dar, wie Sie kurweise die für eine Wirkung erforderliche Kurkuma-Dosis allein über die Ernährung zu sich nehmen können.

Während der sieben Tage nehmen Sie täglich in jeder der drei Hauptmahlzeiten das gelbe Pulver zu sich und erreichen auf diese Weise Dosen von bis zu 8 Gramm pro Tag.

Tee oder goldene Milch

Auch Getränke sind eine gute Option, um die Gelbwurz zu sich zu nehmen. Für Tee verwendet man ca. 1 g Pulver pro Tasse, man kann auch noch gut die gleiche Menge Ingwer hinzufügen. Damit die Wirkstoffe gut aufgenommen werden können, sollten Sie noch etwas Pfeffer sowie Fett z. B. in Form von Pflanzenmilch hinzufügen.

Oder Sie probieren eine goldene Milch. Für das traditionelle Rezept aus dem Ayurveda würzen Sie warme (Pflanzen-)Milch mit Kurkuma und anderen aromatischen Gewürzen. Ein Goldene Milch Rezept finden Sie unterhalb dieses Beitrags.

* Hier finden Sie eine Fertigmischung, mit der Sie ganz einfach Ihre Goldene Milch selbst zubereiten können.

Extrakt oder Pulver in Kapseln

Die Gelbwurzel gibt es auch als Nahrungsergänzungsmittel in Kapseln. Diese enthalten entweder Kurkumapulver, Kurkuma-Extrakt oder isoliertes Curcumin.

Beim Extrakt werden hauptsächlich Curcuminoide extrahiert, wodurch Extrakte typischerweise einen Curcuminoid-Gehalt von ca. 95 % aufweisen.

Sinnvoll ist eine Kombination aus Extrakt und Pulver. Dadurch hat man einen hohen Curcumingehalt und gleichzeitig alle anderen enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe.

*Hier finden Sie ein hochwertiges Präparat mit Kurkuma-Extrakt und -Pulver.

Tinkturen und Pasten

Mithilfe von Alkohol können Sie auch eine Kurkuma-Tinktur herstellen. In unserem Beitrag Kräutertinkturen selbst gemachterfahren Sie, wie das geht.

Die Tinktur wird am besten in ein Getränk gegeben werden, z. B. in pflanzliche Milch oder einen Shake.

Zur äußeren Anwendung bietet sich eine Paste an. Diese können Sie nach der Anleitung herstellen, die wir im Abschnitt oben über die Wirkung bei Schuppenflechte beschrieben haben.

Bioverfügbarkeit erhöhen

Wie oben erwähnt, hat Curcumin eine schlechte Bioverfügbarkeit.

Bei Nahrungsergänzungsmitteln gibt es verschiedene Formulierungen mit höherer Bioverfügbarkeit. Darüber erfahren Sie mehr im Beitrag Curcumin: Wirkung und Anwendung.

Aber auch in der Küche können Sie die Bioverfügbarkeit von Curcumin und anderen Inhaltsstoffen aus Kurkuma erhöhen.

Erhitzen

Beim Erhitzen gehen einerseits Stoffe verloren, andererseits entstehen aber auch neue Stoffe, die ebenfalls heilsame Wirkung haben. Insgesamt ist die Bilanz positiv: Eine Studie konnte zeigen, dass Kurkuma-Extrakte durch Erhitzen eine bessere antioxidative Wirkung haben (15).

Mit Fett kombinieren

Auch Fett verbessert die Bioverfügbarkeit, da Curcuminoide und andere enthaltene Pflanzenstoffe fettlöslich sind. Das bedeutet nicht, dass die Mahlzeit besonders fettreich sein muss. Bereits kleine Mengen Fett reichen aus.

Schwarzen Pfeffer hinzufügen

Piperin, der Wirkstoff im schwarzen Pfeffer, kann die Bioverfügbarkeit von Curcumin um das 20-Fache erhöhen (16). Dazu ist schon 1 % Piperin ausreichend. Fügen Sie Ihren mit Kurkuma gewürzten Gerichten also einfach eine kleine Menge schwarzen Pfeffer hinzu.

Die richtige Dosierung

Um eine pharmakologische Wirkung zu erzielen, reichen normale küchenübliche Mengen nicht aus. Wie Sie in den Studienbeschreibungen sehen können, wird die Gelbwurz im Grammbereich angewendet.

Wenn Sie keine Medikamente nehmen und keine Vorerkrankungen haben, können Sie gefahrlos mehrere Gramm täglich nehmen. Die Gelbwurzel verursacht keine gefährlichen Nebenwirkungen, leichte Magen-Darm-Beschwerden sind aber bei höheren Dosierungen möglich.

Langfristig sieht das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 3 mg Curcumin pro kg Körpergewicht täglich als sicher an (17). Bei einem Körpergewicht von 80 kg wären das also 240 mg.

Kurkuma-Pulver und die frische Wurzel enthalten ca. 3 % Curcumin, also ca. 30 mg pro Gramm. 240 mg Curcumin entsprechen demnach 8 g Kurkuma.

Wechselwirkungen mit Medikamenten

Wenn Sie Medikamente nehmen, sollten Sie mit der Dosierung etwas vorsichtiger sein, da Curcumin mit vielen Medikamenten wechselwirken kann. Der Stoff kann blutverdünnend wirken und den Blutzucker senken, so dass er die Wirkung von Blutgerinnungshemmern und Diabetesmedikamenten ungünstig beeinflussen, also verstärken könnte.

Auch mit Chemotherapeutika, Tamoxifen (ein Brustkrebsmedikament) und Celecoxib (einem entzündungshemmenden Schmerzmittel) gibt es Wechselwirkungen.

Kontraindikationen

Bei Gallensteinen und anderen Gallenproblemen sollten Sie von größeren Mengen der Wurzel Abstand nehmen, da die Gelbwurz den Gallenfluss anregt. Dadurch könnten sich Gallensteine lösen und es kann zu einer Gallenkolik kommen.

In der Schwangerschaft und Stillzeit gibt es nicht genügend Daten zur Sicherheit. Bleiben Sie daher hier bei nur kleinen Mengen pro Tag.

Kurkuma kaufen: Darauf sollten Sie achten

Die Gelbwurz ist als gemahlenes Gewürz fast überall erhältlich. Auch die frische Wurzel gibt es immer häufiger im Handel. Greifen Sie am besten zu Kurkuma aus biologischer Erzeugung, da konventionell hergestellte und verarbeitete Gewürze oft bestrahlt oder anderweitig behandelt werden.

Die Gelbwurz ist auch in Curry enthalten. Zwar ist der Anteil hier eher gering, doch heißt es, dass die übrigen Curryzutaten sich in ihren Wirkungen gegenseitig verstärken, sodass natürlich auch Curry immer wieder verwendet werden kann.

Fazit: Kurkuma ist Gewürz und Heilmittel in einem

Mit Kurkuma können Sie Ihre Gerichte einerseits kulinarisch aufwerten und sie andererseits zum Heilmittel werden lassen. Die Verwendung als Gewürz hat auch den Vorteil, dass sich die Bioverfügbarkeit der Gelbwurzel erhöht (durch Erhitzen, Fett- und Pfefferbeigabe).

Ob Sie konkrete Beschwerden haben oder Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun möchten: Es ist in den meisten Fällen eine gute Idee, die Wurzel in der Küche großzügig zu verwenden.

Update am 25.9.2025

Dieser Texte wurde komplett upgedatet

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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