Reisprotein - Das Proteinpulver der Zukunft
Ernährung für Sportler / Proteine

Reisprotein - Das Proteinpulver der Zukunft

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 02.07.2018
  • 21 Kommentare
Reisprotein - Das Proteinpulver der Zukunft
© istockphoto.com/ArishaRay

Reisprotein ist das rein pflanzliche Protein aus dem vollen Reiskorn. Bei Reis mag man zwar eher an Kohlenhydrate denken, doch steckt in ihm auch ein Eiweiss, und zwar ein ganz besonders hochwertiges Eiweiss. Natürliche Keim- und Fermentationsprozesse erhöhen den Proteingehalt im Reiskorn und lassen auf diese Weise ein hochkonzentriertes Protein entstehen: Das Reisprotein. Reisproteinpulver eignet sich hervorragend für den Muskelaufbau, schmeckt gut und liefert ausserdem eine Fülle lebenswichtiger Vitalstoffe.

Reisprotein, das wertvolle und zugleich leckere Proteinpulver

Unter all den heutzutage erhältlichen Superfoods* sind einige inzwischen sehr bekannt, wie zum Beispiel die Mikroalge Spirulina, die Afa-Alge, die Lupine, das Weizengras, der Ginseng oder die südamerikanische Powerknolle Maca.

Andere hingegen sind weniger verbreitet, auch wenn sie eine bemerkenswerte Nährstoffdichte aufweisen. Eines dieser noch wenig bekannten Superfoods ist das Reisprotein. In Form eines feinen Reisproteinpulvers ist es nicht nur extrem nahrhaft, sondern überdies sehr lecker.

Reisprotein weist ein nahezu perfektes Aminosäureprofil auf. Die Werte der für den Muskelaufbau so wichtigen drei verzweigtkettigen Aminosäuren (BCAA) sind ausserordentlich hoch. Im Falle von Isoleucin und Valin sind sie im Reisprotein gar höher als in den herkömmlichen 100prozentigen Wheyproteinen, während der Leucingehalt des Reisproteins nur unmerklich geringer ist. Doch gerade dieses dem Reisprotein eigene Aminosäureprofil entspricht viel eher den Bedürfnissen des Menschen.

Doch wo in aller Welt steckt das Reisprotein im Reiskorn? Reis besteht bekanntlich zu annähernd 80 Prozent aus Kohlenhydraten und nur zu knapp 7 Prozent aus Eiweiss. Wie also gelangt man an ein hochdosiertes Reisprotein mit einem 50- oder gar 80prozentigen Proteinanteil?

*Superfoods: Besonders nährstoff- und vitalstoffreiche Lebensmittel

Der Ursprung des Reisproteins

Das Reiskorn besteht aus drei Teilen. Der grösste Teil ist das sog. Nährgewebe. Es besteht hauptsächlich aus Kohlenhydraten. Dieses Gewebe gibt dem Reis seine Kalorien und dem Keimling die Kraft zum Keimen.

Der Reiskeim oder Embryo ist der zweite Teil des Reiskorns. Daraus entwickelt sich die kleine Pflanze, wenn der Samen keimt. Der dritte Teil besteht aus den Randschichten des Korns und ist der wirklich interessante Teil für uns: Die Reiskleie mit ihrem Reisprotein.

In der Reiskleie und dem Keim befinden sich die wichtigen Nährstoffe des Reiskorns: Hier finden wir unzählige Mineralien, Vitamine, gesunde Pflanzenfette und Proteine. Bei der Kleie handelt es sich also um das "Nährstofflager" des Reiskorns.

Dort werden die wichtigsten Nährstoffe und Mikronährstoffe bereitgestellt, die von der künftigen Reispflanze benötigt werden, um ihr Immunsystem aufrecht zu erhalten, ihr Wurzel- und Kreislaufsystem versorgen zu können und um andere wichtige Stoffwechselfunktionen der Pflanze zu ermöglichen.

Weissem Reis fehlen seine natürlichen Nähr- und Vitalstoffe

Gewöhnlicher weisser Reis wird geschält. Kleie und Keim fehlen ihm. Er besteht fast nur noch aus Kohlenhydraten. Alles andere - all die wertvollen Proteine und Vitalstoffe - wurde ihm mit der Kleie und dem Keim genommen. Beides wird dem herkömmlichen weissen Reis deshalb entzogen, weil Keim und Kleie nicht lange haltbar sind.

Die hochwertigen Öle vor allem in der Kleie neigen dazu, schnell ranzig zu werden, was nur natürlich ist. Ein echtes Lebensmittel ist keine Konserve und hat daher eine beschränkte Lebenszeit (Haltbarkeit). Die moderne Lebensmittelindustrie aber braucht Nahrungsmittel, die möglichst jahrelang gelagert werden können, ohne zu verderben.

Reisprotein in Bio-Qualität

Reisprotein aus Vollkornreis

Weisser Reis ist ein solches Nahrungsmittel. Es macht satt, versorgt aber nicht annähernd mit allen nötigen Nähr- und Vitalstoffen. Ganz anders der Vollkornreis. Lässt man diesen nun keimen, und fermentiert man ihn daraufhin mit einer speziellen Methode, dann steigt der Proteingehalt des Reises enorm.

Aus diesem natürlicherweise veredelten Reis kann nun das Reisprotein gewonnen werden. Im Gegensatz zu herkömmlichen Proteinpräparaten ist das natürliche Reisprotein jedoch kein isoliertes Protein, sondern ein echtes Superfood, da es neben hochwertigstem Protein auch Vitalstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente in bemerkenswerten Mengen liefert.

Reisprotein ist voller Vitalstoffe, Mineralstoffe und Spurenelemente

Reisprotein enthält natürliches Betakarotin, Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B3 (Niacin), Vitamin B5 (Pantothensäure), Vitamin B6 (Pyridoxin), Vitamin C (Ascorbinsäure), Vitamin D, Vitamin E, Folsäure, Biotin, Cholin und Inosit. Die beiden letzteren schützen unter anderem die Leber und sind an der Regelung des Cholesterinspiegels beteiligt.

Ausserdem sind im Reisprotein natürliches Calcium, Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Zink, Mangan, Kupfer, Jod und noch weitere Spurenelemente in bioverfügbarer Qualität enthalten. Alle diese Mikronährstoffe sind selbstverständlich natürlicherweise im Reisprotein vorhanden, werden ihm also nicht nachträglich zugesetzt.

Die genannten Vitalstoffe und Mineralstoffe des Reisproteins liegen in natürlicher Form und ausserdem im natürlichen Verbund vor, das heisst, sie sind biologisch hochwertig und liegen im idealen Verhältnis zueinander vor, so dass sie vom Körper optimal aufgenommen und verwertet werden können - was bei synthetischen Formen oder isolierten Vitalstoffen bezweifelt werden darf.

Reisprotein ist reich an Vitamin E

Reisprotein kann regelrecht als übersprudelnde Vitamin-E-Quelle bezeichnet werden. Viele Superfoods sind reich an Vitamin C oder Eisen oder etwa Chlorophyll, aber nur sehr wenige enthalten - wie das Reisprotein - grosse Mengen Vitamin E. Im Reisprotein finden sich ausserdem alle natürlichen Formen des Vitamin E.

Synthetisches Vitamin E besteht nämlich nur aus einer einzigen Form. Ihm fehlen die faszinierende Vielfalt und Lebendigkeit des natürlichen Vitamin E. Vitamin E ist die Schutzpolizei des Körpers. Es arbeitet als hochwirksames Antioxidans und fängt all die vielen tausend Attacken freier Radikale ab, bevor sie unseren Zellen Schaden zufügen können. Altersflecken, fahle Haut und Konzentrationsschwäche beispielsweise können auf einen Vitamin-E-Mangel hindeuten.

Reisprotein ist arm an Kohlenhydraten

Während das Reiskorn, wie weiter oben erwähnt, einen hohen Kohlenhydratanteil sein eigen nennt, enthält das Reisprotein – je nach Proteingehalt – nur noch zwischen etwa 15 und 30 Prozent Kohlenhydrate. In besonders kohlenhydratarmen Reisproteinen drängen sich bis zu 80 Prozent Proteine und eine Fülle von Nähr- und Mikronährstoffen.

Reisprotein eignet sich daher ganz besonders für eine gesunde Ernährungsweise, die natürlicherweise arm an konzentrierten Kohlenhydraten und gleichzeitig reich an hochwertigen pflanzlichen Proteinen sein soll.

Reisprotein – Das Proteinpulver für Sportler, Allergiker und Veganer

Die meisten bei Sportlern beliebten Proteinpulver bestehen aus Molkeprotein, Weizenprotein oder Sojaprotein. Alle diese Proteine haben ein aussergewöhnlich hohes Allergiepotential und nicht selten wissen manche Sportler nicht mehr, welches Protein sie ohne Allergiegefahr nehmen können.

Reisprotein ist als Proteinpulver die Lösung und kann auch von Allergikern wunderbar vertragen werden. Selbstverständlich ist Reisprotein rein pflanzlich und so auch für Veganer eine Alternative zum bedenklichen Sojaprotein. Allerdings muss beim Kauf von Reisprotein unbedingt auf die Qualität und den gewünschten Proteinanteil geachtet werden.

Manche als Reisprotein deklarierten Produkte enthalten lediglich 15 Prozent Protein, dafür umso mehr der meist unerwünschten Kohlenhydrate. Fragen Sie nach Reisprotein mit einem 65- oder 80prozentigen Proteinanteil und einer für den Menschen perfekt ausgewogenen Aminosäurebilanz. So ähnelt die Aminosäurezusammensetzung optimaler Reisproteine der menschlichen Muttermilch zu über 98 Prozent.

Reisprotein ist nicht gleich Reisprotein

Auf dem Markt befinden sich verschiedene Reisprotein-Produkte. Verwechseln Sie ausserdem die Reiskleie nicht mit einem Reisprotein. Bei Reiskleie handelt es sich um das Abfallprodukt, das bei der Herstellung polierten Reises entsteht, nämlich nur um die Schalenteile und Randschichten des ungekeimten und unfermentierten Reiskorns. Diese Reiskleie wird gerne an Pferde verfüttert und ist daher auch häufig in 20-Kilo-Säcken zu günstigen Preisen erhältlich. Diese Reiskleie enthält kaum mehr als 15 Prozent Protein.

Hochwertiges Reisprotein zeichnet sich – neben seinem Proteinreichtum – durch viele weitere Qualitätsmerkmale aus. So gibt es beispielsweise Reisproteine, die bei Temperaturen gewonnen werden, die 46 Grad nicht übersteigen. Auf diese Weise bleiben ALLE Vitalstoffe und Enzyme erhalten.

Reisprotein und seine tausend Einsatzmöglichkeiten

Neben dem fast unglaublichen Nährwert schmeckt hochwertiges Reisprotein auch noch fantastisch. Sie können es buchstäblich direkt aus dem Behälter löffeln. Oder Sie mischen das Reisprotein unter einen (grünen) Smoothie, in Shakes, in Säfte, in Nussdrinks oder auch in Suppen (nach dem Kochen).

Sie können einen Joghurt oder sogar Eiscreme damit veredeln. Geben Sie einen Löffel zu Ihren Frühstücksflocken, in Ihr basisches Müsli oder in ein beliebiges Dessert. Sie können das Reisprotein sogar als Brotaufstrich nehmen. Es gibt also unendlich viele Möglichkeiten, Reisprotein zu geniessen, um so auf einfache und geschmackvolle Weise von seinen wunderbaren Vorteilen zu profitieren.

Reisprotein besser nicht kochen

Zwar könnten Sie das Reisprotein auch kochen oder damit backen, wenn Sie das wollten, doch würden Sie dadurch verständlicherweise einen Teil der Mikronährstoffe verlieren, so dass die bevorzugte Form, das Reisprotein zu nutzen, die unerhitzte sein sollte.

Reisprotein mit anderen Superfoods kombinieren

Bei Reisprotein handelt es sich tatsächlich um eine der eindrucksvollsten natürlichen Nahrungsquellen mit einer sehr hohen Nährstoffdichte. Das Reisprotein ist ein echtes "Nährstoffkraftwerk", das in der Natur wuchs und daher aus einem "echten" LEBENSmittel gewonnen wird.

Wenn das Superfood Reisprotein jetzt mit anderen Superfoods wie Spirulina, Afa-Algen, Maca, Gersten- oder Weizengras etc. kombiniert wird, dann erhalten Sie eine unglaubliche Mischung an Nähr- und Mikronährstoffen, die sich alle gemeinsam für Ihre Gesundheit einsetzen. Viel Spass dabei :-).

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Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 12.08.2018

Liebes ZDG-Team,
ich möchte mich zu allererst für Ihre tolle Seite bedanken. leider bin ich erst vor ca. 2 Wochen, auf der Suche nach Hilfe im Internet, über das Zentrum-der-Gesundheit gestolpert. Höchstwahrscheinlich hätte ich mir einiges ersparen können an falschen Medikationen.

Ich finde es generell traurig dass man sich als Hilfebedürftiger (in Bezug auf z.B. Gesundheitliches) auf die Suche nach Hilfe begeben muß – anstatt z.B. einfach zu einem Arzt zu gehen der einen dann nach bestem Wissen und Gewissen berät, und zwar so dass Ursachen behandelt werden mit dem Ziel der Heilung. Die Realität sieht ja leider vollkommen anders aus denn wir leben in einer vollkommen verkehrten Welt wie folgender Spruch schön zusammenfasst finde ich.

„Alles läuft verkehrt, alles ist verdreht. Ärzte zerstören die Gesundheit, Anwälte zerstören das Gesetz, Psychiater zerstören den Verstand, Universitäten zerstören Wissen, Regierungen zerstören Freiheit, die großen Medien zerstören Informationen und Religionen zerstören Spiritualität.“

Aus diesem Grunde gebührt ZDG erst recht ein herzlicher Dank. Herzlichen Dank für Euer Engagement… und in Zeiten wie diesen muß man leider auch sagen für Euren MUT (denn man wird ja als Verbreiter von Wahrheit heutzutage sogar bekämpft als dafür gelobt wie es sein sollte)

Zur Krankheitsgeschichte:
ich bin einer derjenigen die an einem gebrochenen Zwerchfell leiden bzw. immer wieder einmal daran leiden. Gebrochen ist es durch einen Sturz in der Kindheit als ich ca. 10/11 Jahre alt war. Hatte nie Probleme bis zu meinem 25 Lebensjahr. (jetzt bin ich 39). mit 25 ging ich zum Arzt weil ich an Sodbrennen litt und Selbstmedikationen mit z.B. Rennie nicht halfen oder nur sehr kurzfristig (zum damaligen Zeitpunkt ernährte ich mich noch normal sprich so wie der Otto Normalverbraucher es tut ohne Einschränkungen und mittlerweile würde ich sagen durchaus ungesund) Mir wurden PPI verschrieben, ich weiss nicht mehr welche es waren. Der Arzt sagt mir noch dass ich diese wohl bis an mein Lebensende nehmen muß. (würde ich diesen Arzt heute nochmals treffen würde ich Ihm dafür wohl eine bis mehrere Ohrfeigen geben)

nach ca. einem Jahr ohne Probleme setzte ich damals einfach ab (ohne Hintergedanken). Es gab keinerlei Probleme (vielleicht auch positiv beeinflusst durch das simple Nicht-Wissen eines möglichen Rebounds). Jahrelang keine Probleme bis ca. zu meinem 30. Lebensjahr. Da kam das Sodbrennen wie aus heiterem Himmel retour. Ich wieder zum Arzt, erhielt wieder PPI, diesmal waren es 40mg PANTIP. Halfen sehr rasch (nach 1-2 wochen) und ich setzte nach 1 Monat wieder ab, Thema erledigt. Aber das Sodbrennen kam wieder.

Irgendwann mit 30 oder 31 hatte ich (ohne dabei überhaupt an mein Sodbrennen zu denken) den Entschluss gefasst mich ab sofort vegetarisch zu ernähren, und ich ließ ab diesem Zeitpunkt auch kohlensäurehaltiges Mineralwasser weg. Mein Sodbrennen war geheilt und ich hatte über Jahre keinerlei Probleme mehr mit Sodbrennen. Erst ab ca. meinem 36 Lebensjahr kam es wieder zu starkem Sodbrennen. Mir kommt es immer so vor als ob sich das durch irgendetwas langsam aufbaut…immer schlimmer wird, bis man eben wieder bei einem Arzt landet.

In den letzten Jahren konnte ich konkretisieren dass sich bei mir immer dann ein starkes Sodbrennen einstellt (welches dann auch ohne Medikation nicht mehr verschwindet) nachdem ich irgendeine Form der Ernährungsumstellung versucht habe.

Ich trainiere gerne und viel (Muskeltraining/Krafttraining) und dieser Sport ist für mich keinesfalles wegzudenken, unter keinen Umständen. So habe ich z.B. einemal eine „Anabole Diät“ versucht in der man den Körper auf Ketose umstellt und so Fett verlieren soll und gleichzeitig aber auch Muskeln aufbauen kann. Hat bei mir nicht funktioniert, ich habe zugenommen und es ging mir nicht gut damit, auch abgesehen vom Sodbrennen.

Dann nahm ich wieder ca. 2 Wochen Pantip, das Sodbrennen war weg, ich setzte ohne Bedenkten die Pantip wieder ab und war „geheilt“. Dieser letzte Anfall war Februar 2017.
Ebenfalls wieder durch mein Training angespornt habe ich vor ca 3 Monaten von einer im Bodybuilding-Bereich bekannten „Crashdiät“ gelesen wo sich die Leute 2-3 Wochen hauptsächlich von REIS u HAFERFLOCKEN ernähren. hatte dies ausprobiert und es funktioniert perfekt. Ich konnte mich immer satt essen, hatte im Training ausreichend Energie, und ich verlor zusätzlich aber auch noch Körperfett.(hatte eh nur noch einen Körperfettanteil von ca. 11%, aber diese halt genau blöderweise am Unterbauch und Hüfte) Dieser Erfolg hat mich so angespornt dass ich mir gedacht habe dass ich dann doch gleich bei dieser Ernährung bleiben könnte, was natürlich ein Schwachsinn ist denn sehr unausgewogen. naja nach ca. 2,5 Monaten mich fast ausschließlcih von Reis und Haferflocken zu ernähren war es wieder soweit, das Sodbrennen war da und auch recht stark
Pantip halfen innerhalb von ein paar Tagen wenn auch nicht mehr so gut wie es mir aus meinen bisherigen Geschichten bekannt war. das Brennen des Sodbrennens selber war zwar nach wenigen Tagen vollkommen weg aber es blieb immer ein Gefühl im Magen einen mit Luft gefüllten Sack zu haben der teilweise auch bis in die Speiseröhre reicht. ein beklemmendes ungutes Gefühl – dieses war aber mit Panitp –auch nach 6 Wochen dauermedikation- nicht bzw nur sehr langsam in den Griff zu bekommen. nach ca. 4,5 Wochen ging es mir einmal zwischendurch so gut dass ich sofort die Pantip abgesetzt habe und am 3. Tage nach dem Absetzten einen fürchterlichen Rebound hatte. Medikation mit Pantip sofort wieder aufgenommen.

Zu diesem Zeitpunkt stolperte ich dann über Ihre Seite und habe mir gleich mehrere Artikel ausgedruckt zu diesem Thema. ohne dann einen Arzt überhaupt noch zu fragen behandle ich mich derzeit wie folgt:

1.) Pantip habe ich „ausgeschlichen“ aber in sehr radikaler Schnell-variante. 1x einen Tag ausgesetzt, dann wieder 1 tag mit pantip, dann 2 tage ausgesetzt, dann wieder 1 pantip, und dann war schluss mit Pantip. ich merkte natürlich dass ein leichtes Brennen im Hals wieder da war welches zuvor bereits nicht mehr vorhanden war aber ich führte dies auf den Rebound zurück.

2.) Behandle mich nun derzeit mit HEILERDE (mindestens 3x täglich), MUMIJO- Kur (2 Tabletten täglich, habe vor dies 2 Monate zu machen), BITTERTROPFEN (mind 3 mal täglich aber bei Bedarf auch öfters)

heute ist der 4. Tag in folge ohne Pantip. Wie gesagt verspüre ich manchmal ein leichtes Brennen im Hals.

Mittlerweile (da eben heute der 4. Tage ohne Pantip) habe ich nun auch angefangen mich zu entgiften mit Bentonit Detox

Das Gefühl dass im Magen ein Sack mit Luft ist blieb die vollen 6 Wochen mit Pantip durchgehend bestehen. Zu Beginn der Heilerde & CO nahm ich ja noch vereinzelt (wie oben beschrieben) Pantip – in dieser Zeit der Doppelmedikation war ich vollkommen Beschwerdefrei. Jetzt als das Pantip abgesetzt ist habe ich manchmal wieder das Gefühl eines aufgeblasenen Sackes im Magen und auch ein leichtes Sodbrennen (aber nichts schlimmes)

Ich hoffe doch sehr stark dass man mit dieser Behandlung das Brennen und das Gefühl des Sackes im Magen auf Dauer kurieren kann? Wäre Ihnen zumindest sehr dankbar für einen kurzen Input zu diesem Thema ob ich bei oben beschriebenen auf dem richtigen Weg sein sollte oder ob ich meine Selbstbehandlung noch durch etwas ergänzen kann.

und ich hätte halt zu ernährungstechnischen Themen auch noch die eine oder andere Frage. Das Problem bei vegetarischer Ernährung ist nämlich sehr wohl die Proteinversorgung, auch wenn viele Veganer/Vegetarier gerne etwas anderes behaupten. Klar gibt es viele vegetarische Proteinquellen, aber für die Dauerkonsumation ist nichts davon wirklich praktisch. (und die biologische Wertigkeit ist auch nicht so gut wie z.b. bei Eiern. Eier esse ich nämlich sehr gerne – leider hab ich dann gesehen dass die auch noch sauer sind, also wieder nichts für mich. und schön langsam wird es zu einem Problem für mich denn „nichts darf ich mehr essen“ - und das sind aber alles keine groben Ernährungssünden die ich begehe, nein ich vertrage die normalsten, simpelsten und wichtigsten Dinge nicht mehr.

für einen normalen Menschen gibt es genügend Proteinquellen, wie Erbsen, Bohnen, aber eben auch in Hafer/Reis usw ist ja genügend Protein enthalten. mein Problem ist aber dass ich schon Muskeln aufbauen will mit meinem Training und daher sicher einen höheren und dauerhaft höheren Proteinbedarf habe.

Klar kann ich mir mal eine Portion Erbsen kochen oder so. aber auf Dauer sind die gesunden Mahlzeiten die auch sehr schön auf Ihrer Seite beschrieben werden eher etwas für das Wochenende, aber unter der Woche ist kaum Zeit um so aufwändig zu kochen und ich kann auch nicht im Büro 2x am Tag Erbsen oder Bohnen zubereiten gehen (anstatt meinen bisherigen 2 Proteinshakes, 1x vormittag / 1x nachmittag). Aus diesem Grunde machen Proteinshakes für Tagsüber für mich durchaus Sinn denn es geht schnell und das muß es auch und ich kann auch nicht 3 oder 4mal am Tag so essen wie es richtig wäre, in Ruhe / nicht vor dem Computer/ ohne Störung und mich nur auf das essen konzentrierend.

Aber trotzdem ist das mehrmalige Essen wichtig, finde ich, und auch dann wenn man Magenprobleme hat sehr förderlich, aber auch für eine dauerhafte Proteinversorgung, also was soll man in diesem Fall machen? Hätten Sie hierfür vielleicht Tips?

(ich muß noch kurz erwähnen dass ich sehr erfreut war als ich in Ihrer Tabelle mit basischen/sauren Lebensmitteln gesehen habe dass pflanzliche Proteindrinks eher basisch sind. Mein Problem ist nur dass beim ersten Versuch zuletzt die Pantip abzusetzen es genau ein REIS-Proteindrink war der für einen furchtbaren Rebound gesorgt hat. Ich aß in der Früh meine Haferflocken und merkte schon ein leichtes brennen…. um 9:30 uhr dann der vormittags-protein-shake und 5 minuten später „Feuer in meinem Hals“.

nun bin ich deshalb ernährungstechnisch derzeit schon etwas am Verzweifeln denn mittlerweile hängen mir die vielen Kartoffeln in allen unzähligen Variationen zum Halse heraus und auch verschiedenes Gemüse hilft da nicht mehr viel weiter wenn die Basis immer Gemüse/Kartoffeln bleibt.
zusätzlich ist aber mein Problem dass das aktuelle Sodbrennen ja überhaupt erst durch sehr einseities Ernähren mit Haferflocken u Reis begann – sprich ich habe eigentlich versucht diese Lebensmittel auch zu meiden. Aber das geht nicht denn es verbleibt viel zu wenig was ich essen kann – und ich kann es mir auch keinesfalls leisten nur noch sehr teure Dinge aus Reformhäuser zu kaufen.

(mittlerweile esse ich meine täglichen Haferflocken wieder mit Reismilch. vertrage ich auch) Aber ich weiss derzeit einfach nicht mehr wie ich auf Dauer und daher auch halbwegs praktisch meine Proteinversorgung sichern soll.

auch finde ich es generell sehr ärgerlich meinen Fall da ich eben durch die vegetarische Ernährung, auch durch meinen Sport, und generell durch das Gedanken machen zum Thema Gesundheit und gesunde Ernährung der Meinung bin gegenüber Otto Normalverbraucher schon einen sehr gesunden Lebensstil lebe. Ein Mensch der Sodbrennen hat und sich die letzten Jahre aber durch unzählige Nutellatoasts in der Früh, Schnitzel und Pommes zu Mittag + Cola, nachmittag ne Torte und abends was weiss ich alles ernährt hat der hat es dementsprechend leicht. Er ersetzt einfach die sehr ungesunden Dinge durch etwas gesündere, nimmt ein paar Kilo ab, und fertig. Aber ich kann keine Kilos mehr verlieren, habe nur noch a. 7-8% Körpferfett und ich würde meine Ernährung nicht als ungesund bezeichnen denn da waren auch in den letzten Jahren schon sehr viele hochwertige Dinge dabei. Vielleicht nur etwas zu sauer als basisch.
Hätten Sie hierzu vielleicht irgendwelche Tips? Ist es generell so dass diese für den Kraftbereich mittlerweile typischen Proteinshakes eher abzuraten sind?

Zum Schluss wollte ich auch noch fragen ob ich beim Konsum von Heilerde aufpassen muß? Es steht zwar auf der Verpackung 2x täglich, im Bedarfsfall auch 3x täglich. Aber in den aktuellen ersten Tagen des Pantip — absetztens ist es auch schon mal vorgekommen dass ich 5 oder 6 Portionen Heilerde über den Tag konsumiert habe. (kann dies nicht auch probleme verursachen da ja überschüssige Magensäure von der Erde aufgesaugt wird. Aber woher soll die Heilerde wissen welche Magensäure überschüssig ist. Vielleicht saugt die Erde ja auch alle Säure auf und die Verdauung leidet dann auch darunter??

Ist ein Problem wie meines auf Dauer überhaupt so in den Griff zu bekommen wie ich es derzeit versuche oder ist da vielleicht früher oder später doch eine Operation ratsam?

Es tut mir leid so viel geschrieben zu haben aber die vielen Punkte und Überlegungen und Tatsachen berücksichtigend war es mir nicht möglich mich kürzer zu fassen. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen, aber ich möchte mich an dieser Stelle nochmals von ganzem Herzen bedanken. Denn auch mit dem bisherigen Wissen über alternative Methoden haben Sie mir ja schon sehr weitergeholfen. Wenn im täglichen Geschäft keine Zeit bleibt um so aufwändige mails zu beantworten verstehe ich dies natürlich auch.
Liebe Grüsse aus dem süden Österreichs.

Alles Liebe und Gute

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Vielen Dank für Ihr nettes Feedback, das uns sehr gefreut hat. Lieben Dank auch für Ihre Geduld, doch bedürfen lange Mails mit vielen Fragen auch mehr Zeit zum Antworten...

Vielleicht geht es Ihnen inzwischen auch längst wieder besser. Hoffentlich!

Zunächst das Wichtigste: Bei Verdauungsbeschwerden oder starken Unverträglichkeiten sollten Sie sich nicht an Tabellen orientieren (sauer/basisch), sondern daran, was Sie persönlich vertragen und was Ihnen persönlich bekommt. Achten Sie also genau auf Ihren Körper und testen Sie auch verschiedene Kombinationsmöglichkeiten, z. B. den Proteinshake auf leeren Magen und nicht nach den Haferflocken. Auch Eier sind natürlich möglich (bitte nur Bio). Es geht ja nicht um eine rein basische Ernährung, sondern um eine basenüberschüssige.

Es gibt verschiedene rein pflanzliche Proteine: Reisprotein, Erbsenprotein, Hanfprotein, Lupinenprotein oder die Kombination aus Reis- und Erbsenprotein (z. B. Zunderproteine)... Probieren Sie, welches Ihnen am besten bekommt.

Zum Thema "Wertigkeit von Proteinen" finden Sie hier weitere Informationen. Pflanzliche Proteinquellen haben wir hier aufgeführt.

Vielleicht finden Sie auch hier Anregungen für schnelle, aber gehaltvolle Mahlzeiten.

Wenn Ihnen Bitterstoffe gut tun, dann liegt bei Ihnen möglicherweise ein Magensäuremangel vor und nicht ein Magensäureüberschuss, was bei der weiteren Vorgehensweise zu berücksichtigen ist. Informationen dazu finden Sie z. B. hier.

Ja natürlich, wenn Sie zu viel Heilerde einnehmen, kann es sein, dass diese die komplette vorhandene Magensäure aufsaugt. Doch wird diese dann ja auch wieder nachgebildet, was bei PPI oft nicht der Fall ist, da die entsprechenden magensäurebildenden Zellen blockiert/gehemmt werden.

Ihre Massnahmen sind sehr gut. Ob diese bereits ausreichen, Ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen oder ob irgendwann doch eine OP nötig wird, lässt sich aus der Ferne nicht beurteilen. Bleiben Sie bei Ihren Massnahmen, führen Sie keinesfalls mehr eine extreme Ernährungsumstellung durch ;-) und versuchen Sie, zu jener Ernährung zurückzufinden, bei der es Ihnen vor Ihrem Haferflocken/Reis-Experiment gut ging.

Neben Kartoffeln gibt es überdies noch viele weitere Beilagen, wie z. B. Hirse, Quinoa, Nudeln, Maroni, Mais uvm. Probieren Sie, was Ihnen bekommt!

Alles Gute!

Ihr ZDG-Team

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Quellen

  • Zentrum der Gesundheit