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  • Blaubeeren in einer Schale
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Blaubeeren helfen bei Posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS)

Viele Menschen, die an einer Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) leiden, erhalten Medikamente. Diese bringen oft nicht die erwünschte Besserung. In einer Studie an Ratten zeigte sich, dass Blaubeeren Eigenschaften mit sich bringen, die bei einer Posttraumatischen Belastungsstörung helfen könnten.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 12 März 2026
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Posttraumatische Belastungsstörung mit Blaubeeren lindern?

Die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) kann sich nach traumatischen Erlebnissen entwickeln, etwa bei Personen, die im Krieg waren, die vergewaltigt wurden, einen Überfall oder einen Anschlag miterlebten oder auch den Tod eines nahestehenden Menschen bei einem Unfall mitansehen mussten.

Die Zahl der PTBS-Diagnosen stieg in den letzten Jahren stark. Betroffene leiden an sehr unterschiedlichen psychologischen und sozialen Problemen, die häufig mit Verhaltensstörungen und extremen Angstzuständen einhergehen können. Zu den Symptomen gehören Depressionen, Drogenmissbrauch und Selbstmordabsichten.

Yoga soll als eine der wenigen ganzheitlichen Maßnahmen bei PTBS Erleichterung bringen. Wie aber könnten nun bei derart massiven seelischen Beschwerden ausgerechnet Blaubeeren helfen können?

Blaubeeren erhöhen Serotoninspiegel

Man weiß, dass bei Menschen, die Selbstmord begangen haben, die Expression eines Gens, das sich SKA2 nennt, sehr schwach ausgeprägt ist. Es ist also kaum aktiv. Bei einer vorliegenden PTBS geht man ebenfalls von einem sehr niedrigen SKA2-Level aus – sowohl im Blut als auch in bestimmten Gehirnregionen.

Der Verzehr von zwei Tassen Blaubeeren (= Heidelbeeren) pro Tag aber kann offenbar nicht nur die SKA2-Level erhöhen, sondern auch den Serotoninspiegel anheben. Serotonin gilt als Botenstoff, der im Gehirn zu guter Stimmung, Glücksgefühlen und seelischem Wohlbefinden beitragen kann.

Aus diesem Grunde werden bei Depressionen Antidepressiva in Form der sog. Serotoninwiederaufnahmehemmer verordnet. Sie heben den Serotoninspiegel.

Da Blaubeeren beide Werte zu steigern scheinen, geht man davon aus, dass Blaubeeren bei PTBS oder generell bei Selbstmordabsichten vorteilhafte Wirkungen haben könnten.

Die Wirkung von Antidepressiva bei PTBS ist begrenzt

Die genannten Antidepressiva wirken bei PTBS oft nicht im erwünschten Maß. Sie können im Gegenteil die Selbstmordabsichten noch verstärken und erst recht den Mut zum Selbstmord vermitteln – besonders bei Kindern und Jugendlichen.

Daher sind Forscher bemüht, hier eine Alternative zu finden, zumindest für Menschen, die mit Antidepressiva nicht zurechtkommen.

"Es ist dringend erforderlich, neue Möglichkeiten zur Therapie von PTBS zu finden. Unsere Studienresultate zeigen, dass Blaubeeren den Serotoninspiegel und die SKA2-Expression steigern können und somit ein deutliches Potential zur Behandlung von PTBS bergen (1)",

erklärte Professor Joseph Francis, der die entsprechenden Untersuchungen an Ratten durchführte und die Ergebnisse im April 2016 beim jährlichen Treffen der American Society for Pharmacology and Experimental Therapeutics vorstellte.

Blaubeeren helfen bei vielen Gesundheitsproblemen

Der Verzehr von Blaubeeren lohnt sich nicht nur bei psychischen Problemen, sondern auch bei Alzheimer. Saft aus 230 g der Beeren besserte die Gehirnfunktionen in einer Studie deutlich.

Aufgrund ihres hohen Anthocyangehalts gelten Sie zudem als Anti-Krebs-Lebensmittel und als Wohltat für die Augengesundheit.

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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