Küchentipps

Erfahrungsbericht: Wasserfilter für Trinkwasser

  • Autor: Nora Jung/Carina Rehberg
  • aktualisiert: 17.09.2018
  • 3 Kommentare
Erfahrungsbericht: Wasserfilter für Trinkwasser
© istockphoto.com/AntonioGuillem +/ArchiViz

Es ist wirklich nicht einfach, einen passenden Wasserfilter zu finden, der möglichst schadstofffreies und gleichzeitig wohlschmeckendes Wasser aufbereitet. Denn die Umkehrosmose reinigt das Wasser zwar vorbildlich, doch schmeckt es anschliessend nicht mehr jedem. Wasser aber, das nicht schmeckt, wird auch nur ungern getrunken. Auch hat nicht jeder die Möglichkeit oder den Wunsch, eine grössere Wasseranlage im Haus zu installieren. Unsere Leserin Nora Jung berichtet von ihren Erfahrungen mit dem YVE-BIO Wasserfilter.

Inhaltsverzeichnis

Welchen Wasserfilter kaufen?

Bisher habe ich Wasser in Glasflaschen aus dem Bio-Supermarkt gekauft. Es war ein Quellwasser mit vorzüglichem Geschmack. Der Mineraliengehalt war mittelmässig, also nicht zu hoch, aber ausreichend, um das Wasser gut schmecken zu lassen. Die Analysen in Sachen Schadstoffbelastung waren beruhigend.

Dann aber zog ich ins Ausland, ans Mittelmeer. Die Läden boten ausschliesslich Wasser in Plastikflaschen und in den Bio-Läden gab es kein Wasser, dem ich über den Weg getraut hätte, meist waren es überdies ausschliesslich sehr mineralienhaltige Heilwässer.

Das Leitungswasser kam nicht in Frage, da man schon beim Öffnen des Hahns die vorsorgliche Überdosis Chlor riechen konnte. Also kaufte ich zunächst das herkömmliche Wasser in Plastikflaschen, obwohl es mir nicht schmeckte. Die meisten Wässer waren extrem mineralienarm und wurden daher auch als für die Säuglingsnahrung geeignet deklariert.

Leider handelt es sich bei den hiesigen Wasserflaschen nicht einmal um Pfandflaschen. Ja, kein einziges Getränk, das in Plastikflaschen angeboten wird, befindet sich in einer Pfandflasche. Nach wenigen Wochen mit Plastikflaschenwasser war mein Gewissen angesichts der Plastikberge in meinem Hausmüll rabenschwarz. Eine Lösung musste her, am besten in Form eines Wasserfilters. Nur welcher?

Sind Tischwasserfilter aus Aktivkohle empfehlenswert?

Von den üblichen Tischwasserfiltern mit Aktivkohle, z. B. der Marke B… hatte ich nicht viel Gutes gehört. Die Gefahr der Verkeimung war offenbar gross und ausserdem ging es bei diesen Filtern hauptsächlich um die Aufbereitung des Wassers für Tee und Kaffee. Es sollte also insbesondere kalkarm sein. Andere Kriterien erfüllen diese Filter im Allgemeinen nicht. Auch müssen die Kartuschen sehr oft ausgetauscht werden, was nicht gerade preiswert ist.

Wasserfilter

Welche Nachteile weisen Osmosegeräte auf?

Osmosegeräte kamen ebenfalls nicht in Frage. Zwar entfernen sie einen Grossteil der Schadstoffe aus dem Wasser, doch hinterlassen sie ein eher saures Wasser, was ich nicht zu mir nehmen möchte. Osmosegeräte-Verkäufer behaupten nun sehr gerne, dass auch Regenwasser und somit Oberflächenwasser in Seen, Flüssen und Pfützen leicht sauer, weil sehr mineralienarm sei und dieses Wasser für Mensch und Tier immerhin seit Jahrmillionen die natürlichste Wasserquelle sei.

Allerdings schmeckt Regenwasser, das ich eigens für einen Geschmackstest aufgefangen habe, deutlich besser als Osmosewasser. Ein Unterschied muss also eindeutig bestehen. Und damit wären wir auch schon bei zweitens:

Osmosewasser schmeckt meiner Meinung nach sehr schal, irgendwie abgestanden und tot. Ich mag es einfach nicht – und wenn ich ein Wasser nicht mag, dann trinke ich nicht genügend.

Drittens entsteht bei der Herstellung von Osmosewasser auch immer sehr viel Abwasser. Das bedeutet, dass pro Liter Osmosewasser je nach Gerät und Wasserdruck zwischen drei und mehr Liter Trinkwasser einfach so ins Abwasser fliessen. [Anm. ZDG-Redaktion: Es gibt auch Osmosegeräte, die "nur" 1 Liter Abwasser pro Liter Osmosewasser verbrauchen.]

Osmosegeräte-Verkäufer rechnen dann meist vor, wie billig Wasser doch im Allgemeinen sei und dass diese paar zusätzlichen Euro pro Jahr ja nun wirklich nicht schlimm sein können. Doch geht es nicht immer nur um Geld! Wasserverschwendung kann in einer Zeit der weltweit immer geringer werdenden Wasserressourcen einfach nicht mehr gerechtfertigt werden.

Ein weiteres Argument der Osmosegeräte-Verkäufer ist, dass die Herstellung von PET-Flaschen oder die Säuberung von Pfandflaschen ein Vielfaches an Wasser verbrauchen würde als Osmosegeräte. Hier habe ich mich dann gefragt, warum man die Wasserverschwendung von Osmosegeräten mit der Wasserverschwendung der Herstellung von Flaschenwasser vergleicht und nicht einfach mit der Wasserverschwendung anderer Wasseraufbereitungsgeräte? Es gibt genügend Geräte, die überhaupt kein Abwasser produzieren und schon allein daher deutlich sympathischer, umweltfreundlicher und ressourcensparender sind.

Auch der Vorschlag, man möge das Abwasser doch einfach auffangen und in den Spülkasten der Toilette kippen, ist für viele Menschen nicht umsetzbar, z. B. dann, wenn man einen Wandspülkasten hat.

Welche Nachteile haben Wasserionisierer?

Da ich nun kein saures Wasser trinken möchte, stiess ich natürlich auch auf die sog. Wasserionisierer. Dabei handelt es sich um Geräte, die basisches Wasser, also besonders wasserstoffreiches Wasser herstellen. Es handelt sich jedoch um derart ausgefeilte High-Tech-Geräte (ich hatte zwei Wochen lang eines zur Probe), dass man dabei nicht mehr das Gefühl hat, ein natürliches Lebensmittel zu sich zu nehmen.

Per Knopfdruck muss man einstellen, wie stark basisch oder sauer das Wasser sein soll oder ob man es nur filtern lassen möchte. Auch hier entsteht einiges an Abwasser, da ja beim Wunsch nach basischem Wasser immer auch automatisch saures Wasser entsteht. (Das solle man dann auffangen und zum Putzen verwenden, wird empfohlen.)

Ich möchte jedoch, wenn ich Wasser trinke, auch wirklich Wasser trinken und zwar so natürlich wie möglich und kein Kunstprodukt aus einem durchprogrammierten High-Tech-Gerät mit leuchtendem Display, ein Wasser also, das es so in der Natur weit und breit nicht gibt.

Verkäufer von Ionisierern sagen an dieser Stelle regelmässig, dass es sehr wohl basisches Wasser in der Natur gäbe. Dann werden einige wenige äusserst seltene basische Quellen auf unserer Erdkugel aufgeführt, so dass umgehend klar wird, dass derart stark basisches Wasser sicher nicht von der Natur zum täglichen Genuss für den Menschen vorgesehen war, wenn nur eine Handvoll Zugang zu diesen Quellen hat.

Welche Kriterien sollte ein Wasserfilter erfüllen?

Die Kriterien, die IHR Wasserfilter erfüllen sollte, können natürlich ganz andere sein als jene, die MEIN Wasserfilter erfüllen sollte. Machen Sie sich am besten eine Liste und begeben Sie sich erst dann auf die Suche nach etwas Passendem. Meine Liste sah so aus:

  • Es sollte ein Tischwasserfilter sein (den man auch mit auf eine Auto- bzw. Campingreise nehmen könnte), der also ohne Strom auskommt und auch nicht an die Wasserleitung angeschlossen werden muss.
  • Das Wasser sollte möglichst einem natürlichen Quellwasser ähneln.
  • Der Wasserfilter sollte neutrales oder auch leicht basisches Wasser herstellen.
  • Er sollte gut schmeckendes, leicht mineralisiertes Wasser herstellen.
  • Installation und Wartungsaufwand sollten geringstmöglich sein.
  • Das Material sollte schadstofffrei sein.
  • Es sollte keinesfalls Abwasser bei der Wasseraufbereitung anfallen.
  • Gefiltert werden sollten Chlor, Mikroben, Pestizide, Medikamente und Schwermetalle.
  • Der Wasserfilter sollte bezahlbar sein. Perfekt wäre für mich ein Preis von unter 500 Euro.

Der Wasserfilter YVE-BIO

Schliesslich stiess ich auf den Premium Wasserfilter von YVE-BIO.

Es gibt zwei Varianten, eine für 1 bis 2 Personen, die andere für bis zu 4 Personen. Ich entschied mich für letztere, die mit knapp 420 Euro perfekt in mein Budget passte. Es handelt sich dabei um einen mobilen Tischwasserfilter, der an einem beliebigen Platz aufgestellt werden kann. Er wird nicht an die Wasserleitung angeschlossen und benötigt auch keinen Strom.

Ich finde, er sieht sehr schön aus, und die Materialien sind äusserst hochwertig. Der transparente Teil des Gehäuses ist aus mundgeblasenem Kristallglas, der Rest aus schadstoff- und weichmacherfreiem Kunststoff. Trotz des Glasanteils ist das Gerät nicht schwer, man kann es problemlos transportieren und reinigen.

Der Aufbau an sich ist ohne jedes Werkzeug und auch von einer handwerklich eher unbegabten Person wie mir innerhalb weniger Minuten erledigt. Zuvor werden die einzelnen Teile gründlich gereinigt und erst dann zusammengesetzt. Die ersten zwei Durchläufe giesst man am besten weg bzw. giesst damit die Zimmer- oder Terrassenpflanzen.

Wie ist der Geschmack des mit dem YVE-BIO Wasserfilter aufbereiteten Wassers?

Vom dritten Durchlauf an trank ich das Wasser und war sehr begeistert bzw. bin es noch heute (zwei Jahre später). Denn das Wasser schmeckt köstlich, frisch, weich und lebendig – genauso, wie ich es mir gewünscht hatte. Der Chlorgeruch war vollständig verschwunden – und das vormals neutrale Wasser (laut Messung mit pH-Streifen) war leicht basisch geworden. Hatte ich zuvor nur ungern Wasser getrunken und war sogar bereits auf die weniger empfehlenswerten Saftschorle umgestiegen, konnte ich plötzlich wieder mit Genuss meine 1,5 Liter Wasser pro Tag trinken.

Auch meine beiden Hunde trinken das Wasser sehr gerne und lehnen inzwischen, wenn wir auf dem Hundeplatz oder bei Bekannten sind, das übliche Kanister- oder Leitungswasser ab, so dass ich nicht nur für mich, sondern immer auch für die Hunde eine Flasche mit frisch gezapftem YVE-BIO Wasser im Rucksack habe.

Wie wird das Wasser mit dem YVE-BIO Wasserfilter gereinigt?

Das Wasser wird im YVE-BIO mehrstufig – nach dem Vorbild der Natur – gereinigt, denn auch in der Natur fliesst das Wasser durch mehrere Boden- und Gesteinsschichten, bis es schliesslich als sauberes Quellwasser zur Verfügung steht. Nach der Reinigung des Wassers wird es leicht mineralisiert, so dass letztendlich ein schwach basisches Wasser entsteht.

Bis das Wasser trinkbereit ist, dauert es etwa eine Stunde für bis zu drei Liter Wasser. Das Gerät hat einen Hahn, an dem man das Wasser ganz einfach in ein Glas oder einen Topf abzapfen kann.

Der Filterprozess, den ich der Beschreibung des Gerätes entnommen habe, sieht im Detail so aus:

  • Der Keramikfilter entfernt als erste Filterstation Keime, Bakterien, Sedimente, Kalk und andere unerwünschte Schadstoffe aus dem Wasser.
  • Die zweite Filterstation (Aktivkohle) reinigt das Wasser von Chlor, Pestiziden und organischen Verbindungen.
  • Die dritte Filterstufe (Zeolith) bindet Schwermetalle wie Blei und Quecksilber
  • Die vierte und fünfte Stufe erhöht den Mineral- und Sauerstoffanteil des Wassers, macht es basisch, was bedeutet, dass die Konzentration der Wasserstoff-Ionen gesteigert wird.
  • In der vorletzten und letzten Stufe wird das Wasser u. a. mit Calcium angereichert. Zusätzlich gibt es noch einen Mineralienring, der ebenfalls für die milde Mineralisierung des Wassers verantwortlich ist.

Wie hoch ist der Preis für die Ersatz-Filterkartuschen?

Die Filterkartusche kostet 45 Euro und wird alle 6 Monate bzw. alle 1.500 Liter ausgetauscht. Der Keramikfilter kostet ebenfalls 45 Euro, muss aber nur alle 2 Jahre gewechselt werden. Der Mineralienring kostet nur knapp 14 Euro und wird alle 2 bis 3 Jahre getauscht.

Die Wasseraufbereitung mit dem YVE-BIO kostet in meinem Fall bei einem Trinkwasserbedarf von täglich etwa 4 Litern (Trinkwasser, Wasser zum Kochen und für die Hunde) 120 Euro pro Jahr (die einmaligen Anschaffungskosten nicht mit eingerechnet). Mittlerweile habe ich das Gerät zwei Jahre, bin nach wie vor sehr zufrieden damit und möchte kein anderes Wasser mehr trinken!

Wenn Sie sich für den YVE-BIO Wasserfilter interessieren, finden Sie auf der Seite des Händlers weitere Informationen inklusive einer Analyse des gefilterten Wassers, aus der man sehr gut erkennen kann, wie umfassend der Filter das Wasser reinigt und aufbereitet.

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Leserkommentare

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Zuletzt kommentiert

anonym schrieb am 08.10.2018

Sehr geehrte Damen und Herren,
in letzter Zeit sehe ich mich immer wieder mit dem Thema molekularer Wasserstoff konfrontiert.
Es würde mich unheimlich freuen, wenn sie einen Artikel dazu verfassen könnten.

Ein gewisser MisterWater vertreibt ein Gerät, das diesen Wasserstoff generieren soll, den Lourdes-Generator. Leider konnte ich bis dato keine unabhängigen Informationen finden bezüglich: Wirkungsweise des Generators, Wirkungsweise des Wasserstoffs im Körper

Handelt es sich hierbei tatsächlich um ein empfehlenswertes Produkt (Wasserstoff)? Oder geht ggf. ein Gesundheitsrisiko davon aus? Gibt es irgendwelche Kontraindikationen?

Wie gesagt: mich würde freuen bald etwas zuverlässiges zu dem Thema lesen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Zu Wasserstoff und seiner Wirkung auf die Gesundheit liegen bereits einige Studien vor, die dem Wasserstoff einen positiven Einfluss bescheinigen. Allerdings beläuft sich die Dauer dieser Studien nie auf einen längeren Zeitraum als 8 Wochen. In diesem Zeitraum wirkte das mit Wasserstoff angereicherte Wasser stark antioxidativ und entzündungshemmend und hatte positiven Einfluss auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel. Wie sich das Wasser auswirken würde, wenn man es dauerhaft trinkt, ist unseres Wissens nach noch nicht bekannt.

Ihr ZDG-Team

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