Zentrum der Gesundheit
Wer wenig isst, bleibt geistig jung

Wer wenig isst, bleibt geistig jung

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(Zentrum der Gesundheit) – Wer wenig isst, kann dadurch den Alterungsprozess verlangsamen. Insbesondere das Gehirn profitiert offenbar von einer niederkalorischen Ernährung. Ganze 900 Gene, die an Alterungsprozessen im Gehirn und der Entstehung von Gedächtnisproblemen beteiligt sind, werden durch eine kalorienarme Ernährung ausgebremst. Allerdings muss es schon eine ordentliche Kalorienreduktion sein, nämlich eine um dreissig Prozent. Alles andere ist wenig effektiv.

Wenigesser sind klar im Vorteil

Menschen, die weniger essen als andere, werden oft für diätbesessen oder extrem gehalten. Ja, oft glaubt man, sie seien gar schon von Magersucht bedroht – und das nur, weil sie es schaffen, sich auch am All-you-can-eat-Buffet nur gemässigte Mengen einzuverleiben.

Weniger essen bedeutet aber nicht automatisch auch, bald magersüchtig zu werden.

Weniger essen bedeutet, gezielt die richtigen Lebensmittel auszuwählen, also bewusster zu essen, aber auch langsamer zu essen, intensiver zu kauen und auf diese Weise auch mit weniger Nahrung genauso satt zu werden wie Menschen, die viel mehr essen.

Weniger essen wird als ungesund betrachtet, weil viele glauben, es sei eine Mangelernährung.

Dabei ist weniger essen oft gesünder als eine Ernährung, bei der haargenau die tägliche Kalorienzufuhr ausgerechnet und dem angeblichen Energiebedarf angepasst wurde – vorausgesetzt natürlich, dass gesund gegessen wird.

Diese Nachricht ist auch gar nicht neu. Denn schon lange weiss man, dass karg lebende Völker die ältesten Mitglieder haben und diese darüber hinaus meist auch geistig bis ins hohe Alter absolut auf zack sind.

Weniger Kalorien – Mehr Erfolg im Sport

Die russische Ärztin Galina Schatalova berichtet überdies von sportlichen Leistungen, die mit kleinen Mahlzeiten sehr viel besser ausfielen als mit der genau berechneten Sportlernahrung.

Natürlich wird inzwischen hochwissenschaftlich an diesem Thema gearbeitet. Und so zeigen auch neue Erkenntnisse der Forscherwelt, dass die oft als normal angesehene und von Ernährungsexperten empfohlene Kalorienmenge nicht annähernd so positive Auswirkungen auf den Organismus hat wie eine sog. niederkalorische Nahrung, also eine Nahrung mit weniger Kalorien.

Professor Stephen. D. Ginsberg und seine Kollegen vom US-amerikanischen NYU Langone Medical Center ermittelten beispielsweise in einer Studie, dass eine niederkalorische Ernährung der Entstehung von Gedächtnisproblemen und sogar Demenzerkrankungen vorbeugen kann.

Wer weniger isst, bekommt seltener Alzheimer

Zu Beginn der Studie war aus früheren Untersuchungen bereits bekannt, dass die Reduktion der Nahrungsenergieaufnahme insofern gesundheitliche Vorteile mit sich bringt, als dass bei Wenigessern die Aktivitäten von Alterungsgenen gestoppt werden.

Professor Ginsberg und seinem Team aus Neurowissenschaftlern gelang es jedoch, Veränderungen in der Aktivität von gleich 900 Genen nachzuweisen, die allesamt mit altersbedingten Gedächtnisproblemen im Zusammenhang stehen.

Gehirnleistung steigt mit Kalorienreduktion

Da weibliche Mäuse ein höheres Demenzrisiko als Mäusemänner aufweisen (was beim Menschen übrigens genauso ist), beobachtete Ginsbergs Team eine Gruppe weiblicher Mäuse.

Die eine Hälfte der Gruppe erhielt in Sachen Kalorienzahl normales Futter. Der Kaloriengehalt des Futters für die restlichen Tiere war um dreissig Prozent reduziert.

Im mittleren und hohen Erwachsenenalter der Mäuse untersuchten die Forscher die Hippocampus-Region der Tiere. In diesem Bereich des Gehirns werden Alzheimer-Anzeichen am frühesten sichtbar.

Dabei zeigte sich, dass eine niederkalorische Ernährung über ihren Einfluss auf 900 Gene dafür sorgte, dass die betreffenden Mäuse vor Alzheimer geschützt waren.

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Wenigesser schneiden bei Intelligenztest besser ab

Zu ähnlichen Ergebnissen kam eine Studie der Society for Neuroscience im Jahr 2013.

Professor Li-Huei Tsai und Kollegen erforschten ebenfalls den Zusammenhang von Nahrungskalorienaufnahme und Gedächtnisproblemen und entdeckten, dass eine 30%ige Kalorienreduktion die Ergebnisse bei Intelligenz- und Gedächtnistests verbesserte.

Wenn Sie also zu jenen Menschen gehören, die zwar gesund und ausgewogen, aber mengenmässig immer „wie ein Spatz“ essen, sich dabei aber wohl und munter fühlen, dann bleiben Sie dabei. Lassen Sie sich nicht weismachen, Sie täten etwas Ungesundes.

Und wenn zu Ihrer Familie ein solcher Wenigesser gehört, dann achten Sie auch hier lediglich darauf, dass er wirklich vollwertig und abwechslungsreich isst, aber nötigen Sie ihn nicht dazu, grössere Nahrungsmengen aufzunehmen.

Wenigesser verfügen möglicherweise noch über jenen gesunden Essinstinkt, der vielen von uns heutzutage abhanden gekommen ist und der vor Übergewicht und allen damit in Verbindung stehenden Zivilisationsproblemen schützt.

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