Hormonell bedingter Haarausfall
Hormonell bedingter Haarausfall stellt immer ein Zusammenspiel zwischen dem Hormonhaushalt und dem Säure-Basen-Haushalt dar. Deswegen kann bei einem hormonell bedingtem Haarausfall die Übersäuerung des Körpers in Betracht gezogen werden.
Haarausfall bedingt durch Unstimmigkeiten im Hormonhaushalt.Wenn jemand mit Haarausfall um eine ärztliche Diagnose bittet und daraufhin untersucht wird, stellt der Arzt mitunter auch Unstimmigkeiten im Hormonhaushalt fest. Er folgert daraus: Die Hormone sind für den Haarausfall verantwortlich. Nach weiteren Ursachen wird nicht geforscht. Die Ursache der Hormonstörung beispielsweise interessiert die Schulmedizin kein bisschen. Das kann daran liegen, dass eine Hormonstörung – im Hinblick auf den Haarausfall – zwar selten erfolgreich, aber durchaus gewinnbringend behandelt werden kann.
Die Therapie, die der Diagnose „hormonell bedingter Haarausfall“ folgt, berücksichtigt ausschließlich den momentanen Hormonstatus, so wie er sich am Tage und zur Stunde der Untersuchung dargestellt hat. Die Möglichkeit, dass unser Körper – als ein sich selbst regulierendes System – diesen momentanen Hormonstatus im Laufe von weiteren Stunden oder Tagen jederzeit ändern kann, wird gar nicht erst in Betracht gezogen. Anstatt wenigstens zu verschiedenen Zeitpunkten den Hormonstatus zu überprüfen, um ein repräsentatives Untersuchungsergebnis zu erzielen, wird meist sofort damit begonnen, das Symptom „Hormonstörung“ mit den entsprechenden Medikamenten zu bekämpfen – ohne den Menschen in seiner Ganzheit zu betrachten und ohne zu hinterfragen, warum denn wohl die Hormone aus dem Gleichgewicht geraten sein könnten.
Wenn die Haarfollikel eines Mannes auf DHT – ein aktives männliches Sexualhormon – empfindlich reagieren, dann fallen die Haare aus. Eine interessante Frage wäre hier: Warum reagieren die Haarfollikel auf ein ganz normales männliches Hormon so empfindlich? Die Schulmedizin weiß die Antwort nicht und immer dann, wenn sie die Antwort nicht weiß, kommen die Erbanlagen ins Spiel. Die Empfindlichkeit der Haarfollikel auf DHT sei erblich bedingt, heißt es. Für den Patienten bedeutet das: Mein Haarausfall ist mein unabwendbares Schicksal, ich kann nichts dafür und auch nichts dagegen tun – außer natürlich die vom Arzt verordneten Medikamente schlucken oder auftragen – und mich mit deren Nebenwirkungen herumschlagen.
In Wirklichkeit könnte der Patient sehr viel gegen seinen Haarausfall tun. Nämlich dann, wenn er wüsste, dass er selbst und seine bisherige Lebensweise dafür verantwortlich sind. Übersäuerung, Nähr- und Mineralstoffmangel sowie die Ablagerungen schädlicher Stoffwechselschlacken können sowohl für Störungen im Hormonhaushalt als auch für eine ungewöhnliche Empfindlichkeit der Haarfollikel sorgen.
Die Schulmedizin unterstützt jedoch lieber die Taten- und vermeintliche Hilflosigkeit des Patienten und visiert den DHT-Spiegel an. Mit Hilfe von Finasterid – einem Mittel, das Männern routinemäßig bei hormonell bedingtem Haarausfall verschrieben wird – hemmt man die Bildung von DHT und kann manchmal auch den Haarausfall stoppen. Allerdings nur unter bestimmten Umständen. Der Mann sollte nicht älter als 45 Jahre alt sein (bei älteren Männern ist keine Wirkung mehr feststellbar) und die Haarfollikel müssen noch aktiv sein. Finasterid muss ein Leben lang genommen werden. Setzt der Mann das Mittel ab, fallen die Haare schneller aus denn je zuvor. Auch eine nur kurzzeitige Unterbrechung der Finasterid-Anwendung kann dazu führen, dass die gesamte Therapie fehlschlägt.
Die lebenslange Einnahme eines Medikaments, das übrigens gegen Prostatavergrößerung entwickelt wurde, bleibt natürlich selten ohne Nebenwirkungen. Wird Finasterid gegen Prostatavergrößerung eingenommen, dann handelt es sich um eine kurzzeitige Therapie, so dass Nebenwirkungen kaum oder selten in Erscheinung treten. Bei der dauerhaften Einnahme des Medikaments gegen Haarausfall jedoch kommt der Mann in vielen Fällen in den zweifelhaften Genuss gleich mehrerer unangenehmer Nebenwirkungen. Eine davon ist selbstverständlich die Verkleinerung der Prostata, was ja dem ursprünglichen Einsatzbereich des Medikamentes entspricht, bei einer Prostata von normaler Größe aber nicht unbedingt wünschenswert erscheint. Weitere Nebenwirkungen sind: Erektionsstörungen, Abnahme der Libido und Verminderung der Samenflüssigkeit. In manchen Fällen wurde ein Wachstum der Brüste und sogar – bei Männern sehr untypisch – Brustkrebs beobachtet. Selbst wenn die Kopfhaare schließlich wieder wachsen sollten, nimmt aber die übrige Körperbehaarung einschließlich der Barthaare deutlich ab.
Ein anderer bei Haarausfall bei Männern eingesetzter Wirkstoff ist Minoxidil. Auch hier sieht die Liste der Nebenwirkungen nicht sonderlich einladend aus. Das Medikament ist eigentlich ein Mittel gegen . Da auch die Therapie mit Minoxidil lebenslang zu erfolgen hat (andernfalls bricht der Haarausfall innerhalb von 3 Monaten nach Absetzen von Minoxidil wieder aus), kommt man selten um seine Begleiterscheinungen herum: Probleme mit dem Blutzuckerspiegel, Hyperurikämie(1), Anstieg der Herzfrequenz und Hypertrichose(2).
Bei Frauen wird oft das sog. Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS)(3) als Ursache von Haarausfall diagnostiziert. Betroffene Frauen leiden an einer übermäßigen Bildung männlicher Geschlechtshormone. Die Symptome sind neben Haarausfall auch Akne, verstärkte Körperbehaarung und oft auch Kinderlosigkeit. Die Schulmedizin therapiert hier oft mit einem Medikament, dass die Auswirkung der männlichen Hormone unterdrücken kann. Dieses Medikament wird jedoch auch bei Hypersexualität verordnet sowie zur Feminisierung von Mann-zu-Frau-Transsexuellen. Diese Einsatzgebiete weisen auch gleich auf die zu erwartenden Nebenwirkungen hin: Verminderung des Geschlechtstriebs, Brustwachstum bzw. Spannungsgefühl in den Brüsten und Verminderung der Muskulatur. Weitere Nebenwirkungen sind Müdigkeit, depressive Verstimmungen, Probleme mit dem Körpergewicht und Veränderungen des Lebergewebes.
Insgesamt sieht die Lage bei hormonell bedingtem Haarausfall bis jetzt nicht sehr positiv aus. Die routinemäßig eingesetzten Mittel wirken nicht zuverlässig und belasten mit Nebenwirkungen, auf die man getrost verzichten könnte. Würde man nun aber einfach die Tatsache berücksichtigen, dass der Zustand des Hormonhaushaltes immer auch vom Zustand des Säure-Basen-Gleichgewichtes abhängt, dann könnte man letzteres mit einfachen Mitteln und Maßnahmen regulieren und sich die medikamentösen Hormonbehandlungen der Schulmedizin – inklusive all ihrer Nebenwirkungen – sparen.
Ein ganzheitliches Konzept bei hormonell bedingtem Haarausfall konzentriert sich auf die Ursache der Hormonstörung und deren Eliminierung. Eine chronische Übersäuerung in Kombination mit einem gravierenden Mineralstoffmangel infolge der heute üblichen ungesunden Lebensweise und Ernährung wirkt sich auf viele Funktionen des Körpers äußerst negativ aus. Die Folgen sind die unterschiedlichsten Symptome und Krankheiten, die den modernen Menschen heutzutage in großer Anzahl scheinbar grundlos plagen – darunter auch Haarausfall.
Ein ganzheitliches Konzept befördert den Organismus wieder in sein ursprüngliches gesundes Gleichgewicht zurück. Denn ein Körper, dessen Fähigkeit zur Selbstregulation voll funktionsfähig ist, wird kaum unter lang anhaltenden und beeinträchtigenden Hormonstörungen leiden – im Gegensatz zu einem schon im Vorfeld übersäuerten, mangelernährten(4) und dadurch geschwächten Organismus.
Unser ganzheitliches Basis-Therapiekonzept bei Haarausfall bezieht daher den gesamten Menschen mit ein und hinterlässt keinerlei negative Nebenwirkungen. Es konzentriert sich also nicht „nur“ auf das Problem Haarausfall, sondern auf den ganzen Menschen. Es entgiftet, entschlackt, reinigt, mineralisiert und befähigt den Organismus wieder, seine Selbstheilungskräfte zu mobilisieren. Unser Basis-Therapiekonzept besteht aus 6 Komponenten, wobei unter 7. all jene Maßnahmen zusammengefasst sind, welche die Basis-Therapie ergänzen und begleiten können:
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(1) Hyperurikämie: Erhöhung des Harnsäurespiegels, was zu Gicht führen kann.
(2) Hypertrichose: ungewöhnliche Behaarung oder ungewöhnlich dichte Behaarung an Stellen, die normalerweise unbehaart sind.
(3) PCOS (engl. Polycystic ovary syndrome zu deutsch: Polyzystisches Ovarialsyndrom): Häufigste Hormonstörung bei Frauen im gebärfähigen Alter. Zwei der folgenden drei Symptome müssen zutreffen, damit PCOS diagnostiziert werden kann:
- Eierstockvergrößerung und mehrere Zysten im Eierstock
- Zyklusstörungen
- Ausprägung sekundärer männlicher Geschlechtsmerkmale wie z. B. Behaarung an typisch „männlichen“ Stellen wie Bauch, Brust, Beine, Gesicht (z. B. Koteletten)
(4) Mit Mangelernährung ist hier kein mengenmäßiger Mangel gemeint, sondern der übliche Nähr- und Mineralstoffmangel der modernen Lebens- und Ernährungsweise in den Industrieländern.
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