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6 min

Wasserstoffreiches Wasser - Der neue Wundertrank?

In den letzten Jahren sind zahlreiche Studien erschienen, die aufzeigen, wie molekularer Wasserstoff die menschliche Gesundheit stärken kann und vor den verschiedensten Erkrankungen schützt. In diesem Beitrag stellen wir Ihnen den aktuellen Stand der Wissenschaft vor und erklären, wie Sie wasserstoffreiches Wasser selbst herstellen können.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Aktualisiert: 12 Februar 2024

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Wasserstoffreiches Wasser statt ionisiertem Wasser

Das Trinken von ionisiertem basischem Wasser ist besonders in Asien seit vielen Jahrzehnten beliebt. Zur Herstellung werden sogenannte Wasserionisierer verwendet. Das sind Geräte, die unter Einfluss von elektrischem Strom eine Elektrolyse („Zersetzung“) des Wassers durchführen, wodurch sowohl saure als auch basische pH-Werte erzeugt werden können.

Ionisiertes basisches Wasser hat verschiedene gesundheitsförderliche Wirkungen, um die viele Mythen und Fehlinformationen kursieren. Neuere Studien zeigen, dass die Wirkung des ionisierten Basenwassers auf dessen Gehalt an molekularem Wasserstoff zurückzuführen ist ( 1 ).

Unter folgenden Links erhalten Sie umfassende Informationen zur Wirkung von (ionisiertem) Basenwasser und Sie erfahren, was basisches Wasser überhaupt ist und welche verschiedenen Varianten es davon gibt.

Um Missverständnissen vorzubeugen, möchte wir gleich vorab ansprechen: Wasserstoffreiches Wasser kann verschiedene pH-Werte haben, es muss nicht unbedingt basisch sein. Neben dem Ionisieren gibt es auch weitere Verfahren, um wasserstoffreiches Wasser zu erzeugen.

* Hier erhalten Sie z. B. ein Gerät für wasserstoffreiches Wasser.

Was ist molekularer Wasserstoff?

Wasserstoff liegt in der Natur nicht in Form einzelner Atome vor, sondern gebunden in Wasserstoffmolekülen (molekularer Wasserstoff), die jeweils aus zwei Wasserstoffatomen bestehen (H2).

Molekularer Wasserstoff ist chemisch gesehen stabil und neutral. Als Gas in der Luft wirkt Wasserstoff in einer Konzentration von 10 % bis 75 % explosiv, jedoch nicht, wenn er in Wasser gelöst ist ( 2 ).

Wasserstoffreiches Wasser gelangt schnell in die Zellen

Die zelluläre Bioverfügbarkeit von molekularem Wasserstoff ist aufgrund seiner einzigartigen physikochemischen Eigenschaften extrem hoch. Das bedeutet, dass Wasserstoff sehr leicht und schnell durch Zellmembranen diffundieren kann und somit auch problemlos die Mitochondrien und den Zellkern erreicht ( 3 ).

Wichtige Eigenschaften des Wasserstoffmoleküls, die dies ermöglichen, sind:

  1. Geringe Größe
  2. Geringe Masse
  3. Neutral (keine positive oder negative Ladung)
  4. Unpolar (gleichmäßige Ladungsverteilung)

Wasserstoffreiches Wasser ist daher eine ideale und alltagstaugliche Lösung, um dem Körper molekularen Wasserstoff zuzuführen.

Gegen welche Krankheiten wirkt molekularer Wasserstoff?

Molekularer Wasserstoff wurde in den letzten Jahren insbesondere wegen seiner antioxidativen, entzündungshemmenden und gegen Zellstress gerichteten Wirkungen untersucht ( 4 ). Zahlreiche Studien am Menschen zeigen mittlerweile die Wirksamkeit von molekularem Wasserstoff gegen die verschiedensten Erkrankungen.

Wirkung beim metabolischen Syndrom

Bei Patienten mit metabolischem Syndrom ( 5 ) reduzierten sich nach einer 24-wöchigen täglichen Aufnahme von wasserstoffreichem Wasser die Gesamtcholesterin-, die LDL-Cholesterin-, die Triglycerid-Werte und die Entzündungsmarker im Blut.

So reduzierten sich z. B. die Trigylcerid-Werte bei der Testgruppe von durchschnittlich 190 mg/dl auf 142 mg/dl während des Einnahmezeitraums. Der Gesamtcholesterin-Wert sank von 188 auf 169 mg/dl, der LDL-Cholesterin-Wert sank von 109 auf 103 mg/dl und verschiedene Entzündungsmarker (z. B. TNF-alpha, Interleukin 6) nahmen ebenfalls signifikant ab.

Die Studie umfasste 60 Personen, von denen 30 das wasserstoffeiche Wasser tranken und die anderen 30 normales Wasser zum Vergleich erhielten. Das wasserstoffreiche Wasser wurde durch bestimmte Tabletten, die Wasserstoff freisetzen, erzeugt. Wo Sie solche Tabletten erhalten können, erfahren Sie im Abschnitt „Wie kann ich molekularen Wasserstoff einnehmen?“.

In einer anderen Studie mit Patienten mit Diabetes Typ 2 ( 6 ) bestätigten sich diese Ergebnisse und es wurde insbesondere auch eine Verbesserung der Blutzuckerregulation durch das wasserstoffreiche Wasser gezeigt.

Wirkung bei Schlaganfall

Bei 25 Patienten mit akutem Schlaganfall ( 7 ) verbesserte die Inhalation eines Luftgemischs mit einem Gehalt von 3 % Wasserstoff verschiedene Parameter im Vergleich zu der ansonsten gleich behandelten Kontrollgruppe.

Die Inhalation erfolgte zweimal täglich für eine Stunde über 14 Tage. Die Wasserstoff-Gruppe zeigte verbesserte Ergebnisse bei der MRT-Untersuchung sowie eine schnellere Verbesserung bei der neurologischen Untersuchung und der Physiotherapie.

Die Inhalation von Wasserstoff wird in wenigen spezialisierten Praxen angeboten (z. B. im Therapiezentrum für Heilkunde in Mannheim) und man kann entsprechende Geräte sogar online kaufen, z. B. * dieses Inhalationsgerät).

Weitere Erkrankungen

Zahlreiche weitere Studien am Menschen demonstrieren den erfolgreichen Einsatz von molekularem Wasserstoff:

  1. Parkinson ( 8 )
  2. Chronische Hepatitis B ( 9 )
  3. Postoperative Lähmung des Darms ( 10 )
  4. Rheumatoide Arthritis ( 11 )
  5. Schuppenflechte (Psoriasis) ( 12 )
  6. Entzündliche Hauterkrankungen ( 13 )
  7. Muskuläre und mitochondriale Erkrankungen ( 14 )
  8. Erhöhung antioxidativer Enzyme (z. B. Superoxiddismutase) ( 15 )
  9. Verbesserung der Lebensqualität von Tumorpatienten während einer Bestrahlungstherapie ( 16 )
  10. Einsatz für Leistungssportler ( 17 )

In den Studien wurde der molekulare Wasserstoff zumeist als wasserstoffreiches Wasser, das durch die oben erwähnten Wasserstoff-freisetzenden Tabletten erzeugt wurde, verabreicht. Andere Wege der Applikation waren eine Inhalation, eine Injektion (z. B. in die Bauchhöhle) oder eine intravenöse Infusion.

Wie wirkt molekularer Wasserstoff?

Wir haben im vorigen Abschnitt die verschiedenen Erkrankungen vorgestellt, bei denen molekularer Wasserstoff bzw. wasserstoffreiches Wasser eingesetzt werden kann. Im Folgenden betrachten wir die bisher in der Wissenschaft bekannten Wirkmechanismen von molekularem Wasserstoff. Demnach gibt es verschiedene Wege, wie Wasserstoff unsere Zellen schützen kann.

* Hier erhalten Sie z. B. ein Gerät für wasserstoffreiches Wasser.

Wirkung als selektives Antioxidans

Wasserstoff wirkt selektiv auf die gefährlichen Hydroxyl-Radikale und auf Peroxynitrit-Anionen und macht diese unschädlich. Hydroxyl-Radikale sind hochreaktive Radikale, die verschiedene Bestandteile der Zellen angreifen können. Peroxynitrit-Anionen sind ebenfalls hochreaktiv und können in einer Kettenreaktion zur Entstehung zahlreicher weiterer Sauerstoff-Radikale und Stickstoff-Radikale führen (19).

Andere Radikale, wie z. B. Wasserstoffperoxid, die wichtige Aufgaben in der Zellsignalgebung haben, werden hingegen nicht neutralisiert (19).

Einfluss auf die Genexpression

Molekularer Wasserstoff kann Membranen leicht durchdringen und gelangt so auch in den Zellkern. Dort hat Wasserstoff einen Einfluss darauf, welche Gene abgelesen werden.

Wasserstoff führt z. B. dazu, dass Gene für antioxidative Enzyme verstärkt abgelesen werden ( 18 ). Dadurch kann Wasserstoff eine antioxidative Wirkung erzeugen, die über Stunden, Tage oder gar Wochen anhält (1).

Außerdem reduziert Wasserstoff das Ablesen von Genen für proentzündliche Zellsignalstoffe und für Zellsignalstoffe, die einen Zelltod (Apoptose) auslösen. Wasserstoff wirkt dadurch antientzündlich und schützt vor einem Zelltod (4).

Wirkung als Signalstoff für viele zelluläre Vorgänge

Zahlreiche zelluläre Vorgänge können durch Wasserstoff beeinflusst werden. Dadurch wirkt Wasserstoff als Signalstoff auf verschiedenen Wegen u. a. antientzündlich und immunregulatorisch (4).

Wie wird molekularer Wasserstoff eingenommen?

Wenn Sie aufgrund der zahlreichen gesundheitsförderlichen Wirkungen molekularen Wasserstoff nun einnehmen möchten, so haben Sie verschiedene Möglichkeiten dazu. Denn seit molekularer Wasserstoff als therapeutischer Wirkstoff im ionisierten Wasser identifiziert wurde, haben viele Hersteller gezielt Produkte entwickelt, die wasserstoffreiches Wasser erzeugen sollen:

Abgepacktes wasserstoffreiches Wasser in Flaschen

Abgepacktes pH-neutrales wasserstoffreiches Wasser scheint eher schwer erhältlich zu sein und ist bei regelmäßigem Konsum sicherlich auch nicht gerade kostengünstig. Wenn Sie es probieren möchten, suchen Sie z. B. nach „Hydrogen Getränke“.

Wasserstoff-freisetzende Tabletten

In den meisten Studien wurden Wasserstoff-freisetzende Tabletten verwendet. Diese Tabletten setzen eine bestimmte Menge an Wasserstoff frei und sind online frei verkäuflich. Die Tabletten können einfach in ein Glas Wasser eingerührt werden.

Die Tabletten gibt es z. B. von Dr. Mercola, „H2 Molecular Hydrogen“. Man löst 1 Tablette in 480 ml Wasser auf und trinkt die Mischung sofort. Die Tabletten werden nicht pur geschluckt!

Wasserionisierer für wasserstoffreiches Wasser

Um selbst wasserstoffreiches Wasser zu erzeugen, können Wasserionisierer oder tragbare pH-neutrale Elektrolysegeräte verwendet werden. Bei der Auswahl des Geräts sollten Sie darauf achten, dass die erzeugte Konzentration an Wasserstoff (ppm, parts per million) angegeben wird.

Wir haben Ihnen unter folgendem Link ein Beispiel herausgesucht. Sie sollten sich aber dennoch vor einem etwaigen Kauf genau über die Produkte und Hersteller informieren, da es schwer ist Bewertungen und umfassendere Informationen über die Qualität solcher Geräte zu erhalten.

* Hier erhalten Sie z. B. ein Gerät für wasserstoffreiches Wasser.

Wasserstoffreiches Wasser: vielfältig und heilsam

Molekularer Wasserstoff wirkt direkt auf zellulärer Ebene: auf die Gene, auf die Mitochondrien, als Signalstoff und vieles mehr. Dadurch ergeben sich vielfältige gesundheitsförderliche Wirkungen, die letztlich den gesamten Körper betreffen. Wasserstoffreiches Wasser ist also eine wenig bekannte, aber laut aktuellen Forschungsergebnissen sehr wirksame Methode, um die Gesundheit zu stärken.

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Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.