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  • Frau trinkt basisches Wasser aus einem Glas
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Basisches Wasser und seine gesundheitlichen Vorteile

Das Trinken von basischem Wasser ist ein beliebter Gesundheitstrend. Allerdings gibt es unterschiedliche basische Wässer, die somit auch unterschiedliche Wirkungen haben können. Wir stellen die verschiedenen Arten basischer Wässer vor und erklären, wie Sie diese selbst herstellen können.

Fachärztliche Prüfung: Gert Dorschner
Stand: 15 August 2026
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Gesundheitstrend: Basisches Wasser

Wenn es um das Thema basisches Wasser geht, werden meist viele gesundheitliche Wirkungen genannt. So soll das Wasser den Säure-Basen-Haushalt regulieren und vor Krankheiten wie Krebs, Osteoporose, Nierensteinen, Herzerkrankungen und vielem mehr schützen. Weiterhin soll es antioxidativ wirken, den Stoffwechsel ankurbeln und die Nährstoffaufnahme verbessern.

Da es jedoch verschiedene basische Wässer mit ganz unterschiedlichen Eigenschaften gibt, ist es nicht möglich, von DEM EINEN basischen Wasser und seinen Wirkungen zu sprechen.

Wir stellen Ihnen in diesem Beitrag die unterschiedlichen Varianten von basischem Wasser vor.

Hinweis: Umkehrosmose-Wasser ist nicht basisch, sondern leicht sauer. In unserem Artikel über Osmosewasser lesen Sie weitere Informationen zu den Vor- und Nachteilen des Osmosewassers. Der Artikel heißt Osmosefilter - Ist das Wasser gesund?

Was ist basisches Wasser?

Der Begriff „basisch“ bezieht sich lediglich auf den pH-Wert des Wassers. Der pH-Wert gibt an, ob eine wässrige Lösung sauer, neutral oder basisch ist. Der pH-Wert bezieht sich nur auf wässrige Lösungen. Ein Öl z. B. besitzt daher keinen pH-Wert.

Chemisch gesehen ist der pH-Wert ein Maß für die Konzentration an Hydroxonium-Ionen (H3O+). Je mehr Hydroxonium-Ionen in einer Lösung enthalten sind, desto saurer ist sie und desto niedriger ist der pH-Wert.

Die Messskala des pH-Werts reicht von 0 bis 14:

  1. pH-Wert 0 bis 6,9 = sauer
  2. pH-Wert 7 = neutral
  3. pH-Wert 7,1 bis 14 = basisch, alkalisch

Basisches Wasser hat demnach einen pH-Wert von über 7.

In der Wissenschaft verwendet man den Begriff „alkalisch“ oft als Synonym für basisch. Auch im Englischen werden Sie diesen Begriff wieder finden. Hier spricht man von „alkaline water“.

Die Bestimmung des pH-Werts kann ganz einfach mittels eines pH-Teststreifens, den man z. B. in der Apotheke erwerben kann, durchgeführt werden.

Welchen pH-Wert hat Trinkwasser?

Leitungswasser hat zumeist einen neutralen bis schwach basischen pH-Wert. Dieser bewegt sich i. d. R. zwischen 7,0 und 8,5 (1).

Zu einem basischen pH-Wert kommt es insbesondere dann, wenn das Wasser durch kalkhaltige Gesteinsschichten geflossen ist. Kalk (Calciumcarbonat, CaCO3) löst sich zu einem geringen Anteil in Wasser. Dabei entstehen Calcium-Ionen und Carbonat-Ionen. Die Carbonat-Ionen wirken basisch, wodurch der pH-Wert leicht ansteigt.

Bei Sprudelwasser kommt es hingegen durch die zugesetzte Kohlensäure zu einem Abfall des pH-Werts. Der pH-Wert von kohlensäurehaltigem Mineralwasser liegt deshalb im sauren Bereich zwischen 5,5 und 6,5 (2).

Kohlensäure kann aber auch natürlicherweise in ein Mineralwasser gelangen. Sie entsteht, wenn Kohlenstoffdioxid im Wasser gebunden wird. Dazu kommt es bei Mineralwässern, die durch vulkanisches Gestein geflossen sind.

Natürliche, stille Mineralwässer können also in Abhängigkeit ihres Gehalts an Mineralstoffen und Kohlensäure sowohl leicht sauer, als auch leicht basisch sein.

Wie kann man basisches Wasser herstellen?

Basisches Wasser kann auf ganz unterschiedliche Weise entstehen. So gibt es von Natur aus basische Mineralwässer. Man kann aber auch Natron oder basische Mineralstoffpräparate in Wasser geben oder das Wasser mit einem Wasserionisierer behandeln. Das Ergebnis ist jeweils ein Wasser mit einem pH-Wert über 7 – chemisch gesehen handelt es sich jedoch nicht um dasselbe Wasser.

Natürlich basisches Mineralwasser

Natürliches Mineralwasser enthält je nach Herkunft unterschiedliche Mengen gelöster Mineralstoffe und anderer Ionen. Dazu gehören beispielsweise Calcium, Magnesium, Natrium und Kalium sowie Hydrogencarbonat, Sulfat und Chlorid.

Ob ein Mineralwasser sauer, neutral oder basisch ist, hängt vom Zusammenspiel dieser gelösten Bestandteile ab. Bei basischen Mineralwässern spielt häufig Hydrogencarbonat (HCO₃⁻) eine wichtige Rolle. Hydrogencarbonat kann Protonen (H⁺) aufnehmen und dadurch Säuren abpuffern.

Deshalb sollte man bei einem Mineralwasser nicht nur auf den pH-Wert schauen, sondern auch auf den Hydrogencarbonatgehalt und die übrige Mineralstoffzusammensetzung. Zwei Mineralwässer mit einem ähnlichen pH-Wert können sich in ihrer Zusammensetzung und ihrer Fähigkeit, Säuren zu neutralisieren, deutlich unterscheiden.

Basisches Wasser mit Natron

Auch durch die Zugabe von Natron (Natriumhydrogencarbonat, NaHCO₃) wird Wasser basisch. Natron löst sich im Wasser in Natriumionen (Na⁺) und Hydrogencarbonationen (HCO₃⁻) auf.

Das Hydrogencarbonat kann Protonen aufnehmen. Dadurch nimmt die Konzentration der Hydroxonium-Ionen (H₃O⁺) ab und der pH-Wert steigt. Gleichzeitig erhält das Wasser durch das Hydrogencarbonat eine gewisse Pufferkapazität: Es kann also Säure aufnehmen, ohne dass sein pH-Wert sofort stark absinkt.

Mit Natron erhöht man daher nicht einfach nur den pH-Wert des Wassers, sondern führt ihm eine konkrete basisch wirkende Substanz zu. Gleichzeitig steigt allerdings auch der Natriumgehalt des Wassers.

Basisches Wasser mit Basenpulver oder Mineralstoffpräparaten

Statt Natron können auch sogenannte Basenpulver oder basische Mineralstoffpräparate ins Wasser gegeben werden. Ihre Zusammensetzung ist je nach Produkt sehr unterschiedlich. Häufig enthalten sie Citrate, z. B. Magnesiumcitrat, Calciumcitrat, Zinkcitrat und Kaliumcitrat. Auch Carbonat oder Hydrogencarbonatverbindungen können enthalten sein, wie beispielsweise das oben genannte Natriumhydrogencarbonat (Natron) oder auch Calciumcarbonat.

Carbonate und Hydrogencarbonate können unmittelbar Protonen aufnehmen.

Bei Citraten ist die Situation etwas anders: Citratsalze können zwar je nach Form auch den pH-Wert der Lösung beeinflussen, für ihre basische Wirkung im Organismus ist jedoch vor allem entscheidend, was NACH der Aufnahme geschieht.

Citrat wird im Stoffwechsel weitgehend abgebaut; dadurch entsteht eine basische Wirkung, so dass gar nicht erst so viele Säuren anfallen, die über die Nieren und mit dem Urin ausgeleitet werden müssten, weshalb man dann einen basischen oder zumindest höheren pH-Wert im Urin messen kann.

Je nach Präparat nimmt man nicht nur andere basisch wirkende Verbindungen, sondern beispielsweise auch Magnesium, Calcium oder Kalium auf.

Basisches Wasser aus einem Wasserionisierer

Eine völlig andere Methode ist die Herstellung von basischem Wasser mit einem Wasserionisierer. Dabei werden dem Wasser nicht einfach basische Mineralstoffe zugesetzt. Stattdessen wird das Wasser einer Elektrolyse unterzogen und dabei in saures und basisches Wasser getrennt.

In der mit Wasser befüllten Elektrolysekammer befinden sich zwei Elektroden. An diese Elektroden wird eine elektrische Spannung angelegt, sodass eine der Elektroden negativ (Kathode) und die andere positiv geladen ist (Anode). Zwischen den Elektroden befindet sich eine spezielle Membran, die verhindert, dass sich die beiden Flüssigkeitsbereiche vermischen (4).

Durch die angelegte Spannung kommt es zu einer Aufspaltung der Wassermoleküle (H2O) in Wasserstoff (H2) und Sauerstoff (O2) und es entstehen zudem Hydroxonium-Ionen (H3O+) und Hydroxid-Ionen (OH-).

Sauerstoff und Hydroxonium-Ionen entstehen im Bereich der positiv geladenen Elektrode (= saures Wasser), während sich Wasserstoff und Hydroxid-Ionen im Bereich der negativ geladenen Elektrode bilden (= basisches Wasser).

Die Geräte können auf diese Weise pH-Werte vom stark sauren bis zum stark basischen Bereich erzeugen (5) (z. B. pH 2,5 bis pH 11,5).

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Wasserionisierer sind seit mehreren Jahrzehnten insbesondere in asiatischen Ländern wie Japan und Korea beliebt und sind mittlerweile auch in den USA und in europäischen Ländern zunehmend verbreitet.

Es kursieren viele Mythen über die Wirkungsweise von ionisiertem basischen Wasser. Auf die einzelnen Aussagen und Gesundheitsversprechen gehen wir in unserem separaten Artikel Wie wirkt Basenwasser? ein, wo Sie alles zur Wirkungsweise von basischem Wasser lesen.

Interessant ist auch unser Artikel Wasserstoffreiches Wasser - Der neue Wundertrank? Denn häufig wirken basische Wässer nur aufgrund ihres hohen Wasserstoffgehalts so positiv auf die Gesundheit.

Basisch ist also nicht gleich basisch

Es gibt also ganz unterschiedliche basische Wässer - so dass der pH-Wert im Grunde nichts über die tatsächliche Art und Wirkung des Basenwassers aussagt.

Ein pH-Wert von beispielsweise 9 zeigt nur, dass das betreffende Wasser basisch ist. Er verrät jedoch nicht, wodurch es basisch geworden ist - ob durch Hydrogencarbonat, durch zugesetzte Citrate oder Carbonate oder weil es durch eine Elektrolyse lief.

Kann man basisches Wasser kaufen?

Wie oben beschrieben, sind verschiedene Mineralwässer oder sogar das Leitungswasser natürlicherweise leicht basisch. Beispiele für leicht basische Mineralwässer sind das Mineralwasser der St. Leonhardsquelle und Evian, die einen pH-Wert von etwa 7,2 aufweisen.

Zu den natürlichen Mineralwässern mit stark basischem pH-Wert zählt z. B. die Sorte Monchique, die aus dem Monchique Gebirge an der Algarve in Portugal stammt. Das Wasser hat einen pH-Wert von 9,5. (Allerdings ist in diesem Wasser auch natürliches Fluorid enthalten.)

Weiterhin kann basisches Wasser, das mittels Wasserionisierern hergestellt wurde, abgepackt im Handel erworben werden.

* Lust auf basische Ernährung? Dann ist unser Online Kochkurs "Basisch kochen" ideal für Sie: Basisch kochen leicht gelernt

Warum basisches Wasser trinken?

Hersteller von basischem Wasser oder Wasserionisierern werben oft mit Aussagen wie: „Basisches Wasser kann eine Übersäuerung des Körpers ausgleichen“ oder „Basisches Wasser gelangt schnell in die Zellen und kann dort Säuren neutralisieren“.

Diese Werbeversprechen finden bei vielen Menschen ein offenes Ohr, schließlich wird der Begriff „basisch“ oft mit gesund gleichgesetzt. Der Gedanke, dass man durch das Trinken eines basischen Wassers seinen Körper entsäuern kann und dadurch verschiedenen Krankheiten vorbeugen kann, erscheint verlockend.

Weitere Werbeversprechen beziehen sich z. B. auf eine gesteigerte Immunabwehr, eine verbesserte Herzgesundheit oder einen antioxidativen Schutz.

Wie wir bisher gesehen haben, ist der Begriff basisches Wasser weit gefasst. Es gibt also nicht eine einheitliche Definition und es kann auch nicht pauschal gesagt werden, ob basisches Wasser nun gut oder schlecht ist bzw. welche Wirkungen es genau besitzt.

Um einschätzen zu können, ob basisches Wasser mit bestimmten Charakteristika tatsächlich gesundheitsförderlich sein könnte, ist es sehr wichtig das Thema differenziert zu betrachten und auch die physiologischen Hintergründe im menschlichen Körper zu verstehen.

Im weiteren Text klären wir daher folgende Fragestellungen:

Wie wird der Säure-Basen-Haushalt reguliert? Was ist eine Übersäuerung des Körpers und welche Folgen hat sie? Kann eine Übersäuerung durch basisches Wasser ausgeglichen werden?

Der Säure-Basen-Haushalt

Der Säure-Basen-Haushalt ist ein streng reguliertes System, das von entscheidender Bedeutung für die Funktion des gesamten Körpers ist. Ein gesunder Körper besitzt sowohl saure als auch basische pH-Bereiche. Es ist somit also auf keinen Fall gesund, den ganzen Körper „basisch“ machen zu wollen.

Zu den sauren pH-Bereichen des Körpers zählen z. B. der Magen (pH 1,5 bis 2), der Dickdarm (pH 5,5 bis 6,2), die Haut (pH 4,8 bis 5,5) oder das Scheidenmilieu (pH 3,8 bis 4,4).

Der stark saure pH-Wert des Magens ist wichtig, um Keime abzutöten und unterstützt die Eiweißverdauung. Im Dickdarm, auf der Haut und in der Scheide wird durch den sauren pH-Wert stattdessen das Wachstum bestimmter nützlicher Bakterien gefördert und die Vermehrung von Krankheitserregern gehemmt.

Zu den basischen Bereichen des Körpers zählen das Blut (pH 7,35 bis 7,45), die meisten Gewebe (pH bis 7,7) und der größte Teil des Dünndarms (pH variabel).

Insbesondere der pH-Wert des Bluts ist streng reguliert. Kommt es hier nur zu geringfügigen Abweichungen des pH-Werts, also außerhalb des engen pH-Bereichs von 7,35 bis 7,45, kann dies sogar lebensbedrohliche Folgen haben, da es zu einer Denaturierung lebenswichtiger Eiweiße im Blut kommt. Daher hat die Regulation des pH-Werts des Bluts oberste Priorität.

Dem Körper stehen verschiedene Möglichkeiten zur pH-Regulation des Bluts zur Verfügung (6):

Puffersysteme: Der Bicarbonat-Puffer ist das wichtigste Puffersystem des Körpers und kann sowohl überschüssige Säuren als auch Basen durch eine „Wechselreaktion“ zwischen Bicarbonat und Kohlensäure neutralisieren. Weitere Puffer sind z. B. der Proteinatpuffer und der Phosphatpuffer.

Abatmung von Kohlenstoffdioxid (CO 2) über die Lunge: Überschüssige Säuren können mit Bicarbonat über Kohlensäure zu CO 2 und Wasser reagieren. Das CO 2 kann über die Lunge abgeatmet werden. Ausscheidung von Säuren über die Nieren und die Leber. Abgabe von Säuren ins umgebende Gewebe

Durch diese Maßnahmen kann der pH-Wert des Bluts konstant gehalten werden. Zu einer gefährlichen Abweichung kommt es deshalb nur in Extremfällen wie z. B. bei einer Vergiftung (z. B. mit Methanol), in einem fortgeschrittenen Stadium eines Schocks oder bei einer schweren Lungenerkrankung (7). Auch bei schlecht eingestellten Patienten mit Diabetes kann es zu einer gefährlichen pH-Abweichung kommen (Ketoazidose).

Doch warum ist dann so oft die Rede von einer Übersäuerung des Körpers und welcher Bereich des Körpers übersäuert?

*Zum Online Kochkurs "Basisch kochen" geht es hier entlang: Basisch kochen leicht gelernt

Chronische Übersäuerung

Der Lebensstil vieler Menschen ist aus gesundheitlicher Sicht alles andere als optimal. Viele Verhaltensweisen und Angewohnheiten fördern eine chronische Übersäuerung des Körpers.

Einer der im vorigen Abschnitt vorgestellten Regulationsmechanismen des Körpers ist eine Abgabe von Säuren in das Gewebe. Das Gewebe (z. B. Unterhaut, Bindegewebe, verschiedene Organe) ist i. d. R. etwas basischer als das Blut, sodass Säuren hierhin abgegeben werden können.

Wird der Körper fortwährend mit Säuren belastet und mangelt es ihm an Möglichkeiten diese auszuscheiden, so kommt es zu einer chronischen Übersäuerung der Gewebe.

Lesen Sie auf unserer Seite mehr über die Übersäuerung aus wissenschaftlicher Sicht. In diesem Artikel stellen wir Ihnen verschiedene Studien vor, die sich mit einer chronischen Übersäuerung beschäftigen.

Ursachen einer chronischen Übersäuerung

Verschiedene Ursachen können zu einer chronischen Übersäuerung beitragen:

Zu viele übersäuernde Lebensmittel: z. B. tierische Lebensmittel, Zucker, Lebensmittelzusatzstoffe, Kaffee, Alkohol, Weißmehl. zu wenige basenbildende Lebensmittel: Gemüse, Obst, Schlafmangel, Bewegungsmangel oder übertriebener Sport, hohe negative Stressbelastung, aufnahme von Toxinen, ein Mangel an Mineralstoffen, die die Entgiftung/Entsäuerung unterstützen (z. B. Calcium, Magnesium, Kalium) unmd ein Überschuss an säurebildenden Mineralstoffen (z. B. Phosphor)

All diese Faktoren führen entweder zu einem größeren Anfall an Säuren im Körper oder stören die körpereigenen Ausscheidungs- und Entgiftungsvorgänge oder sie machen gleich beides.

Eine Übersicht über saure und basische Lebensmittel erhalten Sie von uns, die Sie per Email anfordern können.

Folgen einer chronischen Übersäuerung

Die Folgen einer chronischen Übersäuerung des Körpers sind weitreichend. Durch die Einlagerung von aus der Blutbahn ausgeschiedenen Säuren ins Gewebe kann es zu Störungen des normalen Stoffwechsels und der normalen Struktur der Gewebe kommen.

Die Säuren liegen dabei nicht isoliert im Gewebe vor, sondern sind durch basische Mineralstoffe gebunden und damit neutralisiert. In der Naturheilkunde spricht man von sogenannten Schlacken.

In Bezug auf das Bindegewebe begünstigt die Einlagerung solcher Schlacken z. B. die Entstehung von Falten, Cellulite und Dehnungsstreifen und kann auch zu einem Verkleben von Faszien führen.

Doch auch jedes andere Gewebe und Organ kann von den Folgen betroffen sein. So ist beispielsweise die Entstehung von Gelenkerkrankungen wie Arthritis und Arthrose, die Entstehung von Nierensteinen und das Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Osteoporose bei einer Übersäuerung erhöht.

Auch das Auftreten von Mineralstoffmängeln, Infektionskrankheiten und Krebserkrankungen ist begünstigt.

Übersäuerung mit basischem Wasser ausgleichen?

Könnte man einfach basisches Wasser trinken und dadurch alle Säuren im Gewebe neutralisieren, wäre dies natürlich sehr angenehm und einfach. Doch so funktioniert es in der Realität nicht.

Trinkt man Wasser, so gelangt dieses zunächst in den Magen und trifft dort auf die Magensäure. Die Salzsäure des Magens ist eine starke Säure, die sich mit dem Mageninhalt vermischt und ihn ansäuert. Dadurch wird der pH-Wert von getrunkenem basischem Wasser neutralisiert.

Trotz dieses Umstands kann basisches Wasser auf verschiedene Weise einer chronischen Übersäuerung entgegenwirken:

Basische Mineralien

Die enthaltenen Mineralien wie Calcium, Magnesium und Zink unterstützen die Entsäuerung des Körpers, da sie bestimmte Stoffwechselvorgänge fördern (8). Dies ist eine Wirkung, die nichts mit dem pH-Wert des Wassers zu tun hat.

Natron

Natron ist ein bekanntes Heilmittel in der Naturheilkunde und soll gegen eine Übersäuerung helfen, indem es die körpereigene Hydrogencarbonat-Bildung anregt. Im Abschnitt „Der Säure-Basen-Haushalt“ haben wir erklärt, dass der Hydrogencarbonat- oder Bicarbonat-Puffer das wichtigste Puffersystem im Blut ist.

Die Theorie: Natron neutralisiert nach seiner Einnahme die Magensäure. Dies regt wiederum eine umso stärkere Bildung neuer Magensäure an. In den Belegzellen des Magens entsteht parallel zur Bildung von Salzsäure auch Hydrogencarbonat, das in den Blutkreislauf geleitet wird. Auf diese Weise regt Natron die körpereigene Entsäuerung an (9).

Möchte man tatsächlich Natron (z. B. als Kur) zur Entsäuerung einsetzen, gibt es einige Dinge zu beachten:

Natron darf nicht unmittelbar vor oder nach dem Essen eingesetzt werden, da die Magensäure für die Verdauung und Keimabtötung benötigt wird. Ein Abstand von 1 Stunde vor dem Essen und 2 Stunden nach dem Essen sollte ausreichen.

Natron kann bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen (z. B. Völlegefühl, Aufstoßen).

Eine Überdosierung von basischen Substanzen kann zu gefährlich hohen Kaliumwerten führen (mehr dazu im Beitrag: „Wie wirkt basisches Wasser?“). Für Natron wird oft eine Dosierung von 3x täglich einem halben Teelöffel empfohlen.

Unsere Empfehlung: Die wichtigste Maßnahme um einer chronischen Übersäuerung entgegen zu wirken, ist eine nachhaltige Umstellung der Lebensweise und eine weitgehende Beseitigung der ursächlichen Faktoren. So nutzt es wenig Natron zu schlucken, wenn man sich weiterhin ungesund ernährt, viel Stress hat und zu wenig schläft.

Weitere Wirkungen von basischem Wasser?

Im Abschnitt zur Herstellung von basischem Wasser haben wir Ihnen das Konzept der Elektrolyse von Wasser vorgestellt. Das auf diese Weise erzeugte ionisierte basische Wasser soll neben einer Entsäuerung des Körpers noch viele weitere Wirkungen besitzen.

Im Folgebeitrag Wie wirkt Basenwasser? stellen wir Ihnen interessante wissenschaftliche Studien zum Thema vor und klären auf, worauf die Wirkung von ionisiertem Wasser wirklich beruht.

Update 17.01.2024

Unser früherer Text zum Thema Basenwasser wurde durch diesen neuen Text komplett ersetzt.

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Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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