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  • Arteriosklerose giftige Ablagerungen

Wie giftige Metalle das Risiko für Arteriosklerose erhöhen

Schon eine geringe Belastung mit giftigen Metallen wie Arsen, Cadmium und Titan fördert die Bildung von Ablagerungen in den Blutgefässen und erhöht somit das Risiko für eine Arteriosklerose. Das Meiden dieser Metalle sowie regelmässige Massnahmen zur Entgiftung sind daher wichtige Faktoren in Sachen Herz-Kreislauf-Prävention.

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29 Dezember 2021

Giftige Metalle erhöhen Risiko für Ablagerungen in den Arterien

Giftige Metalle wie Arsen, Cadmium und Titan sind überall um uns herum. Sie belasten die Böden und damit auch unsere Lebensmittel sowie unser Trinkwasser. Auch in der Luft und im Zigarettenrauch sind die Schadstoffe allgegenwärtig. Titan könnte ferner über Zahnersatz oder orthopädische Implantate, aber auch über Kosmetika und als Zusatzstoff in Medikamenten und manchen Nahrungsergänzungsmitteln (Stichwort Titandioxid) in den Organismus gelangen. Sogar das Gehäuse von Herzschrittmachern ist aus Titan.

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Laut einer Studie, die am 9. Dezember im Fachjournal Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology veröffentlicht wurde, können diese Schadstoffe Ablagerungen insbesondere in den Arterien des Herzens, aber auch in den Arterien im Hals und in den Beinen begünstigen und zählen damit zu den Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ( 1 ).

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Giftige Metalle sind allgegenwärtig

„Da die Metalle allgegenwärtig sind, kommen wir auch ständig mit geringen Mengen dieser Stoffe in Berührung“, sagte die Studienleiterin Maria Grau-Perez vom Institute for Biomedical Research Hospital Clinic de Valencia INCLIVA in Valencia, Spanien. Die Doktorandin für Präventionsmedizin, Gesundheit und Mikrobiologie erklärt: „Laut der WHO könnten wir weltweit 31 Prozent der Herz-Kreislauf-Erkrankungen vermeiden, wenn wir es schaffen würden, die entsprechenden Umweltschadstoffe zu eliminieren.“ ( 2 )

Schon im Jahr 2018 zeigte sich in einem umfassenden Review von 37 Studien, dass eine Belastung mit Arsen das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 23 bis 30 Prozent erhöhte. Auch eine Belastung mit Cadmium und Kupfer erhöhte das Herz-Kreislauf-Risiko, während die Kombination aus Cadmium und Blei das Schlaganfall-Risiko um bis zu 72 Prozent erhöhte ( 3 ).

Die Folgen einer Arteriosklerose

Arteriosklerose entwickelt sich, wenn sich Ablagerungen an den Gefässwänden bilden und die Arterien versteifen und verengen. Abhängig davon, welche Arterien betroffen sind, kann eine Arteriosklerose zu Herzinfarkt führen, zu Schlaganfall, Nierenkrankheiten oder auch der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK, auch Schaufensterkrankheit genannt).

Zustand der Beinarterien zur Früherkennung der Arteriosklerose

Frühere Forschungsarbeiten zum Einfluss von Metallen auf eine Arteriosklerose konzentrierten sich stets ausschliesslich auf die Halsschlagader. Die spanische Studie hingegen bezieht sich daneben auch auf die Koronararterien (Arterien des Herzens) und die Femoralarterien (Arterien der Oberschenkel). Gerade der Zustand der Femoralarterien – die den unteren Teil des Körpers mit Blut versorgen – kann bei der Früherkennung einer Arteriosklerose helfen.

Lesen Sie hier, wie Chlorophyll bei der Entgiftung helfen kann.

Studie: Zusammenhang zwischen Metallen und Arteriosklerose

Die spanischen Froscher untersuchten nun knapp 2.000 Erwachsene – vorwiegend Männer zwischen 40 und 55 Jahren, Teilnehmer der Aragon Workers Health Study und Arbeiter einer Automobilfabrik. Gemessen wurde zunächst die Belastung der Teilnehmer mit neun toxischen Metallen: Arsen, Barium, Uran, Cadmium, Chrom, Antimon, Titan, Vanadium und Wolfram. Dann schaute man, ob es einen Zusammenhang mit ersten Anzeichen einer Arteriosklerose in den genannten Arterien gab.

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Anhand von Urinproben konnte man die Metallbelastung der Teilnehmer aus der Luft, dem Wasser und aus Lebensmitteln überprüfen. Der Zustand der Arterien wurde hingegen mit Ultraschalluntersuchungen und dem sog. Calcium-Score festgehalten. Bei letzterem wird per CT der Grad der Arterienverkalkung bestimmt.

Je höher die Metallbelastung, umso höher das Arterioskleroserisiko

Die Ergebnisse der Studie waren die folgenden:

  1. Die älteren Teilnehmer hatten die höheren Metallwerte im Urin.
  2. Die wenigen weiblichen Teilnehmerinnen hatten höhere Metallwerte als die Männer.
  3. Raucher oder ehemalige Raucher hatten höhere Arsen-, Cadmium-, Chrom- und Titanwerte im Vergleich zu Personen, die noch nie geraucht hatten.
  4. Je höher die Belastung mit Arsen, Cadmium, Titan und möglicherweise auch Antimon, umso höher die Wahrscheinlichkeit erster Anzeichen einer Arteriosklerose.
  5. Der deutlichste Zusammenhang mit einer beginnenden Arteriosklerose der Halsschlagader wurde für Arsen und Cadmium gefunden. Cadmium und Titan hingegen belasteten die Oberschenkelarterie stärker, während Titan und möglicherweise auch Cadmium und Antimon besonders für die Koronararterien schädlich waren.
  6. Arsen zeigte sich für die Arterien besonders dann als giftig, wenn es gemeinsam mit Cadmium und Titan im Körper eintraf.

Hier lesen Sie, wie Zeolith u. a. Arsen und Blei entgiften hilft.

Selbst geringe Metall-Mengen sind schädlich

„Unsere Studie weist deutlich darauf hin, dass die Belastung mit toxischen Metallen aus der Umwelt selbst in niedrigen Dosen für die Herz-Kreislauf-Gesundheit toxisch ist“, erklärte Studienautorin Maria Tellez-Plaza, Ärztin und Wissenschaftlerin am National Center for Epidemiology und dem Instituto de Salud Carlos III in Madrid.

„Die Metallbelastung in unserer Teilnehmergruppe war niedriger als in anderen zu diesem Thema veröffentlichten Studien. Metalle und hier ganz besonders Arsen, Cadmium und Titan sind vermutlich wichtige Risikofaktoren für die Entstehung einer Arteriosklerose – auch in geringsten Mengen.“ (2)

Metallbelastung vermeiden, Herz-Kreislauf-Erkrankungen verhindern

„Die derzeitigen Umwelt-, Arbeits- und Lebensmittelsicherheitsstandards für Cadmium, Arsen und andere Metalle sind höchstwahrscheinlich nicht ausreichend, um die Bevölkerung vor den negativen Auswirkungen dieser Metalle auf die Gesundheit zu schützen“, sagte Tellez-Plaza. „Wenn wir einer Metallbelastung zuvorkommen, dann könnte dies unsere Möglichkeiten der Prävention und Therapie von Herz-Kreislauf-Erkrankungen massgeblich verbessern“. (2)

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Quellen
  1. (1) Toxic Metals and Subclinical Atherosclerosis in Carotid, Femoral, and Coronary Vascular Territories: The Aragon Workers Health Study, Arteriosclerosis, Thrombosis and Vascular Biology (2021). 
  2. (2) American Heart Association, Exposure to toxic metals may increase risk of clogged arteries, December 9, 2021, MedicalXpress
  3. (3) Environmental toxic metal contaminants and cardiovascular risk: a systematic review and meta-analysis of observational studies, BMJ (2018).