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Rote Zwiebeln

Rote Zwiebeln

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(Zentrum der Gesundheit) – Rote Zwiebeln bieten in vielerlei Hinsicht weit mehr gesundheitliche Vorteile als gelbe oder weisse Sorten. Sie sind besonders reich an Antioxidantien, unterstützen den Körper bei der Krebsprophylaxe, fördern die Gewichtsreduktion, senken den Cholesterinspiegel, tragen zur Entgiftung des Körpers bei und bekämpfen Entzündungen. Es zahlt sich also aus, die rote Zwiebel öfter in den Speiseplan einzubauen. Einer italienischen Studie zufolge reichen schon 150 Gramm rote Zwiebeln pro Woche aus, um das Magenkrebs-Risiko um die Hälfte zu senken.

Die rote Zwiebel: Für Genuss und Gesundheit

Zwiebeln schmecken immer – ob gedünstet, gebraten, gegrillt, gebacken oder roh. Sie passen in fast alle Gerichte und haben die eingangs genannten vielfältigen höchst positiven Auswirkungen auf den menschlichen Organismus – ganz besonders aber die roten Zwiebeln.

Falls Sie jetzt glauben, man müsse wöchentlich einen Sack Zwiebeln essen, um in den Genuss dieser fantastischen Wirkungen zu gelangen, dann seien Sie beruhigt.

Denn schon ab drei roten Zwiebeln pro Woche, die auf vier bis sechs Portionen aufgeteilt werden, soll man deutliche Ergebnisse verspüren können – zumindest im Hinblick auf die Krebsvorsorge, wobei die Wirkung roher Zwiebeln besser ist als die von gekochten oder anderweitig erhitzten.

Doch was unterscheidet die roten Zwiebeln nun eigentlich von den gelben oder weissen Exemplaren?

Rote Zwiebeln wirken gegen Entzündungen

Zwiebeln zeichnen sich grundsätzlich durch ihren hohen Polyphenolgehalt aus – so stecken in ihnen z. B. mehr Polyphenole als im Knoblauch oder in der Tomate. Die roten Zwiebeln übertreffen aber sogar ihresgleichen, denn in ihnen sind zweimal so viele Antioxidantien enthalten wie in jeder anderen Art von Zwiebeln.

Eine Studie an der Università di Messina hat ergeben, dass in roten Zwiebeln sieben verschiedene Flavonoide enthalten sind – zu den wichtigsten zählen Quercetin und Anthocyanin.

Diese Wirkstoffe machen die rote Zwiebel zu einem hilfreichen Lebensmittel bei allen gesundheitlichen Problemen, die beispielsweise mit chronischen Entzündungen zusammenhängen.

Denn die Antioxidantien verhindern die Oxidation von Fettsäuren in der Nahrung und in den Zellen und blockieren auf diese Weise die freien Radikale. Dadurch werden chronische Entzündungsprozesse drastisch reduziert und auch die Entstehung von Krebszellen wird gehemmt.

Rote Zwiebeln beugen Magenkrebs vor

Die in Zwiebeln vorkommenden Schwefelverbindungen (Sulfide) hemmen ausserdem das Bakterienwachstum. Dieser Sachverhalt zeigte sich besonders in Bezug auf die Vorbeugung von Magenkrebs als hilfreich.

Im Magen können Bakterien zur Umwandlung von Nitrat in Nitrit führen. Nitrit kann wiederum zu krebserregenden Nitrosaminen werden. Wenn nun die Sulfide der Zwiebel die beteiligten Bakterien in ihrer Aktivität hemmen, dann kann das Risiko für Magenkrebs reduziert werden.

Dr. Carlo La Vecchia und sein Team haben an der Università di Milano eine Studie durchgeführt, an der 777 Probanden teilgenommen haben. Die Untersuchungen ergaben, dass zwei Portionen Zwiebeln zu je 50 Gramm pro Woche ausreichen, um das Magenkrebs-Risiko um ganze 50 Prozent zu reduzieren.

Dies wird u. a. auch darauf zurückgeführt, dass Schwefelverbindungen gegen Bakterien wirken und somit auch den Magenkeim Helicobacter pylori daran hindern können, sich zu vermehren.

Da die rote Zwiebel zudem besonders reich an Antioxidantien ist, kann sie als ideales Anti-Krebs-Lebensmittel bezeichnet werden.

Rote Zwiebeln sind besser als Nahrungsergänzungsmittel

Dabei empfiehlt es sich, diese Antioxidantien MIT der Zwiebel zu essen und nicht etwa auf Nahrungsergänzungsmittel aus Quercetin auszuweichen. Das natürliche Quercetin aus roten Zwiebeln – so heisst es – sei viel wirksamer als die Einnahme von Quercetin-Extrakten.

Der Körper kann den Nährstoff viel besser erkennen, wenn er in seiner naturbelassenen Form und in Verbindung mit all den anderen Stoffen verzehrt wird, die in der roten Zwiebel vorhanden sind und sich gegenseitig in ihren antioxidativen Wirkungen unterstützen und verstärken.

Rote Zwiebeln sind Fatburner

Rote Zwiebeln verfügen – wie alle Zwiebeln – über einen gewissen Schärfegrad. Das liegt an ihrem hohen Gehalt an Isoalliin, einer Schwefelverbindung. Erst beim Zerschneiden der Zwiebel entwickelt sich daraus der scharfe Geschmack, nämlich wenn das – ebenfalls in der Zwiebel enthaltene – Enzym Alliinase mit dem Isoalliin reagiert und daraus der scharfe und tränenreizende Stoff Propanthial-S-Oxid entsteht.

Die zwiebeleigenen Schwefelverbindungen haben sehr viele positive Auswirkungen auf den menschlichen Organismus. So sind sie beispielsweise am Aufbau der schwefelhaltigen Aminosäure Cystein beteiligt. Aus Cystein wiederum kann der Körper gemeinsam mit Methionin (einer weiteren essentiellen Aminosäure) die Aminosäure Taurin aufbauen.

Taurin nun aktiviert die Hirnanhangsdrüse dazu, bestimmte Hormone auszuschütten, die für den Fettabbau zuständig sind. Auf diese Weise sind Zwiebeln wichtige Helfer, wenn es darum geht, Fettpölsterchen schneller dahin schmelzen und eine anvisierte Gewichtsreduktion besser gelingen zu lassen.

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Rote Zwiebeln senken den Cholesterinspiegel

Iranische Forscher von Tabriz University of Medical Sciences haben untersucht, wie sich der Genuss von rohen roten Zwiebeln auf den Stoffwechsel von Frauen auswirkt, die am polyzystischen Ovar-Syndrom (kurz: PCO-Syndrom) und an Übergewicht leiden.

Das PCO-Syndrom liegt dann vor, wenn zwei der drei folgenden Kriterien gegeben sind: Zysten in den Eierstöcken, chronische Zyklusstörungen und/oder ein zu hoher Androgenspiegel. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Frauen mit Übergewicht besonders häufig vom PCO-Syndrom betroffen sind.

An der Studie nahmen 54 Frauen teil, die in zwei Gruppen eingeteilt wurden.
 

  • Gruppe 1: Übergewichtige Frauen, die zweimal täglich 40 bis 50 g rohe rote Zwiebeln pro Tag assen – Fettleibige Frauen: 2 × 50 bis 60 g pro Tag
  • Gruppe 2: Die Frauen der Kontrollgruppe verzehrten 2 × 10 bis 15 g rohe rote Zwiebeln pro Tag.
     

Nach acht Wochen Zwiebelkur konnten bei den Frauen beider Gruppen sowohl das Gesamtcholesterins als auch das "schlechte LDL-Cholesterin" signifikant gesenkt werden, wobei die Gruppe 2 jedoch noch besser abschnitt.

Die Wissenschaftler kamen zum Schluss, dass die rohe rote Zwiebel für übergewichtige und fettleibige Frauen mit dem PCO-Syndrom ein besonders hilfreiches Lebensmittel sein kann.

Zwiebeln entgiften

Das aus den oben genannten Schwefelverbindungen entstehende Cystein wird ausserdem für den Aufbau des körpereigenen Super-Entgifters namens Glutathion benötigt. Glutathion ist ein starkes Antioxidans, das Zellmembranen und körpereigene Proteine vor Angriffen durch freie Radikale schützt.

Es kann ferner Reparaturprozesse nach DNA-Schäden in die Wege leiten und soll die Ausleitung von Schwermetallen und anderen Problemstoffen fördern. Der regelmässige Verzehr von Zwiebeln unterstützt also massgeblich die körpereigene Entgiftung.

So verwenden Sie rote Zwiebeln

Die antioxidativen Flavonoide sind besonders in den äusseren Schichten der roten Zwiebel enthalten. Viele Menschen schälen die ersten paar Schichten und verlieren so viele dieser lebenswichtigen Vitalstoffe. Verwenden Sie also auf jeden Fall so viel wie möglich der äusseren, fleischigen, essbaren Teile.

Durch zu starkes Schälen, bei dem die beiden äusseren fleischigen Schichten abgenommen werden, gehen ungefähr 20 Prozent des Quercetin und über 75 Prozent der enthaltenen Anthocyane verloren.

Das Kochen von Zwiebeln in einer Suppe schädigt einige der Anthocyane, jedoch nicht das Quercetin. Das Quercetin geht in die Suppe oder die Brühe über. Je geringer die Hitze ist, desto mehr Wirkstoffe bleiben in der Suppe oder der Brühe erhalten.

Wenn Sie nun mehr über die Heilkraft und weitere Anwendungsbereiche der Zwiebel erfahren möchten, empfehlen wir Ihnen die folgenden Links:
 

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Quellen:



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