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Rotklee – Ein echtes Multitalent

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 02.07.2018
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Rotklee – Ein echtes Multitalent
© Axel Gutjahr - Fotolia.com

Aufgrund seines hohen Phytoöstrogen-Gehalts ist der Rotklee besonders bei Frauen beliebt, denn er lindert Menstruationsprobleme ebenso wie Wechseljahresbeschwerden. Doch wussten Sie, dass Rotklee eine Vielzahl weiterer Vorzüge aufweist, von denen Frauen UND Männer profitieren? So zeigt Rotklee eine zellschützende, entzündungshemmende und blutreinigende Wirkung. Er verbessert den Blutfluss, senkt das Cholesterin, beugt dem Knochenschwund im Alter vor und schützt darüber hinaus auch noch vor Prostataerkrankungen.

Inhaltsverzeichnis

Rotklee verbessert die Bodenqualität

Rotklee, der auch unter der Bezeichnung Wiesenklee bekannt ist, zählt zu den Hülsenfrüchten und gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler. Rotklee bevorzugt lehmige und mineralstoffhaltige Böden, aber auch auf Sand- und Torfböden gedeiht er gut. Einen sauren oder schlecht entwässernden Boden hingegen meidet er.

Rotklee hat die Fähigkeit, Stickstoff aus der Luft zu binden und so den Boden mit diesem wichtigen Pflanzennährstoff anzureichern. Dadurch erhöht Rotklee die Bodenqualität im Allgemeinen sowie deren Fruchtbarkeit im Besonderen.

Rotklee ist als Futterpflanze sehr beliebt

Rotklee ist eine sehr beliebte, eiweissreiche Futterpflanze für das Weidevieh, aber auch Hummeln und Schmetterlinge lieben ihn.

Die Rotklee Blüten mit ihren langen, engen Blütenröhren werden in erster Linie von Hummel-Arten bestäubt, die aufgrund ihrer Rüssellänge den tiefliegenden Nektar erreichen können.

Der Rüssel der Bienen ist zu kurz, daher können sie ausschliesslich die Pollen sammeln.

Doch kommen wir nun zu den Vorzügen des Rotklees in Bezug auf die menschliche Gesundheit.

Hanfextrakt

Rotklee enthält eine Vielzahl gesundheitsrelevanter Substanzen

Rotklee liefert natürlich die für grüne Blattgemüse typischen Vital- und Mineralstoffe, nämlich insbesondere Magnesium, Calcium, Kalium, Niacin (Vitamin B3), Thiamin (Vitamin B1) und Vitamin C.

Darüber hinaus enthält der Rotklee verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe (Flavonoide), deren antioxidative, antimikrobielle sowie antivirale Wirkung das Immunsystem entlasten und somit sehr zur Gesunderhaltung des Körpers beitragen.

Die ebenfalls enthaltenen Cumarine im Rotklee verbessern den Blutfluss, Salicylate wirken entzündungshemmend, Glykoside unterstützen die Herztätigkeit und ätherische Öle wirken antibakteriell und antimykotisch.

Besonders bemerkenswert ist die im Rotklee enthaltene, einzigartige Kombination vier verschiedener Isoflavone ( Genistein, Daidzein, Formononetin und Biochanin A). Diese Isoflavone zählen zu den so genannten Phytoöstrogenen, die sich für einige der gravierendsten gesundheitlichen Auswirkungen des Rotklees verantwortlich zeigen.

Rotklee hat den höchsten Phytoöstrogen-Gehalt

Rotklee gilt insbesondere in den mitteleuropäischen Regionen als DER Phytoöstrogen-Lieferant schlechthin. Die Bezeichnung Phytoöstrogene ist eine Wortschöpfung, die pflanzliche Wirkstoffe beschreibt, welche dem menschlichen Östrogen vom chemischen Aufbau her verblüffend ähneln.

Die Phytöstrogene können daher auch regulierend in den Hormonhaushalt eingreifen, doch so stark wirksam wie die körpereigenen Hormone sind sie keineswegs. Daher ist der Rotklee auch für Frau UND Mann gleichermassen wertvoll.

Die Wirkweise der Rotklee-Phytoöstrogene

Die Wirkung der Phytoöstrogene hängt nun davon ab, wie viel eigenes Östrogen im Körper vorhanden ist.

Ist der Östrogenspiegel zu hoch, wie es bei manchen Frauenvor den Wechseljahren der Fall ist, zeigen sie eine anti-östrogene Wirkung. Das bedeutet, dass sich die Phytoöstrogene an die Östrogen-Rezeptoren heften und so verhindern, dass das wesentlich stärker wirkende körpereigene Östrogen daran andocken kann.

Bei einem zu niedrigen Östrogenspiegel, wie er bei Frauen in den Wechseljahren vorzufinden ist, stellt sich eine östrogenartige Wirkung der Phytoöstrogene ein, so dass der bestehende Östrogenmangel reduziert oder gar ausgeglichen werden kann.

Die Phytoöstrogene des Rotklees können also im Körper zu einem ausgeglichenen Hormonspiegel beitragen.

Der Östrogenspiegel reguliert viele Körperfunktionen

Östrogene beschränken sich in ihrer Wirkung nicht nur auf den Zyklus der Frau. Da sie auch an vielen weiteren Körperprozessen beteiligt sind, spielen Östrogene für die Gesundheit jedweden Menschen eine wesentliche Rolle – ob Mann oder Frau.

Ein angemessener Östrogenanteil im Körper

  • fördert die Durchblutung sämtlicher Körpergewebe (Organe, Nervensystem, Knochengewebe, Haut etc.).
  • begünstigt die Weitstellung der Venen.
  • reguliert den Cholesterinspiegel und schützt so vor Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems.
  • steuert die Calcium-Einlagerung in den Knochen.
  • erhöht die Konzentrationsfähigkeit.
  • unterstützt einen gesunden Schlaf.
  • begünstigt eine positive, glückliche Stimmung.
  • fördert die Fetteinlagerung unter der Haut, damit sie weich und geschmeidig bleibt.
  • hält Wasser im Bindegewebe zurück - für eine glatte, faltenfreie Haut.

Diese Beispiele zeigen anschaulich, welche gesundheitlichen Folgen sowohl ein Mangel an Östrogen als auch ein Östrogen-Überschuss haben kann. Dies gilt natürlich für Frauen UND Männer gleichermassen.

Ein Östrogenmangel führt beim Mann zur Midlife-Krise

Eine Studie unter der Leitung von Dr. Joel Finkelstein, Professor für Endokrinologie an der Harvard Medical School, untersuchte die Auswirkungen eines Östrogenmangels beim Mann und kam zu folgendem Ergebnis:

Wenn der Testosteronwert bei Mann eine Konzentration von 300 bis 350 Nanogramm unterschreitet (in jungen Jahren liegt er bei etwa 550 Nanogramm), nimmt das Östrogen ebenfalls automatisch ab und gleichzeitig erhöht sich der Körperfett-Anteil.

Den Abfall des Östrogens beschrieben die Wissenschaftler als die Hauptursache für die männliche Midlife-Krise, denn er führt - ähnlich wie bei Frauen - zu den typischen Symptomen wie: Depressionen, Antriebsschwäche, Gewichtszunahme, Schlafstörungen etc.

Auch für die Libido des Mannes werden sowohl Testosteron als auch Östrogen in ausreichender Konzentration benötigt. Sinken diese Hormonmengen mit zunehmendem Alter, so vermindert sich auch die Libido.

"Beide Geschlechter benötigten jeweils auch das Hormon des anderen Geschlechts, um eine angemessene Libido zu haben",

so Dr. Finkelstein.

Rotklee-Extrakt reduziert PSA-Werte

Eine Studie aus dem Jahr 2008 untersuchte die Auswirkungen des Rotklee-Extraktes auf die Prostata- und Leber-Gesundheit sowie auf die sexuellen Funktionen bei Männern mit erhöhten PSA-Werten, aber gleichzeitig negativen Prostata-Biopsie- Befunden.

PSA steht für Prostata-spezifisches Antigen. Dabei handelt es sich um ein vom Prostatagewebe produziertes Enzym. Dieses Enzym verflüssigt den Samen und ermöglicht auf diese Weise eine erhöhte Beweglichkeit der Spermien im Ejakulat. Normalerweise gelangt nur sehr wenig PSA ins Blut. Krankes Prostatagewebe jedoch produziert so viel PSA, dass davon sehr viel mehr ins Blut gelangt und die PSA-Werte daraufhin steigen. Ein erhöhter PSA-Wert kann daher auf ein Prostataproblem hinweisen.

Die Probanden aus obiger Studie nun waren durchschnittlich 65 Jahre alt und erhielten über einen Zeitraum von einem Jahr täglich 60 mg Isoflavon-Extrakt aus Rotklee. Ihre jeweiligen Werte wurden alle 3 Monate gemessen. Nach Ablauf des Jahres konnte folgendes Ergebnis präsentiert werden:

"Der Extrakt wurde von allen Studien-Teilnehmern gut vertragen und verursachte keine Nebenwirkungen. Gleichzeitig konnte der Gesamt-PSA-Wert bei den Probanden um mehr als 30 Prozent reduziert werden".

Rotklee beeinflusst Wechseljahresbeschwerden

2007 stellte Dr. Martin Imhof von der Universitätsklinik für Frauenheilkunde in Wien eine randomisierte placebokontrollierte Studie mit Rotklee-Extrakt vor, an der 180 Patientinnen teilnahmen. Neben den menopausalen Beschwerden wurden auch der Einfluss auf die Stimmung, die Konzentration und das Schlafverhalten beobachtet.

Die Probanden erhielten über einen Zeitraum von 25 Wochen täglich 80 mg standardisierten Rotklee-Extrakt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen:

"Der Extrakt hatte einen signifikant positiven Einfluss auf alle Symptomatiken der Probanden. Während Hitzewallungen und Schweissausbrüche zurückgingen, verbesserten sich gleichzeitig Konzentration, Stimmung und Schlafverhalten".

Eine Cross-Over-Studie aus dem Jahre 2010 kam, wie einige weitere Studien auch, zu ähnlich positiven Ergebnissen.

Rotklee kann vor Tumorerkrankungen schützen

Des Weiteren stellte Dr. Imhof Resultate einer Grundlagenforschung zum Einfluss von Rotklee-Extrakt auf das Tumorwachstum vor. Kultivierte MCF-7 Brusttumorzellen wurden dabei mit Phytoöstrogenen behandelt. Das sensationelle Ergebnis:

"Anstelle der angenommenen tumorfördernden Eigenschaft dieser Östrogene stellte sich das genaue Gegenteil heraus. Der Rotklee-Extrakt aktivierte sogar vermehrt DNA-Reparaturgene, so dass Dr. Imhof zu dem Ergebnis kam, dass Rotklee vor einer Entstehung von Tumoren schützen könne".

Rotklee schützt vor Arteriosklerose

In einer anderen Studie aus dem Jahr 2007 wurde die Wirkung von Rotklee auf die Entwicklung von Arteriosklerose („Verkalkung“ der Blutgefässe) bei männlichen Kaninchen mit hohen Blutfettwerten untersucht.

Das Ergebnis: Durch die Gabe von Rotklee-Extrakt konnten die Triglyceride ebenso wie das LDL-Cholesterin deutlich gesenkt werden, während der HDL-Cholesterinwert bedeutsam anstieg. Die Fettstreifenbildung in der Aorta war ebenso deutlich reduziert wie jene in den Herzkranzgefässen.

Das Ergebnis legt nahe, dass Rotklee die kardiovaskulären Risikofaktoren, die letztlich Schlaganfall oder Herzinfarkt verursachen, merklich reduzieren kann.

Auswirkung von Rotklee auf die Knochendichte

Über die bereits vorgestellten Studien hinaus, liefern weitere Studien den Nachweis für den erfolgreichen Einsatz von Rotklee zum Erhalt der Knochendichte und seiner vorbeugenden Wirksamkeit gegen Osteoporose (Knochenschwund) bei postmenopausalen Frauen (Frauen nach den Wechseljahren).

Das Ziel einer Studie aus dem Jahr 2006 war, die vorbeugende Wirkung von Rotklee-Isoflavonen auf das Fortschreiten des Knochenverlustes durch Östrogen-Mangel zu beurteilen. Die Ergebnisse:

Der Mineralstoffgehalt der Knochen, die Knochendichte der Oberschenkel und die Festigkeit der Tibia (zweitlängster Knochen im Skelett) stiegen mit Hilfe des Rotklee-Extrakts.

Gleichzeitig sank der Wert der knochenspezifischen alkalischen Phosphatase im Blut (ein erhöhter Wert weist auf ein Knochenproblem hin), und die Anzahl der Osteoklasten (knochenabbauende Zellen) in den Oberschenkeln ging zurück.

Rotklee-Extrakt bei Hautproblemen

Nicht zu unterschätzen ist auch die Wirkung des Rotklee-Extraktes auf die Haut.

Die enthaltenen Antioxidantien schützen die Haut vor zellschädigenden freien Radikalen, so dass sie vor lichtbedingter Alterung durch UV-Strahlen bewahrt werden kann.

Zudem erhöht Rotklee die Dichte und die Spannkraft der Haut, wodurch dem Rotklee-Extrakt auch ein Anti-Aging-Effekt zugeschrieben wird.

Eine regelmässige Anwendung von Rotklee-Extrakt hat bereits bei vielen Menschen mit unreiner Haut oder mit Akne-Haut zu signifikanten Verbesserungen des Hautbildes geführt.

Auch Hauterkrankungen wie Ekzeme oder Psoriasis sprechen sehr gut auf eine Behandlung mit diesem Extrakt an. Daher wird Rotklee von naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten bei vielen Hauterkrankungen mit grossem Erfolg eingesetzt.

Rotklee auf dem Speiseplan

Nachdem wir nun die vielen gesundheitlichen Auswirkungen des Rotklee-Extraktes auf den menschlichen Körper vorgestellt haben, stellt sich nun sicher die Frage, wie Sie die wertvollen Inhaltsstoffe des Rotklees in ausreichender Menge zu sich nehmen können.

Der Verzehr von Rotklee-Blüten oder Rotklee-Sprossen im Salat, in der Suppe oder auf dem Gemüse ist sicher eine gesunde, schmackhafte und empfehlenswerte Massnahme.

Allerdings reichen die auf diese Weise aufgenommen Mengen an Isoflavonen und all den anderen wertvollen Substanzen nicht in jedem Falle aus, um einen positiven Gesundheitseffekt zu erzielen.

Hat man also ein bestimmtes über Isolflavone erreichbares Ziel im Auge, dann kann der Rotklee zusätzlich in Form Rotklee-Extrakt eingenommen oder in Form von Rotklee-Tee getrunken werden – wobei Ersterer sehr viel höher konzentriert ist als ein Tee.

Rotklee-Tee

Für die Zubereitung eines Rotklee-Tees benötigen Sie 4 Teelöffel frische Rotklee-Blüten oder einen gehäuften Teelöffel getrocknete Blüten. Übergiessen Sie diese mit kochendem Wasser, lassen Sie sie 10 Minuten abgedeckt ziehen.

Danach seihen Sie den Tee ab. Bis zu 4 Tassen können Sie täglich vom Rotklee-Tee geniessen.

Zusätzlich zur inneren Einnahme können Sie den Pflanzensud auch für Sitzbäder bei vaginalem Juckreiz, Weissfluss oder Erkrankungen der Vaginalschleimhaut verwenden.

Als Kompresse aufgetragen kann der Tee auch rheumatische Beschwerden lindern. Bei Hauterkrankungen hat sich ein konzentrierter Blütenauszug, der auf Sirupdicke eingekocht wurde, bestens bewährt.

Flüssiger Rotklee-Extrakt

Auch flüssige Rotklee-Extrakte stellen eine ausgezeichnete Nahrungsergänzung dar. Gegenüber den herkömmlich angebotenen Kapseln verfügen flüssige Präparate über eine besonders leichte Verdaulichkeit sowie eine hohe Bioverfügbarkeit.

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Zuletzt kommentiert

i.d schrieb am 11.02.2017

Recht vielen Dank dem Zentrum. Ich hoffe, nochmals nachfragen zu können. Doch zunächst, ich reduziere hier auf NEM , und da war es bei bisherigen Therapeuten ( sämtliche Ärzte ) so, daß kategorisch von NEM abgeraten wurde ( dann muß man sich auch hiermit nicht auseinandersetzen und profunde Aussagen sind schlicht nicht möglich, eine Heilpraktikerin arbeitet mit Schüßler-Salzen und spagyrischer Medizin ). Ein kleines Problem also mit dem oft beschworenen Arzt des Vertrauens... . Wie aber können wir herausfinden, welche NEM nun ( nicht ) hormonell wirksam sind und mit Krankheit und Therapie ( hier Exemestan ) nicht ins Gehege kommen, wie Sie schreiben ? Einige sind - nach lesen etlicher Ihrer Artikel -, zur Osteoporose-Vorbeugung ( stellt Ihr gen. " Osteoporose-Prävention " auch einen Bezug zu ( Brust- ) Krebs/Therapie her ? ), aber auch etwa Arthrose gedacht. Wie stellt sich dies, nur beispielhaft, bei einem Vit. K2 oder Kalzium-Präparat dar ? Während ich ja zur Problematik Höhe der Konzentration bei Isoflavonen - tatsächlich wirft sich zum. die Frage bei sämtlichen Pflanzenstoffen ( Phytoöstrogene ) und evtl. darüber hinaus auf - bereits das BfR zitierte ( vielleicht zu wacklig ? ), ist mir das oft vernommene " isolierte NEM " noch nicht klar. Während ich bisher dachte, daß es sich auf synthetische Mittel beschränkt, meine ich, Ihrer Antwort zu entnehmen, daß es sich auch auf natürliche Mittel bezieht. Kann hiervon auch die Rede sein, wenn sich z. B. mehrere Mikronährstoffe in einem Präparat befinden oder gar bei einem Lebensmittel ( Sango Corall etwa enthält zwar viel, aber eben auch nicht alles evtl. Notwendige ) ? Nochmals ganz herzlichen Dank für Ihre ergänzenden Antworten.

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo i.d.wagner

Ja, das ist leider häufig ein Problem, einen Arzt/Therapeuten zu finden, der umfassend und auch ganzheitlich beraten kann. Aus der Ferne ist es uns jedoch leider nicht möglich, die Aufgabe eines Arztes und entsprechenden Ratgebers zu übernehmen. Bestimmt finden Sie – u. U. über die Suchmaschine – einen ganzheitlichen Therapeuten in Ihrer Nähe.

Bei isolierten NEM handelt es sich unserem Verständnis nach um isolierte Stoffe, die auch natürlichen Ursprungs sein können z. B. um isolierte Isoflavone aus der Sojabohne in Kapselform. Hochkonzentrierte NEM sind beispielsweise Rotkleeextrakt, der hohe Isoflavonmengen enthalten kann oder auch hochkonzentriertes Curcumin aus Curcuma oder auch Safranextrakt etc.

Bei einem rundum ganzheitlichen NEM handelt es sich z. B. um das Gerstengraspulver, wobei diesem natürlich auch etwas fehlt, nämlich das Wasser, das ihm entzogen wurde. Es geht hier also nicht darum, dass etwas ALLES enthalten muss, was es auf diesem Planeten an Nähr- und Vitalstoffen gibt, sondern dass eben noch – so gut wie möglich – alles enthalten ist, was auch im Ausgangsprodukt enthalten war. Hier haben wir den Nachteil, dass die für manche therapeutischen Zwecke erforderlichen höheren Dosierungen einzelner Stoffe nicht erreicht werden. Daher muss man für eine Therapie (darauf gründet die Orthomolekularmedizin) oder für die Behebung eines Mangels meist zu isolierten und/oder hochkonzentrierten NEM greifen.

Es bleibt somit nichts anderes übrig, als von Fall zu Fall zu entscheiden, was für den jeweiligen Menschen nun passend ist und was nicht.

Wenn Ihre Frau nun Medikamente einnimmt, die den Östrogenspiegel senken, würden wir keine isoflavonhaltigen NEM empfehlen – wie in unserer letzten Antwort schon geschrieben. In unserer letzten Antwort schrieben wir auch, was wir aus ganzheitlicher Sicht empfehlen würden: siehe bitte dort. Leider werden diese oft einfach klingenden Hinweise gerne unterschätzt oder überlesen.

Diese Hinweise werden dann auch noch einmal in unserem verlinkten Osteoporosepräventions-Artikel aufgeführt. Dazu wird die persönliche Ernährung optimiert und entsprechend des Nähr- und Vitalstoff-Gehaltes der Ernährung wird entschieden, ob zusätzlich Präparate eingenommen werden sollten, deren Bedarf mit der Ernährung nicht sooo leicht gedeckt werden kann oder die man eben – wie gesagt – therapeutisch in höheren Dosen einsetzen möchte z. B. Silicium, Magnesium oder auch Omega-3-Fettsäuren.

Wenn Sie keinen Therapeuten finden, der Ihnen weiterhelfen kann und Sie sich daraufhin dazu entschliessen sollten, selbst herauszufinden, ob es mit diesem oder jenem Vitalstoff bei einer Aromatasehemmer-Einnahme zu unerwünschten Wechselwirkungen kommen könnte, geben Sie Vitalstoff und Medikament in die Suchmaschine ein, z. B. Exemestan Vitamin D.

Sie finden daraufhin verschiedene wissenschaftliche Arbeiten, die sich dem Thema widmen (z. B. https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/daz-12-2011/vitamin-d3-und-arzneimittel) und zeigen, dass bei niedrigen Vitamin-D-Spiegeln der Knochenschwund unter Exemestan schneller stattfindet als bei höherem Vitamin-D-Spiegel. Aber auch der Exemestan-Hersteller selbst schreibt dazu: "Vor der Behandlung wird auch eine Routinekontrolle Ihres Vitamin-D-Blutspiegels gemacht, da Ihre Werte in den Frühstadien von Brustkrebs sehr niedrig sein können. Falls Ihre Werte niedriger als normal sind werden Sie eine Nahrungsergänzung mit Vitamin D erhalten."

Mit allen anderen erforderlichen Vitalstoffen gehen Sie genauso vor, wobei keines der im Osteoporosetext genannten Mittel/Massnahmen bei passender Dosierung hormonelle Wirkungen hat (ausser der im Punkt Hormonstörungen genannten).

Alles Gute und viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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Quellen