Vitamine und Mineralstoffe in der Zitrone
Obst und Früchte

Zitrone: Vitamine und Mineralstoffe

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 21.07.2018
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Zitrone: Vitamine und Mineralstoffe
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Die Zitrone wäre im Grunde eine gute Vitalstoffquelle. Da man jedoch nicht viel von ihr essen kann, trägt sie nicht nennenswert zur Deckung unseres Vitalstoffbedarfs bei – mit einer Ausnahme: Dem Vitamin C. Schon zwei Esslöffel Zitronensaft liefern 15 mg des antioxidativen Vitamins. Auch interessante Kupfermengen sind in der Zitrone enthalten. Gemeinsam mit dem Vitamin C trägt Kupfer zur Bekämpfung freier Radikale bei und mindert so das Risiko für chronische Krankheiten.

Vitamine und Mineralstoffe der Zitrone

Im Jahr 1754 wies der schottische Schiffsarzt James Lind durch eine der weltweit ersten klinischen Studien den medizinischen Effekt von Zitronensaft bei Skorbut nach. Zunächst wurde diese Heilwirkung auf die Zitronensäure zurückgeführt, erst 1928 wurde das Vitamin C als die entscheidende Wirkkomponente identifiziert.

Natürlich enthält die Zitrone nicht nur Vitamin C. Sie ist eine insgesamt äusserst vitalstoffreiche Frucht, wobei einige Vitamine und Mineralstoffe auch bezüglich der Erfüllung der empfohlenen Tagesdosis (NRV) von Relevanz wären, könnte man von der Zitrone grössere Mengen verspeisen. Da man sie aufgrund ihres sauren Geschmacks jedoch nur in kleinen Mengen verzehrt, kann man von ihrem Vitalstoffreichtum nicht wirklich profitieren. In 100 Gramm der Südfrucht stecken u. a.:

  • 53 mg Vitamin C (53 Prozent der NRV): Schützt die Körperzellen vor freien Radikalen und ist an der Bildung und Funktionserhaltung des Binde- und Stützgewebes beteiligt.
  • 51 µg Vitamin B1/Thiamin (4,6 Prozent der NRV): Ist essentiell für die Funktion des Nervensystems; ein entsprechender Mangel könnte eine Mitursache für Alzheimer sein. Laut dem Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel erreichen 21 Prozent der Männer und 32 Prozent der Frauen die empfohlene Vitamin-B1-Tagesdosis nicht.
  • 270 µg Vitamin B5/Pantothensäure (4,5 Prozent der NRV): Ist für den Stressabbau unverzichtbar und wird für die Bildung mancher Hormone (Steroidhormone) benötigt.
  • 400 µg Vitamin E (3,3 Prozent der NRV): Das Antioxidans stärkt das Immunsystem, wirkt gegen Entzündungen und hat einen neuroprotektiven Effekt.
  • 350 µg Kupfer (28 Prozent der NRV): Ist an der Bildung von Bindegewebe sowie Blut und an der Funktion des Nervensystems beteiligt. Als Bestandteil antioxidativer Enzyme ist es ferner an der Reduzierung von oxidativem Stress beteiligt.
  • 28 mg Magnesium (8 Prozent der NRV): Schützt das Herz und vermindert die Häufigkeit und Intensität von Muskelkrämpfen.
  • 149 mg Kalium (3,7 Prozent der NRV): Ist wichtig für eine gesunde Herzfunktion, für den Blutdruck und einen ausgewogenen Flüssigkeitshaushalt im Körper.
OPC & Acerola

Zwei kleine Früchte decken den Vitamin-C-Bedarf

Das Vitamin C ist in der Zitrone der dominierende Vitalstoff. Zwei kleine Früchte würden schon ausreichen, um die offiziell empfohlene Tagesdosis an Vitamin C zu 100 Prozent zu decken.

Allerdings beziehen sich diese Empfehlungen auf den Bedarf gesunder Menschen. So haben etwa Patienten, die an Infektionen oder anderen Krankheiten leiden, Raucher, aber auch schwangere und stillende Frauen einen höheren Bedarf, der zwischen 150 bis 200 Milligramm pro Tag liegt, wobei auch diese offiziell angegebenen Dosen viel zu gering sein dürften, so dass Orthomolekularmediziner gerade bei Krankheiten ein Vielfaches dieser Vitamin-C-Mengen empfehlen. Allein die Zitrone reicht also nicht aus, um den täglichen Vitamin-C-Bedarf zu decken. Weitere Vitamin-C-reiche Früchte und Gemüse sollten daher zum Speiseplan gehören.

Studien haben gezeigt, dass der Bedarf an Vitamin C durch Früchte deutlich besser gedeckt werden kann als in Form von synthetischer Ascorbinsäure, da die Bioverfügbarkeit höher ist. Will man dennoch eine Nahrungsergänzung mit Vitamin C einnehmen, stehen natürliche Präparate zur Verfügung, die aus Früchten gewonnen wurden, wie z. B. Acerolapulver, Hagebuttenpulver, Sanddornsaft o. ä.

Zitronen und ihre Vitamine schützen vor chronischen Krankheiten

Es gilt inzwischen als allgemein anerkannt, dass Zitronen aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts über eine starke antioxidative Kraft verfügen. Laut Forschern vom Western Human Nutrition Research Center haben Menschen mit einer hohen Vitamin-C-Aufnahme ein geringeres Risiko für neurodegenerative Leiden wie Demenz, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Ausserdem fördert Vitamin C die Eisenaufnahme und somit den Sauerstofftransport im Blut, was wiederum das Immunsystem stärkt. Wenn Sie daher immer etwas Zitronensaft (natürlich frisch gepresst) in das Dressing von Salaten geben, dann kann aus dem Gemüse sehr viel besser das enthaltene Eisen resorbiert werden, wobei natürlich auch schon das Gemüse selbst Vitamin C enthält.

Weitere Heilwirkungen und für die Gesundheit vorteilhafte Eigenschaften der Zitrone finden Sie in unseren beiden jeweiligen Artikeln (hier und hier). Entschlackende und heilsame Kuren mit der Zitrone finden Sie hier beschrieben: Kur mit Zitronensaft, Kur mit der ganzen Zitrone (und Knoblauch)

Den Gehalt an Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen finden Sie in unserem Artikel über die Makronährstoffe der Zitrone. Dort sind wir auch auf die Eignung der Zitrone bei Fructose- und Histaminintoleranz eingegangen.

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