Nährstoffe, Vitamine und Mineralstoffe der Zitrone

Im Jahr 1754 wies der schottische Schiffsarzt James Lind durch eine der weltweit ersten klinischen Studien den medizinischen Effekt von Zitronensaft bei Skorbut nach. Zunächst wurde diese Heilwirkung auf die Zitronensäure zurückgeführt, erst 1928 wurde das Vitamin C als die entscheidende Wirkkomponente identifiziert.

Natürlich enthält die Zitrone nicht nur Vitamin C. Sie ist eine insgesamt äusserst vitalstoffreiche Frucht, wobei einige Vitamine und Mineralstoffe auch bezüglich der Erfüllung der empfohlenen Tagesdosis (NRV) von Relevanz wären, könnte man von der Zitrone grössere Mengen verspeisen. Da man sie aufgrund ihres sauren Geschmacks jedoch nur in kleinen Mengen verzehrt, kann man von ihrem Vitalstoffreichtum nicht wirklich profitieren. In 100 Gramm der Südfrucht stecken u. a.:

Nährstoffe der Zitrone

Nachstehend finden Sie die Nährstoffe der Zitrone:

NährstoffNährstoffe pro 100 g Zitrone
Brennwert36 kcal / 152 kJ
Kohlenhydrate3.16 g
Ballaststoffe1.3 g
Eiweiss0.7 g
Fett0.6 g

    Vitamine der Zitrone

    Nachstehend finden Sie die Vitamine der Zitrone:

    VitaminVitamine pro 100 g Zitrone
    Vitamin C (Ascorbinsäure)51 mg
    Vitamin E400 μg
    Vitamin B5 (Pantothensäure)270 μg
    Vitamin B3 (Niacinäquivalent)253 μg
    Vitamin B3 (Niacin, Nicotinsäure)170 μg
    Vitamin B6 (Pyridoxin)60 μg
    Vitamin B1 (Thiamin)51 μg
    Vitamin B2 (Riboflavin)20 μg
    Folsäure6 μg
    Vitamin A (Beta-Carotin)3 μg
    Vitamin A (Retinoläquivalent)1 μg
    Vitamin B7 (Biotin)0.5 μg

    Mineralstoffe der Zitrone

    Nachstehend finden Sie die Mineralstoffe der Zitrone:

    MineralstoffeMineralstoffe pro 100 g Zitrone
    Kalium170 mg
    Magnesium28 mg
    Phosphor16 mg
    Schwefel12 mg
    Calcium11 mg
    Chlorid5 mg
    Natrium2 mg

    Zwei kleine Früchte decken den Vitamin-C-Bedarf

    Das Vitamin C ist in der Zitrone der dominierende Vitalstoff. Zwei kleine Früchte würden schon ausreichen, um die offiziell empfohlene Tagesdosis an Vitamin C zu 100 Prozent zu decken.

    Allerdings beziehen sich diese Empfehlungen auf den Bedarf gesunder Menschen. So haben etwa Patienten, die an Infektionen oder anderen Krankheiten leiden, Raucher, aber auch schwangere und stillende Frauen einen höheren Bedarf, der zwischen 150 bis 200 Milligramm pro Tag liegt, wobei auch diese offiziell angegebenen Dosen viel zu gering sein dürften, so dass Orthomolekularmediziner gerade bei Krankheiten ein Vielfaches dieser Vitamin-C-Mengen empfehlen. Allein die Zitrone reicht also nicht aus, um den täglichen Vitamin-C-Bedarf zu decken. Weitere Vitamin-C-reiche Früchte und Gemüse sollten daher zum Speiseplan gehören.

    Studien haben gezeigt, dass der Bedarf an Vitamin C durch Früchte deutlich besser gedeckt werden kann als in Form von synthetischer Ascorbinsäure, da die Bioverfügbarkeit höher ist. Will man dennoch eine Nahrungsergänzung mit Vitamin C einnehmen, stehen natürliche Präparate zur Verfügung, die aus Früchten gewonnen wurden, wie z. B. Acerolapulver, Hagebuttenpulver, Sanddornsaft o. ä.

    Zitronen und ihre Vitamine schützen vor chronischen Krankheiten

    Es gilt inzwischen als allgemein anerkannt, dass Zitronen aufgrund des hohen Vitamin-C-Gehalts über eine starke antioxidative Kraft verfügen. Laut Forschern vom Western Human Nutrition Research Center haben Menschen mit einer hohen Vitamin-C-Aufnahme ein geringeres Risiko für neurodegenerative Leiden wie Demenz, Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

    Ausserdem fördert Vitamin C die Eisenaufnahme und somit den Sauerstofftransport im Blut, was wiederum das Immunsystem stärkt. Wenn Sie daher immer etwas Zitronensaft (natürlich frisch gepresst) in das Dressing von Salaten geben, dann kann aus dem Gemüse sehr viel besser das enthaltene Eisen resorbiert werden, wobei natürlich auch schon das Gemüse selbst Vitamin C enthält.

    Weitere Heilwirkungen und für die Gesundheit vorteilhafte Eigenschaften der Zitrone finden Sie in unseren beiden jeweiligen Artikeln (hier und hier). Entschlackende und heilsame Kuren mit der Zitrone finden Sie hier beschrieben: Kur mit Zitronensaft, Kur mit der ganzen Zitrone (und Knoblauch)

    Den Gehalt an Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen finden Sie in unserem Artikel über die Makronährstoffe der Zitrone. Dort sind wir auch auf die Eignung der Zitrone bei Fructose- und Histaminintoleranz eingegangen.

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    Quellen

    • Mart N et al, Vitamin C and the role of citrus juices as functional food, Nat Prod Commun, Mai 2009
    • Jacob RA et al, Vitamin C function and status in chronic disease, Nutr Clin Care, März-April 2002
    • Angela Bechthold, New Reference Values for Vitamin C Intake, Ann Nutr Metab, 2015
    • James Lind, A Treatise on the Scurvy, 1753
    • Girons-Vilaplana A et al, Phytochemistry and biological activity of Spanish Citrus fruits, Food Funct, April 2014
    • Murakami A et al, Suppressive effects of citrus fruits on free radical generation and nobiletin, an anti-inflammatory polymethoxyflavonoid, Biofactors, Dezember 2000
    • Brge Nordestgaard, Vitamin C related to reduced risk of cardiovascular disease and early death, University of Copenhagen, Juli 2015