Die gesündesten Süssungsmittel


Ein Leben ohne Zucker ist für viele Menschen unvorstellbar. Doch Zucker ist ungesund. Unsere neun Alternativen für gesunden Zuckerersatz machen das süsse Leben zu einem gesunden Genuss.


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Zuckerersatz: Die neun gesündesten Süssungsmittel

letzte Aktualisierung am 27.01.2016  Drucken Sie diese Seite Artikel als PDF herunterladen

(Zentrum der Gesundheit) – (Zentrum der Gesundheit) – Ein gesunder Zuckersatz ist der Traum vieler Menschen. Es sollte ein pflanzlicher Zuckerersatz sein, also kein synthetischer Süssstoff aus dem Chemielabor. Die Auswahl an gesundem Zuckerersatz ist gar nicht so klein, wie man glauben könnte. Gesund bedeutet hier, dass die vorgestellten Süssungsmittel in gemässigten Mengen keine gesundheitlichen Nachteile mit sich bringen. Im Gegenteil: Viele unserer neun gesündesten Süssungsmittel sind ein echter gesunder Zuckerersatz pflanzlichen Ursprungs. Sie süssen nicht nur, sondern schenken Ihnen zusätzlich noch den einen oder anderen Gesundheitsvorteil.

Zuckerersatz: Die neun gesündesten Süssungsmittel © MAHATHIR MOHD YASIN - Shutterstock.com

Gesunder Zuckerersatz – Gesunde Süssungsmittel

Ohne Zucker ist das Leben nur halb so schön – zumindest für Naschkatzen. Leider hat der gewöhnliche weisse Zucker nichts als Nachteile. Und ein herkömmlicher Zuckerersatz wie Süssstoffe (Aspartam & Co) ist auch nicht viel besser.

Wie schön wäre es doch, wenn es einen GESUNDEN Zuckerersatz pflanzlichen Ursprungs gäbe oder – noch besser – gleich eine ganze Reihe gesunder Zucker-Alternativen!

Wir stellen Ihnen die neun gesündesten Süssungsmittel vor:

Die neun gesündesten Süssungsmittel – natürlich pflanzlich

Unsere Liste mit den neun gesündesten pflanzlichen Zucker-Alternativen beginnt mit den bekanntesten und gleichzeitig am stärksten verarbeiteten Süssungsmitteln (Steviaextrakt und Xylit) und geht dann zu immer weniger bekannten und gleichzeitig immer naturbelasseneren Süssungsmitteln über.

Doch trotz des starken Verarbeitungsprozesses schaden Steviaextrakt und Xylit der Gesundheit kein bisschen. Im Gegenteil. Beide haben z. B. auf die Zahngesundheit und Stevia bei Diabetes nachweislich sehr positive Auswirkungen. Überdies kann man für etliche Einsatzgebiete auch direkt die naturbelassenen Steviablätter verwenden und muss nicht auf den unnatürlichen, stark verarbeiteten Steviaextrakt ausweichen.

Für welchen gesunden Zuckerersatz Sie sich letztendlich entscheiden, hängt insbesondere vom erwünschten Einsatzgebiet ab. Denn nicht jedes Süssungsmittel löst sich im Tee auf, nicht jedes eignet sich zum Kuchenbacken und nicht jeder Zuckerersatz passt geschmacklich in den (Lupinen-)Kaffee.

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Gesunder Zuckerersatz Nr. 1 – Stevia

Stevia gehört zu den Süssstoffen – was bedeutet, dass man mit winzigen Mengen dieselbe Süsskraft des Haushaltszuckers erreicht. Stevia soll gar bis zu 300mal süsser sein als Zucker und ist daher ein wunderbarer und dazu noch pflanzlicher Zuckerersatz. Gleichzeitig verändert sich der Blutzuckerspiegel durch Stevia nicht, und die Bauchspeicheldrüse bleibt entspannt (sie muss kein Insulin ausschütten).

Im Gegensatz dazu hätte ein hoher Blutzuckerspiegel genau wie ein hoher Insulinspiegel viele gesundheitliche Nachteile – die nun allesamt bei Stevia wegfallen. So weiss man beispielsweise, dass hohe Blutzucker- und hohe Insulinspiegel sowie immer wiederkehrende starke Blutzuckerschwankungen chronisch entzündliche Prozesse fördern und diese wiederum am Beginn nahezu jeder chronischen Erkrankung stehen – ob diese nun Diabetes heisst, Rheuma, Bluthochdruck, Parodontitis oder Arteriosklerose.

Ja, sogar Probleme wie Tinnitus, Alzheimer, Parkinson, Fibromyalgie, Asthma, Akne und Allergien gehen stets mit chronischen Entzündungen einher, verschlimmern sich, wenn ein entzündungsfördernder Lebensstil gepflegt wird und bessern sich, wenn entzündungshemmende Massnahmen ergriffen werden – wozu in jedem Falle auch der richtige pflanzliche Zuckerersatz gehört.

Will man komplett auf Zucker verzichten (auch auf die gesünderen Varianten wie Vollrohr- oder Kokosblütenzucker), dann ist Stevia eine gute Idee – vor allem, wenn nur Getränke gesüsst werden sollen.

Bei anderen Rezepturen wie Kuchen, Torten und Gebäck ist es hingegen schwieriger, reines Stevia richtig einzusetzen und so zu dosieren, dass der Geschmack zufrieden stellend ausfällt. Daher werden in viele Stevia-Produkte auch andere Zuckerersatzstoffe wie Erythrit gemischt. Dieses verleiht dem Süssungsmittel mehr Fülle, so dass es ähnlich wie Zucker dosiert und verwendet werden kann. Wenn Sie reines Stevia möchten, müssen Sie beim Kauf also sehr gut Acht geben, ob dieses allein enthalten ist oder nicht vielleicht noch weitere Süssungsmittel beigemischt sind.

Stevia ist ein hervorragender und gesunder Zuckerersatz zum Süssen von Tee, Kaffee, Mate, Shakes und Smoothies oder Desserts. Für Tee kann man die natürlichste Stevia-Variante wählen, nämlich das grüne Steviablattpulver, die getrockneten Blätter oder – wenn man eine Stevia-Pflanze besitzt – auch die frischen Blätter. Pulver und Blätter gibt man zum Tee, überbrüht alles mit heissem Wasser und seiht auch alles gemeinsam wieder ab. Steviapulver kann man auch einfach mittrinken.

Für Kaffee gibt es kleine Stevia-Tabs im Spender, die sich völlig auflösen. Doch handelt es sich hier nicht mehr um das natürliche Stevia, sondern um die aus Stevia isolierten Süssstoffe. Derartige Stevia-Extrakte gibt es nicht nur in Tabs-Form, sondern auch als weisses Pulver oder in Flüssigform.

Stevia ist ideal für Diabetiker und wirkt Karies so gut entgegen, dass Stevia längst vielen naturkosmetischen Zahncremes beigemischt wird.

Gesunder Zuckerersatz Nr. 2 – Xylit

Xylit ist ein weiteres recht gesundes Süssungsmittel. Es hat inzwischen viele Bezeichnungen, wie z. B. Xylitol oder Birkenzucker. Xylit gehört zu den Zuckeraustauschstoffen – und damit zur selben Familie wie Sorbit, Mannit, Erythrit etc. Normalerweise wird Xylit aus den Resten der Maiskolben hergestellt; manche Xylit-Händler bieten jedoch noch Xylit an, das nach wie vor aus Birkenholz stammen soll. Das Ergebnis – ob aus Mais oder Birken – ist jedoch identisch. Xylit ist somit kein synthetischer Zuckerersatz, sondern einer aus pflanzlichen Rohstoffen.

Xylit entsteht in Mengen von bis zu 15 Gramm auch im Laufe des Energiestoffwechsels im menschlichen Körper, so dass es sich um keinen körperfremden Stoff handelt. Dennoch können – wie bei allen Zuckeraustausschstoffen – grössere Xylitmengen abführend wirken. Die entsprechende Dosis ist jedoch sehr individuell. Man geht davon aus, dass 0,5 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht gut vertragen werden. Überdies weiss man, dass sich der Körper langsam an grössere Xylitmengen gewöhnen kann. Bei anderen Zuckeraustauschstoffen wie Sorbit ist das nicht der Fall.

Xylit hebt weder Blutzuckerspiegel noch Insulinspiegel merklich an und hat daher entzündungshemmende Effekte. Besonders bekannt ist jedoch der positive Einfluss von Xylit auf die Zahngesundheit. Verschiedene Studien zeigten, dass Xylit Karies, Zahnbeläge und auch Zahnfleischprobleme sehr gut hemmen kann. Details dazu finden Sie hier: Xylit für eine perfekte Zahnpflege, wo auch beschrieben wird, wie Sie die tägliche Mundspülung mit Xylit durchführen können.

Mengenmässig wird Xylit genau wie Zucker verwendet, weshalb er ein ganz besonders beliebter Zuckerersatz darstellt. Man tauscht also den Zucker einfach gegen Xylit – jedoch (wie oben erwähnt) immer in jenem Mass, das man gut verträgt bzw. an das man gewöhnt ist.

Bei Hefeteig muss allerdings etwas Zucker zusätzlich gegeben werden (1 bis 2 TL), da die Hefe ja "Futter" braucht.

Achten Sie ferner darauf, dass sich kein Hund etwas von den mit Xylit gesüssten Speisen stibitzen kann, da Xylit auf den Hunde-Organismus anders wirkt als auf den menschlichen Körper und Hunden schadet, ja sogar tödlich für sie sein kann (bei Mengen von 3 bis 4 Gramm Xylit pro Kilogramm Körpergewicht, was bei kleinen Hunden schnell erreicht ist). Xylit führt bei Hunden zu einem sehr starken Insulinanstieg und daraufhin natürlich zu einem plötzlichen Abfall des Blutzuckerspiegels.

Gesunder Zuckerersatz Nr. 3 – Ahornsirup

Ein sirupartiger Zuckerersatz ist der Ahornsirup. Im Gegensatz zu den beiden vorigen Zucker-Alternativen beeinflusst der Ahornsirup den Blutzuckerspiegel sehr wohl, allerdings nicht annähernd so negativ wie etwa der Haushaltszucker. Da der Ahornsirup überdies nicht so einen hohen Gehalt an Fructose aufweist wie beispielsweise der Agavendicksaft, bringt er auch nicht die ungünstigen Eigenschaften des Fruchtzuckers mit sich.

Ahornsirup hat – je nach Grad – einen mehr oder weniger starken malzähnlichen Eigengeschmack und passt daher als Zuckerersatz nicht in jede Rezeptur. Sehr gut schmeckt der Ahornsirup jedoch zu vielen Desserts, zu Shakes, zu Marmelade, zu Gebäck und etlichen Kuchenarten (z. B. im Apfelstrudel) sowie im Tee. Auch in herzhaften Rezepturen kann der Ahornsirup als Zuckerersatz eingesetzt werden, z. B. in Dressings. Weniger gut jedoch schmeckt er im Kaffee und in Torten.

Viele weitere Informationen zum pflanzlichen Zuckerersatz namens Ahornsirup finden Sie hier: Ahornsirup – Ist er wirklich so gesund?

Gesunder Zuckerersatz Nr. 4 – Yacon

Yacon (Smallanthus sonchifolius) ist eine Pflanze aus Südamerika. Seit Jahrhunderten wird sie dort als Nähr- und Heilpflanze verwendet. Man glaubt, dass Yacon bei Diabetes, Nierenkrankheiten und Verdauungsbeschwerden helfen kann, was sich zum grössten Teil auch tatsächlich bewahrheitet hat.

Die knollenförmige Yaconwurzel erinnert optisch an die Süsskartoffel. Aus Yacon kann ein leckerer und äusserst gesunder Zuckerersatz hergestellt werden: Yaconsirup und Yaconpulver. Beide sind noch sehr unbekannte Süssungsmittel – nicht zuletzt deshalb, weil ihr Verkauf in der EU bislang untersagt war. Yacon gilt als Novel Food, als neuartiges Lebensmittel.

Zwar ist weder Yaconsirup noch Yaconpulver wirklich neuartig, da man beide in ihrer südamerikanischen Heimat schon seit Jahrhunderten isst. Das aber interessiert die hiesigen Bürokraten bekanntlich nicht. Und der Zucker- samt Süssstoffindustrie ist es natürlich nur recht, wenn gesunde Süssungsmittel möglichst lange in der Versenkung bleiben. Glücklicherweise ist die Yaconwurzel als Sirup und Pulver jedoch auch in der EU inzwischen frei erhältlich.

Bei der Herstellung des Yaconpulvers wird die Yaconwurzel in Stücke geschnitten, entsaftet und dehydriert, bis nur noch das Pulver übrig bleibt. Will man Yaconsirup herstellen, presst man zunächst den Saft aus der Wurzel, filtert diesen und dickt ihn bis zur Sirupkonsistenz ein. Sirup und Pulver sind von sanfter Süsse und stellen die beiden besten Quellen für Fructooligosaccharide dar, womit wir schon zum ersten von vielen gesundheitlichen Vorteilen des Zuckerersatzes aus Yacon kommen:

  • Fructooligosaccharide sind präbiotische und süss schmeckende lösliche Ballaststoffe. Der Yaconsirup besteht gar zu 40 – 50 Prozent aus Fructooligosacchariden, die der nützlichen Darmflora als Nahrung dienen, der Darmgesundheit sehr förderlich sind und die Verdauung regulieren. Daher wirken Yaconsirup und Yaconpulver so gut bei chronischen Verstopfungen wie auch bei Durchfällen.
     
  • Die Fructooligosaccharide gehören zwar zu den Kohlenhydraten, sind als Ballaststoffe jedoch unverdaulich, gelangen also nicht – wie Zucker – ins Blut und erhöhen daher weder das Körpergewicht noch den Blutzuckerspiegel. Infolgedessen soll Yacon den sagenhaften glykämischen Index von 1 aufweisen. (Glucose liegt bei 100, Haushaltszucker bei 70 und Ahornsirup bei 65).
     
  • Yacon trägt ausserdem zur Deckung des Mineralstoffbedarfs bei, was man von Zucker nicht gerade sagen kann. Während Zucker so gut wie gar keine Mineralien liefert, enthält das Yaconpulver 130 mg Calcium, 860 mg Kalium und 2,9 mg Eisen pro 100 Gramm.
     
  • Yaconsirup und Yaconpulver liefern deutlich weniger Kalorien als Haushaltszucker und auch als Honig, womit die Yaconsüsse zu den kalorienarmen Zucker-Alternativen gehört.
     
  • Yaconsirup und Yacaonpulver sind sehr gut für Diabetiker geeignet.
     
  • Yaconsirup und Yaconpulver helfen beim Abnehmen und reduzieren die Insulinresistenz (Diabetes-Vorstufe):

In den USA ist Yaconsirup schon länger bekannt, aber nur – wie könnte es anders sein – weil eines Tages verkündet wurde, dass Yaconsirup schlank und rank mache – wie eine doppelblinde, placebokontrollierte Studie aus dem Jahr 2009 gezeigt hatte:

Als Teilnehmer stellten sich 55 übergewichtige Frauen mit Cholesterinproblemen und Verstopfung zur Verfügung. Während der Studiendauer von 4 Monaten sollten die Frauen eine fettarme und auch kalorienreduzierte Ernährung praktizieren. Man teilte die Frauen in zwei Gruppen. 40 Frauen nahmen Yaconsirup (zwischen 0,14 bis 0,29 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht), 15 Frauen nahmen einen Placebo-Sirup.

Nach Ende der Studie hatten die Yacon-Frauen 15 Kilogramm verloren, während die Frauen in der Placebo-Gruppe 1,6 Kilogramm zugenommen hatten. Bei den Yacon-Frauen regulierte sich ausserdem die Verdauung, so dass sie kaum noch unter Verstopfung litten. Auch sanken die Nüchterninsulinwerte bei jenen Frauen, die den Yaconsirup eingenommen hatten um 42 Prozent. Gleichzeitig reduzierte sich die Insulinresistenz der Zellen um 67 Prozent. Auch die zuvor hohen Cholesterinwerte sanken um 29 Prozent auf unter 100 mg/dL.

Insgesamt zeigten sich in der Yacon-Gruppe also dramatische Verbesserungen – sowohl was das Gewicht als auch was die Stoffwechselfunktionen betraf. In der Placebo-Gruppe hingegen blieb alles mehr oder weniger beim Alten.

Yaconsirup und Yaconpulver schmecken sanft süss und passen als leckerer und pflanzlicher Zuckerersatz in fast alle Rezepturen, die Süsse benötigen.

Gesunder Zuckerersatz Nr. 5 – Kokosblütenzucker

Der Kokosblütenzucker wird aus dem Blütennektar der Kokospalme gewonnen. Er wird nach traditioneller Art eingedickt, getrocknet und gemahlen. Somit ist er also weniger ein Zuckerersatz als vielmehr ein sehr naturbelassener Zucker – weder raffiniert noch gebleicht oder anderweitig verarbeitet.

Ausserdem sagt man dem Kokosblütenzucker einen niedrigen glykämischen Index (GI) von gerade einmal 35 nach. Das bedeutet, der Verzehr von Kokosblütenzucker führt zu einem nur sehr geringen und vorübergehenden Blutzuckeranstieg und daher nicht zu heftigen Blutzuckerschwankungen – wie wir das von herkömmlichen Zuckersorten kennen. Blutzuckerschwankungen gelten – wie oben erwähnt – als entzündungsfördernd und damit auch als krankheitsfördernd.

Gleichzeitig ist der Kokosblütenzucker arm an freier Fructose, so dass er auch nicht deren Nachteile mit sich bringt.

Kokosblütenzucker ist nicht so süss wie der Haushaltszucker. Dennoch wird im Allgemeinen empfohlen, ihn 1 : 1 wie Haushaltszucker einzusetzen. Der Kokosblütenzucker schmeckt kaum nach Kokos, sondern eher nach Karamell.

Weitere Informationen über den Kokosblütenzucker, z. B. wie er Gallenblasenerkrankungen und Darmkrebs vorbeugen kann, lesen Sie hier: Kokosblütenzucker

Gesunder Zuckerersatz Nr. 6 – Palmzucker

Palmzucker wird in den Tropen, hauptsächlich in Indien, schon sehr lange verwendet. Er wird – wie der Kokosblütenzucker – aus dem Blütennektar bestimmter Palmen – den Zuckerpalmen – gewonnen. Sein Geschmack erinnert ähnlich wie der Kokosblütenzucker an Karamell und passt daher zu sehr vielen Rezepturen.

Sein glykämischer Index ist mit 40 für ein Süssungsmittel ebenfalls sehr niedrig angesiedelt. Und genau wie beim Kokosblütenzucker ist auch hier der Fructosegehalt mit 3,1 Gramm pro 100 Gramm sehr gering.

Palmzucker soll überdies sehr interessante Nährwerte haben – wobei diese teilweise mit Vorsicht zu geniessen sind. Selbst in wissenschaftlichen Abhandlungen findet man ganz unterschiedliche Werte. So sollen beispielsweise laut einer Studie, die 2013 im Indian Journal of Traditional Knowledge veröffentlicht wurde, pro Gramm Palmzucker 2,5 mg Eisen enthalten sein, was einem extrem hohen und unglaubwürdigen Eisengehalt von 250 mg pro 100 g entsprechen würde. Andere Analysen zeigen Eisenwerte von 30 mg pro 100 g, was deutlich realistischer scheint und womit der Palmzucker bereits ab 1 EL pro Tag sehr gut zur Eisenversorgung beitragen könnte.

Besonders spannend ist, dass so mancher Palmzucker-Hersteller in letzter Zeit damit wirbt, sein Produkt enthalte sogar verwertbares Vitamin B12 und zwar in so hohen Dosen, dass schon 1 EL Palmzucker den Tagesbedarf an Vitamin B12 zu 133 Prozent decken könne. Vitamin B12 ist nach aktuellem Wissenschaftsstand ausschliesslich in tierischen Lebensmitteln zu finden.

Sollte es sich tatsächlich um ein bioverfügbares B12 handeln, wäre dies eine Sensation – insbesondere für vegan lebende Menschen, die dann auf diesem Wege – ganz ohne Pillen und dennoch rein vegan – einem B12-Mangel vorbeugen könnten. Überprüfen liess sich diese Angelegenheit zunächst nicht, da sich der Hersteller entsprechende Nachweise (die Analyse) mit 100 Pfund bezahlen lassen wollte.

Schliesslich lagen uns die angeblichen Nachweise zum B12-Gehalt des Palmzuckers vor. Doch wich unsere anfängliche Begeisterung, endlich eine pflanzliche B12-Quelle gefunden zu haben, zunehmender Ernüchterung.

Eine konkrete Analyse, die definitiv und mit modernsten Nachweismethoden bioverfügbares B12 im Palmzucker aufgespürt hatte, gibt es nicht. Stattdessen unternahm der Palmzuckerhändler/hersteller eigenhändig eine "Studie" mit sage und schreibe 8 Personen.

Diese erhielten nun nicht etwa täglich 1 EL Palmzucker, der laut Aussage den B12-Bedarf mit 133 Prozent ja locker hätte decken können. Die Teilnehmer sollten stattdessen 450 Gramm Palmzucker essen und zwar täglich!

Erfreulich war, dass sich der Blutzuckerspiegel in den 6(!) Studientagen trotz dieser Monstermengen offenbar nicht sonderlich veränderte. Gleichzeitig habe sich der B12-Serumspiegel erhöht, so der Palmzuckerhändler – und zwar bei 5 von den 8 Teilnehmern.

Leider erfährt man an keiner Stelle um wie viel. Da man ausserdem längst weiss, dass der B12-Spiegel im Serum wenig zuverlässig ist, raten wir letztendlich davon ab, sich auf den Palmzucker als B12-Quelle zu verlassen. Als gesunder und pflanzlicher Zuckerersatz eignet sich der Palmzucker jedoch sehr gut.

Gesunder Zuckerersatz Nr. 7 – Datteln

Ein sehr natürlicher und gesunder Zuckerersatz stellen Trockenfrüchte dar. Die meisten Trockenfrüchte haben jedoch einen spezifischen Eigengeschmack und passen daher nicht in alle Gerichte – denn Rosinen schmecken nun einmal nach Rosinen, Dörrpflaumen nach Pflaumen, Feigen nach Feigen und Birnen nach Birnen.

Datteln jedoch verfügen über eine vergleichsweise neutrale Süsse, weshalb man sie sehr gut als Süssungsmittel verwenden kann. Stellt man Suppen, Sossen, Fruchtpürees, Smoothies, Shakes etc. mit dem Mixer her und benötigt noch etwas Süsse, dann kann man eine oder zwei Datteln einfach mit in den Mixer geben.

Aus Datteln kann man jedoch auch sehr unkompliziert selbst einen "Dattelsirup" herstellen. Dieser selbstgemachte Sirup hat jedoch nichts mit käuflichem Dattelsirup zu tun. Letzterer besteht aus dem eingekochten Saft von Datteln. Der selbst gemachte Dattelsirup aber wird nicht gekocht und besteht auch nicht aus Dattelsaft.

Nehmen Sie einfach einige getrocknete Datteln, entfernen Sie die Kerne und geben Sie die Datteln in den Hochleistungsmixer. Fügen Sie etwas Wasser oder frisch gepressten Orangensaft hinzu und mixen Sie so lange, bis sich eine einheitliche Konsistenz ergibt. Den "Sirup" können Sie in Flaschen oder andere verschliessbare Gefässe abfüllen und (bis zu 10 Tagen) im Kühlschrank aufbewahren.

Der Dattelsirup passt sehr gut in Shakes, Smoothies, Proteindrinks, Superfooddrinks, aber auch in Kuchen und Gebäck. Für Tee und Kaffee ist dieser Zuckerersatz jedoch nicht geeignet.

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Gesunder Zuckerersatz Nr. 8 – Das Rote-Bananenpulver

Eines der natürlichsten Süssungsmittel ist das Rote-Bananenpulver. Hochwertiges Rote-Bananenpulver wird ohne Hitzeeinwirkung hergestellt und liegt daher in Rohkostqualität vor. Gleichzeitig liefert das Rote-Bananenpulver reichlich Beta-Carotin, Kalium, immerhin 8 Prozent Eiweiss und fast 6 Prozent Ballaststoffe.

Das Rote-Bananenpulver ist gemeinsam mit dem oben beschriebenen selbst gemachten Dattelsirup der vollwertigste Zuckerersatz für Desserts, Müslis, Fruchtsalate, Joghurts, Quarkspeisen, Proteindrinks und viele Shakes und Smoothies. Auch im basischen Kuchen und in selbst gemachten Müsliriegeln kann das Rote-Bananenpulver jedes andere Süssungsmittel ersetzen.

Voraussetzung dafür ist natürlich, dass man den Bananengeschmack liebt. Das Rote-Bananenpulver schmeckt jedoch etwas anders als die bekannten gelben Bananen, milder und gleichzeitig fruchtiger.

Gesunder Zuckerersatz Nr. 9 – Salz

Ob Sie es glauben oder nicht: Salz kann eine Art Zuckerersatz sein. Schon eine Prise nicht-raffiniertes Meersalz (oder Himalaya-Salz, Steinsalz etc.) an Ihrem morgendlichen Smoothie, am Obstsalat oder an süssen Getränken und Speisen kann deren natürliche Süsse ohne die Zugabe von weiterem Zucker erheblich verstärken.

Salz verstärkt also nicht nur den herzhaften Geschmack vieler Lebensmittel, sondern erhöht ausserdem auch die natürliche Süsse leicht süsslich schmeckender Lebensmittel. Das bedeutet, dass Sie weniger Süssungsmittel benötigen, um Ihren Speisen die gewünschte Süsse zu verleihen, wenn Sie ein ganz klein wenig Salz darüber streuen.

Aus diesem Grund geben viele Menschen auch gerne etwas Salz auf die Wassermelone, die Zitrone oder andere Früchte. Das Salz sorgt dafür, dass die Fähigkeit des Gehirns, das Geschmacksempfinden "Süss" zu verarbeiten, verbessert wird.

Zuckerersatz – Gesund und pflanzlich

Es gibt also sehr viele Möglichkeiten, Speisen und Getränke mit gesundem Zuckerersatz zu süssen. Mit Zuckerersatz, der nicht nur gesund, sondern auch pflanzlichen, also natürlichen Ursprungs ist und nicht – wie so manche vollsynthetischen Süssstoffe – aus den Laboren der Lebensmittelindustrie stammt.

Nun wünschen wir Ihnen mit unserer Liste der gesündesten Süssungsmittel viel Spass beim Kochen, Backen, Mixen und Experimentieren – und natürlich auch beim anschliessenden süssen Geniessen.

Ihr Team vom Zentrum der Gesundheit

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Quellen:


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Zuckerlexikon - Welcher Zucker ist gesund?

(Zentrum der Gesundheit) - Zucker schadet der Gesundheit in vielerlei Hinsicht und mit weitreichenden Folgen. Diese Aussage dürfte mittlerweile niemanden mehr überraschen. Doch welcher Zucker macht uns krank? Gilt das tatsächlich für jede Zuckerart? Gibt es vielleicht auch Süssungsmittel, die verzehrt werden können, ohne dass sie der Gesundheit schaden? Die Antworten auf diese Fragen finden Sie in unserem Zuckerlexikon.

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Zuckerfrei leben – Der Test

(Zentrum der Gesundheit) – Zuckerfrei leben kann hart sein, aber nur in der Umstellungsphase. Sacha Harland aus Den Haag wollte wissen, ob Zucker wirklich so schlimm ist, wie oft gesagt wird. Ein bisschen Zucker hie und da kann ja nicht so tragisch sein, oder? Also machte der junge Sportler den Test und ass 30 Tage lang nichts, das Zucker enthielt. Auch kein Junk Food, und Alkohol mied er ebenfalls. Er war gespannt. Wird es ihm anschliessend in irgendeiner Weise besser gehen? Wird er fitter sein? Oder wird er vielleicht überhaupt keinen Unterschied bemerken?

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Das basische Weihnachtsmenü – 3 Gänge

(Zentrum der Gesundheit) – Das dreigängige Weihnachtsmenü ist ein herrlich veganer Gaumenschmaus aus raffiniert kombinierten rein pflanzlichen Delikatessen. Es besteht aus drei Gängen und verbindet Genuss mit Gesundheit. Unser Weihnachtsmenü ist daher nicht nur vegan, sondern überdies basisch, glutenfrei und erfüllt zusätzlich die Kriterien einer gemässigten Low Carb Ernährung. Die Zubereitung gelingt problemlos auch ungeübten Hobbyköchen und erfordert ausserdem nur wenig Zeit. Es wurde von Elfe Grunwald – Gourmet-Köchin für vegane und vegetarische Spezialitäten – konzipiert. Wir wünschen Ihnen frohes Fest und einen gesunden Appetit!

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Fructose-Intoleranz - Wenn Fruchtzucker nicht vertragen wird

(Zentrum der Gesundheit) - Leiden Sie unter Durchfall und Bauchschmerzen nach dem Essen? Womöglich nach ganz besonders gesundem Essen wie Früchten? Ihr Arzt findet nichts? Dann könnte eine Fructose-Intoleranz vorliegen. In diesem Fall bereiten insbesondere Früchte, Süssigkeiten und Honig unangenehme Verdauungsbeschwerden. Fructose-intolerante Menschen sind oft frustriert und glauben, eine gesunde Ernährung sei für sie ein Leben lang nicht mehr möglich. In vielen Fällen lässt sich eine Fructose-Intoleranz jedoch heilen oder zumindest so bessern, dass der Verzehr von gewissen Fructosemengen wieder möglich wird.

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Basischer Kuchen – lecker und gesund

(Zentrum der Gesundheit) - Basische Kuchen sind basisch. Säurebildende Zutaten wie Mehl, Zucker, Milch, Quark und Eier sucht man in ihnen vergeblich. Basische Kuchen bestehen hingegen vollständig oder vorwiegend aus basischen Zutaten. Basische Kuchen sind aber nicht nur basisch, sie sind auch höchst vitalstoffreich, eignen sich ausserdem für Rohköstler und sind darüber hinaus auch noch in Windeseile zubereitet.

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Zucker: Ein Risikofaktor für Lungenkrebs

(Zentrum der Gesundheit) – Das Rauchen gilt als wichtigster Risikofaktor für Lungenkrebs. Doch erkranken auch viele Menschen an Lungenkrebs, die nie geraucht haben. Was also könnte noch zur Entstehung von Lungenkrebs führen? Die Ernährung wird eher selten mit der Lungengesundheit in Verbindung gebracht, da man sich bevorzugt auf Dinge fokussiert, die eingeatmet werden. Jetzt hat sich gezeigt, dass die Ernährung zur Vorbeugung von Lungenkrebs sehr wichtig ist – und dass eine ungesunde Ernährung, die z. B. viel Zucker enthält, Lungenkrebs begünstigen kann.

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Zuckersucht: Therapie wie bei Drogensucht

(Zentrum der Gesundheit) – Zuckersucht kann viele Auswirkungen haben. Zuckersucht kann zu Übergewicht und Karies führen. Zucker begünstigt aber auch Pilzerkrankungen, Krebs, Arthritis, Alzheimer und viele andere chronische Krankheiten. Eine Zuckersucht sollte daher nicht ignoriert, sondern behandelt werden. Noch immer wird behauptet, eine Zuckersucht gäbe es nicht. Aber es gibt sie. Und Neurowissenschaftler empfehlen jetzt, dass eine Zuckersucht sogar genauso therapiert werden sollte wie beispielsweise die Nikotinsucht. Denn ein Loskommen ist vom Zucker genauso schwierig wie vom Tabak oder einer anderen Droge.

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