Gesundheit

Cranberrys für Herz und Blase

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 19.10.2018
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Cranberrys für Herz und Blase
© Christian Jung - Fotolia.com

Cranberrys können das Herz-Kreislauf-System und den Blasen-Nieren-Trakt vor Erkrankungen schützen. Die vorbeugende Wirkung von Cranberrys gegen Blasenentzündungen ist in aller Munde. Einige wissenschaftliche Studien belegen diesen positiven Effekt. Cranberrys sind reich an Antioxidantien und anderen wertvollen Inhaltsstoffen, die beispielsweise Entzündungen bekämpfen und den Cholesterin-Spiegel senken. Somit könnte auch das Herz-Kreislauf-System von den Cranberrys profitieren.

Inhaltsverzeichnis

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Wertvolle Antioxidantien in Cranberrys

Cranberrys enthalten Proanthocyanidine vom Typ A. Dabei handelt es sich um besonders wertvolle, hocheffektive Antioxidantien, die den menschlichen Organismus vor Schäden durch freie Radikale aus der Nahrung und Umwelt schützen.

Die meisten anderen Früchte enthalten oft die weniger wirksamen B-Proanthocyanidine.

Die Empfehlung, gegen Blasenentzündungen Cranberrysaft einzusetzen, ist allgemein bekannt. Nichtsdestotrotz gibt es nur wenige Studien, die die Wirkung von Cranberrys gegen Blasenentzündungen ganz eindeutig belegen.

Die Meta-Analyse zahlreicher Studien von britischen und US-amerikanischen Forschern hat ergeben, dass die widersprüchlichen Resultate auf einen Mangel an verbindlichen Standards bei Cranberry-Studien zurückzuführen sein könnten.

So variieren einerseits die eingesetzten Cranberry-Mengen. Andererseits wird in manchen Studien Saft eingesetzt, in anderen Pulver und in wieder anderen Kapseln. Ausserdem brachen überdurchschnittlich viele Testpersonen die Teilnahme an den Studien vorzeitig ab – so dass man letztendlich kaum von vergleichbaren geschweige denn nützlichen Ergebnissen sprechen konnte.

Cranberrys beugen Blaseninfekten vor

Dennoch gibt es Studien, die zeigen, dass Cranberrys vor allem regelmässig wiederkehrenden Blasenentzündungen vorbeugen.

Schulmedizinisch werden diese in der Regel mit Antibiotika behandelt. Dieses Vorgehen schadet auf Dauer der Gesundheit der Patienten, da nichts an der Ursache geändert wird (geschwächtes Immunsystem, wenig abwehrstarke Schleimhäute, Dysbiose etc.), sondern nur die immer wiederkehrenden Bakterien bekämpft werden.

Nicht selten sind Frauen nach der Antibiotika-Therapie ihre Blasenentzündung los, nur um dann an einer Scheidenpilzinfektion zu leiden – eine typische Folge von Antibiotika-Behandlungen.

Kaum ist der Scheidenpilz mit Anti-Pilz-Mitteln in die Flucht geschlagen, steht schon wieder die nächste Blasenentzündung vor der Tür.

Eine Meta-Analyse verschiedener Studien durch Wissenschaftler der griechischen Universität der Ägäis ergab, dass Cranberrys wiederkehrenden Blasen- und Nieren-Problemen vorbeugen können.

Die Forscher vermuten, dass Cranberrys verhindern, dass sich Krankheitserreger an der Blaseninnenwand ansiedeln können. Gleichzeitig sollen sie entzündliche Prozesse im Körper stoppen und so eine Vermehrung der Krankheitskeime unterbinden.

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Cranberrys wirken gegen Erreger der Blasenentzündung

Escheria coli ist der Name eines Bakterienstamms, der in erster Linie im Darm vorkommt und dort für Probleme sorgt. Allerdings werden auch die meisten Blasenentzündungen durch E. coli ausgelöst.

A-Proanthocyanidine sollen US-Forschern der University of Wisconsin-Madison zufolge E. coli-Bakterien besonders effektiv bekämpfen. Sie hindern sie daran, in Körperzellen einzudringen. Damit können sie einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Blasenentzündungen leisten.

Die Wissenschaftler fanden heraus, dass fast 95 Prozent der Proanthocyanidine in Cranberrys dem A-Typ angehören, in Äpfeln sind es hingegen gerade einmal fünfzehn Prozent.

Eine weitere und zugleich sehr zuverlässige Methode zur Bekämpfung und Vorbeugung von Blasenentzündungen ist die D-Mannose. Dabei handelt es sich um eine Zuckerart, die jedoch nicht verstoffwechselt, sondern unverändert mit dem Urin ausgeschieden wird. Auf ihrem Weg durch Blase und Harnleiter bindet die D-Mannose E. coli-Bakterien an sich und schwemmt sie auf diese Weise aus dem Körper. Details zu D-Mannose lesen Sie hier: D-Mannose – Das natürliche Mittel gegen Blasenentzündungen

Cranberrys schützen das Herz

Von den antiinflammatorischen (entzündungshemmenden) Eigenschaften der Cranberrys profitiert natürlich nicht nur der Blasen-Nieren-Trakt.

Auch das Herz-Kreislauf-Risiko können Cranberrys höchstwahrscheinlich senken, wie die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie von koreanischen Ernährungsexperten vermuten lassen.

So hatten Ratten, die sechs Wochen lang Cranberry-Pulver in ihr Futter gemischt bekamen, einen höheren Gehalt an „gutem" HDL-Cholesterin im Blut und zugleich niedrigere Entzündungswerte als ihre Artgenossen, obwohl alle eine fürs Herz ungesunde Ernährung erhalten hatten.

„Gutes" HDL-Cholesterin ist der natürliche Gegenspieler von „schlechtem" LDL. Erhöhte LDL-Werte und Entzündungswerte erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Demnach könnten Cranberrys auch solchen Erkrankungen vorbeugen.

Insgesamt steht also fest, dass Cranberrys grosse Mengen gesundheitsfördernder Substanzen enthalten. Besonders Antioxidantien aus Cranberrys sind definitiv gut für den menschlichen Organismus, da sie die Risiken für zahlreiche Erkrankungen senken.

Die Ergebnisse verschiedener Studien zeigen daher auch, dass Cranberrys – in welcher Form und Dosis auch immer – positive Auswirkungen unter anderem auf den Blutdruck, den Zuckerstoffwechsel, die Magengesundheit, die Entzündungswerte und die Gefässfunktion haben, dass sie in der Krebsprävention eingesetzt werden können und – als Bestandteil in Mundwasser – sogar Kariesbakterien zu Leibe rücken (wie 2004 in einer israelischen Studie gezeigt wurde).

Cranberrys – als Frucht, Saft, Tablette oder Pulver?

Noch ist nicht klar, ob Cranberrys als Früchte, Saft, in Tabletten- oder Pulverform am besten wirken. Auch in Bezug auf die erforderliche Dosis herrscht noch Unklarheit.

In einer Studie aus dem Jahr 2006 – sie wurde im World Journal of Urology veröffentlicht – konnte jedoch eine eindeutig abwehrende Wirkung auf die typischen Bakterien, die Blasenentzündungen auslösen, beobachtet werden – und zwar schon nach dem einmaligen Trinken von 750 ml Cranberry-Saft zum Abendessen. Man könnte also von einem therapeutischen und präventiven Effekt ausgehen, wenn z. B. zwei Mal täglich 250 ml Cranberry Saft über einige Wochen hinweg getrunken werden.

Eine französische Studie aus 2010 zeigte, dass Cranberry Pulver vor Blasenentzündungen schützen kann, wenn es pro täglicher Dosis 72 mg Proanthocyanidine enthält, also auf diesen Proanthocyanidingehalt standardisiert wurde.

Und eine chinesische Studie aus dem Jahr 2005 konnte signifikante Ergebnisse in der Helicobacter-pylori-Bekämpfung erzielen, wenn die Probanden 90 Tage lang zwei Mal täglich je 250 ml Cranberry Saft tranken. Helicobacter pylori ist jenes Bakterium, das für zahlreiche Magenprobleme bis hin zu Magengeschwüren und Magenkrebs verantwortlich sein soll.

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Zuletzt kommentiert

Corny schrieb am 30.12.2017

Liebes ZDG-Team, sollen die 500 ml Cranberrysaft (Muttersaft) - pro Tag- pur getrunken werden? Stimmt es, dass durch den Cranberrysaft der Urin saurer wird und es E.coli Bakterien leichter haben, sich zu vermehren? Herzlichen Dank!

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Corny

In der betreffenden Studie ist von «Cranberry juice» die Rede. Meist ist damit ein etwa 30%iger Saft gemeint. Da 500 bis 750 ml Muttersaft schon allein aus finanziellen Gründen kaum täglich getrunken werden können, um langfristig die Blase zu stärken, würden wir kleine Mengen Muttersaft trinken oder auf Cranberry-Extrakt zurückgreifen und in jedem Fall noch weitere Massnahmen ergreifen, um Blasenentzündungen vorzubeugen. In dieser Studie werden unter «Mechanism of action» sehr schön die verschiedenen Wirkmechanismen erklärt, wie Cranberry-Wirkstoffe gegen E. coli vorgehen, so dass auch ein für E. coli optimaler pH-Wert in Gegenwart von Cranberry-Wirkstoffen die Lebensbedingungen in der Blase nicht besonders verbessern würde. Der für E. coli optimale pH-Wert wird ausserdem eher mit neutral angegeben. Verändert sich daher der pH-Wert in Richtung sauer oder auch in Richtung basisch, schwächt dies E. coli, zumindest jene E. coli, die für Blasenentzündungen zuständig sind.

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

Quellen