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  • Frau mit Eisenmangel trinkt verschlafen Kaffee
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Bei Eisenmangel - Vorsicht mit Kaffee

Wenn Sie Eisenmangel haben oder zu einem niedrigen Eisenspiegel tendieren, dann sollten Sie beim Kaffeetrinken auf einige Punkte achten. Andernfalls hemmt der Kaffee die Eisenaufnahme aus dem Darm und verstärkt somit Ihren Eisenmangel.

Stand: 13 Mai 2026
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Schon 1 Tasse Kaffee fördert Eisenmangel

Eisenmangel ist weit verbreitet, besonders bei Frauen. Das häufigste Symptom ist Müdigkeit und Blässe sowie eine erhöhte Infektanfälligkeit. Denn wenig Eisen führt zu einem Sauerstoffmangel im Blut, was dann natürlich Energie abzieht, so dass man sich schlapp und wenig leistungsfähig fühlt.

Eisenmangel kann auch dem Lymphsystem schaden (einer wichtigen Komponente des Immunsystems) sowie die Funktionen mancher Abwehrzellen vermindern. Auf diese Weise kann es bei Eisenmangel zu einem schwächeren Immunsystem und häufigen Infekten kommen (4).

Wenn Sie bereits einen Eisenmangel haben oder zu einem niedrigen Eisenspiegel tendieren, dann sollten Sie beim Kaffee- und Teetrinken vorsichtig sein. Denn schon eine Tasse von ersterem vermindert laut einer älteren Studie von 1983 die Eisenaufnahme aus einem Hamburger um knapp 40 Prozent. Tee (Schwarz- und Grüntee) ist jedoch nicht besser, im Gegenteil. Tee reduziert die Eisenaufnahme um 64 Prozent.

Stoffe im Grüntee binden Eisen und machen es unwirksam

Wir haben schon in unserem Artikel Grüntee eine Studie von 2016 vorgestellt, in der man feststellte, dass sich Grüntee und Eisen gegenseitig aufheben. Trinkt man also Grüntee zum Essen oder danach, dann können weder die gesundheitlich so wertvollen Polyphenole des Grüntees wirken noch das Eisen, weil beide eine unlösliche Bindung eingehen und ungenutzt mit dem Stuhl ausgeschieden werden.

In der obigen Untersuchung von 1983 nun ergab sich das Folgende: Bei einem Filterkaffee war die Eisenresorption von 5,88 Prozent auf 1,64 Prozent reduziert, bei einem Instantkaffee sogar auf 0,97 Prozent. Verdoppelte man die Menge des Instantpulvers, sank die Resorption auf 0,53 Prozent.

Der richtige Zeitpunkt für eine Tasse Kaffee

Wenn das Getränk eine Stunde vor einer Mahlzeit getrunken wurde, kam es zu keiner Minderung der Eisenaufnahme. Wird er aber eine Stunde nach einer Mahlzeit getrunken, dann reduziert er die Eisenaufnahme genauso stark, als hätte man ihn direkt zum Essen getrunken (1).

Ferritinspiegel sinkt – bei Grüntee aber nicht

In einer Studie von 2018 ergab sich Interessantes: Schaute man sich nämlich die Auswirkungen des Kaffee- und Grünteekonsums auf den Ferritinspiegel an (2) (Ferritin = Speichereisen), dann zeigte sich, dass Männer, die weniger als eine Tasse Kaffee pro Tag tranken, einen Serumferritinwert von 100,7 ng/ml hatten. Tranken sie mehr als drei Tassen, dann lag der Spiegel nur bei 92,2 ng/ml.

Bei Frauen lag der Ferritinspiegel bei 35,6 ng/ml, wenn die Frauen wenig Kaffee tranken. Tranken sie täglich mehr als drei Tassen, lag der Wert nur bei 28,9 ng/ml.

Beim Grüntee konnte man keine vergleichbare Korrelation erkennen. Dieser hatte also auf den Speichereisenwert offenbar keine Wirkung, auch nicht, wenn man reichlich davon trank. Möglicherweise aber achteten die TeilnehmerInnen auch darauf, den Tee nicht zu den Mahlzeiten zu trinken.

Auf unserer Seite lesen Sie, wie Sie Ihren Eisenbedarf auch mit einer veganen Ernährung decken können und finden Sie unsere Informationen über besonders eisenreiche Lebensmittel.

In der Schwangerschaft kann Kaffee Eisenmangel verstärken

In der Schwangerschaft kann ein Eisenmangel Nachteile für Mutter und Kind haben, z. B. zu einer vorzeitigen oder auch einer verzögerten Geburt führen, zu nachgeburtlichen Blutungen, Wachstumsstörungen beim Embryo, einem geringen Geburtsgewicht oder auch einem erhöhten Sterberisiko beim Kind. Bei der Mutter sind es Müdigkeit, ein geschwächtes Immunsystem sowie ein erhöhtes Krankheitsrisiko.

Gerade in der Schwangerschaft sollte das Koffeingetränk daher besser vermieden werden, da es auch hier zum sowieso schon häufig auftretenden Eisenmangel noch beitragen kann (3).

Wichtiger Hinweis

Dieser Artikel wurde auf Grundlage (zur Zeit der Veröffentlichung) aktueller Studien verfasst und von MedizinerInnen geprüft, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden, ersetzt also nicht den Besuch bei Ihrem Arzt. Besprechen Sie daher jede Massnahme (ob aus diesem oder einem anderen unserer Artikel) immer zuerst mit Ihrem Arzt.

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