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Alternative Süssungsmittel
Kokosblütenzucker, die Süsse aus der Kokosblüte

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 14.08.2017
Kokosblütenzucker, die Süsse aus der Kokosblüte
© Fotolia.com/Ideenkoch

Kokosblütenzucker ist der neue Star unter den niedrig-glykämischen Süssungsmitteln. Kokoszucker bietet für all jene, die sich wegen gesundheitlicher Probleme wie zum Beispiel Diabetes, Übergewicht, Herzerkrankungen, Krebs und Gallensteinen Sorgen machen, eine tolle Alternative zu anderen Süssungsmitteln. Welche Vorteile hat Kokosblütenzucker ? Wie wird er hergestellt? Wie schmeckt er und wie verwendet man ihn? - All das erfahren Sie hier.

Kokosblütenzucker

Kokosblütenzucker wird aus dem Nektar der Kokospalme hergestellt. Schneidet man die Blütenknospe der Kokospalme an, tritt dort ein Saft aus, welcher als Kokosnektar bezeichnet wird.

Dieser Nektar wird in einem Behälter aufgefangen und entweder aufgekocht oder bei niedriger Temperatur mit einem so genannten Vakuum-Dampfkocher bearbeitet, um die Kokosblütenzuckerkristalle entstehen zu lassen. Eine Kokospalme kann so für über 70 Jahre Nektar hervorbringen.

Yacon

Kokosblütenzucker - Nachhaltige Produktion

Gerade in Bezug auf Kokosfett oder andere Kokosprodukte entfachen immer wieder Diskussionen über die Nachhaltigkeit der Kokosplantagen. Es gibt nur wenige Hersteller, die Kokosprodukte wirklich nachhaltig und ökologisch produzieren.

Man sollte sich daher vor dem Kauf immer bei der entsprechenden Ölmühle oder Kokosblütenzuckerproduzenten erkundigen, ob dies der Fall ist.

Nachhaltig geführte Kokosplantagen schonen den Regenwald vor der Abholzung, während nicht nachhaltige Kokosplantagen meist auf dem Boden eines ehemaligen Regenwalds angepflanzt werden.

Ein wichtiger Punkt in Bezug auf eine nachhaltige Produktion ist jedoch auch, dass für die Herstellung von Kokosblütenzucker die Kokospalme nicht gefällt werden muss. Man benötigt demnach auch weniger Fläche, als wenn man ständig neue Kokospalmen anpflanzen müsste.

So schreibt beispielsweise Bruce Fife, ND, Direktor des Coconut Research Center und Autor des Buches “Coconut Cures”:

Ein Farmer kann als Kind eine Kokospalme pflanzen und sein ganzes Leben diesen Baum abernten. Kokosnusssaison ist praktisch das ganze Jahr über, da der Baum permanent Früchte trägt. Künstliche Dünger und Pestizide werden beim Anbau von Kokospalmen in der Regel nicht verwendet. Kleinbauern, die den grössten Teil der weltweiten Kokosernte verantworten, können sich nämlich normalerweise keine kostspieligen Chemikalien leisten und bevorzugen es daher, der Natur ihren Lauf zu lassen. Als natürliches Düngemittel werden häufig verrottende Kokosnussschalen und Palmwedel verwendet. Aus diesen Gründen muss man klipp und klar feststellen, dass der Anbau von Kokosnüssen – und somit auch die Nektargewinnung – sehr umweltfreundlich und nachhaltig ist.

Kokosblütenzucker - Niedriger glykämischer Index

Kokosblütenzucker ist vor allem wegen seinem sehr geringen glykämischen Wert bekannt geworden. Der glykämische Wert eines Lebensmittels gibt an, wie stark dieses den Blutzuckerspiegel ansteigen lässt.

Niedrig-glykämische Nahrunsgmittel sind für unser Wohlbefinden sehr förderlich, da sie keinen rapiden sondern einen langsamen und gleichmässigen Anstieg des Blutzuckerspiegels hervorrufen.

Hoch-glykämische Lebensmittel verursachen hingegen einen Ansprung des Blutzuckers innerhalb kürzester Zeit. Haushaltszucker und viel Lebensmittel, die isolierte Kohlenhydrate enthalten, zählen zu den hoch-glykämischen Lebensmitteln.

Hohe Blutzuckerwerte, die durch hoch-glykämische Lebensmittel hervorgerufen werden, lässt die Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren arbeiten, um die Insulinausschüttung voranzutreiben.

Die Bauchspeicheldrüse wie auch die Körperzellen, die mithilfe des Insulins die Glucose aufnehmen, können durch den häufigen Verzehr hoch-glykämischer Nahrung überlastet werden. Diabetes Typ 2, Hypoglykämie und Insulinresistenz sind die Folgen.

Das Insulin ist dazu da, um die Glucose aus dem Blut in die Zellen zu befördern (die Energie zu verteilen) und so den Blutzuckerspiegel zu senken. Wird nun nach dem Verzehr eines hoch-glykämischen Lebensmittels viel mehr Insulin ausgeschüttet, als dies nach dem Verzehr eines niedrig-glykämischen Lebensmittels der Fall ist, sinkt der Blutzuckerwert in Kürze auf ein Minimum.

Dieser geringe Glucosespiegel liegt meist sogar noch unter dem Blutzuckerwert vor der Mahlzeit.

Dieser Mechanismus erklärt, weshalb der Verzehr von hoch-glykämischen Produkten zur Gewichtszunahme beiträgt – durch den geringen Blutzuckerspiegel entsteht nämlich ein neues Hungergefühl. Die Achterbahnfahrt des Blutzuckers nach dem Verzehr von hoch-glykämischen Lebensmitteln führt dazu, dass man im Laufe des Tages automatisch mehr isst.

Kokosblütenzucker fördert im Vergleich zu hoch-glykämischen Süssungsmitteln eine langsamere Energieausschüttung, die einerseits länger sättigt und andererseits keine Zuckerhochs und -tiefs verursacht. Daher ist Kokosblütenzucker auch ausgezeichnet für Diabetiker geeignet.

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Kokosblütenzucker - Nährstoffreich und gesund

Kokosblütenzucker kann durch seinen niedrigen glykämischen Wert nicht nur dazu beitragen, das Risiko für Diabetes oder Insulinresistenz zu reduzieren. Einige Studien aus Kanada, Frankreich und Italien haben zudem gezeigt, dass der Konsum hoch-glykämischer Lebensmittel das Risiko für Brustkrebserkrankungen erhöht.

Eine amerikanische Studie erkannte in deisem Zusammenhang ausserdem ein gesteigertes Darmkrebsrisiko. Mehr dazu finden Sie auch in diesem Text: Krebs durch Insulin

Darüber hinaus hängt eine hohe glykämische Belastung laut wissenschaftlichen Studien auch mit einem höheren Risiko für Gallenblasenerkrankungen zusammen.

Kokosblütenzucker weist nicht nur einen niedrigen glykämischen Wert auf, sondern er ist ausserdem ein sehr nährstoffreiches Süssungsmittel. Er ist reich an Kalium, Magnesium, Eisen, Bor, Zink, Schwefel und Kupfer. Auch diese Minarelstoffe und Spurenelemente machen Kokosblütenzucker zu einer gesunden Alternative zu herkömmlichem Zucker.

Verwendung und Geschmack von Kokosblütenzucker

Das tolle an Kokosblütenzucker ist, dass man ihn 1:1 wie braunen Zucker verwenden kann. Kokosblütenzucker schmeckt ausserdem nicht nach Kokos - wie der Name vielleicht vermuten lässt - sondern hat einen kräftigen, caramelligen Geschmack.

Achten Sie beim Kauf von Kokosblütenzucker vor allem auf seine Reinheit. Manche Kokosblütenzuckerprodukte werden mit anderen Zuckern gestreckt. Und wie oben bereits erwähnt, sollte man auch auf einen nachhaltigen Anbau wertlegen.

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Zuletzt kommentiert

Martin E. schrieb am 30.12.2017

Hallo, https://www.bzfe.de/forum/index.php/forum/showExpMessage/id/42556/page1/32/searchstring/+/forumId/3 https://www.healthline.com/nutrition/coconut-sugar in diesen quellen wird argumentiert, dass Kokosblütenzucker fast zur gänze aus Saccharose besteht, und das wiederum zur Hälfte aus Fructose. Bei Fructose sollen laut Angaben andere Probleme auftreten. Zitat: "bei einer hohen Fruktoseaufnahme werden in der Leber verstärkt Fettsäuren gebildet, die langfristig zu einer Ansammlung von Fett in der Leber und zu Fettstoffwechselstörungen" Die zweite quelle nennt bei Problemen mit Fructose "metabolic syndrome, obesity, diabetes and cardiovascular disease", wobei Diabetes auszuschließen ist, weil Kokosblütenzucker weniger Blutzuckerspiegel verursacht. Die genannten Probleme scheinen allesamt Fetteinlagerungen (in Leber, Bauch, Gefäßwänden) zu sein - hab kurz gegoogled. In Ihrer Quelle: Ludwig DS. "Dietary glycemic index and the regulation of body weight." Lipids. 2003 Feb;38(2):117-21 scheint es genau in die Richtung zu gehen, dass niedriger glykämischer Index diese Probleme teilweise/alle behebt. Kann man das so sagen? Interessant wäre auch eine Erklärung, warum der glykämische Index bei Kokosblütenzucker niedriger ist. Messung des glykämischen Index könnte ja jeder selbst durchführen, zumindest jeder Diabetiker wird ja ein Gerät zur Messung des Blutzuckerspiegels zuhause haben. Das lässt sich mit normalem Zucker vergleichen. Schade, dass es nicht mehr Publikationen zum glykämischen Index von Kokosblütenzucker gibt. mfg Martin

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Martin

Ja, das ist schade. Da Kokosblütenzucker jedoch kein Grundnahrungsmittel ist und – wie jedes Süssungsmittel – nur in kleinen Mengen bzw. nur zu bestimmten Gelegenheiten verzehrt wird, z. B. wenn man zu einem Geburtstag einen Kuchen backen möchte, kommt es weniger auf den glykämischen Index eines Süssungsmittels als vielmehr auf die Gesamternährung eines Menschen an. Im Rahmen einer gesunden Ernährung kann auch der gelegentliche Einsatz von Kokosblütenzucker nicht zu einer Fetteinlagerung führen. Ihr Zitat lautet daher auch «bei einer hohen Fructoseaufnahme…», was auf den Einsatz von fructosereichem Glucosesirup in der Lebensmittelindustrie zutrifft, wenn man also reichlich gesüsste Softdrinks zu sich nimmt, Süssigkeiten, Ketchup oder andere entsprechend gesüsste Lebensmittel. Es trifft jedoch nicht auf den gemässigten Einsatz des Kokosblütenzuckers zu. In dieser Studie vermutet man gar, dass Fructose nur dann zu einer Fettleber führen kann, wenn insgesamt zu viele Kalorien aufgenommen werden. Man sollte daher immer das rechte Mass im Auge behalten…

Viele Grüsse

Ihr Team vom
Zentrum der Gesundheit

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