Nierensteine
Nierensteine sind mineralische Ablagerungen in den Nierengängen oder den Harnwegen. Durch eine bewusste Ernährungsweise können Nierensteine verhindert werden.
NierensteinWenn sich Mineralien in den Nieren sammeln und sich dort zu festen Gebilden zusammenschließen, spricht man von Nierensteinen. Bleiben die Steine klein, ist das nicht so schlimm. Viele Menschen merken von ihrem Steinreichtum daher auch gar nichts. Gelegentlich werden die kleinen Steine sogar unbemerkt mit dem Urin ausgeschieden.
Tragisch wird es erst dann, wenn die Steine in den Nieren bleiben und immer größer werden. Dann genügt bereits die Entscheidung eines einzigen Steines (ab 6 Millimeter Größe), die Niere zu verlassen und sich auf den Weg nach draußen zu machen. Bleibt ein solcher Stein im Harnleiter (Verbindung zwischen Niere und Blase), der Blase oder in der Harnröhre stecken, ist die Nierenkolik da und diese bereitet wirklich teuflische Schmerzen.
Normalerweise sollte das natürlich nicht passieren. Mineralien sollten entweder im Körper wichtige Funktionen übernehmen oder falls es sich um überschüssige Mineralien handelt problemlos mit dem Harn ausgeschieden werden können. Warum sie sich zu Steinen verklumpen, ist der Schulmedizin ein Rätsel. Daher wird genetische Veranlagung als Hauptursache in Betracht gezogen.
Ob die falsche Ernährung und Lebensweise ursächlich an der Entstehung von Nierensteinen beteiligt sein könnte, wird seltsamerweise kontrovers diskutiert. Seltsam deshalb, weil gerade diejenigen Maßnahmen, die potentielle Nierenstein-Kandidaten zur nachweislich hundertprozentig wirksamen Vorbeugung ergreifen sollten, ausschließlich bestimmte Ernährungs- und Lebensgewohnheiten betreffen.
Die wirkliche Ursache von Nierensteinen ist also glasklar eine falsche Ernährung sowie eine säurelastige und damit nierenfeindliche Lebensweise. Dreht man die Situation um, indem man Ernährung und Lebensweise ändert, lässt sich kein Nierenstein mehr blicken.
Kommt es zur Nierenkolik, dann ist das Kind bereits in den Brunnen gefallen. Jetzt nützen ernährungstechnische Ratschläge nichts mehr. Der Stein muss gelöst und unter Umständen operativ entfernt werden, um eine mögliche Blockade des Urinflusses aufzuheben und natürlich, um die fürchterlichen Schmerzen zu lindern. Die Schulmedizin ist in diesem Fall meist die letzte Rettung. Erst anschließend kann man wieder selbst etwas tun, nämlich, um die Bildung neuer Nierensteine zu verhindern.
„Rücken- und Bauchschmerzen, Blut im Urin sowie Übelkeit und Erbrechen sind die drei klassischen Symptome bei Nierensteinen,“
sagte Roger L. Sur, MD, und Direktor am San Diego Comprehensive Kidney Stone Center der University of California, in einer Presseerklärung.
„Sie müssen nicht alle drei Symptome aufweisen, aber eines davon wird auf jeden Fall auftauchen und dann schwerlich zu ignorieren sein. Wenn Sie an extremen Schmerzen leiden, sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen oder unverzüglich in die Notaufnahme gehen vor allem dann, wenn Sie auch noch Fieber haben. Das Vorhandensein von Fieber zeigt an, dass Sie an einer Infektion leiden könnten, die lebensbedrohlich sein könnte.“
Das Problem ist nun leider, dass sich Nierensteine zwar erfolgreich schulmedizinisch entfernen lassen. Doch besteht laut Dr. Sur eine 50prozentige Chance, bereits innerhalb von fünf bis zehn Tagen wieder neue Nierensteine zu bekommen. Das ist nicht weiter verwunderlich, da die Entfernung der Steine nichts mit der Entfernung der wirklichen Ursache zu tun hat.
Wenn Sie den Eimer, der unter einem tropfenden Wasserhahn steht, immer nur ausleeren und dabei hoffen, er könne irgendwann einmal leer bleiben, dann werden Sie verständlicherweise bis in alle Ewigkeit hoffen. So lange Sie nicht erkennen, dass Ihr Wasserhahn eine neue Dichtung braucht, werden Sie Tag und Nacht Eimer schleppen. Mit den Nierensteinen ist es ähnlich. Wenn Sie ständig neues Material für Nierensteine in sich hinein stopfen, können Sie diese gar nicht schnell genug zertrümmern lassen, wie sie wieder neu entstehen.
Die beste Strategie gegen Nierensteine ist daher, Sie überhaupt gar nicht erst zu bekommen. Zwar ist es hier nicht mit dem fünfminütigen Wechseln einer Dichtung getan, die vorbeugende Maßnahme aber, die Dr. Sur empfiehlt, ist deutlich einfacher (zumindest für handwerklich Unbegabte) und macht auffallend mehr Spaß als das Wechseln einer Dichtung. Es handelt sich um das Trinken von Limonade.
Dr. Sur erklärt, dass vor allem die aus Calcium bestehenden Nierensteine durch eine zu salzreiche Ernährung entstehen könnten. Die übermäßige Aufnahme von Salz rege die Calciumausscheidung über den Urin an, was wiederum zur Steinbildung führen könne. Ein anderer sehr weit verbreiteter Nierensteintyp wird aus Harnsäure gebildet, einem Abfallprodukt, das bei einer sehr eiweißhaltigen Ernährung entsteht.
Das ist kein Wunder, da der menschliche Körper nicht für die Verdauung von großen Mengen tierischer Eiweiße eingerichtet ist. Hunde, die von Natur aus überwiegend Fleisch fressen würden, verfügen beispielsweise über ein Enzym, das die bei Fleischkost anfallende Harnsäure abbauen kann. Andernfalls würden sämtliche fleischfressenden Tiere von Nierensteinen geplagt, was kaum im Sinne des Erfinders wäre.
Die ersten beiden Konsequenzen, die sich aus diesen Hinweisen ergeben, sind: Reduzieren sie Ihren Kochsalzverbrauch drastisch. Verwenden Sie kein gewöhnliches Kochsalz mehr, sondern ausschließlich hochwertiges unjodiertes Stein-, Kristall- oder Meersalz. Beachten Sie hier auch, dass Fertigprodukte aller Art meist sehr viel Salz enthalten. Zusätzlich empfiehlt es sich, im Gegensatz zu planzlichen Eiweißen tierische Eiweiße zu meiden besonders natürlich dann, wenn Sie wissen, dass Ihre persönlichen Nierensteine in der Hauptsache aus Harnsäure bestehen.
Naturbelassene Calciumreiche Lebensmittel aus der Ernährung zu streichen, wäre dagegen wenig hilfreich, da sich Calciumhaltige Nierensteine nicht aus jenem lebensnotwendigen Calcium bilden, das in natürlichen Lebensmitteln (wie grünem Blattgemüse, Algen, Mohn, Sesam, Brokkoli etc.) steckt, sondern in der Hauptsache aus Calciumsalzen, die sich erst dann im Körper bilden, wenn eine überwiegend säurebildende Ernährungsweise praktiziert wird. Milchprodukte gehören heutzutage übrigens nicht mehr zu den natürlichen Calciumlieferanten und belasten den Organismus mehr als sie ihm nützen können.
Die bei der Verstoffwechslung von Fleisch, Milchprodukten, Teigwaren, Fertigprodukten, Alkohol etc. entstehenden Säuren werden mit Hilfe von wertvollen Mineralien, insbesondere mit Calcium neutralisiert. Das Ergebnis sind u. a. Calciumsalze. Und genau diese Calciumsalze können jetzt bei ungenügender Flüssigkeitsaufnahme zu Nierensteinen führen. Neben reichhaltigem Konsum von Wasser (siehe nächster Abschnitt) und einer bevorzugt basischen Ernährungsweise gehört daher eine grundlegende Entsäuerung zum Pflichtprogramm bei der Neigung zu Nierensteinen.
Das Risiko für Nierensteine kann allerdings signifikant reduziert werden, wenn sogar trotz ungeeigneter Ernährung, so viel reines Quellwasser getrunken wird, dass der Urin fast farblos bleibt. Besonders wichtig ist hier, dass Menschen mit einer Neigung zu Nierensteinen darauf achten, täglich so viel zu trinken, dass sie zwischen 1 und 2 Liter Urin ausscheiden können.
Es genügt also nicht, konsequent zwei Liter Wasser zu trinken, da die Ausscheidungsmenge je nach Außentemperatur, Ernährung und Aktivität variieren kann. Im Sommer, wenn man viel schwitzt, nach Sport oder nach einem Saunabesuch muss folglich weitaus mehr getrunken werden, um auf die erforderliche Ausscheidungsmenge zu gelangen.
Mit Hilfe eines Messbechers kann die tägliche Urinmenge kontrolliert werden. Außerdem sollte möglichst über den ganzen Tag und möglichst sogar in der Nacht getrunken werden. Wer abends nichts mehr trinkt, um besser durchschlafen zu können, gibt den Nierensteinen die ganze Nacht Zeit, zu wachsen und zu gedeihen.
Nun schmeckt vielen Menschen einfaches Quellwasser, das dazu noch kohlensäurefrei sein sollte, nicht besonders gut. Da kommt Dr. Sur und seine Limonaden-Studie gerade recht. In dieser Studie konnte das tägliche Trinken von 120 Millilitern Zitronenlimonade (die mit zwei Litern Wasser verdünnt wurde) die Nierensteinproduktionsrate pro Patient von 1,0 auf 0,13 senken.
Das liege laut Dr. Sur daran, dass Zitronen von allen Zitrusfrüchten die höchste Konzentration an Citraten aufwiesen. Citrate sind natürliche Hemmer der Nierensteinbildung. Andere Fruchtsäfte dagegen besitzen nicht nur geringere Mengen an Citraten, sondern seien oftmals mit schlecht verwertbarem Calcium angereichert und das ist wiederum der Hauptbestandteil der meisten Nierensteine.
Leider vergaß Dr. Sur, darauf hin zu weisen, dass käufliche Zitronenlimonade eigentlich nicht mehr guten Gewissens empfohlen werden kann. Sie ist entweder mit Zucker oder mit Süßstoffen gesüßt, mit künstlicher Zitronensäure und mit Aromen versetzt, was sich keinesfalls als dauerhaftes Getränk für jeden Tag eignen kann.
Daher macht man sich seine Zitronenlimonade aus frischen Zitronen lieber selbst. Deren steinhemmende Wirkung dürfte nicht nur stärker sein, als jene von industrieller Zitronenlimonade, sondern hat darüber hinaus keine einzige von all den Nebenwirkungen, die von Süßstoffen und anderen synthetischen Zusatzstoffen ausgehen können. Die beste Methode, um die Anti-Nierenstein-Kraft der Zitrone zu nutzen, ist daher diese:
Bereiten Sie Ihre Limonade möglichst erst kurz vor dem Trinken frisch zu. Pressen Sie dazu pro Liter Wasser ein bis zwei Zitronen aus und süßen Sie wenn unbedingt nötig ausschließlich mit Stevia oder mit ein wenig Agavendicksaft.
Diese Informationen hier werden nach bestem Wissen und Gewissen weitergegeben. Sie sind ausschließlich für Interessierte und zur Fortbildung gedacht und keinesfalls als Diagnose- oder Therapieanweisungen zu verstehen. Wir übernehmen keine Haftung für Schäden irgendeiner Art, die direkt oder indirekt aus der Verwendung der Angaben entstehen. Bei Verdacht auf Erkrankungen konsultieren Sie bitte Ihren Arzt oder Heilpraktiker.

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mir scheint, hier fehlt die allseits beliebte und häufig auftretende Blasenentzündung...?
Hallo Hoermich,
in den FAQ's finden Sie einige Antworten auf Fragen zu einer Blasenentzündung. Hier finden Sie die zuletzt veröffentlichte FAQ zum Thema Blasenentzündung.
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