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Manuka-Honig – Süsse Medizin

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(Zentrum der Gesundheit) – Schlucken Sie noch Pillen? Oder nehmen Sie schon Manuka-Honig? Ein Blick auf die Eigenschaften des Manuka-Honigs zeigt, warum der aromatische Honig ein so erfolgreiches Elixier bei vielerlei Gesundheitsproblemen sein kann. Manuka-Honig wirkt gegen Bakterien, gegen Viren und gegen Pilze. Manuka-Honig wirkt ausserdem antiseptisch, antioxidativ und wundheilend. Manuka-Honig kann – trotz seiner Süsse – sogar Karies bekämpfen. Doch auch bei Manuka-Honig gilt: Manuka-Honig ist nicht gleich Manuka-Honig.

Manuka-Honig für innerliche und äusserliche Anwendungen

Manuka-Honig stammt aus dem Blüten-Nektar des neuseeländischen Manuka-Strauches (Leptospermum scoparium), einem Verwandten des australischen Teebaums. Honig wurde ja bereits in vielen hoch entwickelten Kulturen als Heilmittel verwendet. Und schon Hippokrates wusste, dass Honig offene Wunden und Geschwüre sehr schnell abheilen liess.

Manuka-Honig jedoch ist ein ganz besonderer Honig. Seine Heilkraft übertrifft die aller anderen Honige um ein Vielfaches. Seit Jahrhunderten schon wird er von den Maori, den Ureinwohnern Neuseelands sowohl innerlich wie auch äusserlich zu medizinischen Zwecken eingesetzt. Die Maori strichen ihn bevorzugt auf Wunden und nahmen ihn erfolgreich bei Erkältungskrankheiten sowie bei Magen- und Darmbe­schwerden ein.

Manuka-Honig bei Magen- und Darmbeschwerden

Wissenschaftliche Studien der neuseeländischen University of Wakaito belegen, dass die Maori offenbar sehr genau wussten, was sie taten. Manuka-Honig erwies sich nämlich als äusserst effektiv bei der Bekämpfung von Escherichia coli und Helicobacter pylori, also jenen Bakterien, die sehr häufig Magen-Darm-Probleme auslösen können. Das Helicobacter-Bakterium wird gar als Verursacher von Magengeschwüren und Magenschleimhautentzündungen betrachtet.

Manuka-Honig konnte in den genannten Untersuchungen in einer Konzentration von nur 5 Prozent das Wachstum des Helicobacter pylori bremsen. Somit könnte ein Magengeschwür mit Manuka-Honig erheblich preiswerter und vor allen Dingen mit deutlich weniger Nebenwirkungen behandelt werden, als das mit der üblichen Therapie der Fall ist. Allerdings ist dieser Erfolg tatsächlich nur mit Manuka-Honig zu erzielen. Ein Honig mit vergleichbarer Wirksamkeit konnte bislang nicht gefunden werden.

Manuka-Honig bei Entzündungen der Atemwege

Darüber hinaus zeigte sich, dass Manuka-Honig sogar imstande ist, antibiotikaresistenten Stämmen des Eiterbakteriums Staphylococcus aureus den Garaus zu machen. Staphylococcus aureus ist ein Bakterium, das bei geschwächtem Immunsystem z. B. Hautinfektionen hervorrufen kann, die sich in Eiterpusteln zeigen. Auch nach Unfällen oder Operationen ist dieses Bakterium häufig für Wundinfektionen verantwortlich. Bei etlichen anderen Krankheiten ist Staphylococcus aureus ebenfalls beteiligt z. B. bei Bronchitis, bei Lungenentzündungen, Nasennebenhöhlenentzündungen und auch bei Mittelohrentzündungen.

Während ein durchschnitt­licher Honig in der Lage ist, trotz zehnfacher Ver­dünnung das Wachstum von antibiotikaresistentem Staphy­lococcus aureus zu hemmen, kann Manuka-Honig das Wachstum dieser Bakterien sogar noch in 54-facher Verdünnung stoppen. Manuka-Honig kann infolgedessen bei all den genannten Problemen hervorragend in die Therapie integriert werden.

Manuka-Honig bei Erkältungen

Seine grundsätzlich antibiotischen und antiviralen Eigenschaften machen den Manuka-Honig natürlich auch zu einem wohlschmeckenden und hilfreichen Heilmittel bei Erkältungen, Halsschmerzen, Husten und anderen Infekten der Atemwege. In diesen Fällen kann der Manuka-Honig traditionell in einen nicht mehr übermässig heissen Tee gerührt werden.

Manuka-Honig bei Pilzerkrankungen

Da Manuka-Honig ausserdem eine beeindruckende antimykotische Wirkung aufweist, also Pilze in ihrem Wachstum hemmen kann, eignet er sich auch sehr gut zur komplementären Therapie (äusserlich und innerlich) bei Pilzerkrankungen aller Art, wie z. B. bei Flechten, Candida albicans, Fusspilz und vielen weiteren mehr.

Manuka-Honig für gesunde Zähne

Manuka-Honig ist – wie alle Honige – süss, zuckrig und klebrig. Honig gilt daher als grosser Zahnfeind. Nicht so Manuka-Honig. Eine wissenschaftliche Studie zeigte sogar, dass Manuka-Honig die Zähne fast genauso gut vor Zahnbelag schützen kann wie die chemische Chlorhexidinlösung, die häufig in Anti-Karies-Mundspülungen enthalten ist.

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Wie Sie die Qualität von Manuka-Honig erkennen können

Auch bei Manuka-Honig gibt es jedoch leider Qualitäten, die nicht so wirkungsvoll sind wie andere. Spitzenqualitäten können vom Verbraucher glücklicherweise sehr einfach erkannt werden. Bei hochwertigen Honigen, die z. B. in Deutschland abgefüllt werden, wird die antibakterielle Aktivität des Manuka-Honigs mit Hilfe des sog. MGO-Gehaltes angegeben. MGO steht für Methylglyoxal und bezeichnet den Hauptwirkstoff im Manuka-Honig. Der MGO-Wert muss von einem renommierten und unabhängigen Honiglabor analysiert worden sein. Sofern der MGO-Wert nicht auf dem Honigglas erscheint, kann der Verbraucher den Abfüller kontaktieren und über die Kontrollnummer (siehe Honigglas) eine aktuelle MGO-Analyse für den betreffenden Honig anfordern.

In Neuseeland hingegen wird die Qualität des Manuka-Honigs mit dem sog. UMF (Unique Manuka Factor) angegeben. Der UMF-Wert ist jedoch ausschliesslich Manuka-Honigen vorbehalten, die in Neuseeland abgefüllt worden sind. Um den UMF auf ihren Honiggläsern angeben zu dürfen, müssen die neuseeländischen Imker und Honig-Abfüller eine Lizenzgebühr bezahlen.

Die ungefähren Bezugswerte zwischen UMF und MGO lauten wie folgt:

  • UMF 10 = MGO 100
  • UMF 15 = MGO 250
  • UMF 20 = MGO 400
  • UMF 25 = MGO 550

Ein MGO von über 400 bezeichnet dabei schon Spitzenqualität.

Manuka-Honig – Die Anwendung

Bei Erkältungen und Infekten mit Husten und Halsschmerzen lässt man mindestens 3mal täglich ein Teelöffel Manuka-Honig auf der Zunge zergehen. Man behält den Manuka-Honig dabei so lange wie möglich im Mund und schluckt ihn dann sehr langsam. Den letzten Teelöffel nehmen Sie am besten direkt vor dem Schlafen­gehen. So kann die entzündungshemmende und antikariogene Wirkung des Honigs auch dem Zahnfleisch und der Mundhöhle zugute kommen.

Bei Schnupfen und bei Nasennebenhöhlenentzündungen werden Antibiotika häufig als wirkungslos bezeichnet, da sie aufgrund ihrer systemischen Wirkungsweise (über die Blutbahn) nicht zu den auf der Schleimhaut befindlichen Bakterien gelangen können. Manuka-Honig hingegen kann bei den genannten Infektionen der Atemwege ganz einfach vor dem Schlafen­gehen an die inneren Nasenwände gestrichen werden, so dass der Honig über Nacht an Ort und Stelle auf die Schleimhäute einwirken kann.

Manuka-Honig: Keine Angst vor Supererregern

Anders als synthetisch hergestellte Antibiotika fördert Manuka-Honig aufgrund seiner vielfältigen Wirkmechanismen nicht das Wachstum und die Verbreitung von antibiotika-resistenten Supererregern. Dadurch ist Manuka-Honig höchst effektiv bei der Behandlung von Wunden, Verbrennungen und anderen Hautproblemen, die ansonsten sehr anfällig für ernsthafte Infektionen mit resistenten Keimen wären.

Hinweis für Diabetiker

Diabetiker sollten unserer Meinung nach mit der Einnahme von Manuka-Honig vorsichtig sein, da in deren Blut aufgrund einer Stoffwechselstörung bereits ohnehin erhöhte MGO-Werte zu finden sind, von denen man derzeit glaubt, sie könnten an der Entstehung der diabetischen Neuropathie mitbeteiligt sein. Einer äusserlichen Anwendung von Manuka-Honig hingegen dürfte auch bei Diabetikern nichts im Wege stehen.

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Quellen und weitere Infos:



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