Asiatische Ernährung senkt Diabetes-Risiko
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Asiatische Ernährung senkt Diabetes-Risiko

  • Autor: Zentrum der Gesundheit
  • aktualisiert: 20.06.2018
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Asiatische Ernährung senkt Diabetes-Risiko
© shaiith - Fotolia.com

Asiaten, die gesund und munter ihre Heimat verlassen, um in den Westen zu ziehen, werden dort häufig krank. Zu Hause jedoch wären sie gesund geblieben. Zu diesem Ergebnis kam eine wissenschaftliche Studie aus den USA. Die Forscher suchten einen Grund für das erhöhte Diabetes-Risiko bei Asiaten, die in westlichen Ländern leben. Die Resultate der Studie zeigen, dass es die westliche Ernährungsweise ist, die den Asiaten so zusetzt. Sie ist praktisch das Gegenteil der traditionellen asiatischen Ernährungsweise.

Westliche Ernährung erhöht Diabetes-Risiko

In den westlichen Industrienationen isst man hauptsächlich Back- und Teigwaren aus hellen Mehlsorten, Kartoffeln, Fleisch und Wurst sowie reichlich Milchprodukte in allen Variationen. Obst und Gemüse gibt es zwar, aber nicht besonders variantenreich und auch nur als kleine Beilage.

Die traditionelle asiatische Ernährung der ländlichen Bevölkerung Süd- und Ostasiens hingegen sieht ganz anders aus.

Hier kommt insbesondere Reis mit viel Gemüse auf den Tisch. Allein Blattgemüse gibt es hunderte von Varianten inkl. Wildgemüse. Fleisch wird eher wenig verzehrt. Milchprodukte gibt es so gut wie gar keine, genauso wenig Getreideprodukte oder Wurst.

Stattdessen bereichern Fisch, Meeresfrüchte und Sojaprodukte den Speiseplan.

Im Westen liegt der Fokus also auf Kohlenhydrate, reichlich Proteinen und viel Fett.

In Asien dagegen isst man leicht und die gewählten Lebensmittel sind ballaststoff- und vitalstoffreich.

Kein Wunder geht es Asiaten, die in den Westen zogen, nach einigen Jahren mit der westlichen Ernährungsweise gar nicht mehr gut. Ihr Diabetesrisiko steigt.

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Asiatische Ernährung beugt Diabetes vor

Dem Diabetes geht meist eine sog. Insulinresistenz voraus – was bedeutet, dass die Zellen nicht mehr gut auf das Hormon Insulin ansprechen.

George L. King und seine Kollegen vom US-amerikanischen Joslin Diabetes Center wollten herausfinden, wie man allein über die Ernährung einer Insulinresistenz vorbeugen können.

Zu diesem Zweck führten sie eine wissenschaftlicher Studie an 40 gesunden, normal- bis übergewichtigen Erwachsenen im Durchschnittsalter von 34 Jahren durch, die einen oder mehrere Diabetes-Risikofaktoren aufwiesen.

Zunächst erhielten die Studienteilnehmer acht Wochen lang eine traditionelle asiatische Ernährung. Die Speisen – drei Mahlzeiten und ein Snack – wurden von Köchen frisch zubereitet und jeden zweiten Tag an die Testpersonen ausgeliefert.

Hauptenergiequelle waren mit siebzig Prozent Kohlenhydrate (Reis und Gemüse). Eiweiss und Fett machten jeweils nur fünfzehn Prozent der Nahrungsenergie aus.

Mit 15 Gramm pro 1.000 kcal (Kilokalorien) war der Ballaststoffanteil der asiatischen Speisen sehr hoch.

Während dieser Zeit beobachteten die Wissenschaftler, dass die Insulinresistenz – und damit das Diabetes-Risiko der Teilnehmer – immer weiter zurück ging.

Auch der LDL-Spiegel, also das "schlechte" Cholesterin, sank und damit wurde auch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen geringer.

Gleichzeitig nahmen die übergewichtigen Teilnehmer ab und näherten sich ihrem Idealgewicht.

Westliche Ernährung macht krank

Nach Ablauf der ersten acht Wochen ernährten sich nur noch sieben Teilnehmer auf traditionelle asiatische Art, um als Kontrollgruppe zu fungieren.

Die anderen Testpersonen stellten ihre Ernährung um und assen nun, ebenfalls acht Wochen lang, "typisch westlich". Mit nunmehr vierunddreissig Prozent war der Nahrungsenergieanteil von Fett wesentlich höher. Der Ballaststoffgehalt lag nur noch bei sechs Gramm pro 1.000 kcal.

Erwartungsgemäss stieg die Insulinresistenz bei diesen Teilnehmern wieder stark an. Und auch gewichtmässig legten sie wieder zu.

Wenn Ihnen die asiatische Küche daher zusagt und Sie ein möglicherweise vorhandenes Diabetes- oder Herz-Kreislauf-Risiko minimieren möchten, dann sollten Sie ab sofort asiatisch kochen :-)

Hier haben wir für Sie einige asiatische Rezepte zusammengestellt. Auch ayurvedische Rezepte zählen zur asiatischen Ernährung und sorgen für Abwechslung.

Weitere Informationen dazu, wie Sie Diabetes vorbeugen oder einem bestehenden Diabetes mit ganzheitlichen Massnahmen begegnen können, erhalten Sie hier:

7 Tipps bei Diabetes

Diabetes – ganzheitliche Massnahmen

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Zuletzt kommentiert

Gwen schrieb am 10.06.2018

Hallo liebes zdg Team.

Der Beitrag ist wirklich sehr hervorragend und zeigt, dass (vollwertige) Kohlenhydrate keinesfalls krank machen. Selbst weißer Reis nicht und dieser wird hauptsächlich in asiatischen Gerichten verwendet.

Ich selbst hatte (angeblich) chronische Erkrankungen, unter anderem der Gefäße und alle Ärzte rieten mir zu einer Low Carb Ernährung (welcher ich bereits nachging). Es wurde also immer schlimmer bis, eine Ärztin nach der TCM handelte und mich von einem Tag auf den anderen auf High Carb Low Fat, vegan Ernährung mit viel Rohkost setzte.
Seit Jahren gehe ich dieser Ernährung nun nach und meine (chronischen) Erkrankungen sind weg 😀.

Es wäre sehr schön wenn ihr das Thema nochmals auffassen könntet, vielleicht auch mit einigen neuen Infos. Im Moment vernebeln die Low Carb Diäten die Medien und da wäre es schön, einfach mal einen wahrheitsgetreuen Bericht + Rezeptvorschlägen zu lesen.

Vielen Dank für diesen tollen Beitrag und macht weiter so 😀!!!

Lg

Antwort vom Zentrum der Gesundheit

Hallo Gwen

Vielen Dank für Ihren Erfahrungsbericht. Genau, es kommt auf die Qualität der jeweiligen Lebensmittelgruppe an, weniger um die Art des Lebensmittels. Ein Text über High Carb steht bereits auf unserer Themenliste :-) Wir freuen uns, dass es Ihnen mit dieser Ernährungsform so gut geht!

P. S. Wenn Sie möchten, können Sie uns gerne einen ausführlichen Erfahrungsbericht senden (an info@zentrum-der-gesundheit.de), damit andere Menschen von Ihren Erfahrungen profitieren können. Lieben Dank!

Weiterhin alles Gute und viele Grüsse

Ihr Team vom

Zentrum der Gesundheit