Ungesunde Ernährung verkürzt das Leben

Ungesunde Ernährungsformen verkürzen weltweit das Leben vieler Millionen Menschen und bringen mehr Leute unter die Erde als das Rauchen oder Bluthochdruck, so bestätigte jetzt eine Studie, die Anfang April 2019 in The Lancet veröffentlicht wurde.

Die Forscher rund um Dr. Ashkan Afshin von der University of Washington in Seattle gaben an, dass eine ungesunde Ernährung allein im Jahr 2017 in insgesamt 195 Ländern für annähernd 11 Millionen Todesfälle verantwortlich war, was 22 Prozent aller Todesfälle (unter Erwachsenen) in diesem Jahr entspricht.

Anders ausgedrückt: Jeder Fünfte stirbt an ungesunder Ernährung!

Ungesunde Ernährung wirkt sich schlimmer aus als Rauchen und Bluthochdruck

Frühere Studien hatten gezeigt, dass das Rauchen mit weltweit jährlich 8 Millionen Todesfällen in Verbindung steht und Bluthochdruck mit 10 Millionen Todesfällen.

Afshin findet das Ergebnis seiner Studie nicht überraschend, da Ernährung schliesslich weitreichende Einflüsse auf unsere Gesundheit und Lebensqualität hat. So kann eine ungesunde Ernährung zu zahlreichen Beschwerden beitragen – angefangen bei Herz-Kreislauf-Krankheiten bis hin zu Diabetes Typ 2.

Was ist mit „ungesunder Ernährung“ gemeint?

Mit ungesunder Ernährung sei auch nicht einfach nur das übliche fett-, salz- und zuckerreiche Junk Food gemeint, so Afshin, sondern allgemein alle Ernährungsformen, die arm an Vollkornprodukten, Früchten, Gemüse, Nüssen und Samen sind.

Letztendlich könne man nur immer und immer wieder dieselbe Ernährungsempfehlung geben, erklärt Afshin: Essen Sie möglichst keine verarbeiteten Nahrungsmittel, stattdessen mehr vollwertige pflanzenbasierte Lebensmittel.

Wundermittel sind keine nötig – Gesunde Ernährung genügt!

Dr. Andrew Freeman, der sich für gesunde Ernährung zur Herz-Kreislauf-Prävention stark macht und kürzlich eine Studie zu einem ähnlichen Thema veröffentlichte, stimmt Afshin zu und sagt: „Wenn Sie mehr vollwertige pflanzenbasierte Lebensmittel in Ihren Speiseplan aufnehmen, fallen automatisch immer mehr der ungesunden Produkte weg.“

In Freemans Studie wurden verschiedene Mode-Diäten und ihren Einfluss auf die Herzgesundheit untersucht. Dabei hatte sich gezeigt, dass es keiner Wundermittel bedarf, um gesund zu bleiben. Es reicht vollkommen – so Freeman – Früchte, Gemüse, Hülsenfrüchte, Nüsse und Vollkorngetreide zu essen.

Lieber kurz, aber intensiv leben?

Eine ungesunde Ernährung schlägt sich nicht nur in den Todesfallzahlen nieder, sondern wirkt sich genauso auf die Lebensqualität ungünstig aus. Sicher kennen auch Sie Leute, die fröhlich verkünden, lieber kurz, aber intensiv leben zu wollen und daher nun ganz bestimmt nicht auf all die Genüsse verzichten, die Alkohol und Junk Food bieten.

Abgesehen davon, dass es fragwürdig ist, Alkohol und Junk Food oder generell Dinge, die dem eigenen Geist und Körper schaden, als Genuss zu bezeichnen, verhält es sich in den seltensten Fällen so, dass ein ungesund Lebender einfach mir nichts, dir nichts tot umfällt.

Wer ungesund isst, erlebt oft schon früh die ersten Symptome chronischer Erkrankungen

Das ist ja gerade das Problem einer ungesunden Lebens- und Ernährungsweise. Man wird nicht pumperlgesund 60 oder 70 Jahre alt und erleidet dann einen plötzlichen Herztod. Im Gegenteil, wer ungesund isst und lebt, verspürt meist schon in seinen 40ern oder 50ern, oft schon früher die ersten Anzeichen chronischer Erkrankungen.

Natürlich kann dennoch „intensiv“ gelebt werden, nämlich mit intensiven Beschwerden, intensiven Unannehmlichkeiten, intensiven Arzneimitteleinnahmen, intensiven Schmerzen, intensiven Arztbesuchen und immer mal wieder einem intensiven Klinikbesuch.

Verständlich, dass bei all diesen Wehwehchen auch das Familienleben leidet, das Berufsleben und natürlich auch das Liebesleben. Viele Lebensträume bleiben auf der Strecke, weil man gar nicht mehr die Kraft und Energie zu deren Verwirklichung hat. Genussvoll und intensiv leben ist also offenbar etwas ganz anderes, als sich mit Drogen und ungesundem Zeug vollzustopfen.

Motivation zur Ernährungsumstellung kommt oft erst dann, wenn Beschwerden auftauchen

Freeman und Afshin fragen sich jedenfalls, wie vieler Alarmglocken es wohl noch braucht, bevor die Leute aufwachen und endlich die erforderlichen Veränderungen ihres Lebensstils vollziehen.

Bei vielen Menschen kommt das Erwachen erst mit einer Krankheit oder sogar erst dann, wenn sie bereits an den Nebenwirkungen der verordneten Arzneimittel leiden und der Arzt sagt, dass sie halt damit leben müssten. Dann möchten sie plötzlich ihre Ernährung umstellen und hoffen, auf diese Weise von ihren Blutdrucksenkern wegzukommen, die sie müde und impotent machen. Deutlich sinnvoller wäre es natürlich, die Kurve zu kriegen, noch bevor bedrohliche Beschwerden auftauchen.

Wenn Sie nicht recht wissen, wie Sie Ihre Ernährung umstellen können, dann lernen Sie die gesunde Ernährung doch am besten mit den genussvollen Ernährungsplänen einer vierwöchigen Entschlackungskur oder mit den köstlichen Rezepten aus unserem ZDG-Kochstudio (oder bei Youtube).

Quellen

  • Ashkan Afshin et al, Health effects of dietary risks in 195 countries, 1990–2017: a systematic analysis for the Global Burden of Disease Study 2017, The Lancet (2019)
  • Norton A, Unhealthy diets may be world's biggest killer, 4. April 2019

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