Was genau ist das Basenfasten?
Das Basenfasten ist eine milde Fastenform, bei der man sich ein bis zwei Wochen lang nur von ganz bestimmten Lebensmitteln – rein basischen Lebensmitteln – ernährt. Und obwohl man sich dabei satt essen darf, man auch keine Kalorien zählen muss, kommt es zu einem gründlichen Reinigungs- und Entschlackungseffekt.
Die rein basischen Mahlzeiten bestehen aus nichts anderem als Gemüse, Kräutern, Salaten, Kartoffeln, Obst, Sprossen und einigen wenigen weiteren basischen Lebensmitteln.
Begleitend dazu kann man sich Massagen, basische Bäder oder basische Fussbäder, Leberwickel oder auch eine basische Körper- und Gesichtspflege angedeihen lassen. Natürlich sorgt man für ausreichend Bewegung.
Wenn Sie lieber das echte Heilfasten durchführen möchten, lesen Sie auf unserer Seite weiter.
Warum sollte man Basenfasten?
Viele ungünstige Angewohnheiten führen zu Unwohlsein, Übergewicht und sogar zu chronischen Beschwerden. Meist ist es die Kombination aus ungesunder Ernährung, übermässigem Essen, zu schnellem Essen, mangelhafter Bewegung, Stress, Genussgiften (Zucker, Koffein, Alkohol) und Medikamenten.
Sie führen über kurz oder lang zu einem Zustand, den die Naturheilkunde als Übersäuerung bezeichnet und der anschliessend Gesundheitsprobleme entstehen lässt (1).
Eine regelmässige Entsäuerung und Entschlackung ist daher in der heutigen Zeit wichtiger denn je. Mit entschlackenden Massnahmen wird der Körper entlastet. Er kann dabei Schlacken lösen und sich schliesslich wieder erholen und regenerieren. Mit Schlacken sind eingelagerte Stoffwechselabbauprodukte gemeint, belastende Säuren, Umweltgifte, Schwermetalle und andere toxische Substanzen.
Was ist der Unterschied zum Heilfasten?
Oft wird zur Reinigung des Körpers das Heilfasten mit Säften, Brühe oder sogar nur Wasser empfohlen. Es ist jedoch nicht für alle Menschen geeignet. Es erfordert hohe Willenskraft und einen starken Kreislauf.
Auch sollte eine solche Kur – wenn sie zu Heilzwecken eingesetzt wird – am besten nur in Begleitung eines Arztes oder Fastenleiters durchgeführt werden.
Das Basenfasten hingegen ist viel leichter umzusetzen und kann auch bei chronischen Krankheiten ohne ärztliche Begleitung absolviert werden. Natürlich kann es noch mit anderen ganzheitlichen Massnahmen kombiniert werden, wie z. B. einer leichten Darmreinigung.
Für wen ist Basenfasten geeignet?
Basenfasten ist grundsätzlich für jeden Menschen geeignet. Es kann einerseits von jedem Erwachsenen immer wieder kurweise als reine Präventionsmassnahme durchgeführt werden.
Andererseits können natürlich auch ganz besonders chronisch kranke Menschen davon profitieren. Menschen mit Blähungen oder chronischer Verstopfung, mit Hautproblemen, Migräne, Rheuma, Autoimmunerkrankungen oder vielen anderen Gesundheitsproblemen erreichen dadurch eine Entlastung und Entgiftung ihres Körpers, Heilprozesse werden angestossen und Symptome gelindert.
Was ist eine Basentherapie?
Um die Wirkung zu verstärken, kann die Kur mit einem Entsäuerungsprogramm kombiniert werden. Bei einer solchen Kombination spricht man von einer Basentherapie. Dabei werden zusätzlich bestimmte basische Präparate eingenommen, z. B. das Basenpulver von M. Reich, einem basischen Pflanzengranulat oder ein mineralisches Basenpräparat, z. B. die Basencitrate.
In welchem Umfang eine Basentherapie erforderlich ist, kann bei jedem Menschen unterschiedlich sein – abhängig vom Grad seiner Übersäuerung. Mit Hilfe des sog. Säure-Basen-Tests nach Sander können Sie feststellen, wie stark Sie übersäuert sind. Wir haben den Test sowie mögliche Entsäuerungsprogramme auf unserer Seite vorgestellt: Die Basentherapie
Wie wirkt das Basenfasten?
Beim Basenfasten wird auf sämtliche Lebensmittel, die im Körper Säuren und Stoffwechselgifte bilden könnten, konsequent verzichtet. Die verzehrten Lebensmittel sind durchweg basisch bzw. basenbildend oder sollten zumindest neutral reagieren (hochwertige Fette und Öle).
Durch den völligen Verzicht auf säurebildende und belastende Lebensmittel können die eingelagerten Stoffwechselschlacken gelöst und ausgeschieden werden. Es kommt zu einer Regulierung des Säure-Basen-Haushaltes, was bedeutet, dass sich an jeder Stelle im Körper der dort passende pH-Wert einstellen kann. Dieser ist z. B. im Blut und im Speichel leicht basisch, im Dünndarm basisch, im Magen stark sauer und im Dickdarm und der Scheide leicht sauer.
In einem Review von 2012 wurden die bis zu diesem Zeitpunkt wissenschaftlich untersuchten Auswirkungen einer basischen Ernährung wie folgt zusammengefasst:
Bei einer basischen Ernährung aus viel Obst und Gemüse verbessert sich das Kalium-Natrium-Verhältnis, was zu einer besseren Knochengesundheit führen kann, Muskelschwund reduzieren kann und das Risiko für chronische Krankheiten inkl. Bluthochdruck und Schlaganfälle mindern kann.
Die Herz-Kreislauf-Gesundheit bessert sich mit einer basischen Ernährung und damit auch das Erinnerungsvermögen und die kognitiven Funktionen.
Da eine basische Ernährung magnesiumreich ist, steigt mit ihr der intrazelluläre Magnesiumspiegel. Magnesium ist für so viele Enzymsysteme ein wichtiger Motor, so dass sich mit einem gesunden Magnesiumspiegel zahlreiche Körperfunktionen verbessern lassen.
Da Magnesium überdies Vitamin D aktiviert, kann man einen gesunden Magnesiumspiegel auch mit allen positiven Auswirkungen eines gesunden Vitamin-D-Spiegels in Verbindung bringen. (Natürlich sollte der Körper auch regelmässig mit ausreichend Vitamin D versorgt werden - alle Infos dazu in unseren 15 Tipps zur optimalen Vitamin-D-Versorgung).
Selbst bei manchen Formen der Chemotherapie (die einen basischen pH-Wert erfordern) profitiert man von der basischen Ernährung, da sie bei einem basischen Körper-pH-Wert bessere Ergebnisse bringen.
* Hier finden Sie unseren basischen Kochkurs
Wie kombiniert man das mit einer Darmreinigung?
Viele Menschen leiden nicht nur unter einer Übersäuerung, sondern auch unter einem trägen Darm, der sich nicht mehr vollständig entleert (Verstopfung) oder unter chronischen Durchfällen.
Diese Probleme führen im Laufe der Zeit zu einer Darmflorastörung, chronischen Entzündungsprozessen der Darmschleimhaut und langfristig zu einem Leaky Gut Syndrom, das nun wiederum die Ursache vieler weiterer chronischer Erkrankungen sein kann.
Beim Basenfasten wird der erste Schritt getan, damit sich der Darm erholen kann, Entzündungen sich zurückbilden und die Darmflora ihr Gleichgewicht wieder finden kann. Die übliche Fastenwoche reicht jedoch für eine Darmsanierung meist nicht aus. Dazu sollte man eher 2 bis 4 Wochen einplanen.
Sie können die Darmreinigung nun entweder nach der Basenwoche starten oder aber gleichzeitig mit dem Basenfasten. Wenn dieses beendet ist, ernähren Sie sich basenüberschüssig, was bedeutet, dass Sie zum basischen Speiseplan noch weitere Lebensmittel hinzunehmen. Welche das sind, erfahren Sie weiter unten.
Die Anleitung zum Basenfasten
Während bei herkömmlichen Fastenkuren gänzlich auf feste Nahrung verzichtet wird, können Sie sich beim Basenfasten mit rein basischen Mahlzeiten satt essen.
Informationen zum basischen Ernährungsplan für 7 Tage, mit dem Sie eine einwöchige Fastenkur bei sich zu Hause durchführen können, finden Sie hier: Basischer Ernährungsplan
Eine Liste mit den basischen und säurebildenden Lebensmitteln können Sie bei uns kostenlos per Email anfordern: Die Säure-Basen-Tabelle. Mit dieser Tabelle können Sie auch selbst spielend basische Mahlzeiten zusammenstellen.
Die besten basischen Lebensmittel stellen wir auf unserer Seite vor: Die Top neun der basischen Lebensmittel
Wenn Sie zu Hause einfach nicht die Kurve kriegen, dann gönnen Sie sich doch eine Basenfastenwoche in einem Basenfastenhotel.
Wie Sie sich nach dem Basenfasten ernähren
Danach sollte in jedem Falle eine gesunde Ernährung beibehalten. Diese Ernährung ist nicht mehr rein basisch. Im Gegenteil, denn gerade die sog. guten Säurebildner (Nüsse, Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide, Ölsaaten (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne etc.)) sind enorm gesund und liefern wichtige Nährstoffe, die man mit einer rein basischen Ernährung nur schwer zu sich nehmen kann.
Die Ernährung nach dem Basenfasten sollte die Richtlinien der basenüberschüssigen Ernährung befolgen.